■t-y> f "^\jK ^^..V ,^^^'^ * •'-o ¥ . ^ . v,;v ^m^ ■f^V ^a::?' :prf-"^ .1^k'*:A. ^ »/•'J*'S^ Kwi:^r:v Dr. L. Rabenhorst's Kryptogamen - Flora von Deiitsclilaiid, Oesterreicli und der Schweiz. Zweite Auflage vollständig neu bearbeitet von Andr. Allescher, Prof. Dr. A. Fischer, Prof. Dr. Ed. Fischer, Dr. F. Hauck, G. Limpricht, Prof. Dr. Ch. Luerssen, Prof. Dr. W. Migula, Dr. H. Rehm, P. Richter, Dr. G. Winter. Erster Band; Pilze. -2^<«H£- Leipzig. Verlag von Eduard Kummer. 1901. Die Pilze Deutschlauds, Oesterreichs und der Schweiz. YI. Abtheilimg: Fungi imperfecti: Hyalin - sporige Sphaerioideen bearbeitet von Aiiclreais Allesclier in München. Mit zahlreichen in den Text gedruckten Abbildungen. Leipzig. Verlag von Eduard Kummer. 1901. ^^t H^) 2ö'2') Alle Rechte vorbehalten. Verzeichniss der Abbildungen. Seite ActillOlieilia Rosae (Lib.) Fries 708 Aposphaeria Artemisiae (Corda) Sacc 381 — Calathiscus (Corda) Sacc 381 387 — glomerata (Corda) Sacc 381 ASfOChyta bombicina Penz. et Sacc 626 649 — Citri Penz 625 — Diplodina Berl. et Bresad 625 646 — Feuilleauboisseana Sacc. et Roum. 627 — Hesperidearum Penz 626 650 — Iridis Oudem, (Sporen) 647 — pbysaliua Sacc 627 657 Asteronui Padi Greville 451 471 Byssot'.ystis textilis Riess 483 Ceuthospora abietina Delacroix 613 — pbacidioides Greville 613 Chactophonia coniformis (Sommerf.) Starb 447 (lit'iilliobolus Cesatii De Bary 481 Colloiicilia bemispbaericum (Alb. et Scbw.) Grovc .... 931 — papillatum Grove 930 Coriiularia Boudieri (Rieben) Sacc 944 Cyslotricha Striola Berk. et Broome 710 CylOSpora microspora (Corda) Rabenb 564 579 — uipbostoma Sacc 564 585 — Pinastri Fries 563 — Salicis (Corda) Rabenb 564 603 — Sopborae Bresadola 565 606 — Terebintbi Bresadola 564 589 CytOSporella mendax Sacc. et Roum 558 562 VI Seite Cylosporilia Crataegi Allesch 950 — leucomyxa (Corda) Sacc 950 — peregrina Mont. et Fries 949 Darlura Bivonae Flick 702 — Filura (Bivon.) Gast 702 Dcndrophoina affinis Sacc 411 Dilopliospora Giaminis Desm 940 Diplodina Acerum Sacc. et Br 675 — Atriplicis Yestergren G75 — Fraxiiii (Oudem.) 675 — Hyoscyanü Vestergren 689 — Pallor (Berkeley) 675 694 Düthiorella Berengeriana Sacc 518 — Fraxini Sacc. et Rouni 518 — Mori Berlese 518 — pitya Sacc 517 — Eobiniae Prill. et Delacr 518 Eriospora leucostoma Berk. et Br 947 Fusicoccuill Aesculi Corda 546 — Farlowianum Sacc. et Roum 547 — Juglandis C. Massalongo 547 — ornellum Sacc 547 — Pini (Preuss) Sacc 546 — querciuum Sacc 548 (iluliliium laevatum (Fries) Starbaeck 443 — palinum (Fries) Starbaeck 443 Marroplioma cylindrospora (Desm.) Berl. et Yogi 352 366 — Fraxini Delacr 352 366 — Laburni (West.) B. et V 352 363 — Mirbelii (Fries) B. et V 352 358 — Oleae (DC.) Berl. et Vogl 352 369 Mastomyccs P'riesii Montagne 991 Micropcra Drupazearum Lcv 959 961 Micula Mougeotii Duby 958 i^luricularia eurotioides Sacc 484 IMlIeospora Laserpitü Bresad 933 Plllyclacna Pscudophoma Sacc 937 IMioma acicola (L6v.) Sacc 169 VII Seite PllOllia Alliariae Delacroix 169 — Arabidis Allesch 169 — errabunda Desm 170 — oleracea Sacc 170 273 IMiyllosticta Magnoliae Sacc. 56 — Rosarum Passerini 84 — tabifica Prillieux 105 Placosphaei'ia Campanulae (DC.) Bäumler 536 — Onobrychidis (DC.) Sacc 536 — punctiformis (Fuck.) Sacc 535 PleilOdomus herbarum Allesch 417 PyrCDOCliaeta Berberidis Sacc 486 Rabeilhorstia deformis (Fries) Karsten 532 Rhabdospora Achilleae Bresadola 883 — eupyrenoides Sacc 884 903 — fusicoccoides Sacc. et Roum . 883 ■ — Greschikii Bresad 883 — inaequalis (Sacc, et Roum.) 885 925 — Lebretoniana Sacc. et Roum 884 906 — microstoma F. Tassi 884 908 — Preussii Sacc. (Sporen) 884 900 — Rhinanthi Oudem. (Sporen) 885 919 — salicella Berk. et Br. (Sporen) 885 921 RItynchophoma crypta Karsten 711 Scptoria anaxea Sacc 717 855 — Aretbusa Penz 716 759 — cariciuella Sacc. et Roum 715 749 — carpophila Sacc. et Roum 717 764 — compta Sacc 718 869 — Fuckelii Sacc 718 871 — Limonum Passer 716 760 — Mougeotii Sacc. et Roum 717 793 — oxyspora Penz. et Sacc 715 735 — pterophila Sacc 715 880 Soploriella Phragmitis Oudem. (Sporen) 949 Spliaerographium sqarrosum (Riess) Sacc 943 Sphaci'Onaeina bispidulum Corda 420 441 — rostratum Fuck 440 — Spinella Kalchbr 420 437 VIII Seite ^phaeronaeina verrucosum Corda ......... 420 Sta^:oilOS|)ora Abietis Roll, et Fautrey 963 — Diospyri F. Tassi 964 — gigaspora Niossl 964 — Ilicis Grove 964 — microscopica (Fr.) Sacc. (Sporen) 964 — Populi (Corda) Sacc 965 985 — subseriata (Desm.) Sacc 965 979 Slaurochaela minima Sacc 485 Verniicularia Dematium (Pers.) 493 — Liliacearum West 492 506 — relicina Fries 493 504 — Wallrothii Sacc 493 501 Fungi imperfecti. Einleitung. ö- Der Entwickelungskreis der Ascomyceten (Pyrenomyceten und Discomyceten) setzt sich in der Kegel aus mehreren aufeinander- folgenden oder auch nebenhergehenden Fructificationsformen zu- sammen. Die höchste, den Entwickelungskreis abschliessende Eruchtform der Ascomyceten sind die Schlauchfrüchte, bei denen die Sporen in einer eigenen Zelle, Ascus oder Schlauch genannt, gebildet werden. Diese Schläuche finden sich meistens entweder in rings- geschlossenen Fruchtgehäusen (Perithecien), oder in oben offenen, meist schüsseiförmigen oder kelchförmigen Fruchtgehäusen (Apo- thecien). Diesen schlauchführenden Fruchtkörpern, die die Ent- wickelungsreihe abschliessen, gehen nun in der Regel verschiedene schlauchlose Fruchtformen voran oder auch nebenher, die für die Entwickelung der ersteren verschiedene Bedeutung und Wichtigkeit haben. Alle jene Fruchtformen, die den Ascusfrüchten vorangehen oder sie begleiten, werden Conidienfructificationen genannt. Leopold Fuckel, der bekannte eifrige deutsche Mycologe, hat sie unter dem Namen „Fungi imperfecti" zusammengefasst. Diese Bezeichnung hat zwar viele Angriffe erfahren, doch hat sie sich stets erhalten und wird nun allgemein, selbst von früheren Gregnern angewandt. Diese Vielgestaltigkeit der Fruchtformen der Ascomyceten, von Fuckel nicht sehr glücklich „Generationswechsel" genannt, wird jetzt besser mit „Pleomorphismus" bezeichnet. Der Pleo- morphismus der Ascomyceten ist jedoch noch lange nicht genügend Winter, die Pilze. VI. Abth. 1 erforscht. Nur bei verhältnissmiissig wenigen derselben sind die zu ihrem Entwickelungskreis gehörigen Yor- und Nebenfruchtformen (Fungi iniperfecti) sicher festgestellt; bei vielen wird die Zusammen- gehörigkeit bloss vermuthet, von den meisten kennt man sie jedoch gar nicht. In dieser Beziehung bleibt für die Biologie und Ent- wickelungsgeschichte noch eine grosse und schwierige Aufgabe zu lösen ; denn so lange nicht durch streng wissenschaftliche Versuche (Culturen oder gelungene Infectionen) die sämmtlichen zu den betreöenden Ascomyceten gehörigen Vor- und Xebenfruchtformen sicher festgestellt sind, bleibt es immer misslich, dieselben mit bestimmten Ascomyceten in Verbindung zu bringen, da leicht die grössten Täuschungen mitunterlaufen können. Aus diesem Grunde hat auch der leider zu früh verstorbene Dr. G. "Winter bei den Pyrenomyceten der Rabenhorst'schen Kryptogamen- Flora diese Conidienfructiticationen fast ganz unberücksichtigt gelassen und nur bei wenigen dieselben erwähnt und nur in seltenen Fällen den Sporen nach beschrieben. Daher ist es nothwendig, alle in dem Gebiete vorkommenden Fungi imperfecti hier zu beschreiben, auch jene, bei welchen die Zusammengehörigkeit mit bestimmten Ascomyceten sicher bekannt ist ; denn häutig werden diese Fruchtformen ohne die dazu gehörigen Ascusfruchtformen gefunden, anderseits können sie auch in Gesell- schaft von Ascomyceten vorkommen, in deren Entwickelungskreis sie sicher nicht gehören. Sind nun diese Conidienformen nirgend beschrieben, so entstehen Schwierigkeiten, die besonders die An- fänger in der Mycologie schwer emptinden würden. Wenn man zudem sieht, wie unsicher die Zusammengehörigkeit der ver- schiedenen Fruchtformen selbst bei den üredineen, den am besten erforschten Pilzen, noch ist, so muss man Bedenken tragen, in dieser Hinsicht zu optimistisch vorzugehen. Aus dem Gebiete sind jedoch bisher verhältnissmässig wenige hiehergehörige Arten bekannt; deshalb kann es bei dem Zwecke dieses Buches: mit Hilfe desselben die vorkommenden Arten bestimmen zu können, nicht genügen, nur die aus dem Gebiete schon be- kannten Arten aufzunehmen. Im Lauf der vielen Jahre, in denen ich mich mit den Pilzen, besonders mit den Fungi imperfecti beschäftigte, ist es mir gelungen, neben einigen noch unbeschriebenen auch solche Arten für das Gebiet aufzufinden, die bisher nur aus Italien, Frankreich, Sibirien, selbst nur aus Nordamerika bekannt waren, da diese niederen Pilze meist eine sehr weite Verbreitung haben und an gewisse Xährpflanzen gebunden scheinen, "Wären nun solche Pilze, deren Xährpflanzen im Gebiete vorkommen oder da häufig gepflanzt werden, hier nicht beschrieben, weil man sie bisher da noch nicht gefunden hat, so würde das Buch seinen Zweck nicht erfüllen und mehr oder weniger werthlos sein. Deshalb wurden neben den schon aus dem Gebiete bekannten Arten, auch jene in dem südlich angrenzenden Italien, dem westlich nahe gelegenen Frankreich auf in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz eben- falls häufig vorkommenden Wirthspflanzen beobachteten Arten auf- genommen, da mit grösster Wahrscheinlichkeit zu vermuthen ist, dass dieselben an geeigneten Localitäten auch in dem Gebiete noch angetroffen werden. In Italien, Frankreich und Nordamerika wurden mehr Fungi imperfecti aufgefunden und beschrieben, weil sich dort mit den Pilzen mehr Forscher beschäftigten, welche auch den Fungi imperfecti ihre Aufmerksamkeit zuwendeten, während letztere bei uns mehr vernachlässigt wurden, obwohl sie in ökonomischer und cultureller Hinsicht von grösster Wichtigkeit sind, indem sie neben den üredineen u. s. w. zu den gefährlichsten Feinden der Cuitur- gewächse gehören. Mcht bloss die wirklichen Ascomyceten, sondern auch diese Vor- und Nebenfruchtformen greifen schädigend in die Cultur ein, ja ich möchte fast sagen, diese Fungi imperfecti sind es vorzüglich, welche die Pflanzen tödten, da die auf sie folgenden und ihre Entwickelungsreihe abschliessenden Schlauchformen meist erst auf den abgestorbenen Pflanzentheilen zur Keife gelangen. Sie treten nicht selten epidemisch auf und zerstören zuweilen die werthvollsten Culturen. Besonders in grossen, ausgedehnten Pflanzen- züchtereien richten sie oft ungeheuren Schaden an, indem sie sich rasch verbreiten und in kurzer Zeit die mit unendlicher Mühe und Sorgfalt herangezogenen Pflanzen werthlos machen, da sie durch die auf den Blättern erscheinenden missfarbigen Flecken die Pflanzen ihres schönen, jedes Auge erfreuenden Aussehens berauben, wodurch dieselben unverkäuflich werden, oder sie dem vollen Verderben und Absterben überliefern. Es ist hier nicht der Ort, näher auf die Mittel zur Bekämpfung dieser höchst unangenehmen Gäste einzugehen; aber eine Vorsicht, die anzuwenden ist, um die Ver- breitung dieser Pilze in den meisten Fällen hintanzuhalten, ist dringend zu empfehlen, nämlich jeden ergriffenen Pflanzentheil sofort zu entfernen und zu vernichten, am besten zu verbrennen; dadurch kann in vielen Fällen einer weiteren Verbreitung vor- gebeugt werden. Da es zahlreiche, ja ich möchte fast sagen, zahllose Fiingi imperfecti giebt, die sich auf verschiedene Weise wieder von einander unterscheiden, so besteht das Bedürfniss, sie in ein über- sichtliches System zu ordnen. Es kann aber nur ein allen Anforderungen entsprechendes System geben, und das ist bekanntlich das natürliche Svstem, das die Pflanzen nach ihrer inneren und äusseren A^erwandtschaft aneinander reiht. Für die Phaneroganien, Gefässkryptogamen, auch für die blattbildenden Lagerpüanzen ist dasselbe bereits zu grosser Yollkommenheit gediehen, wenn auch noch stets an dem Aveiteren Ausbau desselben gearbeitet wird. Anders steht es jedoch bei den Pilzen, wo kaum merkliche Anfänge eines solchen vorhanden sind. Ist jedoch auch für die Pilze einmal ein natürliches System geschaffen, und sind auch die gesamraten Entwickelungsstadien eines jeden Pilzes festgestellt, so müssen natürlich auch die Fungi imperfecti in dasselbe eingereiht und dorthin gestellt werden, wohin sie ihrer Natur nach gehören, nämlich als Entwickeluugsglieder zu den die Entwickelungsreihe abschliessenden höheren Fruchtformen. Dann müssen die Fungi imperfecti als eigene Abtheilung aus dem System ganz ver- schwinden, vorausgesetzt, dass es nicht auch solche giebt, die sich nie zu höheren Fruchtformen entwickeln. Solange es aber unserer noch unzureichenden Kenntnisse halber unmöglich ist, ein natürliches System der Pilze aufzustellen, müssen wir, um eine übersichtliche Gruppierung zu geAvinnen, mit so- genannten künstlichen Systemen vorlieb nehmen. Dasjenige künst- liche System, das für die Fungi imperfecti in neuerer Zeit am geeignetsten erscheint, ist das Saccardo'sche Sporensystem, nach welchem er die Pilze in seinem grossen, weltbekannten Sammel- werke „Sylloge fungorum omnium hucusque cognitorum" an- geordnet hat, und das den grossen Vortheil einer leicht zu ge- winnenden Uebersichtlichkeit gewährt. Allerdings können gegen dasselbe alle die Vorwürfe und Bemängelungen erhoben werden, welche stets gegen jedes künstliche System erhoben worden sind; allein bei dem gegeuAvärtigen Stande der mycologischen Wissen- schaft müssen wir vorläufig für dasselbe dankbar sein. Aufgabe der Mycologie wird es jedoch bleiben müssen, endlich etwas besseres an die Stelle zu setzen, was aber voraussichtlich nicht so bald geschehen dürfte. Bis dahin wird das System Saccardo's nicht zu entbehren sein. Grliederung der Fuiigi imperfecti. Je nachdem die Fungi imperfecti ihre Sporen in rings- geschlossenen, meist jedoch mit einer Mundöffnung versehenen Fruchtbehältern, oder in nur von der Oberhaut bedeckten, dann hervorbrechenden Sporenhäufchen, oder endlich auf verschieden- gestalteten freien Hyphen ohne jegliches Fruchtgehäuse bilden, gliedern sich dieselben in drei grosse Abtheilungen, welchen in einem gewissen Sinne die Bedeutung der Ordnungen der As- comyceten zukommt. Uebersiclit der Ordnungen. I. Ordnung. Sphaeropsideen. Die Sporen werden in schwarzen oder hellfarbigen, meist kugel-, linsen- oder kegelförmigen Fruchtgehäusen (Perithecien oder Pyc- niden) auf mehr oder weniger deutlichen Sporenträgern abgeschnürt. II. Ordnung. Melanconieen. Ihre Sporen oder Couidien werden in Sporenhäufchen, welche nur anfänglich von der Epidermis bedeckt sind, dann aber hervor- brechen (also nicht in eigentlichen Fruchtgehäusen oder Perithecien) auf Sporenträgern oder Basidien gebildet. III. Ordnung. Hyphomyceten. Ihre Sporen oder Conidien entwickeln sich meist oberflächlich oder fast oberflächlich auf dem Substrat an freien Hyphen ohne jegliches Fruchtgehäuse, sehr selten im Innern von Insecten. I. Ordnung. Sphaeropsideen. Mikroskopische Pilze mit Fruchtgehäusen (auch Perithecien oder Pycniden genannt), aber die Sporen nicht in Schläuchen, sondern auf mehr oder weniger deutlichen, einfachen oder ver- ästelten Sporenträgern oder Basidien innerhalb der Fruchtgehäuse gebildet, die entweder geschlossen bleiben und später dann un- regelmässig zerfallen, oder aber mit einem verschieden grossen, rundlichen oder länglichen Perus sich öffnen, um die Sporen zu entlassen. Die Fruchtkorper der Sphaeropsideen wurden häufig Spermo- gonien*) und Pycniden genannt; in den ersteren finden sich die sogenannten Spermatien, in den letzteren die Stylosporen. Da jedoch eine scharfe Grenze zwischen Spermatien und Stylo- sporen jetzt noch nicht gezogen werden kann, da manche als Spermatien angesprochene Sporen als keimfähig sich erwiesen und also auch zu den Stylosporen gehören, Averden im Folgenden die F'ruchtkörper der Sphaeropsideen schlechtweg „Fruchtgehäuse" ge- nannt; dieselben sind den Fruchtkörpern der schlauchführenden Pyrenomyceten sehr ähnlich und unterscheiden sich nur dadurch von denselben, dass sie keine Schläuche enthalten. Aus dem gleichen Grunde werden die in den Fruchtgehäusen gebildeten I^uchtorgane kurzweg Sporen genannt, da diese Bezeichnung für die Fruchtorgane aller Pilze gebräuchlich ist, ohne Rücksicht auf ihre Bedeutung, die man gegenwärtig bei vielen noch nicht sicher kennt. Die Fruchtgehäuse der Sphaeropsideen zeigen in Gestalt und Consistenz grosse Mannigfaltigkeit; sie sind entweder kugelförmig, halbkugel-, kegel-, linsen- oder fla sehen förmig. Auch die Art ihrer Sporenentleerung ist verschieden; die einen bleiben stets geschlossen und zerfallen endlich unregelmässig, wodurch die Sporen frei werden, andere besitzen auf dem Scheitel eine Oeffnung von verschiedener Gestalt und Grösse, durch welche die Sporen in Gestalt von Ranken oder Fäden ausgestossen Averden, wieder andere haben am Scheitel eine papillenförmige Mündung, welche bei manchen bedeutend verlängert und schnabelförmig wird. Bezüglich ihrer Consistenz findet man häutige, lederartige, fleischige, derbe, spröde, holzige oder kohlige Fruchtgehäuse; oft sind zwei dieser Eigenschaften vereinigt und sie werden dann als derbhäutig, häutigfleischig u. s. w. bezeichnet. "Wie bei den Schlauchpilzen unterscheidet man auch bei den Sphaeropsideen einfache und zusammengesetzte; bei den ersteren entspringen die Fruchtgehäuse unmittelbar aus dem Mycel, bei den zusammengesetzten sind sie einem Stroma auf- oder eingewachsen. Unter Stroma versteht man meist eine derbe Pilzmasse, die aussen oft von einer gebräunten oder geschwärzten, pseudoparenchy- matischen Rindenschicht umgeben, innen aber mit einem weissen, lockeren Marke ausgefüllt ist, zuweilen aber auch durciiaus pseudo- parenchymatiscli und dunkel gefärbt erscheint ; man hat dasselbe *) cf. I. Abth p. li. als eine höher ausgebildete Form des Mycels zu betrachten. Das Stroma zeigt ebenfalls verschiedene Formen. Bald sind die Frucht- gehäuse demselben aufgewachsen, dann heisst es grundständig, bald sind jedoch die Fruchtgehäuse demselben eingesenkt, dann kann es kugelig -abgestutzt oder kugelig -kissenförmig, oder flach und ergossen, valseen- oder warzenförmig, auch kegelförmig -ab- gestutzt sein. Die Ordnung der Sphaeropsideen gliedert sich in vier Familien. Uebersicht der IV Familien der I. Ordnung. Fruchtgehäuse häutig, kohlig oder fast lederartig, schwarz (niemals fleischig oder hellfarbig), kugelig, kegel- oder linsenförmig, ganz, d. h. ringsum ausgebildet, in das Substrat eingesenkt oder oberflächlich I. Fam. Sphaerioideae Sacc. Fruchtgehäuse und Stroma, wo ein solches vorhanden ist, fleischig oder wachsartig, hellfarbig (weisslich, gelb, roth oder orange- farbig), kugelig oder seltener zweilippig oder fast schüsseiförmig. Sporen wasserhell II. Fam. Nectrioideae Sacc. Fruchtgehäuse mehr oder weniger deutlich halbirt, schildförmig, mündungslos oder mit Mundöffnung oder durch einen Längsspalt zweilippig, häutig oder kohhg, schwarz, hervorbrechend oder ober- flächhch III. Fam. Leptostromaceae Sacc. Fruchtgehäuse schüssel- oder topfförmig, auch zweilippig, an- fänglich zuweilen fast kugelig geschlossen, bald aber weit geöffnet, häutig oder kohlig, schwarz, hervorbrechend oder oberflächlich, kahl oder behaart lY. Fam. Excipiilaceae Sacc. I. Familie. Sphaerioideae Sacc. Fruchtgehäuse häutig, kohlig oder fast lederartig, schwarz (niemals fleischig oder hellfarbig), kugelig, kegel- oder linsenförmig, ganz, d. h. ringsum ausgebildet, in das Substrat eingesenkt oder oberflächlich. Die Sporen der Glieder dieser Familie sind in Farbe und besonders in Gestalt verschieden ; viele sind wasserhell oder hyalin, andere mehr oder weniger dunkelgefärbt; die einen sind einzellig, also ohne Querscheidewand; andere haben eine solche und sind dann zweizeilig; wieder andere haben zwei oder mehr Querwände und sind dann mehrzellig; andere endlich haben neben mehreren 8 Querwänden auch eine oder mehrere Längswände; diese '-werden meist mauerförmig getheilt genannt. Nach der Farbe und Gestalt ihrer Sporen werden die Glieder dieser Familie in 8 Abtheilungen angeordnet. üebersicht der 8 Abtheilungen der Sphaerioideae. a. Sporen hyalin oder im Zustande voller Reife schwach gefärbt. 1. Sporen kugelig, eiförmig oder fast länglich, gerade oder gekrümmt, einzellig Ilyalosporae Sacc. 2. Sporen elliptisch, eiförmig, länglich, mit einer Querwand, hyalin oder etwas grünlich Hyalodidymae Sacc. 3. Sporen Stäbchen-, fadenförmig oder verlängert spindel- förmig, einzellig oder mit Querwänden versehen, hyalin oder grünlich Scoleeosporae Sacc. 4. Sporen länglich oder kurz spindelförmig, mit zwei oder mehreren Querwänden, hyalin .... Hyalopliragmiae Sacc. b. Sporen stets dunkel gefärbt. 5. Sporen elliptisch, eiförmig oder länglich, ohne Querw^and, oliven- oder russfarbig Pliaeosporac Sacc. 6. Sporen elliptisch, eiförmig oder länglich, mit einer Quer- wand, dunkelbraun Phaeodidymae Sacc. 7. Sporen länglich oder spindelförmig, mit zwei oder mehreren Querwänden, dunkelbraun riiaeophrag-miae Sacc. 8. Sporen eiförmig oder länghch, mit zwei oder mehreren Querwänden und einer oder mehreren Längswänden (mauerförmig) oder mit strahlen- oder kreuzförmigen Scheidewänden, russ- oder oliven farbig Dictyosporae Sacc. 9 I. Abtheilung. Hyalosporae. Sporen kugelig, eiförmig oder länglich, gerade oder gekrümmt, einzellig, hyalin, seltener schwach gefärbt. üebersicht der Gattungen dieser Abtheilung. I. Unterabtheilung. Ohne Stroma, mit getrennten Fruchtgehäusen. (Einfache Pilze.) A. Fruchtgehäuse kahl, ohne Unterlage (Subiculum);*) Sporen ohne Anhängsel und nicht kettenförmig verbunden. a. Auf Blättern verschiedener Pflanzen, meist fleckenbildend. 1. Fruchtghäuse punkt- oder linsenförmig, auch kugelig, am Scheitel durchbohrt oder mit kleiner Papille; Sporenträger einfach oder fehlend Phyllosticta. b. Auf Aesten, Stengeln oder Blättern, meist nicht fleckenbildend. K. Fruchtgehäuse abgestutzt oder mit kleiner Papille, aber nicht geschnäbelt. 2. Fruchtgehäuse häutig oder fast lederartig, meist mit deut- licher Papille, von der Oberhaut bedeckt; Sporenträger einfach, oft sehr kurz oder zuweilen fehlend. Auf Aesten und Stengeln. Sporen bis 15 /t lang Plioma. 3. Fruchtgehäuse und Sporenträger wie vorher, Sporen aber über 15 j« lang. Auf Aesten, Stengeln und Blättern . 3Iacroplioina. 4. Fruchtgehäuse oberflächlich, fast kohlig, mit deutlicher Papille Aposi)liaerla. 5. Fruchtgehäuse wie bei Phoma, Sporenträger aber ästig oder gezähnt Dendroplioma. (3. Fruchtgehäuse klein, zu asteromaartigen oder dendroidischen Flecken zusammengestellt Asteromella. 7. Fruchtgehäuse oberflächlich, kreiseiförmig, fleischig -hornig, flockig-faserig; Sporen träger ästig Crocicreas. 8, Fruchtgehäuse eingesenkt, ohne Mundöffnung, fast fleischig, sclerotienartig ; Sporenträger einfach; Sporen beidendig spitz ScIerotioi)sis. *) Unter Subiculum versteht man hier meist ein schwarzes, russartiges, stern- oder strahlenförmiges, seltener ein weissliches Hyphengewebe. 10 9. Fruchtgehäuse halb -eingesenkt, unregehnässig zerfallend, beulenförmig oder sclerotienartig, innen fast fleischig; Sporenträger sehr kurz ; Sporen an beiden Enden stumpf . . . Pleiiodomiis. 10. Fruchtgehäuse oberflächlich, ohne Mundöffnung, stumpf, endlich unregelmässig zerreissend. Kern pulverartig; Sporen fast kugelig Jlyeo^ala. ß. Fruchtgehäuse geschnäbelt. 11. Fruchtgehäuse mit verlängerter Mündimgspapille ; Sporen meist aus der Spitze des Schnabels als tropfenartige Masse hervor- tretend Sph.ieronema. B. Fruchtgehäuse kahl, ohne Stroma und Subiculum; Sporen aber am Scheitel mit pinselförmigen An- hängseln oder kettenartig verbunden. a. Sporen am Scheitel mit pinselförmigen Borsten. 12. Fruchtgehäuse eingesenkt, kugelig, häutig, mit kreisförmiger oder iinregelmässiger Mundöffniing ; Sporen verlängert spindelförmige einzellig, am Scheitel pinselförmig borstig . . . Neottiospora. b. Sporen kettenförmig verbunden. 13. Fruchtgehäuse fast kohlig, hervorbrechend oder oberflächlich, mit undeutlicher Mundöffnung; Sporen zu einfachen Ketten ver- bunden Siroeoeeuis. C. Fruchtgehäuse kahl, einer Unterlage (Subiculum) eingesenkt. 14. Fruchtgehäuse phoma- artig, einer russförmigen oder sternförmigen Unterlage eingesenkt; Sporen eiförmig länglich. Chaetophoma. 15. Fruchtgehäuse. klein, gedrängt, meist einem strahlenförmigen schwarzen Flecken aufgewachsen oder demselben eingesenkt; Sporen meist eiförmig länglich Asteroma. 16. Fruchtgehäuse klein, verlängert oder verschieden geformt, auf Oidium parasitirend; Sporen eiförmig, in Ranken hervortretend. Ciciiiiiobolus. D. Fruchtgehäuse mit feinen Borsten oder Stacheln besetzt. 17. Fruchtgehäuse hervorbrechend oder oberflächlich, von verschieden langen Borsten überall, oder nur an der Basis, oder 11 nur am Scheitel besetzt ; Sporen länglich ; Sporenträger typisch verästelt Pyreiiochaeta. 18. rruchtgehäuse mit langen, geraden, septirten Borsten be- kleidet; Sporen spindelförmig, sichelartig gebogen, selten gerade; Sporenträger typisch unverästelt Vermieularia. IL ü n t e r a b t h e i 1 n n g. Fruchtgehäuse einem Stroma auf- oder eingewachsen. 19. Stroma grundständig; Fruchtgehäuse traubenartig gehäuft, hervorbrechend; Sporen länglich Dotliiorella. 20. Stroma kugelig - abgestutzt , innen zellig; Sporen eiförmig länglich, gestielt ßabeiihorstia. 21. Stroma kugelig-kissenförmig, fast gestielt, innen überall in schmale, blasse Zellen getheilt Fuckelia. 22. Stroma flach, ergossen, pechschwarz, innen mehr oder weniger deutlich vielzellig Placospbaeria. 23. Stroma valseen- oder warzenförmig, fast weich, innen un- gleich vielzellig; Sporen spindel- oder stäbchenförmig, verhältniss- mässig gross Fiisieoccum. 24. Stroma valseen-artig, fast weich, innen ungleich mehrzellig; Sporen kugelig oder eiförmig, einzellig, fast hyalin . Cytosporella. 25. Stroma Avie vorher, innen ungleich vielzelhg; Sporen cylin drisch, gerade oder gekrümmt Cytospora. 26. Stroma abgestutzt- kegelförmig, kohlig, innen typisch mehr- zellig; Sporen stäbchenförmig Ceuthospora. I. Pliyllo^iitiota Pers. Fries, Syst. Myc. IL p. 257; Sacc. Midi. II. p. 4. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, oft etwas hervor- brechend, linsenförmig oder fast kugelig, meistens dünnhäutig, am Scheitel öfter mit weitem Porus durchbohrt, seltener mit kleiner Papille, punktförmig, verfärbte Blattstellen (Flecken) bewohnend. Sporen sehr klein, eiförmig oder länglich, einzellig (ohne Scheide- wand im Innern), hyalin oder seltener schwach gefärbt; Sporen- träger (Basidien) oft fehlend oder sehr kurz, seltener deutlich entwickelt. Kur Blätter bewohnend. riiy Hostie ta Magnoliae Saccardo. a. Ein Theil des Blattes mit dem Pilze in natürlicher Grösse, b. Ein Erucht- gehäuse von oben gesehen, c. Querschnitt eines Frucht- gehäuses, (l. Sporen, (b, c u. d stark vergrössort. Alles nach Briosi und Cavara.) Die Gattung Phyllosticta (phyllon = Blatt ; stictos = punktirt) mit ihren sehr zahlreichen Arten (Saccardo führt in „Sylloge fungorum omnium hucusque cognitorum" 686 Species auf), steht der Gattung Ascochyta bezüglich der Sporen sehr nahe. Bas trennende Merkmal 13 Pliyllosticta Rosarum Passer, o. Ein Blättchen mit dem Pilze in natürlicher Grösse, h. Ein einzelner Flecken etwas vergrössert. c. Ein Fruchtgehäuse noch von der Epidermis bedeckt, von der Seite, mit einigen ausgetretenen Sporen. d. Eine einzelne sehr vergrösserte Spore, h u. c stark, d noch mehr vergrössert. Nach der Natur von Dr. v. Tubeuf gezeichnet. h Phyllosticta tabifica Prillieux, Bull. Soc. Myc. France, fasc. I. 1891. a. Ein Fruchtgehäuse von oben gesehen mit in einer Eanke austretenden Sporen, h. Durchschnitt eines Fruchtgehäuses mit Sporen im Innern, c. 5 freie Sporen. Alles stark vergrössert. Nach Delacroix 1. c. 14 ist hauptsächlich die Querscheidewand, welche die Sporen der letzteren zeigen. Die Querscheidewand bildet sich aber oft erst in den weiter fortgeschrittenen Reifestadien, während die jüngeren Sporen lange einzellig bleiben und den Phyllosticta-Sporen gleichen. Daher mag manche Art von Ascochyta als Phyllosticta beschrieben worden sein, wenn sie unreif gesammelt wurde. Bei Untersuchung von Originalexemplaren mehrerer Phyllosticta-Arten habe ich oft in einzelnen Sporen eine Scheidewand beobachtet, während die Mehr- zahl derselben einzellig war. Es ist nun schwer zu sagen, ob die Querscheidewand in den Sporen solcher Arten nur eine seltene Ausnahme ist, oder ob bei höherer Reife sie zur Regel wird. Auf- fallend ist es immer, wenn Phyllosticta- und Ascochyta -Arten auf gleichen Wirthspflanzen in den Dimensionen ihrer Sporen übereinstimmen. Xoch näher steht diese Gattung jedoch der Gattung Phoma. Die Unterschiede sind so unbestimmt, dass es oft schwer ist zu entscheiden, ob eine Phyllosticta- oder eine Phoma- Art vorliegt. Die auffallendsten Unterschiede liegen in der Mündung und in den Sporenträgern. Bei Phoma ist die Papille meist deutlich, doch giebt es auch Arten ohne solche Papille. Die Sporenträger sind bei Phyllosticta kurz oder fehlend ; allein es finden sich auch Arten mit ziemlich langen Sporenträgern; bei Phoma sind dieselben in der Regel gut entwickelt, jedoch hat man bei mehreren Arten auch sehr kurze, bei anderen noch keine Basidien beobachtet. "Was das Gewebe, die Grösse, Gestalt und Bedeckung der Fruchtgehäuse betrifft, so finden bei beiden Arten gleichgrosse Verschiedenheiten statt. Es sind viele Phoma- Arten auf Blättern beschrieben, die theils Elecken, theils keine solchen bilden. Bei einigen dieser Arten erhebt auch Saccardo gegründete Zweifel, ob dieselben bei Phoma oder bei Phyllosticta einzureihen sind. Diese fiecken- bildenden Arten führen bei der Bestimmung am leichtesten irre; ich bin daher der Ansicht, dass dieselben zur Gattung Phyllosticta zu stellen seien, auch wenn sie eine deutliche Papille und deutliche Sporenträger besitzen. Jene Phoma-Arten auf Blättern, die keine Flecken bilden, kommen meist auf abgestorbenen oder faulenden Blättern vor ; dieselben können höhere Reifezustände wirklicher Phyllosticta-Arten und die Flecken bei dem Zustande der Blätter bereits verschwunden oder wenigstens nicht mehr leicht zu erkennen sein. Um nun in den vielen zweifelhaften Fällen die Bestimmung zu erleichtern, wird es am einfachsten sein, besonders das Substrat 15 Acer zu berücksichtigen, wie es ja auch bei den sich sehr nahe stehenden Gattungen Septoria und Rhabdospora schon geschehen ist. Ich habe daher im Folgenden alle Phoma- Arten auf Blättern, vorläufig natürlich nur jener Pflanzen, auf denen der Pilz auch im Gebiete vorkommt oder vermuthet werden kann, in die Gattung Phyllosticta eingereiht. Ausgenommen habe ich nur die Phoma -Arten auf den Xadeln der Coniferen und jene, die jetzt der neueren Gattung Macrophoma angehören, da die Bestimmung der letzteren wegen der Grösse der Sporen ohnehin keine Schwierigkeit bildet. Dadurch glaube ich eine grössere Sicherheit bei Bestimmung der Arten dieser Gattung erreicht zu haben. Die Gattung Phyllosticta neigt sogar in manchen ihrer Glieder auch zur Gattung Coniothyrium, wie z. B. Phyllosticta ulmicola Sacc, Phyllosticta coniothyrioides Sacc. und noch mehrere andere Arten, deren Sporen später gefärbt erscheinen und daher leicht für Coniothyrium-Sporen gehalten werden können. Es ist also bei Bestimmung der Phyllosticta -Arten Yorsicht nöthig und sollten überhaupt nur reife Pilze beschrieben werden, was allerdings schwer durchführbar ist. A. Auf Blättern von Holzgewächsen. Acer 1. Phyllosticta Pseudo-platani Sacc, Mich. I. p. 136; Syll. III. p. 13. Plecken buchtig, nach Yertrocknung weisslich oder weiss, braun umrandet, klein, sehr zahlreich, oft zusammenfliessend ; Prucht- gehäuse linsenförmig, auf der Blattoberfläche, von weitzelligem, roth- braunem, parenchymatischem Gewebe, ca. QO /.i im Durchmesser, am Scheitel mit einem Perus geöffnet; Sporen länglich oder kurz cylindrisch, einzellig, ohne Oeltropfen, 5 — 6 jn lang, 3 /t dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Acer Pseudoj)latanus stellen- weise durch das Gebiet, z. B. Oberbayern : in den bayerischen Yor- alpen bei Wörnsmühle zwischen Miesbach und Elbach von mir selbst gesammelt. Saccardo giebt den Pilz nur bei Selva im nördlichen Italien und bei Coiinbra in Portugal an. Die bayerischen, bei Wörnsmühle gesammelten Exemplare stimmen mit den im Kgl. bot. Museum in Berlin aufbewahrten, von Moller bei Coimbra gesammelten Specimen sowohl makroskopisch, wie mikroskopisch voll- kommen überein. Die Ahornblätter zeigen auf der Oberfläche unregelmässige, Acer 16 PJn/Uosticta buchtig -gelappte, braune Flecken, zwischen denen meist viele kleine unregelniässig zerstreut liegen. Auf diesen braunen Flecken erscheinen zahlreiche kleine, weisse oder weissliche Fleckchen mit den Fruchtgehäusen. 2. Ph. fjillrtx Sacc. et Roum., Mich. II. p. 620; Syll. III. p. 13. Fruchtgehäuse in kleinen weisslichen Flecken, zerstreut, ein- gewachsen, auf der Blattoberseite, linsenförmig, am Scheitel durch- bohrt, 100 /ii im Durchmesser; Sporen länglich-elliptisch, ca. 5 — 6 /t laug, 3 — 3,5 /t dick, grünlich gefärbt. Auf lebenden Blättern von Acer Pseudoplatanus durch das Gebiet, z. B. in Bayern bei Straubing. Von Phyllosticta Pseudoplatani Sacc. besonders durch die grünlich gefärbten Sporen leicht zu unterscheiden. 3. l*Ii. apatela Allescher im Anhange zum „Terzeichniss der bei Kissingen in Bayern gesammelten, meist parasitischen Pilze" von Prof. Dr. P. Magnus. Sacc. Syll. XL p. 473. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, unregelmässig, klein, braun; Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, von der Epidermis bedeckt, braun; Sporen stäbchen-förmig, gerade, beidendig stumpf, ohne Querwand und Oeltropfen, ca. 6 — 10 fi lang, 2—3 /li dick, hyalin. An den Blättern junger Pflanzen von Acer platanoides in Gesellschaft von Septoria apatela Allescher. Unterfranken in Bayern: am Kreuzberg in der Rhön gesammelt von Prof. Dr. P. Magnus. Den Sporen nach stimmt dieser Pilz mit keiner der auf Acer beschriebenen Phyllosticta -Arten überein, weshalb er besser als eigene Art aufzuführen ist. 4. Ph. Plataiioidis Sacc, Mich. I. p. 360; Syll. III. p. 13. Flecken undeutlich, fast fehlend; Fruchtgehäuse auf der Blatt- unterseite, dicht herdenweise, zuAveilen fleckenbildend gehäuft, von der Epidermis bedeckt, sehr klein, kugelig, 70—80 /^ im Durchmesser, mit parenchymatischem Gewebe und deutlicher Mundöffnung; Sporen sehr klein, bakterienförmig, in der Mitte etwas zusammengezogen, beidendig abgerundet, 2—4 /< lang, 0,5 — 1 /t dick, hyalin. An abgefallenen Blättern von Acer platanoides und Acer Kegundo. Bisher nur aus dem nördlichen Italien und Frankreich bekannt, ist diese Art sicher auch im Gebiete anzutreffen. 5. Ph. Aceris Sacc, Mich. I. p. 147; Syll. III. p. 14. Syn. Ascochyta Aceris Sacc; Myc. Yen. 194 (non Libert). Flecken fast kreisförmig, nach Vertrocknung ocherfarbig, ziemlich gross; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, am Scheitel durchbohrt, scliwarz; Sporen eiförmig oder länglich-eiförmig, mit 2 Oeltropfen, 5 /( lang, 2,5—3 /< dick, hyalin. Phyllosticta 17 Acer Auf lebenden Blättern von Acer campestre durch das Gebiet, z. B. bei Freising in Oberbayern (Prof. Dr. J. E. Weiss), auch im nördlichen Italien. 6. Ph. campestris Pass. in litt. Brunaud, Eevue Myc. 1886 p. 139. Sacc, Syll. X. p. 108. Flecken klein, eckig, braun, im Centrum blasser, hernach das ganze Blatt bis zum Rande verfärbend; Fruchtgehäuse klein, punkt- förmig, sparsam, schwarz ; Sporen klein, länglich, ohne Oeltropfen, 2 II lang, 1 /«. dick, hyalin. Auf Blättern von Acer campestre durch das Gebiet, z. B. Weihen- stephan bei Freising in Oberbayern, auch bei Saintes in Frankreich. 7. Pli. destriiens Desm. Yar. Aceris i)lataiioi(lis Sacc, Syll. III. p. 31. Flecken nach Yertrocknung weisslich; Fruchtgehäuse linsen- förmig, auf der Blattoberseite, am Scheitel durchbohrt, 80 — 100 /< im Durchmesser; Sporen 7 fx lang, 2 — 2,5 [.i dick, mit 2 Oel- tropfen, hyalin. Auf den Blättern von Acer platanoidis. Die Stamnifonn findet sich auf Blättern von Celtis australis und Prunus lusitanica im Gebiete, z. B. in Oesterreich; ob die Varietät schon im Gebiete gefunden wurde, ist mir unbekannt ; jedenfalls ist dieselbe im Gebiete zu vermuthen. 8. Pli. Moiispessulaiii Pass. in Brunaud, Champ. Saint. T. p. 4. Sacc, Syll. X. p. 107. Flecken klein, erst grau, dann weiss, eckig; Fruchtgehäuse sparsam, punktförmig, schwarz; Sporen spindelig -stäbchenförmig, einzellig, ca. 8—10 fx lang, 2,5 /t dick, hyalin. Auf den Blättern von Acer monspessulanum bei Rochefort in Frankreich. Wird sicher auch im Gebiete anzutreffen sein. 9. Ph. NeguiKlinis Sacc etSpeg., Mich. I. p. 620; Syll. III. p. 13. Flecken verschieden gestaltet, nach Austrocknung gelb-röthlich ; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig, 100 — 120 jtt im Durchmesser, mit breitem Porus am Scheitel und weitzelligem, parenchymatischem , schwach russfarbigem Gewebe; Sporen fast elliptisch, 6 — 7 [x lang, 3 — 4 « dick, mit 2 undeutlichen Oeltropfen, hyalin. Auf den Blättern von Acer Negundo == Negundo fraxinifolia durch das Gebiet, z. B. in Bayern : in den städtischen Anlagen bei Winter, die Pilze. VI. Abth. 2 Acer 18 Phtjllosticta Straubing an der Donau und in den kgl. Baumschulen zu Weihen- stephan bei Freising (Prof. ür. J. E. Weiss). 10. Ph. fraxiiiifolia Pass. in litt. Brunaud in Revue Myc. 188G, p. 139. Sacc, Syll. X. p. 114. Flecken auf der Blattoberseite, weiss, fast kreisförmig, klein, nicht oder kaum braungerandet ; Fruchtgehäuse sparsam, klein, schwarz; Sporen oblong, mit 2 undeutlichen Oel tropfen, 5// lang, 2,5 fi dick, hyalin. An den Blättern von Acer Negundo bisher nur von Saintes in Frankreich bekannt; sehr wahrscheinlich wird dieser Pilz an geeigneten Localitäten auch im Gebiet vorkommen. Ausserdem sind noch auf Acerarten beschrieben: Ph. acericola C. et E. (Sacc, Syll. III. p. 14) Sporen 8 = 5, mit zwei Oel- tropfen. Auf Acerarten in Nordamerika. Ph. miuutissima Ell. et Ev. (Sacc, Syll. X. p. 117). Sporen 1,5—2 = 0,5. Auf Acer glabrum in Nordamerika. Ph. Sacchariui Ell. etMart. (Sacc, Syll. X. p, 117). Sporen 3,5-4,5 = 1 — 1,3. Auf Acer saccharinum in Nordamerika. Aesculus 11. Ph. aesciilina Sacc, Fung. Gallici, Ser. YI. n. 226; Syll. III. p. 3. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, nach Yertrocknung ocherfarbig, verschieden gestaltet ; Fruchtgehäuse punktförmig, kaum Vi Mim im Durchmesser, schwarz; Sporen elliptisch, einzellig, 9 /t lang, 3 fi dick, hyalin ; Sporenträger undeutlich. An noch lebenden Blättern von Aesculus Hippocastanum stellenweise durch das Gebiet, besonders im westlichen Theile. Yon der folgenden Art durch doppelt so grosse Sporen verschieden. 12. Ph. aesculieola Sacc, Mich. I. p. 134; Syll. TU. p. 4. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, von un- regelmässiger Gestalt, nach Yertrocknung weiss, dunkelbraun ge- randet, auf der Blattoberseite und am Blattstiel; Fruchtgehäuse punktförmig, zerstreut; Sporen sehr schmal, länglich oder kurz spindelförmig; 4 jn lang, ^/^ fn dick, hyalin. An den Blättern und Blattstielen von Aesculus Hippocastanum im nördlichen Italien, jedenfalls auch im südlichen Theile des Gebietes. Ausser diesen beiden sind auf Aesculus noch beschrieben: Fhyllosiicta 19 Aesculus Ph. sphaeropsidea Ell. et Ev. (Sacc, Syll X. p. 106). Sporen 12—15 = 8—10. Auf Aesculus Hippocastanum in Nordamerika. Ph. Aesculi Ell. et Mart. Sacc. 1. c. Sporen 3—4 = 1. Auf Aesculus glabra in Nordamerika. Ailafithus 13. Ph. Ailanthi Sacc, Mich. I. p. 148; Syll. III. p. 30. Flecken breit, imregelmässig, nach Vertrockniing blass ocher- farbig, röthlich gerandet; Fruchtgehäuse entfernt von einander, punktförmig, kugelig -linsenförmig, 50 — 60 fju im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, weitzellig; Sporen länglich - eiförmig , 7 — 10 fi lang, 4 fi dick. An den Blättern von Ailanthus glandulosus bei Selva im nördlichen Italien; jedenfalls auch im südlichen Theile des Gebietes. Alnus 14. Ph. aliiicola C. Mass., Contr. Mic. Yer. p. 80, t. I. Fig. 4. Sacc, Syll. X. p. 117. Flecken zahlreich, klein, eckig, von den Nerven begrenzt, oft zusammenfliessend, fast rostfarbig; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz, auf beiden Blattseiten, kugelig, hervorragend, dann hervor- brechend, 50 — 90 IX im Durchmesser, zu kleinen Häufchen vereinigt; Sporen sehr klein, sehr kurz stäbchenförmig, beiden dig unmerklich verdickt und abgerundet, 2 — 3,8 fx lang, 0,7 — 1 fx dick, hyalin. An kranken Blättern von Alnus glutinosa bei Yerona; jeden- falls auch im Gebiete, wenigstens im südlichen Theile desselben. 15. Ph. Aliii-g'Iiitiiiosae P. Sydow. nov. spec. Exsicc. Sydow, Mycotlieca marchica, Nr. 4676. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisförmig oder mehr oder weniger unregelmässig, gelbbraun, am Rande mit einer dunkleren etwas erhabenen Saumlinie umgeben, 5 — 10 mm im Durchmesser ; Fruchtgehäuse auf der ßlattoberseite, sehr klein, zer- streut oder dicht herdenweise, kugelig, schwarz; Sporen eiförmig oder länglich, auch elliptisch, 4— G^ti lang, 0,5 — '2 f.i dick, selten mit Oeltropfen, beiden dig stumpf, fast abgerundet, hyalin. An lebenden Blättern von Alnus glutinosa bei Lichterfelde bei Berlin (P. Sydow). Die Beschreibung ist nach einem von Sydow selbst erhaltenem Original- exemplare entworfen. Ferner ist noch auf Alnus beschrieben: Ph. aliiigena Thüm. (Sacc, Syll. III. p. 31). Auf lebenden Blättern von Alnus cordifolia bei Coimbra in Portugal. Sporen 10 = 3. 2* Ampelopsis 20 Fhijllosticta Aiitpclopsis 16. PL. AUeseheri P. Sydow in Hedwigia XXXTI. p. (157). Exs. Sydow, Mycotheca marchica, No. 4464. Flecken klein, erliaben, auf beiden Blattseiten sichtbar, kreis- förmig oder etwas gebuchtet, weiss, mit einer braunen Linie umrandet, ca. 1—4 mm im Durchmesser; Fruchtgehäuse sehr klein, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, herdenweise, dunkelbraun-schwarz; Sporen sehr klein, länghch, ohne Oeltropfen, 3 — 5 fi lang, 1 /i dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Ampelopsis hederacea in den Spaeth'schen Baumschulen in Berlin (P. Sydow). 17. Ph. (^iiiiiquefoliae Allescher nov. sp. Flecken auf beiden Blattseiten, undeutlich, unregelmässig, zusammenfliessend, graubräunlich; Fruchtgehäuse auf beiden Blatt- seiten, sehr klein, eingewachsen, wenig hervorragend, kaum hervor- brechend, herdenweise, schwärzlich-braun ; Sporen länglich, beidendig stumpf, einzellig, oft mit Oeltropfen, meistens jedoch ohne solche, 6 — 10 /t lang, 2 — 3 fx dick, hyalin. An welkenden Blättern von Ampelopsis hederacea in Gärten in Neustift bei Frei sing von mir selbst gesammelt. Die Blätter liatten bereits den Eeifezustand erreicht, waren meist rotli gefärbt und dem Abfallen nahe. Die Flecken sind zwar auf beiden Seiten sicht- bar, doch auf der Blattoberseite deutlicher als auf der Unterseite, sind von Gestalt ganz verschieden, oft fast kreisrund, aber auch länglich, gebuchtet, eckig, zu- sammenfliessend, zeigen eine schwärzlich-graue Farbe und sind undeutlich be- randet. Von Phvllosticta Allescheri P. Sydow auf den Blättern von Ampelopsis hederacea von ]]erlin durch die Beschaffenheit und Farbe der Flecken und be- sonders durch die Grösse und Gestalt der Sporen siclier verschieden, ebenso von Phyllosticta Ampelopsidis Ell. et Mart., North Americ. Fnngi No. 1169, Exsicc. Rabcnh. -Winter, Fungi europ. et extra europ. No. 3693, welche in Nordamerika auf der gleichen NäJirpflanze gefunden worden ist. Die Sporen der letzteren messen 9 = 6 /<. Cfr. Journ. of Mycol. II. p. 14. Andi'onietJa 18. Ph. Aiidroinedac Westend, in Kickx, Crypt. Flandr. I. p. 416. Sacc, Syll. III. p. 24. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisförmig, erst braun, dann bräunlich-grau, purpurn umrandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, klein, schwarz, glänzend; Sporen eiförmig, mit 2 Oeltropfen, hyalin, in weissen Fäden austretend. Phyllosticta 21 Andromeda Auf lebenden Blättern von Andromeda cassinaefolia in Gärten in Belgien, von Andromeda floribunda im Park zu Muskaii in der Mederlaiisitz (Sydow). Bei den von P. Sydow bei Muskau gesammelten Exemplaren fand ich die Sporen eiförmig, rundlich-eiförmig, auch länglich-eiförmig, beidendig abgerundet, nur selten mit 2 Oeltropfen, 4 — 5,5 (.i lang, 2 — 3,5// dick, hyalin oder schwach rauchig gefärbt. Da Westendorp in der Originaldiagnose die Dimensionen der Sporen nicht angiebt, bleibt es etwas zweifelhaft, ob das Sydow'sche Specimen mit dem Westendorp'schen bezüglich der Sporen übereinstimmt, obwohl die makro- skopische Beschreibung vollkommen passt. Arbutiis 19. Ph. Arl)uti (Desm.) Sacc, Mich. II. p. 87; Syll. III. p. 23. Syn. Chailaria Arbuti Desm. 13. Not. p. 68. Flecken klein, russfarbig ; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, hervorbrechend, sehr klein, gedrängt, schwarz, glänzend, rundlich- länglich, mit einem Spalt sich öffnend; Sporen eiförmig, sehr klein, mit 2 Oeltropfen, 5 /t lang, hyalin. An abgestorbenen Blätteret von Arbutus Unedo; bisher nur aus Frankreich bekannt. 20. Ph. Arl)uti-üiie(loiiis Pass., Fung. Gall. novi in Journ. d'Hist. nat. 1885, No. 4, p. 16. Sacc, Syll. X. p. 115. Flecken dunkelbraun, dann weisslich, mit einem schmalen, erhabenen, braunen Rande umgeben; Fruchtgehäuse sehr klein, schwarz; Sporen sehr klein, elliptisch-länglich, hyalin. Auf kranken Blättern von Arbutus Unedo bei Saintes in Frankreich (Brunaud). Beide Arten auf Arbutus Unedo sind mir aus dem Gebiete nicht bekannt. Da mir auch kein Originalexemplar zu Gebote stand, konnte ich die unvollständige Beschreibung der Sporen nicht ergänzen, sondern nur die Originalbeschreibung wiedergeben. Ferner ist auf Arbutus Unedo noch beschrieben: Ph. mici'osticta Dur. et Mont. (Sacc, Syll. III. p. 23). Algier und Portugal. Sporen winzig. Aucuba 21. Ph. Aueuhae Sacc. et Speg., Mich. I. p. 153; Syll. III. p. 30. Flecken undeutlich oder fehlend; Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, punktförmig, etwas hervorragend, mit engem Porus am Scheitel, 80 — 90 ,a im Durchmesser; Sporen länglich, beidendig stumpflich, 2,5 — 3 f.i lang, 0,75 — 1 ^ dick, hyalin. Äuctiha 22 Fhyllosticta An abgefallenen Blättern von Aucuba japonica in Oberitalien. AVahrscheinlich auch in den botanischen Gärten des Gebietes. 22. Pli. aueul)icola Sacc, Mich. IL p. 276; Syll. IIL p. 30. Flecken iinregelmässig über die ganze Blattfläche zerstreut, gross, nach Vertrocknung verblassend; Fruchtgehäuse meistens auf der Blattoberseite, herden weise, punktförmig, linsenartig, 150 /t im Durchmesser; mit Porus am Scheitel; Sporen verkehrt eiförmig, 6 f.1 lang, 3 — 3,5 /i dick, wolkig, hyalin. An kranken Blättern von Aucuba japonica im botanischen Garten zu Padua. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch besclirieben : Ph. iudica Eoum. et Karst. (Sacc, Syll. X. p. 106.) Sporen 3 = 1. Auf Aucuba Spini in Toukin. Ba uh inia 23. Ph. Bauhiniae Cooke, Grev. XII. p. 26. Sacc, Syll. III. p. 11. Yar. curopaea Allescher in Hedwigia XXXIV. 1895, p. 215. Flecken unregelmässig, schwarzbraun, mit gleichfarbigem Rande, bald sich über die ganze Blattfläche verbreitend, auf beiden Blatt- seiten sichtbar; Fruchtgehäuse klein, zerstreut, punktförmig, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, schAvarz; Sporen elliptisch oder fast kurz spindelförmig, beidendig stumpflich, ein- zellig, ohne Oeltropfen, gerade oder leicht gekrümmt, ca. 6 — 8 fi lang, 2 — 2,5 in dick, hyalin. Auf kranken Blättern von Bauhinia spec. im Gewächshause des botanischen Gartens zu München. Der Pilz ist durcli die Farbe der Flecken und die Beschaffenheit der Sporen von der folgenden Art sicher verschieden. Da ich die Cooke'sche Beschreibung nach meinem Specimen etwas ändern musste, kann der Pilz als Var. europaea betrachtet werden. 24. Ph. candicans Pass., Diagn. Fung. Nov. III, No. 55. Sacc, Syll. X. p. 104. Flecken unregelmässig, nach Yertrocknung weisslich, mit dunkelrostrothem Kande; Fruchtgehäuse der inneren Blattsubstanz eingesenkt, punktförmig, schwarz, auf beiden Blattseiten deutlich sichtbar; Sporen elliptisch, mit Oeltropfen, 5 — 7,5 ^ lang, 2,5 — 3,7 /t dick, hyalin. Auf Blättern von Bauhinia aculeata im botanischen Garten zu Parma im nördlichen Italien. Pliyllosticta 23 Bauhinia Diese Art neigt zu Ph. cytisella, iinterscheidet sich jedoch durch die Grösse der Sporen. Von der vorhergehenden Art ist sie durch die weisslichen Flecken und die Gestalt der Sporen verschieden. Serberis 25. Ph. Westeiidorpü Tliüm., Pilzflora Sibiriens No. 804. Sacc, Syll. III. p. 26. Syn. Ph. Berheridis "Westend, in Kickx, Flor. er. Flandr. I. p. 419. (non Kahenh.) Flecken eckig, weisslich, blutroth gerandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, nicht zahlreich, punktförmig, schwarz; Sporen eiförmig, mit 2 — 3 Oeltropfen, 8 — 11 /n lang, 3 — 6 ß dick, hyalin. Auf den Blättern von Berberis vulgaris durch das Gebiet; auf Berberis althaica in Baumschulen bei Berlin (Sydow). 26. Ph. Berheridis Rabenh. in Herb. myc. No. 1865. Sacc, Syll. III. p. 26. Flecken buchtig, nach Yertrocknung grau, dann weisslich; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, punktförmig, linsenartig; Sporen eiförmig, 4 — 5 /t lang, 3 ß dick, hyalin. Auf den Blättern von Berberis vulgaris durch das Gebiet. Es erscheint mir höchst wahrscheinlich, wie ich auch schon in Hedwigia XXXIV. 1895, p. 256. bemerkte, dass beide hier genannten Arten nur verschiedene Eeifezustände einer und derselben Art sind. Ich habe bei Oberararaergau in Oberbayern beide Arten untereinander gemischt häufig gesammelt und untersucht und dabei viele Uebergänge beobachtet, welche bald mehr zur einen, bald mehr zur anderen Form neigten. Beide Formen scheinen nur stellenweise im Gebiete häufig zu sein. In der Gesellschaft dieser Pliyllosticta befindet sich auf meinen bayerischen Exemplaren stets Septoria Berberidis Niessl. Auf Berberis asiatica wird aus Grossbritannien beschrieben : Phyllost. asiatica Cooke. (Sacc, Syll. X. p. 100). Sporen 4 = 1,5. Betlila 27. Ph. hetiilina Sacc, Mich. I. p. 154; Syll. III. p. 32. Flecken fehlend; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, zuweilen dicht fleckenförmig gehäuft, eingewachsen -hervorstehend, kugelig- linsenförmig, schwarz ; Sporen klein, fast würstchenförmig, cylindrisch, gekrümmt, 4 — 6 ^u lang, 1 — IV2 !>■(■ dick, hyalin. Auf Blättern von Betula alba, vergesellschaftet mit Sphaerella maculiformis forma Betulae, deren Spermogonienform nach Saccardo diese Phyllosticta zu sein scheint. Der Pilz dürfte bisher nur aus dem nördlichen Italien und aus Frankreich bekannt, im Gebiet aber nur übersehen sein. Von Herrn P. Sydow erhielt ich unter der Bezeichnung Ph. Sydowiana Bresadola nov. spec. ein Specimen auf Betula 24: FhyUosticta abgestorbenen Blättern von Betula alba, auf den Rudersdorfer Kalkbergen in der Mark gesammelt, das makroskopisch ganz mit Ph. betulina übereinzustimmen scheint; die Sporen weichen jedoch etwas ab, denn ich fand sie länglich, beidendig stumpf, mit 2 Oeltropfen, 5 — 7 (.i lang, 1,5—2 (.i dick, einzellig, hyalin. Ob dieser Pilz von Phyllost. betulina dieser geringen Abweichungen wegen getrennt werden kann, ist mir sehr unwahrscheinlich; ich halte ihn nur für ein höheres Eeife- stadiura. Dass dieser Pilz nicht der von Bresadola beschriebene sein kann, ist selbstverständlich. Der letztere gehört der Sporengrösse nach zu Macrophoma. liiguonia 28. Pli. Tweediaiia Penz. et Sacc, FiiDg. Mort. No. 15, t. IV. Fig. 4. Sacc, Syll. III. p. 28. Fruchtgchäiiso zu lockeren Herden vereinigt, sehr klein, punkt- förmig, 120 — 130,« im Durchmesser, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, schwarz, mit Mundöft'nung am Scheitel, fast kugel- förmig, wenig zusammengedrückt, dünnhäutig; Sporen kurz cylin- drisch, beidendig abgerundet, ohne Oeltropfen, 3 — 5,5 ^ lang, 1,7 — 2 ^tt dick, hyalin. Auf den Fruchtkapseln von Bignonia Tweediana bei Mortola im nördlichen Italien (Penzing). Ph. Bigiioiiiae West. Thümen Fung. austr. No. 1075 siehe bei der Nähr- pflanze Cutalpii. Buxus 29. Ph. liml)alis Pers. sec. Wallr., Fl. Cryptog. Germ. Xo. 3706. Syn. Depazea buxicola Fries, Syst. myc. II. p. 528. Sphaeropsis lichenoides var. buxicola DC im Herb. Winter im Kgl. Botan. Museum zu Berlin. Cfr. Sacc, Syll. III. p. 24. Flecken länglich, weiss, dunkelbraun gcrandet, meistens dem Rande der Blätter genähert; Fruchtgehäuse auf der Unterseite der Flecken, ziemlich zahlreich, fast kugelig, erst von der Epidermis bedeckt, dann wenig hervorragend, sich allmählich schwärzend, mit Perus am Scheitel; Sporen klein, kugelig, einzellig, mit einem Oel- tropfen in der Mitte, 3 — 4 jtt im Durchmesser. Auf den Blättern von Buxus sempervirens durch das Gebiet. Die Beschreibung ist nach einem Originalexemplare von Persoon im Ehrcn- berg'schon, jetzt im Winter'schen Herbar im Kgl. Botan. Museum in Berlin (bezeichnet Phyllosticta limbalis Persoon. Ab auctore misit), nach von JMorthier bei Ncuchatel in der Schweiz gesammelten Exemplaren , sowie nach einem De CandoUe' scheu Originalexemplar (bezeichnet Sphaeropsis lichenoides var. buxicola DC. misit Schmidt) im gleichen Herbar entworfen, welche sämmtlich mitsammen übereinstimmen. Bei allen sind die weissen, hraungerandeten Flecken dem Rande genähert, Iiei allen sind die Fruchtgehäuse auf der Unterseite der Flecken und ziemlich zahlreich , bei allen fand ich die kugeligen, hyalinen Sporen mit einem Oeltropfen in der Mitte. Phyllosticta 25 Buxus 30. Pli. AuersTraldii Allescher nov. spec. Flecken weisslich, nicht deutlich gerandet, dem Blattrande genähert, besonders die Blattspitze befallend; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, etwas grösser als bei der vorigen Art, nicht zahlreich, braun; Sporen eiförmig oder länglich, einzellig, 5 — 7 f.i lang, 3 — 4 /^i dick (meist 6 = 3), hyalin. An den Blättern von Buxus sempervirens von Auerswald bei Leipzig im März 1841 gesammelt. Im Winter'schen Herb, im Kgl. Botan. Museum in Berlin liegen von Auerswald bei Leipzig gesammelte Exemplare unter der Bezeichnung Ph, limbalis Persoon, welche jedoch von letzterer sehr verschieden sind. Sie zeigen allerdings auch weisse, dem Kande genäherte Flecken, welche jedoch nicht braun umrandet sind; die Fruchtgehäuse befinden sich auf der Oberseite dieser Flecken, sind etwas grösser als bei Ph. limbalis, wenig zahlreich und braun. Die Sporen sind eiförmig oder länglich und messen 5 — 7 /x in der Länge, 3- — 4 ^m in der Dicke, also im Durchschnitt ungefähr 6 ß Länge und 3 /x Dicke. Hierher gehört höchst wahrscheinlich auch der Pilz, den Saccardo im X. Band der Sylloge etc. p. 113. No. 47 erwähnt: dort heisst es: Phyllost. hmbalis Persoon, Syll. HL p. 24. See. Celott. , Mic. Montp. p. 12. sporulae metiuntur 6 = 3. Nascitur quoque in Buxi foliis Montpellier Galliae. 31. Pli. Ibuxiiia Sacc, Mich. I. p. 137; Syll. III. p. 24. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, nach Yertrocknung blass; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig; Sporen länglich elliptisch, sehr klein, beidendig mit einem Oeltropfeu, 4 f.i lang, IV2 A* dick, hyalin. An den Blättern von Buxus sempervirens bei Selva im nörd- lichen Italien ; wahrscheinlich auch im Gebiete, wenigstens im süd- lichen Theile desselben. 32. Ph. i)haci(lioi(les (Sacc.) Syn. Phoma phacidioides Sacc, Mich. H. p. 274; Syll. HL p. 106. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiteu, meistens aber auf der Unterseite, kugelig-linsenförmig, Vs ^^'^ ^^ Durchmesser; ein- gewachsen, dann die Epidermis stückweise aufreissend und hervor- brechend; Sporen fast elliptisch, ungleichseitig, innen körnig, 10 jn lang, 6 /.i dick, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Buxus sempervirens im nörd- lichen Italien. Den Grund, warum ich die auf Blättern vorkommenden Phoma -Arten zu Phyllosticta brachte, habe ich oben bei den Bemerkungen zur Gattung Phyllosticta auseinander gesetzt. Callistemon 26 Fhj/Uosticta CaUistenion 33. Ph. flavidula Sacc, Mich. I. p. 531; Syll. 111. p. 24. Flecken verschieden gestaltet, nach Yertrocknung blass, roth umrandet; Fruchtgehänse nicht zahlreich, von der Epidermis bedeckt, linsenförmig, 100 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen eiförmig, 2,5—3 [ti lang, 1 |it dick, erst hyalin, dann gelblich, gehäuft liegend honiggelb. An den Blättern von cultivirtem Callistemon in Gärten. Bisher mir nur aus Frankreich (Saintes) bekannt. Cali/cantlnis 34. Ph. Calycaiitlii Sacc. et Speg., :Mich. I. p. 130; Syll. III. p. 9. Flecken verschieden gestaltet, nach Yertrocknung weisslich; Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, linsenförmig, 150 /n im Durch- messer, mit weitem Porus am Scheitel und weitzelligem, fast ocher- farbigem Gewebe; Sporen elliptisch, 7 — 9 iti lang, 5—6 /^i dick, hyalin. Auf Blättern von Calycauthus praecox im nördlichen Italien. Cameflia 35. Ph. Camelliae Westend, in Kickx, Fl. crypt. Flandr. I. p. 416. Sacc, Syll. III. p. 25. Flecken fast kreisförmig, braun, dann verblassend, breit roth umrandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, klein, kugelig, zerstreut, schwarz; Sporen eiförmig, mit 2 — 3 Oeltropfen, hyalin, in weisslich en Banken austretend. Auf den Blättern von Camellia japonica bisher nur in Garten- anlagen in Belgien und Frankreich; fehlt sicherlich auch im Gebiete nicht. 36. Ph. camelliaccola Brunaud, Miscell. mycol. p. 13. Sacc, Syll. X. p. 101. Flecken gross, fast kreisförmig oder länglich, braun, dann grau, mit schmaler brauner Umrandung; Fruchtgehäuse auf der Blatt- oberseite, gross, bedeckt, dann mit der Mündung hervorbrechend, braunschwarz. Sporen 5 — 6 /( lang, 2 — 3 f-i dick, hyalin. Auf kranken Blättern von Camellia japonica. Rochefort in Frankreich. Ob (lio heidon auf Caiiicllia japonica licsehriobcnon Phyllosticta-Arton wirklicli verschieden sind, kann, da l)ei der ersten die Sporendiiiiensionen nicht angegeben sind, nicht mit öiclierlieit entschieden werden. Fliyllosticta 27 Campliora Catnphora 37. Ph. aromatopliila Sacc, Mich. IL p. 276; Svll. III. p. 18. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, klein, nach Yertrocknuüg grau ; Fruchtgehäuse zerstreut, fast linsenförmig, 80 — 90 fx im Durchmesser, mit Perus am Scheitel ; Sporen elliptisch, 4 jtt lang, 3 ß dick, hyalin. Auf Blättern von Camphora officinarum im botanischen Garten zu Padua 1880 von Prof. Dr. Saccardo entdeckt. Der Pilz scheint selten zu sein, wird aber doch in dem einen oder anderen botan. Garten des Gebietes angetroffen werden. Carngana 38. Ph. Sjjaetliiana Allescher et Sydow, in Beitr. z. Kenntn. der Pilzfl. d. Mark Brandenb. in Hedwigia XXXYI, p. (160). Exs. Sydow, Mycotheca marchica No. 4482. Flecken klein, unregelmässig, weisslich, mit einer erhabenen, dunkelbraunen Saumlinie umgeben; Fruchtgehäuse auf der Blatt- oberseite, eingewachsen, kaum hervorragend, schwärzlich; Sporen eiförmig -länglich oder länglich, beidendig abgerundet, einzellig, 5 — 7 ,(t lang, 2,5 — 3,5 i-i dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Caragana arborescens in den Spaeth'schen Baumschulen bei Berlin (Sydow). Der beschriebene Pilz steht jedenfalls der Ph. gallarum Thüm. am nächsten und unterscheidet sich fast nur durch die hyalinen Sporen, die ich nie schwach russfarbig gesehen habe; ob dieselben jedoch immer hyalin bleiben, kann icli nicht sagen. "ö^ 39. Ph. ßoumeguerii (Sacc). Syn. Phoma Eoumeguerii Sacc, IVIich. II. p. 89; Syll. III. p. 103. Fruchtgehäuse auf vertrockneten Blattstellen herdenweise, nieder- gedrückt-kugelig, ^/g mm im Durchmesser, von pareuchymatischem, dunkelocherfarbigem Gewebe; Sporen länglich, mit 2 Oeltropfen, 7 jtt lang, 2 /i dick, hyalin; Sporenträger stäbchenförmig, 15 — 16 /t lang, 2 |it dick. Auf noch nicht gänzlich abgestorbenen Blättern von Caragana arborescens bei Perpignan in Frankreich; kommt sicher auch im Gebiete vor. Auf Caragana sind ferner nocli beschrieben: Ph. gallarum Thüm. (Sacc, Syll. in. p. 10) Minussinsk in Sibirien, Sporen elliptisch, schwach russfarbig, 5 — 6 = 3 — 5. Ph. Borszczowii Thüm. (Sacc. 1. c.) Minussinsk. in Sibirien. Sporen 3=l.-5. Carpiniis 28 Phyllosticta 40. Ph. carpiuca Sacc, Mich. I. p. 158; Syll. III. p. 32. Flecken fast kreisrund oder buchtig, ziemlich gross, nach Yer- trocknuüg schwach ocherfarbig, braun berandet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, mit Porus am Scheitel ; Sporen kugelig oder eiförmig, 4 /t lang, 3 /n dick, erst hyalin, dann oUvenfarbig. Auf den Blättern von Carpinus Betulus und Carp. Duinensis im nördlichen Italien. Auch diese Art wird sich voraussichtlich im Gebiet finden. 41. Ph. Carpiiii Schulz, et Sacc, Microm. Slavon. No. 54. Schulz. III. Fungi Slavoniae No. 8 u. 9. Sacc, Syll. III. p. 32. Fruchtgehäuse herdenweise, auf der Blattunterseite, von der etwas aufgetriebenen Epidermis bedeckt, kugelig, kaum am Scheitel durchbohrt, 60—100 (j, im Durchmesser; Sporen länglich, beideudig abgerundet, 5 — 6 /ti lang, hyalin. Auf den Blättern von Carpinus Betulus, vergesellschaftet mit Melampsora, in Slavonien. Von der vorhergehenden Art durcli die länghchen, nicht kugeligen, hyalinen Sporen verschieden. 42. Ph, Bignoiiiac Westend. Thüm. Fung. austr., Mich. I. p. 137. Sacc, Syll. III. p. 28. Exs. Thümen, Fung. austr. No. 1075. Flecken verschieden gestaltet, nach Yertrocknung weisslich-grau, oft roth berandet; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, 70—90;« im Durchmesser; Sporen länglich-eiförmig, mit 2 Oeltropfen, 5—7 /«, lang, 2,5 — 3,5 fi dick, hyalin. (Westend, giebt die Sporen zu 10 // Länge und 3,3 /t Dicke an.) Auf den Blättern von Catalpa syringifolia in Oesterreich, auch in Belgien und dem nördlichen Italien. 43. Ph. vaga (Rob.). Syn. Plioma vaga Kob. in Desniaz. Plant, crypt. exs. No. 692 im Herb. Bruxell. Sacc, Fung. Herb. Brux. No. 26. Syll. XI. p. 485. Fruchtgehäuse zerstreut, niedergedrückt kugelig, mit Scheitel- öfinung, hervorbrechend, schwarz, 100—130 /j im Durchmesser; Sporen fast elliptisch länglich, bcidendig stumpf, mit 2 Oeltropfen, 6 jit lang, 3 ^t dick, hyalin; Sporenträger stäbchenförmig, bündel- weise, 10 — 12 fii lang, 1,5 fi dick, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Catalpa syringifolia in Frankreich. Phijllosticta 29 Catalpa Ausserdem ist auf Catalpa noch beschrieben: Ph. Catalpae Ell. et Ev. (Sace., Syll. X. p. 122). Auf Catalpa bignonioides in Nordamerika. Sporen 5—7 ^ 2,5—4,5. Castanea 44. Ph. maculiformis Sacc, Mich. II. p. 538; Syll. III. p. 35. Syn. Sphaeria (Sphaeropsis) maculiformis Curr. , Simpl. Spliaer. p. 322. Sphaeria maculiformis Persoon pr. p.. Exs. Koumeguere, Fungi Gallici No. 2527 (von Bresadola bei Trient gesammelt), Friiclitgehäiise auf der Unterseite der Blätter, zuweilen zu kleinen, schwarzen, fleckenbildenden Herden dicht zusammengestellt, niedergedrückt kugelig, am Scheitel durchbohrt, 80 — 100 (.i im Dnrchmesser; Sporen cylindrisch, gerade oder leicht gekrümmt, 4 — 6 f^i lang, 1 i.i dick, hyalin. Auf kranken Blättern von Castanea vesca im südlichen Gebiete, z. B. bei Trient (Bresadola), um Strassburg (Herb. Alex. Braun). Saccardo bemerkt, dass diese Phyllosticta der Spermogonieupilz zu Sphaerella maculiformis (Pers.) Auersw. zu isein scheint, während Winter in Abth. II dieses Werkes sagt: „Hierher gehören wahr- scheinlich mehrere Septoria-Arten. Zur Untersuchung lag mir ein von Bresadola bei Trient gesammeltes und in Eoum. F. Gall. ausgegebenes Exemplar vor, welches mit der Original- diagnose in Sacc. 1, c. so vollständig übereinstimmt, dass nichts weiter hinzu- zufügen ist (Sporen 4 = 1); auch bei Strassburg gesammelte, sehr instructive Exemplare aus dem Herb. Alex. Braun habe ich untersucht und vollkommen übereinstimmend gefunden, nur die Sporen fand ich bis 6 f.i lang. Im genannten Herbar liegen diese Exemplare unter der Bezeichnung Sphaeria maculiformis Persoon. 45. Ph. Niil)eciila Passer., Erb. critt. it. IL No. 1474. Sacc, Syll. X. p. 116. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, klein, graue, zerstreut liegende Fleckchen bildend ; Sporen schmal, cylindrisch, gerade, 2,5 /< lang, 1,8 j(t dick, hyalin. Auf den Blättern von Castanea vesca bei Parma; jedenfalls auch im südlichen Theile des Gebietes. Unterscheidet sich von Ph. maculiformis besonders durch kürzere und etwas dickere Sporen, wenn es überhaupt nicht ein Jugendzustand der letzteren ist. 46. Ph. Castaiieae Ell. et Ev., Proc. Acad. Phil. 1894, p. 355. Sacc, Syll. XL p. 476. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisförmig, oft zusammenfliessend, ocherfarbig, oft etwas ausbleichend, mit dunklerer Costa nea 30 Phyllosticta Umrandung, ca, 3 — 5 mm im Durchmesser; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, klein, erst von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, schwarz, 80 — 100 /t im Durchmesser, später ein- sinkend; Sporen eiförmig-länglich, beidendig abgerundet, meist mit 2 Oeltropfen, 5—7 f.i lang, 2—3 jtt dick, hyalin. Auf den Blättern von Castanea vesca in den Kgl. Baumschulen zu "Weihenstephan bei Freising in Bayern. Der Pilz war bisher nur aus Nordamerika bekannt. 1897 wurde derselbe von Prof. Dr. J. E. Weiss an dem bezeichneten Fundort für das Gebiet auf- gefunden. Ich habe die Beschreibung nach diesen Exemplaren, welche makro- und mikroskopisch mit der kurzen Beschreibung in Sacc. 1. c. vollkommen stimmen, vervollständigt; die Sporen fand ich etwas breiter, als dort angegeben ist. Celtis 47. Ph. (lestrueiis Desm., Ann. Sc. Kat. 1847. p. 31. Sacc, Syll. III. p. 31. Flecken nach Vertrockuung weisslich; Fruchtgehäuse punkt- förmig, halbkugelig, auf der Oberseite des Blattes ; Sporen länglich- eiförmig, 5 f.1 laug, 1,75 — 2 f^i dick, hyalin. Auf den Blättern von Celtis australis und Prunus lusitanica in Oesterreich, jedenfalls auch noch an anderen Orten des Gebietes; auch in Italien, Frankreich und Portugal. Var. Aceris platanoidis. Siehe Acer. Auf Celtis ist noch beschrieben: Ph. Celtidis Ell. et Kellerm. (Sacc, Syll. X. p. 119). Auf Celtis occidentalis in Nordamerika. Sporen .3 — 4 = 0,5—0,7. Cercis . 48. Ph. Siliquastri Sacc. et Speg., Mich. I. p. 148; Syll. III. p. 9. Flecken verschieden geformt, nach Vertrockuung röthlich; Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, zerstreut, hervorragend, mit einem Nabel und enger Mundöffnung, 120 — 150 {.i im Durchmesser, erst olivenfarbig, dann gelblich; Sporen eiförmig oder länglich, beid- endig stumpflicli, mit 2 Oeltropfen, 6 — 7 i^i lang, 3 — 4 ^ dick, hyalin. Auf den Blättern von Cercis Siliquastrum im nördlichen Italien und Portugal. Chaeuomele (Piriis japonica) 49. Ph. chaoiiomoliiia Thüm., Contr. Fung. Litor. No. 216. t. I. hg. 4. Sacc, Syll. III. p. 5. Flecken unregelmässig, -weisslich, auf der Unterseite dunkel- braun, vertrocknet; Fruchtgehäuse von mittlerer Grösse, auf der Phyllosticta 31 Chaenomele Blattoberseite, seltener auf beiden Blattseiten, zerstreut, wenig hervorragend, kegelförmig, mit Mundöffnung, schwarz; S^Doren eiförmig, einzellig, beidendig fast abgerundet, sehr blass aschfarbig, durchsichtig, 5 /n lang, 2 jit dick. Auf lebenden Blättern von Chaenomele (Pirus) japonica im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. Chionanth ns (Linociera) 50. Ph. Chionanthi Thüm. Sacc, Syll. III. p. 29. Exs. Thüm., Mycotheca imivers. No. 1489. Flecken nach Yertrocknung ocherfarbig-weisslich, sehr unregel- mässig, auf der Unterseite ocherfarbig, mit einer rothbraunen schmalen Linie umrandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, zuerst sehr lange bedeckt, dann hervorbrechend, halbkugelig, ein- gesenkt, schwarz, mittelgross ; Sporen elliptisch, beidendig abgerundet, einzellig, ohne Oeltropfen, 3,5 — 6 fi lang, 2 — 3 fi dick, hyalin. Auf den Blättern von Chionanthus virginica im Botan. Garten zu Berlin (Sydow). Ferner ist auf Chionanthus noch beschriehen: Ph. Liiiocierae Thüm. in Eoum. Eev. Mycol. 11. p. 36, (Sacc, Sjil. III. p. 29"). Auf Linociera purpurea = Chionanthus zeylanica auf der Insel Ceylon. Sporen 9-10 = 3,5—4,5. Cinnanioniuni 51. Pli. Ciimaiuomi (Sacc.) Syn. Phoma Cinnamomi Sacc, Mich. II. p. 374; Syll. III. p. 114. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, zerstreut, kugelig- kegel- förmig, Vs i^D3 im Durchmesser, schwarz; Sporen fast elliptisch- länglich, mit 2 Oeltropfen, 6 — 7 /t lang, 2,5 /t dick, hyalin. An halb trockenen Blättern von Cinnamomum dulce im botan. Garten zu Padua. Cisttis 52. Ph. cistina Thüm., Contr. Mvc. Lusit. No. 367. Syn. Ph. Cisti Eoum., Fungi Gallici. Sacc, Syll. III. p. 25. Exs. Eoum., Fungi Gallici No. 236. Flecken sehr klein, kreisförmig, erst schwärzlich-purpurn, nach Yertrocknung grau mit purpurnem Rande; Fruchtgehäuse klein, kaum wahrnehmbar, auf der Blattoberseite, genau kugelförmig, halb eingesenkt, schwarz; Sporen sehr klein, kugelig-eiförmig, einzelhg, ohne Oeltropfen, 4 i.i lang, 1,5 jli dick,- hyalin. An lebenden und kranken Blättern von Cistus salvifolius, crispus und laurifolius; bisher allerdings nur aus Frankreich, CisiHS 32 Phyllostida Portugal und Griechenland bekannt; doch dürfte sich derselbe auch in botan. Gärten, besonders des südlichen Gebietes finden. Citrus 53. Ph. microeoccoides Penz., Mich. II. p. 426. Saec, Syll. III. p. 12. Flecken schwarzbraun, dann nebelgrau, unregelmässig; Frucht- gehäuse auf der Blattunterseite, dicht herdenweise, etwas hervor- ragend, kugelig, von parenchymatischem Gewebe, 90—110 j« im Durchmesser; Sporen fast kugelig, sehr klein, 1—1,5 jn lang, 0,7 — 1 /« dick, ohne Oeltropfen, hyalin. Auf jungen Blättern von Citrus- Arten bei Padua im nördlichen Italien. Der Pilz ist meist mit Septoria Tibia Penz. vergesellschaftet. 54. Ph. margiiialis Penz., Mich. IL p. 425. Sacc, Syll. III.p. 12. Flecken weiss, trocken, unregelmässig, braun berandet; Frucht- gehäuse ziemlich gross, 300 — 360 /^ im Durchmesser, dem Rande der Flecken eingesenkt, auf beiden Blattseiten, von der Epidermis bedeckt, wenig niedergedrückt, sehr schwarz; Sporen cylindrisch, beidendig abgerundet, ohne Oeltropfen, 2,5 — 3,5 /t lang, 0,8 — 1,5 /» dick, hvalin. Auf lebenden Blättern von Citrus medica var. in den "Warm- häusern des botanischen Gartens zu Padua. 55. Pli. Hespericlearum (Catt.) Penz., Mich. IL p. 425. Sacc , Syll. 1. c. Syn. Phoma Hesperidearum Cattaneo, Mic. Agrumi. p. 10. Flecken kreisrund oder unregelmässig buchtig, braun, dann graugelb, aschgrau oder weisslich, trocken, die ganze Blattsubstanz durchdringend, im Umfange braunpurpurn; Fruchtgehäuse sehr klein, eingewachsen, hervorragend, mit runder weiter Mundöffnung; Sporen elliptisch, beidendig abgerundet, 3 — 4 /t lang, 2 — 2,5/« dick, hyalin. An lebenden Blättern verschiedener Citrus -Arten bei Padua und Pavia im nördlichen Italien. 56. Ph. (liscitormis Penz., Mich. IL p. 424. Sacc, Syll. III. p. 12. Syn. Phoma Hcspcridparum Sacc, Mich. VII. p. 274 (non Cattaneo). Flecken aschgrau -weisslich, kreisförmig oder unregelmässig, von einer braunschwarzen Saumlinie umgeben ; Fruchtgehäuse Pliyllosticta 33 Citrus zerstreut oder weitläufig herdenweise, sehr klein, punktförmig, unter der Oberhaut, dünnhäutig, 120 /t im Durchmesser, von parenchy- matischem, braunem Gewebe; Sporen elliptisch, beidendig abgerundet, ohne Oeltropfen, 4 — 6 /t lang, 2 — 3 /t dick, hyalin. An lebenden Blättern von Citrus Limonum, Limonia australis, Atalantia buxifolia bei Padua und Bologna, 57. Ph. lenticularis Passer., Diagn. F. K III. No. 51. Sacc, Syll, X. p. 102. Flecken unregelmässig, gross, weiss, vertrocknend; Frucht- gehäuse auf der Blattoberseite, linsenförmig, dicht zerstreut, schwarz, matt, mit weissem Kern; Sporen länglich - elliptisch , gerade, mit 2 Oeltropfen, 12,5—15 /i lang, 5 fi dick; Sporenträger dicklich, fast eben so lang wie die Sporen. Auf lebenden Blättern von Citrus Limonum bei Parma. 58. Pli. (leliciosa Passer., Diagn. F. K III. No. 52. Sacc, Syll. X. p. 102. Flecken sehr klein, weiss, trocken, mit erhabenem, kastanien- braunem, glänzendem Rande; Sporen sehr klein, cylindrisch, einzellig, 4 /t lang, 1 /(. dick, hyalin. Auf Blättern von Citrus deliciosa im botan. Garten zu Parma. Ferner sind auf Citrus noch beschrieben: Pli. ocellata Passer, et Beltr. (Sacc, Syll. III. p. 12). Auf Citrus Limonium in Sicilien. Sporen 2,5 fi. Ph. Beltranii Penz. (Sacc, Syll. III. p. 13). Auf Citrus Limonum in Sicilien. Sporen 2,5—3 = 0,7—1. Ph. aurautiicola (B. et C.) Sacc, Syll. III. p. 13. Auf Citrus Aurantium auf Cuba. Sporen 7 /< lang. Ph. adiista Ell. et Mart. (Sacc, Syll. X. p. 102). Auf Citrus Aurantium in Nordamerika. Sporen 10 — 16 = 4 — 7. Com US 59. PIi. coriiicola (DC.) Rabenh. in Kl, Herb. myc. Sacc, Syll. III. p. 21. Syn. Depazea cornicola DC. Ph Corni Westend, in Kickx, Fl crypt. Flandr. I. p. 419. Sacc 1. c Exs. Klotsch, Herb, myc No. 454. Flecken auf der Blattoberseite, gross, schwärzlich-blutroth, dann im Centrum verbleichend; Fruchtgehäuse nicht zahlreich, punkt- förmig, linsenartig, am Scheitel durchbohrt, 150 — 200 /n im Durch- messer; Sporen länglich - elliptisch , beidendig etwas zugespitzt, 7—9(10) ß lang, 3—4(5) ß dick, mit 2 Oeltropfen, hyalin. Winter, die Pilze. VI. Abth. 3 Cornus 34 Phyllostida Auf den Blättern von Cornus sanguinea, sericea und paniculata in Italien, Frankreich, Sibirien und Nordamerika; auf Cornus alba in Belgien. Wird im Gebiete kaum fehlen. Ph. Corni Westend. 1. c. ist von Ph. cornicola Eabcnh. wohl nicht ver- schieden; der einzige ünterscliicd findet sich in der Sporengrösse und in der Nährpflanze. Die Sporen von Ph. Corni Westend, messen 10 = 5, die von Ph. cornicola Eabenh. 7—9 = 3—4. Je nach dem Reifezustand sind auch die Sporen grösser. Coryltis 60. Ph. Coryli Westend, in Bull. Acad. Belg. XIX. No. 9., Mich. I. p. 138. Sacc, Syll. III. p. 31. Flecken verschieden, gross, ocherfarbig, braun, dann schmutzig weisslich; Fi'uchtgehäuse linsenförmig, am Scheitel durchbohrt, 100 — 150 jii im Durchmesser, von parenchymatischem, gelblich-russ- farbigem Gewebe; Sporen fast elliptisch, beidendig abgerundet, mit 2 Oeltropfen, 7—8 /t lang, 2 — 3,5 /a dick, hyalin. Auf den Blättern von Corylus Avellana in Belgien und Italien, also wohl auch im Gebiete. 61. rii. eorylaria Sacc, Mich. I. p. 153. Syll. III. p. 32. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, buchtig, nach Yertrocknung blass- ocherfarbig, braun gerandet; Frucht- gehäuse entfernt zerstreut, punktförmig, halbkugelig, etwas hervor- ragend, 80 fi im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von klein- zelligem Gewebe ; Sporen eiförmig-länglich, 4 — 4,5 fi lang, 2 (.i dick, schwach olivenfarbig. Auf den Blättern von Corylus Avellana im nördlichen Italien und höchst wahrscheinlich auch im südlichen Gebiete. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. corylina Ell. (Sacc, Syll. X. p. 118). Auf Corylus americana in Nord- amerika. Sporen 12 — 15 ^6 — 7. Durch die Grösse der Sporen und die Be- schiiffenlieit der Flecken von den beiden vorhergehenden Arten siclier verschieden. CotoneaKtet' 62. rii. Cotoneastri Allescher in Sydow, Beitr. zur Kenntn. d. Pilzfl. d. Mark Brandenburg I. Hedwigia XXXYI. p. (158). Exs. Sydow, Mycotheca marchica No. 4483. Flecken klein, fast kreisförmig, im Centrum grau, rothbraun umrandet, 2— 3 mm im Durchmesser, oft zusammentliessend; Frucht- gehäuse auf der Oberseite der Flecken, dicht zerstreut, hervor- brecJiend, punktförmig, schwarzbraun ; Sporen eiförmig oder länglich, Fhyllosticta 35 Cotoneaster beidendig abgerundet, einzellig, mit 2 Oeltropfen, 4 — 6 /.i lang, 2 — 3 jM dick, hyalin. Auf noch lebenden Blättern von Cotoneaster spec. Baum- schulen bei Berlin (Sydow). Diese Art steht der Phyllosticta pirina sehr nahe und ist wahrscheinlich nur eine Varietät derselben. Crataegus 63. Ph. crataegicola Sacc, Syll. III. p. 6. Syn. Ph. Crataegi Speg., Mich. I. p. 483. Flecken fast kreisrund, grau ; Fruchtgehäuse dem Blattparenchy ni eingewachsen, sehr klein, 60 — 80 /t im Durchmesser, mit weitzelligem, parenchymatischem, schwarzem Gewebe; Sporen sehr klein, elliptisch oder fast elliptisch, mit 2 Oeltropfen, 2,5 — 3 /* lang, 1 — 1,5 dick. Auf den Blättern von Crataegus oxyacantha im nördlichen Italien. 64. Pli. monogyna Allescher, nov. nom. Syn. Phoma crataegicola Berlese et Bresad., Micromyc. Trident. p. 61. Sacc," Syll. X. p. 141. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, zerstreut, klein, 70 bis 100 fn im Durchmesser, bedeckt, mit kleiner Mundöffnung, kaum hervorragend; Gewebe weitzellig, russfarbig; Sporen zahlreich, länglich, ohne Oeltropfen, 6 — 8 /t lang, 2,5 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Crataegus monogyna bei Trient in Süd -Tirol. Leider musste der Namen bei Versetzung zur Gattung Phyllosticta geändert werden. Cijcas 65. Ph. cycadina Passer., Diagn. F. N. III. No. 64. Sacc, Syll. X. p. 124. Fruchtgehäuse auf einem schwärzlich-braun berandeten Flecken, zerstreut, oder fast herden weise, kugelig, schwarz, durch die Epi- dermis hervorbrechend, von grosszelligem, schwärzlich-braunem Ge- webe, mit punktförmiger Mundöffnung; Sporen sehr klein, stäbchen- förmig, 2,5 j(i lang, 0,5 — 0,7 /n dick, hyalin. Auf den Blättern von Cycas revoluta im botan. Garten zu Parma, wohl auch in den Gewächshäusern des Gebietes. Ci/donia 66. Ph. Cydoiiiae (Desm.) Sacc, Syll. III. p. 5. Syn. Cheilaria Cydoniae Desmaz., 14. Not. p. 26. Flecken auf beiden Blattseiten hervortretend, braun, rundlich, oder unregelmässig, 3— 5 mm im Durchmesser; Fruchtgehäuse auf 3* Cydonia 36 Phyllostica der Blattoberseite, sehr klein, zahlreich, eingewachsen, etwas hervor- ragend, dann hervorbrechend, schwarz; Sporen in weisslichen Ranken austretend, klein, cylindrisch , gerade oder gekrümmt, mit 4 Oel- tropfen, 10 in lang. An lebenden und Avclkenden Blättern von Cydonia japonica durch das Gebiet; z. B. in den Kgl. Baumschulen zu Weihenstephan bei Freising in Oberbayern in schönen, instructiven Exemplaren von Prof. Dr. J. E. Weiss gesammelt; auch in Frankreich. 67. Ph. cydoiiiieola Allescher in P. Sydow, Beitr. z. Kenntn. d. Pilzfl. d. Mark Brandenburg I. in Hedw. XXXYI. p. (158). Exs. P. Sydow, Mycoth. raarch. No. 4470. Flecken gross, auf beiden Blattseiten sichtbar, unregelmässig, von den Nerven begrenzt, meist am Rande dunkler, bald sich fast über die ganze Blattfläche verbreitend; Fruchtgehäuse auf der Ober- seite der Flecken, eingewachsen, hervorragend, dann die Cuticula zerreissend und hervorbrechend, zahlreich, schwarz ; Sporen eiförmig- länglich, beidendig abgerundet, einzellig, meist mit Oeltropfen, 4 — 6 /t lang, 2 — 3,5 /t dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Cydonia japonica in Baum- schulen bei Berlin (Sydow). Auf jedem Blatte meiner Exemplare befindet sich nur ein brauner Fleclven, der von der Spitze des Blattes sich meist schon über den grössten Theil desselben ausgebreitet hat. Durch die Gestalt dieser Flecken und ganz besonders durch die Gestalt und Grösse der Sporen von Ph. Cydoniae (Desni.) Sacc. sicher verschieden. Cf/fisus 68. Pho lal)uriiicol;i Sacc, Mich. I. p. 152; Syll. III. p. 10. Flecken fehlend; Fruchtgehäuse hie und da herdenweise ver- einigt, linsenförmig, am Scheitel durchbohrt, (50 — 70 /( im Durch- messer; Sporen länglich -cylindrisch, 3 — 5 /» lang, 1 // dick, hyalin. Auf der Unterseite der Blätter von Cytisus Laburnum im nördlichen Italien ; jedenfalls auch stellenweise im Gebiete. 69. Ph. cytisclla Sacc, Mich. I. p. 137; Syll. 111. p. 10. Flecken auf der Blattoberseite, eckig, nach Vertrocknung weiss- lich, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse punktförmig, zer.streut, am Scheitel durelibohrt; Sporen länglich-eiförmig, ohne Oeltropfen, 5 ti lang, 3 /t dick, hyalin. Auf Blättern von Cytisus nigricans bisher nur im nördlichen Italien; jedenfalls auch im Gebiete. PhyllosUca 37 ' CijUsus 70. Ph. Cytlsi Desmaz., J^ot. XIV. 1847. p. 34; Mich. I. p. 146; Sacc, Syll. III. p. 10. Flecken nach Vertrocknung bräunlich, fast kreisrund, kaum gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig; Sporen eiförmig- länglich, oft gekrümmt, beidendig abgerundet, mit einem Oeltropfen, 6 fx lang, 3 — 4 /t dick, hyalin. Auf den Blättern von Cytisus Laburnum durch das Gebiet, z. B. Oesterreich, Bayern etc. 71. Ph. coniothyrioides Sacc, Fung. Ard. jSTo. 146, SyU. X. p. 104. Flecken auf der Blattoberseite, fast kreisförmig, aschgrau, im Umfange umbrabraun; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, kugelig, schwärzlich, am Scheitel durchbohrt; austretende Ranken röthlich; Sporen elliptisch -länglich, 5 /< lang, 3 /t dick, fast russ- farbig. Auf Blättern von Cytisus Laburnum in den Ardennen und in Bayern bei München; jedenfalls im Gebiete weiter verbreitet. Auf den bei München gesammelten Blättern befindet sich auch eine Asco- chyta mit biscuitförmigen, beidendig stumpfen, mit einer Scheidewand versehenen, 12 — \b 1.1 langen, 5 — 6^ dicken, hyalinen Sporen. HöchstwahrscheinUch ist es die Ascochyta Cytisi Libert, Crypt. II. No. 156 (1832); es ist demnach diese Ascochyta eine selbstständige Art, deren Sporen Saccardo bei Septoria Laburni Pass. in Syll. III. p. 485 beschreibt und kann also dieselbe mit Ph. coniothyrioides durcliaus nicht identisch sein, wie Sacc, Syll. X. p. 104 irrthümlich angiebt. Wahrscheinlich ist diese Ascochyta sowohl mit Ph. coniothyrioides, wie auch mit Septoria Laburni Pass. öfter vergesellschaftet. 72. Ph. Cytisoruin Pass. in litt. Brunaud in Revue Myc. 1886. p. 139. Sacc, Syll. X. p. 104. Flecken vertrocknet, unregelmässig; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseito, zerstreut, fast kugelig, schwarz; Sporen längKch- elliptisch, mit 2 grossen Oeltropfen, 5 p. lang, 2,5 f.i dick, hyalin, Sporenträger viel länger als die Sporen. Auf Blättern von Cytisus Laburnum bisher nur in Frankreich; wird im Gebiete nicht fehlen. Daphne 73. Ph. Laiireolae Desm. 14. Xot. p. 33. Sacc, Syll. IIL p. 2Q. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, blassroth, nicht zahl- reich, fast kreisförmig oder unregelmässig; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, selten auch auf der Unterseite, zahlreich. Daphne 38 Phyllostida einander genähert, schwarz, glänzend, eingewachsen, etwas hervor- ragend, konvex, dann eingesunken (genabelt), von einem Porus durchbohrt; Sporen (nach Thümen) einzellig, fast elliptisch, ohne Oeltropfen, G /< lang, 4 — 4,3 /t dick, hyalin. An kranken Blättern von Daphne Laureola bisher nur in Frankreich und Portugal. 74. PL. eaniiolica Voss, Mater. Pilzk. Kr. IV. p. 18, f. 8. Sacc, Syll. X. p. 122. Flecken weisslich, mit dunkelpurpurner Umrandung, fast kreis- förmig; Fruchtgehäuse auf der Oberseite des Blattes, sehr klein, herdenweise, kegelförmig, schwarz; Sporen eiförmig oder länglich, mit zwei undeutlichen Oeltropfen, einzellig, hyalin, 3 — 4 /t lang, IV2 — 2 f^i dick. Auf überwinternden Blättern von Daphne Blagayaua bei Biliich- graz in Krain von Prof. Voss entdeckt. Saccardo beschreibt die Sporen: sporulis ovoideis vel piriformibus 2 guttulatis, hyalinis, 9 — 10 = 6 (ex icone). Ich konnte ein von Prof. Voss ausgegebenes Originalexemplar untersuchen und habe dabei keine solchen Sporen finden können, wie Saccardo sie beschreibt, sondern nur ganz kleine, länglich-eiförmig, fast stäbchenförmige, 3 — bn lange und l'/o — 2 ^u dicke Sporen. Ausser diesen fand ich an dem gleichen Exemplare auch 3 — b (x lange, Z [x dicke, ohvenbräunliche Sporen, welche wahrscheinlich einem Coniothyrium angehören, worauf ich auf- merksam machen möchte. 75 Ph. dai)hiiea (Preuss.). Syn. Phoma daphnea (Preuss) Sacc, Syll. III. 115. Gerulajacta Daphnea Preuss, Fung. Hoyersw. No. 315. Fruchtgehäuse häutig, halbkugelig, schwarz, mit fast weissem Kerne; Sporen länglich, fast braun, zuweilen mit Oeltropfen; Sporen- träger lang, keulenförmig, weiss. Auf Blättern von Daphne bei Hoyerswerda. Deufzia 76. Ph. Deutziae Ell. et Ev., Journ. Myc. 1889, p. 146. Sacc, Syll. X p, 102. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, blassbraun oder Aveiss- lich, kreisrund, 1 — 2 mm im Durchmesser, auf beiden Blattseiten erhaben gerandet; Fruchtgehäuse linsenförmig, schwarz, meist nur auf der Oberseite der Flecken, fast oberflächlich, ^/g mm im Durch- messer; Sporen fast elliptisch, 4—5 fi lang, 3 /ti dick, dunkelbraun. Auf Blättern von Deutzia bisher nur in Nordamerika. Da die Nährpflanze jedoch im Gebiete in Anlagen und Gärten häufig ge- Fhyllosticta 39 Deiitsia zogen wird, ist der Pilz auch im Gebiete zu vermuthen. Wegen der dunkelbraunen Sporen neigt diese Art stark zu Coniothyrium. Elaeagnus 77. Ph. argyrea Speg., Fungi Arg. Pug. IL 121. Syll. III. p. 29. Flecken auf der Blattoberseite, breit, unregehnässig rundlich, sehr weiss; Fruchtgehäuse dicht zerstreut, punktförmig, 90 — 100 /.< im Durchmesser, schwarz ; Sporen elliptisch, einzellig, 3 — 5 jw lang, 1 — '2 i-L dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Elaeagnus arborea im botan. Garten von Parco-JuUo in Argentinien. Sacc. 1. c. Ich besitze eine Ph. auf Elaeagnus argentea aus den Kgl. Baumschulen in "Weihenstephan bei Freising in Oberbayern von Prof. Dr. J. E. Weiss gesammelt, die mit der Beschreibung fast vollkommen stimmt, nur sind die Flecken sehr klein, 1 — 3 mm gross und weiss; Fruchtgehäuse und Sporen stimmen mit der oben beschriebenen Form überein. Ebenso besitze ich eine Phyllosticta auf Elaeagnus spec. aus dem botan. Garten in Berlin, von P. Sydow gesammelt und mir zur Bestimmung mitgetheilt, welche auf der Blattoberseite fast kreisrunde, oft zu- sammenfUessende , blass ocherfarbige Flecken (nicht maculas candidissimas) zeigt; Fruchtgehäuse und Sporen stimmen auch hier mit der typischen Art überein. Ich glaube nun nicht, dass beide Formen von der typischen Art wegen der ab- weichenden Flecken getrennt werden können; denn die Farbe der Flecken ist in den verschiedenen Altersstadien des Pilzes verschieden. 78. Ph. Elaeasfiii (Sacc). Syn. Phoma Elaeagni Sacc, Mich. I. p. 54; Syll. III. p. 114. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, eingewachsen hervor- brechend, kugelig, 130 /i im Durchmesser, mit Mündungspapille, schwarz; Sporen elliptisch -cylindrisch, mit 2-3 kleinen Oeltropfen, 8—11 jti lang, 3 ^ii dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, 20—25 /t lang, 1 fx dick, etwas gekrümmt. An abgefallenen Blättern von Elaeagnus retroflexa im botan. Garten zu Padua. Eriohotrya 79. Ph. Eriohotryae Thümen, Contr. Fung. Litor. No. 215, t. I, f. 7. Sacc, Syll. III. p. 5. Flecken trocken, mehr oder weniger kreisförmig, schwärzlich- grau, schwarz berandet, dann ausbrechend; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, mittelgross, kugelig, etwas hervorragend, herdenweise, schwarz; Sporen elliptisch, ohne Oeltropfen, schwach dunkelgrau, 4— 6 ;ii lang, 3 ^i dick. Eriobotnja -40 I'hyllostida Auf lebenden Blättern von Eriobotrya japonica im südlichen Gebiete, z. B. Görz (Thümen). Der Pilz steht der Ph. Photiniae Thüm. nahe, ist aber von derselben ver- schieden. Eticalj/jftii'S 80. Ph. Eucalypti Thüm., Contr. Flor. Lusit. No. 374. Sacc, Syll. m. p. 9. Flecken sehr gross, unregelmässig, zuerst matt schmutzig-dunkel- braun, dann vertrocknend weisslich, schmal purpurn gerandet, auf der Unterseite schmutzig -braun; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, herdenweise, klein, punktförmig, wenig hervorragend, glänzend schwarz, mit centraler Mundöffnung; Sporen zahlreich, einzellig, elliptisch, beidendig abgerundet, 4 /« lang, 1,5 jli dick, hyalin, gerade, ohne Oeltropfen. An lebenden und welkenden Blättern von Eucalyptus globulus bisher nur bei Coimbra in Portugal; vielleicht auch im Gebiete aufzufinden 81. Ph. 01ol>uli Passer., Diagn. F. N. III. Xo. 56. Sacc, Syll. X. p. 110. Flecken klein, auf beiden Blattseiten, fast scheibenartig, umbra- braun; Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, dicht herdenweise; Sporen spindelig- stäbchenförmig, einzellig, 10 — 12,5 /t lang, 1,5 ;U bis 1,8 fx dick, hyalin. Auf abgefallenen Blättern von Eucalyptus globulus im botan. Garten zu Parma. Eufjeiiia s. Myrtiis. JEi'oiij/tti ns S2. Ph. Evoiiymi Sacc, Mich. I. p. 155; Syll. III. p. 15. Flecken klein, eckig, nach Yertrocknung weisslich, braun um- randet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, 100 /i im Durchmesser, linsenartig, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich, öfter ungleich- seitig, beidendig stumpf, mit zwei undeutlichen Oeltropfen, 4 — 5 /(, lang, 3,5 — 4 ^u dick, grünlich. An den Blättern von Evonymus europaeus im nördlichen Italien und Frankreich; jedenfalls auch im Gebiete. 83. Ph. <'voiiyinolla Sacc, Mich. I. p. 138; Syll. III. p. 15. Syn. Sphaeria Evonyini Kunze in Fries, Syst. niyc. II. p. 4.{!J. Flecken klein, eckig, erst olivenfarbig, dann verbleichend; Fruchtgehäuse dicht herdonweise, punktförmig, kugelig, mit weiter 3Iundöil"nung, etwas liervorragend, fast derb; Sporen sehr dünn. Phi/llosticta 41 Evonymus cylin drisch, meist gerade, beidendig abgerundet, 4 /t lang, 0,5 f.i bis 0,75 f^i dick, hyalin. Auf den Blättern von Evonymus europaeus im nördlichen Italien und Frankreich; jedenfalls auch im Gebiete. Dieser Pilz findet sich meist in der Gesellschaft von Ph. Evonj'rai Sacc. von welchem er sich jedoch durch die Gestalt der Sporen leicht unterscheiden lässt. 84. Ph. iiemoralis Sacc, Mich. IL p. 88; Syll. IIL p. 16. Flecken nicht deutlich begrenzt, verbleichend; Fruchtgehäuse dicht herdenweise, auf beiden Blattseiten, punktförmig, 100 — 140 /x im Durchmesser; Sporen eiförmig, 7 — 8 u lang, 2 — 2,5 p. dick, mit zwei Oeltropfen, hyalin. An den Blättern von Evonymus europaeus bei Saintes in Frankreich. Es ist kaum zu zweifeln, dass der Pilz auch im Ge- biete an geeigneten Localitäten vorkommt. Diese Art ist von Ph. Evonymi Sacc. und von Ph. evonymella Sacc. sicher verschieden. 85. Pli. evoiiyiuicola Tognini, Contr. Micol. Tose. p. 11. Sacc, Syll. XL p. 473. Flecken weiss, ocherfarbig gerandet; Fruchtgehäuse 80 — 130 /t im Durchmesser, mit hervorragender Mündung; Sporen 2,5 f.i lang, 0,5 /t dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Evonymus europaeus in Toskana. 86. Ph. Bolleaiia Sacc, Syll. IIL p. 15. Syn. Ph. Evonymi Thüm., Contr. Mic. Litor. No. 220. Fig. 20. Flecken vertrocknet, unregelmässig, weisslichgrau, schmal dunkel gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, mittelgross, auf der Blattober- seite, halb eingesenkt, kugelig, schwarz; Sporen klein, elliptisch, beidendig abgerundet, sehr blassgrau, 4 — h fx lang, 2 — 2,5 ,a dick. Auf lebenden Blättern von Evonymus japonicus im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. 87. Ph. alieiia (Fries) Sacc, Mich. IL p. 342; Syll. IIL p. 16. Syn. Sphaeria aliena Fries, Sj^st. myc. III. p. 252. Perisporiuni alienura Fries, Syst. myc. 11. p. 502. Flecken verlängert, ausbleichend; Fruchtgehäuse eingewachsen, etwas hervorragend, gedrängt, sehr klein, kugelig, schwarz, 80 /t bis 90/1 im Durchmesser, mit Porus am Scheitel; Sporen länglich- eiförmig, 7 — 8 ,a lang, 3,5 /t dick, hyalin. Auf fast noch lebenden Zweigen von Evonymus europaeus. Evonymus 42 Phyllostida Aus dem Gebiet ist mir der Pilz allerdings nicht bekannt, doch kommt er wahrscheinlich in demselben vor. Uebrigens wäre derselbe, weil Zweige bewohnend, besser zu Phonia zu stellen. 88. Pli. subiKTvisequa (Desm.). Syn, Phoma subnervisequa üesraaz., 22. Not. p. 7. Sacc, Syll. III. p. 113. rriichtgehäuse auf beiden Blattseiten in einem nicht begrenzten, weisslichen oder braunen Flecken, ziemlich gross, fast den Nerven folgend, abgerundet, konvex, hervorragend, ^'^ — \/4 mm im Durch- messer, schwarz, etwas glänzend, innen grau-ocherweisslich, mit papillenförmiger Mündung, endlich ausbrechend; Sporen eiförmig länglich, 10 — 15 /t lang. Auf trockenen Blättern von Evonymus latifolius. Der Pilz ist bisher mir allerdings nur aus Prankreich bekannt, doch ist der- selbe auch im Gebiete zu vermutheu, da die Nährptianze oft ziemlich zahlreich vorkommt. 89. Ph. arcuata (Passerini). Syn, Phoma arcuata Passer. Diag. F. N. IV. Xo. 39. Sacc, Syll, X. p. 150. Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz, 125 fi im Durchmesser, mit weisslicher, durchbohrter, die Epidermis kaum etwas erheben- der Mündung; Sporen cylindrisch, gebogen, einzellig, 14 — 15 in lang, l—S/i dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, ziemlich lang. An abgefallenen Blättern von Evonymus japonicus. Bisher nur von Livorno in Italien bekannt, wird dieser Pilz sich wohl auch im Gebiete an geeigneten Stellen finden. Ph. destriictiva Desm., Ann. sc. nat. 1847 p. 29. Sacc, Syll. III. p. 40. Auf Evonymus im Gebiete, z. B. Oesterreich, Bayern etc. Sporen 6 — 9 ft lang, 3 — 4 fj dick. Siehe die Nälirpfianze Lycium. Ph. leucostiginu (D C.) auf Evonymus japonicus. Siehe Nährpflanze Hedera. Forner ist auf Evonymus noch beschrieben: Ph. pustulosa Sacc. et Roum. (Sacc, Syll. III. p. 15). Auf Evonymus japonicus in Algier. Sporen 4 = 2, hyalin. 90. Ph. (liscosioides (Saccardo). Syn. Phoma di.scosioides Sacc, Mich I. j). 526; Syll. III. p. 114. Fruchtgehäuse hervorbrechend oberflächlich, linsenförmig, mit durchbohrten Mündung, Vc ^^^^ ^'^^ Durchmesser, glänzend schwarz, von kleinzelligem Gewebe; Sporen würstchenförmig, sehr klein, 3 /( lang, 0,5 fi dick; Sporenträger nadeiförmig, an der Spitze etwas verdickt. Meistens auf der Oberfläche der Blätter von Fagus silvatica; bisher nur von Rouen in Frankreich bekannt. Phyllosticta 43 Ficus Ficus 91. Ph. sycophila Thüm., Conti. F. Litor. ^o. 212, Fig. 26. Sacc, Syll. III. p. 32. Flecken gross, iinregelmässig, vertrocknet, erst braun, dann weisslich verbleichend ; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, selten auf beiden Blattseiten, zerstreut, kugelig -kegelförmig, mit Scheitel- durchbohrung, klein, schwarz ; Sporen klein, eiförmig oder cylindrisch- eiförmig, an deiden Enden abgerundet, einzellig, mit zwei Oeltropfen, 3 — 6 ,u lang, 2 — 4 f^i dick, hyalin. An lebenden Blättern von Ficus Carica im südlichen Gebiete (Görz); auch in Frankreich und Portugal. Zur Untersuchung standen mir Exsiccate aus dem Herbar do Jardin da TJniversidade de Coimbra, No. 718 und 744, von Moller gesammelt, zur Ver- fügung; ich fand verschieden gestaltete Sporen, nämlich eiförmig -cyli ndrische, von 3 — 5 ^ Länge und 2 /x Breite, dann aber auch eiförmige 4 — Q ß lange, 3 fi bis 4 jM dicke Sporen. Saccardo giebt die Sporengrösse zu 3 — 4^2 an und bemerkt am Ende der Diagnose, dass die aus Frankreich stammenden 5—6 = 4 ^m zeigen. Die Moller'schen Exemplare zeigen beide Formen, deren Verschiedenheit nur von den verschiedenen Eeifezuständen abhängt. 92. Ph. Caricae C. Mass., Contr. Mic. Ver. p. 86. t. I. f. 3. Sacc, Syll. X. p. 120. Flecken klein, eckig, oft zusammenfliessend, auf der Oberseite des Blattes, schwärzlich; Fruchtgehäuse auf der Unterseite des Blattes, klein, fast kugelig -kegelförmig, hervorbrechend, sehr dicht, herdenweise, 60 — 80 fj, im Durchmesser, mit halbkugelförmiger, hervorragender und zelliger Mündungspapille; Sporen kurz-länglich oder oval, sehr klein, 3 — 5 fx lang, 1,5—2 /t dick, fast gelbgrünlich. Auf abgefallenen Blättern von Ficus Carica. Bisher allerdings nur von Verona bekannt, findet sich der Pilz jedenfalls auch wenigstens im südlichen Theile des Gebietes. Ferner ist auf Ficus noch beschrieben: Ph. Fici Bresadola, Eev. Myc. 1891. p. 98. (Sacc, Syll. X. p. 120). Auf Ficus raacrophylla auf der Insel St. Thome, Sporen 2,5 — 3,5 = 0,5—0,8. Forsythia 93. Ph. Forsythiae Sacc, Fungi ital. 87; Mich. I. p. 93; Syll. III. p. 27. Flecken fast kreisrund, nach Yertrocknung ocherfarbig, kaum gerandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, oft concentrisch geordnet, linsenförmig, am Scheitel durchbohrt, 150 — 180/1 im Forsythia 44 rhyllosticta Durchmesser, anfänglich bedeckt, gelb; Sporen eiförmig, 5 — 7 /i lang, 3 f.1 dick, mit zwei Oeltropfen, hyalin. Auf den Blättern von Forsythia suspensa im botan. Garten zu Padua; auch im diesseitigen Gebiete. Ich besitze einige Blätter vuii Forsythia oleacea, von Prof. Dr. Weiss ia Gartenanlagen bei Freising in Oberbayern gesammelt, auf welchen der Pilz sehr schün entwickelt ist. Derselbe stimmt vollkommen mit der Beschreibung in Sacc. 1. c. Ferner ist auf Forsythia noch beschrieben; Ph. disciucola Eli. et Ev. (Sacc, Syll. XI. p. 474). Auf cultivirter For- sythia in Nordamerika. Sporen 4 — 5 = 2,5 — 3, fast olivenfarbig. Fraxinus 94. Ph. fnixinicola Gurr., Simpl. Sphaer. ISo. 388. f. 148 (sub. Pepazea). Sacc, Syll. III. p. 21. Flecken fast kreisrund oder unregelmässig, dunkelbraun, schwarz gerandet; Fruchtgehäuse klein, schwarz; Sporen elliptisch, fast kegel- oder kahnförmig, 5 — 7,5 /.i lang. Auf Blättern von Fraxinus in Deutschland, auch in Frankreich. 95. Pli. osteospora Sacc, Mich. I. p. 531; Syll. III. p. 34. Exsicc. Allescher et Schnabl, Fungi bavar. exs. Cent. VI. No. 568. (Forma Ilhamni). Flecken röthlich, verschieden gestaltet oder undeutlich ; Frucht- gehäuse hie und da herdenweise zusammengestellt, bedeckt, kugelig, 80—90 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen stäbchen- förmig, gerade, beidendig etwas verdickt (oberarmkuochenförmig), (j — 7 n lang, 1 /(. dick, hyalin. Auf den Blättern von Fraxinus, Populus nigra, Morus und Khamnus im Gebiete. Auf Rhamnus Frangula in Bayern bei Lichtenfels in Oberfranken (Fritz Rohnfelder). Ferner sind auf Fraxinus noch beschrieben: Pli. viridis Ell. et Kell. (Sacc, Syll. X. p. 114). Auf Fraxinus viridis in Nordamerika. ISjwren 2 ^ 0,5. Pli. varie8"ata Ell. et Ev. (Sacc. 1. c). Auf Blättern von Fraxinus in Nord- amerika. Sporen 4—5 = 1,5 — 2. Ph. Fraxini Ell. et M. (Sacc. 1. c). Auf Blättern von Fraxinus iu Nord- amerika Sporen 7 — 9 = 2,5—3. (Ph. fra.xinifulia Pass. auf Negimdo fraxinifolia ^ Acer Negundo. Siehe Acer). Garrya 96. Pli. garryat'cola Fass. in litt. Brunaud in Rev. Myc. 1886. p. 140. Sacc.', Syll. X. p. 115. Phyllostida 45 Garrija Flecken rundlich oder fast kreisförmig, braun, dann blass, endlich graugrünlich oder graubraun; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz; Sporen länglich, 5,6 /i lang, 2,5—3 f.i dick, hyalin. Auf den Blättern von Garrya elliptica bisher nur bei Preguillac in Frankreich. Kann auch im Gebiet vorkommen. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. Oarryae Cooke et Harkn. (Sacc, Syll. in. p. 24). Auf Blättern von Garrya elliptica in Nordamerika. Sporen 10 — 12 = 2 — 2,5. Ghikgo 97. Ph. Grinkgo Brunaud, Liste Sphaerops. p. 7. Sacc, Syll. X. p. 124. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, fast gedrängt und hie und da kleine Flecken bildend, punktförmig, schwarz ; Sporen klein, eiförmig, 3 — 4,5 f.i lang, 2 /t dick, hyalin. Auf abgefallenen Blättern von Ginkgo biloba bisher nur bei Rochefort in Frankreich. Von Prof. Dr. Weiss erhielt ich aus den Baumschulen von Weihenstephan bei Preising in Oberbayorn einige kranke Blätter von Ginkgo biloba mit einem schönen Gloeosporium, oder einer Septomyxa, da ich in einigen Sporen eine Scheide- wand beobachtete. Vielleicht wird dort auch noch die Phyllosticta gefunden. Grossularia s. Eibes. Hardenberffia 98. Pli. mortoleiisis Allescher, nov. nom. Syn. Phoma Hardenbergiae Penz. et Sacc, Fung. Mortol. No. 19. t. IV. f. 7. Sacc, Syll. III. p. 102. Fruchtgehäuse dicht gehäuft, sehr klein, punktförmig, in ver- trockneten Flecken sitzend, dünn, braun, 150 — 170 ^t im Durch- messer; Sporen sehr zahlreich, elliptisch, beidendig spitzlich, mit zwei Oelti-opfen, 8 — 10 ^t lang, 3,3—3,5 in dick, hyalin; Sporenträger dicht bündelweise, einfach, 10 — 12 /i lang, 2 — 2,5/i dick, hyalin. An lebenden Blättern von Hardenbergia ovata. Mortola im nördlichen Italien. Der Name musste leider geändert werden, da es schon eine Phyllosticta Hardenbergiae Cooke et Mass. giebt. Hedera 99. Ph. hederieola Dur. etMont, Syll. 279, Mich. I. p. 137. Sacc, Syll. III. p. 20. Syn. Ph. destructiva forma Hederae Oudem. Exsicc. Krieger, Fungi saxonici No. 944. Flecken auf der Blattoberseite, fast kreisrund, nach Yertrocknung weisslich, mit breiter, dunkelbrauner Umrandung; Fruchtgehäuse Hedera 46 Phyllosticta punktförmig, etwas hervorragend, mit Miindüffniing; Sporen länglich, oft fast cylindrisch, gerade oder leicht gekrümmt, an beiden Enden stumpf lieh, mit zwei Ocltropfen, 5 — 8/i lang, IV2 — 2^2 jti dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Hedera Helix durch das ganze Gebiet, z. B. in Oesterreich, in Bayern bei "Weihenstephan bei Freising (Dr. Weiss), in Sachsen bei Königstein (Krieger), auch in Italien, Frankreich und Algier. Zur mikroskopischen Untersuchung lag mir ausser mehreren bayerischen Exemplaren auch ein von Abbe Letentlrc bei Eouen gesammeltes Specimen vor, welches mit der citirten Beschreibung sehr gut stimmt, nur fand ich die Sporen selten länglich, meistens jedoch fast cylindrisch und leicht gekrümmt, von der oben angegebenen Grösse. Auch ein von Moller im botanischen Garten zu Coimbra gesammeltes Exemplar konnte ich untersuchen und fand die Sporen, wie ich sie oben beschrieben habe. Die Flecken auf den verschiedenen Blättern sind wohl verschieden gross, stimmen aber gut mit der Beschreibung. 100. Pli. hederaeea (Are). Syn. Phoma hederacea Are, Erb. critt. ital. IL Ser. Xo. 840. Sacc, SyU. X. p, 156. Flecken fast dunkelbraun, 1 cm und darüber breit, fast kreis- rund; Fruchtgehäuse klein, getrennt, punktförmig, von der Ober- haut bedeckt, schwarz; Sporen klein, zahlreich, fast elliptisch, b fj, lang, 2,2 f.i dick, hyalin. Auf noch lebenden Blättern von Hedera Helix im Gebiete; auch bei Florenz im nördlichen Italien. Diese Art ist höchst wahrscheinlich identisch mit Phyllosticta hedericola Dur. et Mont. 101. Ph. Hederae Sacc. et Koum., Mich. IL p. 620; Syll. III. p. 20. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, breit und dicht herden- weise auf vertrockneten Blattstellen, linsenförmig, 130 /t im Durch- messer, am Scheitel durchbohrt; Sporen sehr klein, länglich, 4 ^ti lang, 1 /t dick, hyalin. Auf Blättern von Hedera Helix oft in Gesellschaft von Macro- phoma cylindrospora durch das Gebiet, z. B. in Bayern bei Kirchdorf am Haunbold (Schnabl); auch in Frankreich und Belgien. 102. Ph. coiiceiitriea Sacc, Fung. Yen. Ser. V. 203; Syll. III p. 21. Flecken breit, fast kreisförmig, nach Yertrocknung blass; Frucht- gehäuse meist kreisförmig angeordnet, linsenförmig, 90 — 100, u im Phyllostida 47 Hedera Durchmesser, schwarz, mit weitem Poriis geöffnet, häutig; Sporen kugel- oder eiförmig, 10 f^i lang, 8 — 9 jtt dick, mit mehreren kleinen Oeltropfen, hyalin Auf Blättern von Hedera Helix bei Padua im nördlichen Italien. Dieser Pilz ist auch im Gebiete, wenigstens im südlichen Theile desselben zu vermuthen. 103. Pli. leueostigma (De Cand.). Syn. Phoma leucostigma (DC.) Sacc, Mich. I. p. 259; Ann. sc. uat. 1846, p. 296; Syll. III. p, 105. Sphaeropsis leucostigma D C, Fl. frang. VI. p. 144. Exsicc. Fuckel, Fungi rhenani No. 527. Fruchtgehäuse zerstreut, eingewachsen, convex, etwas hervor- ragend, glatt, schwarz, mit weisser, durchbohrter Mundöffnung; Sporen länglich, mit zwei Oeltropfen, 10 — 12 fi lang, 3—4 /.(, dick, hyalin; Sporenträger aufwärts verdünnt, von der Länge der Sporen. Auf abgefallenen Blättern von Hedera Helix, Evonymus japonicus , Buxus und Quercus in Deutschland, z. B. im Kheingau (Fuckel) auch in Frankreich und Italien. Nach Fuckel, Symb. niyc. p. 397 soll der Pilz zweifelsohne als Spermogonien- form zu Diplodia Hederae Desm. und beide zu einem Schlauchpilz gehören. Hibiscus 104. Ph. Syriaca Sacc, Mich. I. p. 136; Syll. III. p. 27. Flecken buchtig, verschieden gestaltet, nach Yertrocknung weisslich, mit breiter, dunkler Umrandung; Fruchtgehäuse entfernt, punktförmig, hnsenartig, 50 ili im Durchmesser, am Scheitel durch- bohrt; Sporen eiförmig oder fast elliptisch, 7 /t lang, 3— 4;ti dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Hibiscus syriacus im nördlichen Italien und Portugal. Jedenfalls auch in botan. Gärten des dies- seitigen Gebietes. 105. Ph. macularis (Desmaziöres). Syn. Phoma macularis Desmaz., 22. Not. p. 7. Sacc, Syll. III. p. 111. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten in kleinen, pechschwarzen Flecken sitzend, zerstreut, schwarz, glänzend, V5 mm im Durch- messer, gerundet, convex, beiderseits hervorragend, innen braun, zuweilen von einer schwarzen Linie umgeben, mit papillenförmiger Mündung; Sporen länglich, 7,5 f^i lang, 2,5 /.i dick. Auf trockenen Blättern von Hibiscus syriacus bisher nur in Frankreich. Hihisais 48 Fliyllostida Ausserdem sind auf Hibiscus-Arten noch beschrieben : Ph. liibiseina Ell. et Ev. (Sacc, Syll. X. p. 103). Auf Hibiscus miitabilis in Xordaniorika. Sporen 6 — 8 = 1,5 — 2. Pli. Hihisei Pcok. (Sacc. I.e.). Auf Hibiscus choscheutus in Nordamerika. Sporen 7,5 — 10 = 3 — 4. Sporenträger einfach oder ästig, 10—20 fx lang. Iloya 106. Ph. Hoyae Allescher nov. nom. Syn. Phoma Bolleana Thüm., Contr. Fang. Liter. No. 16;^. t. I. f. 18. Sacc, SyU. ni. p. 104. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, etwas hervorragend, mittel- gross, kugelig, schwarz, mit Mundöffnung, auf der Blattoberseite in einem grossen, vertrockneten, unregelmässigen, dann zerreissenden, weisslichen, schwach dunkelbraun gerandeten Flecken; Sporen sehr klein, kugelig eiförmig, 1,5 — 2 f^i lang, 1 — 1,6 // dick, hyalin. Auf noch lebenden Blättern von Hova carnosa in den Warm- häusern des südlichen Gebietes, z. B. bei Görz (Thümen). Der Name musste bei Versetzung in die Gattung Phyllosticta geändert werden, da es schon eine Ph. Bolleana Sacc. auf Evonymus japonicus giebt. Hydraugea 107. Ph. Hydrangeae Ell. et. Ev., Journ. Myc. 1889. p. 115. Sacc, Syll. X. p. 105. Flecken 1 — 1,5 cm und darüber im Durchmesser, erst purpurn gefärbt, dann rothbraun, schmal erhaben gerandet; Fruchtgehäuse auf der Oberseite des Blattes, linsenförmig, am Scheitel durchbohrt, 100 — 150 fi im Durchmesser; Sporen länglich, mit 2 — 3 Oeltropfen, 10 — 12 // lang, 2,5 — 3,5 /» dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von cultivirter Hydraugea pani- culata in den Kgl. Baumschulen zu Weihenstephan bei Freising in Oberbayern (Prof. Dr. Weiss). Der bayer. Pilz stimmt sehr gut mit dem aus Nordamerika in Sacc. 1. c. beschriebenen ; ich sah viele Sporen von der obenangegebenen Grösse, freilich auch viele kleinere, noch mehr unreife. Dieser Pilz liefert wieder einen Beweis, dass diese niederen Pilze eine sehr weite Verbreitung haben und an gewisse Nährplianzen gebunden sind. Jasminnm 108. Ph. Ja.smini Sacc, Mich. I. p. 138; Syll. III. p. 22. Flecken fast kreisförmig, nach A^ertrocknung weiss, schmal, ocherfarbig gerandet; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, zer- streut; Sporen länglich, bcidcndig .spitzlich, mit zwei Oeltropfen, 5 [i lang, 3 fi dick , hyalin. Phyüosticta 49 Jasminuvi Auf Blättern von Jasminum officinale bei Conegliauo im iiürd- lich*^n Italien; jedenfalls auch im südlichen Theile des Gebietes. 109. Ph. Jasininorum Tognini, Contr. Mic. Tose. p. 10. Sacc, S^ll. XL p. 474. Flecken ocherfarbig, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse 45—85 ju im Durchmesser; Sporen beidendig verdickt, 4 — 5 /t lang, 1 (.1 dick, hyalin. Auf trockenen Blättern von Jasminum officinale bisher nur aus Toskana in Oberitalien bekannt. 110. Ph. jasmiiiicola (Desm.) Sacc, Syll. XL p. 474. Syn. Sphaeria jasminicola Desm., 13. Not. p. 83. Flecken weisslich ; Fruchtgehäuse sehr klein, am Scheitel durch- bohrt; Sporen länglich, 4 — 5 fi lang, hyalin. Auf den Blättern von Jasminum officinale bisher nur aus Frankreich bekannt. Da mir die beiden letzten Arten vollständig unbekannt sind, kann ich die höchst unvollständigen Beschreibungen leider nicht vervollständigen, üebrigens scheinen sich beide Arten nur durch die Farbe der Flecken zu unterscheiden, welches Merkmal kaum constant ist. Ferner ist auf Jasminum noch beschrieben: Pli. Jasminica Thüm. (Sacc. , Syll. III. p. 22). Auf Jasminum azoricum im botan. Garten zu Coimbra in Portugal. Sporen 2,5 — 3 = 1,5. Hex 111. Ph. HaynaUlii Roum. et Sacc, Mich. IL p. 342; Sacc, Syll. III. p. 25. Flecken unregelmässig über die Oberseite des Blattes verbreitet, weinröthlich ; Fruchtgehäuse dicht herdenweise, linsenförmig, Vg ^J^i im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von der Oberhaut bedeckt; Sporen eiförmig, sehr klein, mit zwei Oeltropfen, 5 /t lang, 2 ii dick, hyalin. Auf den Blättern von cultivirter Hex Aquifolium in Frankreich. Um München habe ich in den verschiedenen Anlagen auf dieser Nährpflanze einen Pilz gesammelt, der äusserlich vollkommen mit dor Beschreibung überein- .stimmt, doch konnte ich nie Sporen finden ; er scheint bei uns steril zu sein. 112. Ph. Ilicis (Desmaziores). Syn. Phoma Ilicis Desm.. Exs. No. 1290. Kickx, Hör. Flandr. I. p. 440. Sacc, Syll. III. p. 106. Fruchtgehäuse punktförmig, bedeckt, schwarz, kugelförmig, etwas hervorragend, am Scheitel mit einem Porus geöffnet; Sporen Winter, die Tilzo. VI. Abtli. 4 JlcJ- 50 Phyllostida cylindrisch, beidcndig abgerundet, oft mit zwei Oeltropfen, 12 — 15 /t lang, 3 fji dick, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Hex Aquifoliuin in Belgien und Frankreich; sicher auch im Gebiete. Var. Evonymi japoniel Sacc. 1. c. Sporen 12 — 14 ^u laug, 2 fj dick, mit zwei Oeltropfen, hyalin. Auf Blättern von Evonymus japonicus im südlichen Gebiete, z. B. bei Goerz; auch im nördlichen Italien. 113. rh. puiulla (Mougeot). Syn. Plioma pumila (Mong.) Sacc, Syll. III. p 107. Sphaeropsia pumila Moug. iu Lcv., Ann. so. nat. p. 250. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, herdenweise, punktförmig, kugelig, an der Basis abgeplattet, schwarz, innen aschgrau, von der aufgerissenen Oberhaut umgeben, mit kaum erkennbarer Mündung; Sporen verlängert, linienförmig, einzellig, beidendig stumpf, klein. An den Blättern von Hex Aquifolium in den Yogesen. Ausserdem sind auf Hex -Arten noch beschrieben: Ph. concomitaus Ell. et Ev. (Sacc, Syll. X. p. 112). Auf Hex deeidua in Nordnmerika Sporen 5 — 7 = 1,5 — 2. Ph. Prini Pock. (Sacc 1. c). Auf Hex verticillata in Nordamerika. Sporen 7,5—12,5 = 4. Ph. terminalis Ell. et M. (Sacc. 1, c). Auf Hex Dahoon in Nordamerika. Sporen ■4 = 1. tTuglans 114. Ph. jughmdina Sacc, Mich. I. p. 155; Syll. III. p. 31. Flecken unregelmässig über die Blattfläche "verbreitet, nach Vi.Ttrocknung weisslich, dunkel berandet; Fruchtgehäuse punkt- förmig, linsenartig; Sporen eiförmig, sehr klein, 4 fi lang, 2 fi dick, erst hyalin, dann olivenfarbig. Auf den Blättern von Juglans regia bei Vittorio im nördlichen Italien und bei Coimbra in .Portugal. Wird kaum im Gebiete fehlen. 115. Pb. Juglaiidis (D C.) Sacc, Mich. I. p. 135; Syll. III. p. 31. Syn. Xylonni Juglandis D C. sec Sac«;. I. c Flecken unregelmässig über die Blattfläche verbreitet, nach Vertrocknung weisslich, dunkelgerandet; Fruchtgehäuse auf der BIattüber.<*eite zerstreut, punktförmig, linsenartig, 80 /» im Durch- messer, mit durchbohrter Mündung; Sporen eiförmig -länglich, mit zwei kleinen Oeltropfen, 6 — 7 ;< lang, 3 — 4 /t dick, hyalin. I'hyllosticta «^1 Jttgiaiis Auf kranken Blättern von Juglans regia in Oesterreieh, Bayern: Weihenstephan bei Freising (Prof. Dr. Weiss); wohl durch da.s ganze Gebiet verbreitet, auch in Oberitalien und Frankreicli. Laurns 116. Ph. Lauri West. Exs. No. 650. Kickx, Flor, crypt. Flandr. I. p. 417. Sacc, Syll. III. p. 17. Flecken buchtig, dunkelbraun, nach Vertrocknung weisslich, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig; Sporen länglich-eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 10/f lang, 3/^ dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Laurus nobilis im nördlichen Italien, Portugal und Belgien; sicher auch im Gebiete. 117. Ph. laiirella Sacc, Mich. I. p. 157; Syll. III. p. 18. Flecken breit, buchtig, bei Vertrocknung ausbleichend, dunkel gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, am Scheitel durch- bohrt; Sporen fast kugelig, klein, 4 /t lang, 3 fx dick, etwas dunkel- gefärbt. Auf den Blättern von Laurus nobilis bei Selva im nördlichen Italien ; vermuthlich auch im südlichen Gebiete. 118. Ph. nobilis Thüm., Contr. Fung. Litor. No. 328. Sacc, Syll. III. p. 18. Flecken unregelmässig, schmutzig ochorfarbig, vertrocknend, mit einer dunkleren Linie umgeben; Fruchtgehäuse auf der Ober- seite der Flecken, verhältnissmässig gross, vereinzelt, halbkugelig, halbeingesenkt, mattschwarz; Sporen sehr zahlreich, sehr klein, elliptisch, beidendig abgerundet, ohne Oeltropfen, 2,5 — 3// lang, 2 ,« dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Laurus nobilis im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. Von den beiden vorhergehenden Alten sicher verschieden. 119. Ph. allaiitclla Sacc. in Brunaud, Mise. Myc II. p. 32. Sacc, Syll. XL p. 473. Flecken fast ocherfarbig, braun gerandet; Fruchtgehäuse punkt- förmig; Sporen cylindrisch, gekrümmt, 6 fi lang, 2 fi dick, hyalin. Auf welkenden Blättern von Laurus nobilis, bisher nur bei Saintes in Frankreich. 4* Litjustrum 52 Phi/UosticM LiguHtrum 120. Ph. Ligustri Sacc, Mich. I. p. 134; Syll. III. p. 21. Flecken nach Vertrocknung blass, verschieden gestaltet, dunkel- braun berandct; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, linsenförmig, am Scheitel durchbohrt, 60 /t im Durchmesser; Sporen eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 6 — 7 /< lang, 2^!^ — 3 (.i dick, hyalin 5 anfänglich auf Trägern von der Länge der Sp'jren sitzend. Auf lebenden Blättern von Ligustrum vulgare durch das Gebiet z. B. in Bayern: bei Straubing in den städtischen Anlagen (Prof Dr. Weiss); auch bei Selva und Susegana im nördlichen Italien und bei Coimbra in Portugal. Meine bayerischen Exemplare zeigen neben dieser rhyllosticta auch Septoria Ligiistri (Desni.) Fuck, = Depazea Lägustri Desm Beidi.' geliören nach Saccardo in den Entwickelungskreis von Sphaerella (jetzt Mycosphaerella) Ligustri (Desm.) Fuok. 121. Ph. ligustriiia Sacc. et Speg., Mich, I. p. 160; Syll. III. p. 22. Flecken verschieden gestaltet, nach Vertrocknung schmutzig gelblich; Fruchtgehäuse herdenweise, dunkel-olivenfarbig, linsen- förmig, 150 — 200 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen kugelig-eiförmig, 4 — 6/1 lang, 3 — 4/« dick, blass-olivenfarbig. Auf den Blättern von Ligustrum vulgare bei Vittorio im nörd- lichen Italien. 122. Ph. Ovalifolil Brunaud, Miscell. myc. p. 14. Sacc, Syll. X. p. 115. Flecken unregelmässig, ziemlich gross, blass ocherfarbig, braun gerandet; Fruchtgehäuse kugelig, punktförmig, zerstreut, schwarz; Sporen verlängert-länglich , mit zwei Oeltropftiu, 8 — 10^ lang, 3// dick, hvalin. Auf den Blättern von Ligustrum ovalifolium bei Saintes und Rochefort in Frankreich. 123. Ph. Thümciiiaiia Allescher nov. noui. Syn. Phonia ligustrina Thiim., Contr.Fimg. IJtor. No. ".14. Sacc, Syll. III. p. 11(>, Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite oder auf beiden Blatt- seiten, dicht herdenweise, zahlreich, punktförmig, kegelig- halbkugelig, glänzend schAvarz, am Scheitel durchbohrt; Sporen klein, cylindriscli, gerade, beidendig abgerundet, ohne Oeltropfen. 2 — 3 /< lang, 1,5/* dick, hyalin. Fhyllosticta 53 Ligusttum An faulenden Blättern von Ligustriini japonicuin im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. Bei Versetzung in diese (Jattuug musste der Name geändert werden. Linociera s. Chionanthus. Lirtodcndron 124. rii. Liriodendri Timmen, Contr. Mic. Litor. No. 213. t. I. f. 30. 8acc., Syll IIl. p. 30. Flecken klein, kreisrund, vertrocknet, grau; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, klein, herdenweise, halbeingesenkt, kugelig, schwarz; Sporen klein, ellipsenartig, beideadig abgerundet, einzellig, ohne Oeltropfen, zahlreich, 5 — 6 /t lang, 3 /t dick, hyalin. An lebenden Blättern von Liriodendron Tulipifera im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. 125. Ph. Tulipiferae Passer., Diagn. F. N. III. No. 49. Sacc, Syll. X, p. 101. Flecken fast scheibenförmig, vertrocknet, dunkel-gerandet, bald zerreissend; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, fast herdenweisu, sehr klein, halbeingesenkt; Sporen länglich, einzellig, 10/4 lang, 3 — 4 /t dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Liriodendron Tulipifera im botan. Garten zu Parma im nördlichen Italien. Ferner sind auf Liriodendron noch beschrieben: Ph. liriodendrica Cooke. (Sac<;., Syll III. p. .30). Auf Liriodendron in Nordamerika. Sporen 6 = 2 Ph. circumvallata Winter. (Sacc, Syll. X. p. 100). Auf Liriod. Tulipif. in Nordamerika. Sporen 7 — 9 = S'/a — 4, mit zwei Oeltropfen. Ph. inacrospora EU. et Ev. (Sacc, Syll. XI. p. 472). Auf Liriod. Tulipif. in Nordamerika. Sporen 20—25 = 6—7. Ist jedoch wegen der Sporengrösse zur Gattung Macrophoma zu stellen. LotUcera 126. Ph. vulgaris Desm., Ann. Sc. nat. 1849. XL p. 350. Sacc, Syll. IIL p. 18. Syn. ?Ph. Louicerae Westend, Bull. Acad. Bvux. 1851. p. 399. Flecken fast kreisrund, olivenfarbig-röthlich, später ausbleichend, dunkelbraun umrandet; Fruclitgehäuso auf der Blattoberseite, etwas hervorragend, sehr klein, niedergedrückt-kugelig, erst bernsteinfarbig, dann dunkelbraun; Sporen klein, cylindrisch- eiförmig, an beiden Enden abgerundet, mit zwei Oeltropfen, einzellig, 10 — 14 /< lang, 2,5 — 3,5 /t dick, hyalin, in weisslichen Ranken austretend. Lonicera 54 l*hyUosU'cta An kranken Blättern von Lonicera Periclymenum, Caprifolium, ciliata und Xylosteum in Deutschland und Oesterreich; wahr- sclieinlich durch das ganze Gebiet. Var. Philadelphi Sacc. 1. c. Exsicc. Krieger, Funj^i saxonici No. 946. Flecken erst klein, häufig aber zusammenfliessend und endlich über das ganze Blatt verbreitet; Sporen eiförmig- cylindrisch, an beiden Enden abgerundet, mit 2 — 4 Oeltropfen, ca. 10 — 15 ti laug, 3 — 4 fi dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Philadelphus coronarius und seinen Varietäten durch das ganze Gebiet, z. B. München, Freising, Fürstenfeldbruck in Bayern, Schandau in Sachsen. Var. Yiburni Desm., Sacc. 1. c. Exsic«. Krie;.icr, Funj^ fiaxonici No. 1197. Flecken gross, ungerandet, endlich meistens zerrissen. An Blättern von Viburnum Opulus im Gebiete, z. B, bei Nossen in Sachsen (Krieger). 127. Ph. Caprifolll (Opiz) Sacc, Syll. III. p. 19. Syn. Depaiea Caprifolii Opiz? Sacc. Mjc. Ven. p. 193 Eysicc. Krieger, Fungi saxonici No. 1189 Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisrund, nach Vertrocknung grau, braun gerandet; Fruchtgehäuse entfernt, punkt- förmig; Sporen länglich, mit zwei Oeltropfen, 6 — 7/« lang, 2,5/» dick,' hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Lonicera Caprifolium durch das Gebiet, z. B. bei Königstein in Sachsen (Krieger): auch im nördlichen Italien, Frankreich und auf Lonicera Pallasii in Sibirien. Der Pilz gehört Jiach Saccardo in den Entwickelungskreis der bphaorella (jetzt Mycosphaerella) Clymenia Sacc. 128. Ph. Implcxae Passer., Diagn. F. N. No. 59. Sacc, Syll. X. p. 113. Flecken Kcheibenförmig oder weit ausgedehnt, das halbe Blatt oder mehr einnehmend; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, zerstreut oder fast herdenweise, punktförmig, nieder- gedrückt, matt; Sporen spindelförmig, einzellig, 5 — In lang, 2,5 /t dick, ein/.eln hyalin, gehäuft gelblich. Vhyllosiicta 5t) Lonücra Auf welken Blättern von Lonicera Implexa im botan. Garten zu Parma im nördlichen Italien. Der Pilz ist zuweilen mit Sphaerella (jetzt Mycospliaerella) Implexae Passer, vergesellschaftet. 129. Ph. Sydowil Bresadola Hedwigia XXXIII. p. 96. Sacc, Syll. XL p. 473. Exsicc. Sydow, M}cotheca marchira No. 3072. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, schwarz, etwas hen'or- ragend, zuweilen zu zahlreichen, tleckenbildenden Herden zusammen- gedrängt, punktförmig, am Scheitel durchbohrt, 190 — 200 /i im Durchmesser, mit zelligem, verworrenem Gewebe; Sporen elliptisch, 7 — 8 fi lang, 3 /» dick, hyalin. Auf Blättern von Lonicera latifolia im Gebiete, z. B. bei Berlin (Sydow). Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch besclirieben: Ph. nitidulu Dur. et Mont. (Sacc, Syll. IIL p. 19). Auf Lonicera implexa iu Algier. Sporen atomistisch klein. Von Ph. Implexae sicher verschieden. I/yciuni 130. Pli. destructiva Desm., Ann. Sc. nat 1847. p. 29. Sacc, Syll. IIL p. 40. Flecken fast kreisrund, fast ocherfarbig, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, concentrisch angeordnet, gelblich oder olivenfarbig, dann schwarz; Sporen eiförmig oder länglich, mit zwei Oeltropfen, beidendig abgerundet, 6 — 9 fi lang, 3—4 /t dick, hyalin oder fast hyalin. An noch lebenden Blättern von Lycium europaeum durch das Gebiet, z. B. Oesterreich, Bayern etc., auch in Belgien, Frankreich und Italien. Der Pilz kommt auch auf Evonynms, Malva und Althaea vor. Ich besitze von Prof. Dr. Weiss bei Straubing in Bayern auf Lycium europaeum gesammelte Exemplare, nach welchen ich die Beschreibung der Sporen vervollständige. Maffiiolia 131. Ph. Magnoliae Sacc, Mich. I. p. 139; Syll IIL p. 25. Flecken meistens auf der Blattoberseite, verschieden geformt, nach Vertrocknung weisslich, nicht gerandet; Fruchtgehäuse punkt- förmig, linsenartig, selten; Sporen länglich, beidendig abgerundet, 4 /i lang, 1^2 — 2 /i dick, hyalin. MagnoUa 56 rhyVostida Phyllosticta Magnoliae Saccardo. a. Ein Theil des Blattes mit dem Pilze in natürlicher Grösse, b. Ein Frucht- gehäuse von oben gesehen, c. Querscluiitt eines Frucht- gehänses. d. Sporen, {h, c n. d stark vergrössert. Alles nach Briosi und Cavara.) Auf den Blättern von Magnolia grandiflora im botan. Garten :ai Padua. Var. Ph. Cookel Sacc, Syll. III. p. 25. Syn. Pli. Magiioliae Cooke, Grev. IX. p. 94. (vix Sacc). Von der typischen Art durch viel grössere Sporen verschieden; dieselben messen nämlich 8 - 12 /t in der Länge und 3 — 4,5 /i in der Dicke. Auf den Blättern von Magnolia grandiflora im botan. Garten zu Kew in Gros.sbritannien. Ml besitze Exemplare aus den Kgl. Baumschulen in Weilieiistephan bei Freising in Oberbayern, von Prof. Dr. Weiss auf Magnolia Soulangeana gesammelt; diesoIbi>n stimmen mit Ph. (itokei Sacc. vollständig überein. Ob diese Form uirkUch von Ph. Magnoliae Sacc. wesentlich verschiedon ist, da die Sporen drci- m;il grösser sind, als hei der lotztoron, oder ob sie nur einen höheren Reifezustand darstellt, ist vorläufig schwer zu sagen. IViyllostida 57 MaJionia Muhonia 132. Ph. Mahoiüac Sacc. etSpeg. , Mich. I. p. 153; Syll. III. p. 25. Flecken undeutlich; Fruchtgehäuse zerstreut, linsenartig, punkt- förmig, 200 ,« im Durchmesser, mit einem engen Porus am iScheitel, russig ocherfarbig; Sporen ellipsenartig oder fast rund, beidendig stumpf, 4—6 u laug, 3 — 4 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Mahonia Aquifolium im Gebiete, z. B. Görz, München in Anlagen etc., auch in Xorditalien und Frankreich. 133. PL. miilioniaecpla Passer, in litt. Brunaud, Rev. Myc. 1886, p. 140. Sacc, Syll. X. p. 100. Flecken gross, braun, nicht begrenzt, zuweilen das ganze Blatt einnehmend; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, zerstreut, von der über dem Fruchtgehäuse braun verfärbten Oberhaut ringsum bedeckt, dann kaum hervorbrechend, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich, mit zwei Oeltropfeu, 7,5—8 a lang, 2,5 /.i dick, hyalin. An welkenden Blättern von Mahonia japonica bei Preguillac in Frankreich; sicher auch im Gebiete. 134. Pli. Aquifolii Alles eher nov. nom. Sya. Phoma Mahoniac Thüm., Contr. Mic. Litor. No. 161, t. I. fig. 10. Sacc, Syll. EI. p. 117. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, selten auf beiden Blatt- seiten, dicht herden weise, mittelgross, kugeiförmig, schwarz, in einem unregelmässigen, graubraunen, dann weissen, vertrockneten Flecken; Sporen sehr klein, cylindrisch- elliptisch, beidendig ab- gerundet-stumpf, 3 — 4 (.1 lang, 1—1,5 |U dick, hyalin. An lebenden Blättern von Mahonia Aquifolium im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. Da es schon eine Phyllosticta Mahoniae giebt, musste der Name bei Versetzung aus der Gattung Phoma in diese Gattung ge- ändert werden. 135. Ph. Malioniaiia (Saccardo). Syn. Phoma Mahoniana Sacc, Mich. II. p. 90; Syll. III. p. 117. Fruchtgehäuse auf vertrockneten Blattstelleii, weitläufig herden- weise, niedergedrückt- kugelig, 150 ^tt im Durchmesser, mit dicht parenchymatischem Gewebe; Sporen länglich, 8—10^ lang, 2 fx dick, hyalin; Spcrenträger stäbchenförmig, 10— 12 /i lang. yiithonia «"^^ Pln/Uosh'cUi Auf den Blättern von Malionia Aquifolium, vergesellscliaftet mit Phyllosticta Mahoiiiae Saco. et Speg. Toulouse in Frankreich. Ferner ist noch boscliriebcn: Pli. japonica Thüm. (Saoc, Syll. EI. fi. 2.')). Auf Maiionia jajionica in Portu;,'al. Sporen 4—4.5 = 2,5—3. Melia Azedararh 136. Plu Azedaracbis Thüm., Contr. Mic. Litur. No. 221. t. I. flg. 24. Sacc, Syll. III. p. 30. Flecken trocken, unregelmässig, weiss-gelblich, dunkel geraudet, auf der Oberseite des Blattes; Fruchtgehäuse herdonweise, klein, etwas hervorragend, kugelig, schwarz; Sporen cllipsenartig, beid- endig abgerundet, ohne Oeltropfen, sehr zahlreich, 5 /t lang, 3 Morn< dunkel -kastanienbraunen Zone umgeben; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, herdenweise, j3unktförmig, schwarz; Sporen klein, länglich, einzellig, 3,5 /t lang, 1,5 /i dick, hyalin. An welkenden Blättern von Morus alba bei Parma im nörd- lichen Italien; jedenfalls auch im Gebiete. 140. Ph. millepimctata (Desmaz.). Syn. Phoma millepunctata Desm., XX. Not. p, 11. Sacc, SyW. X. p. 160, Flecken fehlend; Fruchtgehäuse eingewachsen, klein, sehr zahl- reich, zerstreut genähert, kugelig, 75 — 100 /n im Durchmesser, auf beiden Blattseiten etwas hervorragend, röthlich-blass, dann dunkel- braun, niedergedrückt, mit punktförmiger Mündung; Sporen nicht zahlreich, länglich, klein, 5 /i lang. An abgefallenen Blättern von Morus alba in Frankreich. 141. Pli. Berlcseana All es eher nov. nom. Syn. Phoma niorifolia Berlese, Fung. moric. f. VI. ÜSTo. 18. t. 48. fig. 8 — 12. Sacc, SyU. X. p 160 Fruchtgehäuse zerstreut, anfänglich blass, dann bräunlich, zuletzt braun, gegen den Scheitel dunkler, ohne Mündung, dann durchbohrt, kugelig -kegelförmig, erst von der Epidermis bedeckt, hernach hervorbrechend, weichhäutig, ^/j mm im Durchmesser; Sporen eiförmig, mit zwei Oeitropfen, 6 — 7 /i lang, 3 — 5 /ti dick, hyalin ; Sporenträger cylindrisch oder verkehrt-keulenförmig, 9 — 12 ^ lang, 2,5 fi dick. Auf der Oberseite faulender Blätter von Morus alba bei Padua im nördlichen Italien. Ph. osteospora Sacc. auf Morus. Sporen stäbchenförmig, gerade, beidendig etwas vordickt, oberamknochenförmig, 6 — 7 = 1. Sieha die Nährpflanze Fraxinus. Ferner ist auf Morus noch beschrieben : Ph. moricola Ell. et Ev. (Sacc., Syll. XI. p. 476). Auf Morus rubra in Nordamerika, Sporen 5—8 = 2,.5 — 3. Myricaria 142. Pli, (lermanica Speg., Nov. Add. No, 151, Sacc, Syll. III. p. 24. Fruchtgehäuse kugelig-linsenförmig, klein, dem Blattparenchym eingesenkt, schwärzlich -olivenfarbig, 100 /i im Durchmesser, in einem russfarbigen Flecken, von weit -zellig -häutigem, schv/ach olivenfarbigem Gewebe und kleiner Mundöffnung; Sporen elliptisch oder eiförmig, ohne Oeitropfen, 4—6 ,« lang, 2— 3/t dick, grünlichgelb. Auf welkenden Blättern von Myricaria germanica. M'jrtus ♦iO l'hyUosticla Myrfns 143. Ph. miptialisThüm., Contr. Myc. Lusit. Sacc, Syll. III. p. 9. Flecken mehr oder weniger kreisförmig, nach Vertrocknung ocherfarbig-weisslich, von einer breiten, violetten Zone nnigeben, auf der Unterseite des Blattes schwärzlich ; Fruchtgehäuse zerstreut, auf der Blattober-, seltener auch auf der Blattunterseite, kegel- förmig, halb eingesenkt, zuerst von der Epidermis bedeckt, dann frei und bald ausfallend, schwarz, zuweilen zusammenfliessend ; Sporen sehr klein, fast kugelig oder eiförmig, ohne Oeltropfen, 2 — 2,5 fi lang, 1,5 /» dick, hyalin. An lebenden Blättern von Myrtus communis. Ferner wurde auf Myrtiis (p]uj:jenia) beschrieben; Ph. myrticola Speg. (Sacc., Syll. X. p. 110). Auf Eugenia spec. in Brasilien. Sporen o— 5 = 1—1,5. Xegutulo. Siehe Acer. Xerimn OleamJrutn 144. Pii. Nerii West, Exs. No. 963. Kickx, Fl. crypt. Flandr. I. p. 148. 8acc., Syll. III. p. 2i], Syn. Ph. Oleandri Pers. in schod. in Herb, des Kgl. Bot. Museums in Berlin. Flecken fast kreisförmig, meist jedoch eckig, weiss, mit einer dunkelbraunen, etwas erhabenen Zone umgeben, meist klein, oft aber zusammenfliessend, 2—8 mm breit; Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, eingewachsen, dann etwas hervorragend, zerstreut, wenig zahlreich, schwarz; Sporen eiförinig-läuglich , einzellig, mit einem Oeltropfen, ca 10—15 ft lang, 3— 5 /* dick, hyalin. Auf kranken Blättern von Nerium Oleandrum im Gebiete. Ich habe schöne Exemplare aus dem Kgl. botan. Museum in Berlin und auch Persoon'sche Originale.xeniplare untersuchen und vergleichen können und mich liberzeugt, dass die makrcskopischo Beschreibung der Originaldiaguose voUkommoa passt, während der mikro.skopischo Thoil weniger zutreffend ist. Sporen, wie sie •in Sacc. 1. c. beschrieben worden (l.'i— 18 = .')— 6, nubilosi» vel 1— guttatis) konnte ich nicht sehen ; = 2—2/) fi grossen, länglich spindelförmigen Sporen mit einer Scheide- wand; auch eine Septoria mit \l\ — ;W /z langen, V/t—i/i dicken S])oren. 145. Ph. neriicola Brunaud, Miscell. myc. p. 33. Sacc, Syll. XI. p. 475. Flecken gross, blass-olivenfarbig; Fruchtgehäuse sch^varz, etwas hervorragend; Sporen 8 — 10 /t lang, 3 /» dick, hyalin. Fkyllosttcta 61 Nerium Ohonürum An vertrockneten Blättern von Nerium OJeandrura. Bisher nur von Saintes in Frankreich bekannt. Ob diese Species vou der \origeü wirklich verschieden ist, ist bei der sehr unvollständigen und kurzen Diagnose schwer zu entscheiden. Ferner ist noch beschrieben: Ph, gluuoispora Delacr. (Sacc, Syll. XI. p. 475). Auf Ncriuin Oleandrum VC Spanien. Sporen 7 = 8, grünlichgelb. Olea 146. Ph. insulanii Moni, PI. Cell. VIT. Cent. No. 14. Sacc, SyU. III. p. 21. Flecken auf dem verfärbten Blatte blass mit einer schmalen, gebogenen, braunen Linie umgeben, 1,5 — 5 mm im Durchmesser; Fruchtgehäuse auf der Unterseite des Blattes, sehr klein, schwarz, oft zusammenfliessend ; Sporen klein, 6 ja lang, hyalin. Auf den Blättern von Olea europaea. Vielleicht im südlichen Gebiete; bisher nur von Montaud-les-Miramas in Frankreich bekannt. Ausserdem ist auf Olea noch beschrieben: PL. slnuosa Ell. et Ev. (Sacc, Syll. X. p. 115). Auf Olea americana in Nordamerika. Sporen 3,5 (immaturis) — 15 = 1,5—2. Opuntia 147. Ph. Opuntiae Sacc. et S peg. , Mich. 1. p. 156; Syll. III. p. 2Q. Flecken verschieden gestaltet, nach Vertrocknung weisslicii, von einem fast erhabenen, gelblichen Rande umgeben; Frucht- gehäuse herdenvreise, linsenförmig, ca. 15ü (x im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von weitzelligem, russfarbigem Gewebe; Sporen eiförmig, gerade oder leichtgekrümmt, 5— 8/t lang, 3 — 3,5 /t dick, schwach-olivenfarbig. An den Cladodien von Opuntia Ficus indica. Conegliano im nördlichen Italien. Palmrus 148. Ph. Camusiana Sacc. in Atti Soc. Nat. Mod. 1888. p. 109; Syll. X. p. 111. Syn. Ph. Paliuri Brunaud, Champ. nouv. VI. p. 2. Flecken auf beiden Blattseiten, klein, sehr ästig, herdenweise, einer Landkarte ähnlich, blass-ocherfarbig, bald weisslich werdend, mit schmalem rothem Rande; Fruchtgehäuse kugelig-liiisenformig, von der Oberhaut bedeckt, schwärzlich, mit Porus am Scheitel; Sporen ellipsenartig, 6—8 ,u lang, 3—4 // dick, schwach-olivenfarbig. Auf lebenden Blättern von Paliurus australis im südlichen Gebiete, auch im nördlichen Italien und in Frankreich. Valiurus 02 Fhyllosticta 149. Ph. raliiiri (Lov.) Cooke, Grev. XIII. p. 45. Sacc, Syll. X. p. 111. Syn. Dothidea Palinri Lev., Dpniid. II. i». 107. t. V. fi^^ 6. Schwarze Flecken auf der Unterseite des Blattes bildend; Fruchtgehäuse sehr klein, gedrängt, mit weissem Kerne, einem dünnen Stroraa eingesenkt; Sporen eiförmig -länglich, gekrümmt, beidendig stumpf, einzellig, 6 jtt lang, 2 f.i dick, hyalin. Auf den Blättern von Paliurus australis. Rochefort in Frankreich. Da die Fruchtf,'ehäuRH einem dünnen Stroma eingesenkt sind, würde der Pilz besser bei den ziisanimengesetzton Hyalosporae unterzubringen sein. Leider ist mir derselbe ganz \inbekannt. Faulo'tVHici 150. Ph. Paulowniao Sacc, Mich. I. p. 143; Syll. IIl. p. 27. Flecken verschieden gestaltet, oft fast kreisrund, oft buchtig und zusammenfliessend, nach Vertrocknung ocheifarbig, am Rande etwas dunkler; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, punktförmig, linsenartig, herdenweise; Sporen länglich, sehr klein, 3 — 7 m lang, 1,5—3 /« dick, hyalin. Auf noch lebenden Blättern von Paulownia iniperialis in den Kgl. Baumschulen in Weih3nstephan bei Freising (von Prof. Dr. Weiss 1897 gesammelt). Sacc. giebt diese Art bisher bei Vittorio im nördlichen Italien und in Frankreich an. Bei den bayerischen Exemplaren sind die Flecken meist fast kreisrund, neberfarbig, am Rande etwas dunkler, von verschiedener Grösse, 0,5 — 2 cm im Durchmesser; Fruchtgehäuse wie oben beschrieben; die Sporen länglich, a3 l'avia 152. Ph. i)ayiaeeoIa Brunaud, Champ. Saintes 1887. No. 429. Sacc, Syll. X. p. lOß. Flecken länglich oder fast kreisförmig, oft zusammenfliessend, braunschwarz,' dann grau und blassbraun gerandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, sehr klein, schwarz; Sporen länglich oder eiförmig-länglich, ohne Oeltropfen, 5 — 7 /». lang, 2—2,5 /f dick, hyalin. Auf den Blättern von Pavia monostachya. Bisher nur aus dem botan. Garten zu Rochefort in Frankreich bekannt. l*eriploca. 153. Ph. Periploca« (Brunaud). Syn. Phcma Periplocae Brim., Chanip. Saint. IV. Ser. p. 8. Sacc, Syll. III. p 15G. Fruchtgehäuse zerstreut, etwas hervorragend, convex, schAvarz, glänzend, mit Scheiteldurchbohrung; Sporen länglich, mit zwei Oeltropfen, 10—12 ix lang, 3 fi dick, hyalin. Auf welken, leicht verfärbten Blättern von cultivirter Periploca graeca. Rochefort in Frankreich. l*ersica 154. Ph. Persieae Sacc, Mich. I. p. 147; Syll. III. p. 8. Flecken fast kreisrund, nach Vertrocknung schwach russfarbig, blutroth gerandet, zuweilen fast concentrisch gezont; Fruchtgehäuse etwas entfernt, punktförmig, linsenartig-kegelig, etwas hervorragend, 80 — 100 fi im Durchmesser, mit Mundöffnung am Scheitel, von weitzelligem, gelblich -russfarbigem Gewebe; Sporen länglich, zu- weilen gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 6 — 7 fx lang, 3,5—4 /» dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Persica vulgaris bei Selvu im nördlichen Italien und bei Coimbra in Portugal; jedenfalls auch im Gebiete. F'hiladeJ.phus 155. Ph. coronarla Passer., Diagn. F. N. III. No. 57. Sacc, Syll. X. p. 102. Flecken mehr oder weniger gross, fast scheibenförmig, getrennt, selten mehrere zusammenfliessend, von einem dunkelbraunen Hofe umgeben; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, punktförmig, zer- streut, zuerst bedeckt, dann von der durchbrochenen Oberhaut um- geben, schwarz, fast kugelig; Sporen länglieh -elliptisch, einzellig, mit zwei Oeltropfen und dunklem P]ndoplasma, in der Mitte schwach eingeschnürt, 7 — 7,5 ,u lang, 2,5 — 3 /t dick, hyaHn. An lebenden Blättern von Philadelphus coronarius. Philaddphus 64 rhuUost/rla Unterscheidet sicli von Pli. vulgaris Desm. Var. Philadelphi durch viel kluiiiere, nicht oberflächliche Fruchtgehäuse und viel kürzere Sporen. Ph. vulgaris Dcsm, Var. Philadelphi Saoc. Syll. III. p. 19 siehe unter Nährpflanze Lonicera. I'Jtilli/rea 15G. Ph. goritiensls Sacc, Syll. III. p. 22. Syn. Depazea Phillyreae Thiim., Contr. F. Liter. No. 182. t. I. fig. 21 Flecken vertrocknet, zerreissend, mehr oder weniger kreisrund, dunkel berandet; Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, zerstreut, hervorragend, mit dem Scheitel hervorbrechend, kugelig, schwarz; Sporen sehr zahlreich, cylindrisch, gerade, beidendig abgerundet- stumpf, einzellig, 3—4// lang, 1 — 1,5/1 dick, hyalin. An lebenden Blättern von Phillyrea angustifolia im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. Von Depazea phillyreaecola Rabenh. in Klotsch, Herb. myo. No. 1646 soll nach Thümen diese Art verschieden sein. 157. Ph. Phillyreae Sacc, Mich. I. p. 531 ; Sacc, Syll. III. p. 23. Flecken auf der Blattoberseite, verschieden gestaltet, grau- ocherfarbig, roth gerandot; Fruchtgehäuse punktförmig, halbkugelig, 80 — 100 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich -spindelförmig, mit zwei Oeltropfen , 6 — 7 /t lang, 3 /e dick, hyalin. An den Blättern von Phillyrea latifolia und media im südlichen Gebiete; auch im nördlichen Italien und Frankreich. Unbestimmbare Art. Ph. pliillyricola Rabenh. in Klotsch, Herb. myc. No. 164G. Fruchtgehäuse . . . . ; Sporen einzellig, hyalin. Auf Phillyrea spec. P'erner ist auf dieser Nährpflanze nocli beschrieben : Pli. pliillyrina Thüm. (Sacc, Syll. III. p 23) Auf Phillyrea obliqua in l'ortugal. Sporen 4-5 = 2—2,5. Photinia 158. Ph. Photiniae Thümen, Fang. Litor. No. 218, t. I. fig. 5. Sacc, Syll. III. p. 7. Flecken kreisförmig, weiss -grau, trocken, begrenzt; Frucht- g4!häuse auf de)' Oberseite der Flecken, klein, halb hervorragend, zerstreut, kugelig, schwarz; Sporen sehr klein, cyliudrisch-eiförmig, beidendig abgerundet, einzellig, 5// lang, 2—3 /* dick, hyalin. An lebenden Blättern von Photinia serrulata im südlichen Gebiete, z. B. !)ci Görz. Phyllosticta 65 Photinia 159. Ph. photiniea Sacc, Mich. I. p. 15G u. 276. Svll. III. p. 6. Flecken fast kreisförmig- oder iinregelmässig, auf der Oberseite des Blattes, nach Vertrocknimg weisslich, schwärzlich-roth gerandet; Fruchtgehäuse entfernt-zerstreut, kugelig-linsenförmig, 60—70 ,u im Durchmesser, mit Aveitem Perus am Scheitel und ziemlich dichtem Gewebe; Sporen sehr klein, eiförmig - länglich , ohne Oeltropfen, 2—3,5 n lang, 0,75 — 1 /t dick, erst hyalin, dann olivenfarbig. Auf Blättern von Photinia serrulata. Selva im nördlichen Italien. 160. Pb. photiiiicola Sacc, Mich. I. p 157; Svll. III. p. 7. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, ziemlich gross, nach Vertrocknung weisslich, roth gerandet; Fruchtgehäuse etwas entfernt von einander, punktförmig, linsenartig, 140 — 150 /( im Durchmesser, mit weiter Scheiteldurchbohrung und weitzelligem, fast ocherfarbigem Gewebe ; Sporen eiförmig, 5—6 /i lang, 3—3,5 /t dick, schwach russfarbig. Auf der Oberseite der Blätter von Photinia serrulata. Selva im nördlichen Italien. Ob diese beiden letzten Arten wirklich specifisch verschieden sind, niüchte ich bezweifeln; ich halte sie eher für zwei verschiedene Keifezustande; da sie mir jedoch gänzHch unbekannt sind, rauss ich sie vorläufig getrennt halten. Fii'us 161. Pli. pirieola Sacc. et Speg., Mich. I. p. 153; Sacc, Syll. III. p. 7. Flecken undeutlich ; Fruchtgehäuse ohne besondere Ordnung zerstreut, linsenförmig, etwas hervorragend, auf der Blattunterseite, 150 ß im Durchmesser, schwarz; Sporen eiförmig oder eiförmig- länglich, 2—2,5/1 lang, 0,75 — 1 /t dick, hyalin. An abgefallenen Blättern von Pirus communis durch das Gebiet. 162. Pli. pirina Sacc, Mich. I. p. 134; Syll. III. p. 7. Flecken nach Yertrocknung weisslich, verschieden gestaltet; Fruchtgehäuse meist auf der Oberseite des Blattes, punktförmig, linsenartig, am Scheitel durchbohrt, 100 — 130 /t im Durchmesser, von weitzelligem, rostfarbigem Gewebe; Sporen eiförmig oder ellipsenartig, 4 — 5 fx lang, 2—2,5 ß dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Pirus communis und Pirus Malus durch das Gebiet. Winter, die Pilze. VI. Abtli. 5 Pincs 66 PhiiUosticta 103. PIi. pirisoda Passer., Diagn. V. X. IV. Xo, Ü. Sacc. , Syll. X. p. loy. Fruchtgehäuse auf der Oberseite des Blattes, linsenförmig, etwas hervorragend, auf kleinen, scheibenförmigen, weisslichen Flecken, oft kreisförmig; Sporen eiförmig- länglich, 2,5 — 3,« lang, 1,5 II dick, hyalin. An Avelkenden Blättern von Pirus communis, oft vergesell- schaftet mit Asteroraclla bacillaris bei Parma im nördlichen Italien. 1G4. Ph. Mali Frillieux et Delacroix, Bull. Soc. Myc. Fr. 1890. p. 1«Ü, fig. III. planch. XX. Sacc, Syll. X. p. 109. Flecken klein, länglich oder fast kreisförmig, zuerst braun- ocherfarbig, dann schmutzig -grau, mit dunkelbraunem, leicht er- habenem Rande ; Fruchtgehäuse nicht zahlreich, fast flach, mit Porus am Scheitel, 130 — 170/< lang, 100 — 120 ^«i breit; Sporen eiförmig, 6,5 — 8,5 i-i lang, 4 — 4,5 // dick. Auf der Oberfläche der Blätter von Malus communis = Pirus Malus L. in Frankreich. 165. Ph. Briardi Sacc, Syll. X. p. 109. Syn. Ph. Mali Briard, Suppl. p. 79. (nee Prillieux et Delacroix). Flecken verschieden gestaltet, braun oder ocherfarbig, mit gleichfarbigem Rande, auf beiden Blattseiten sichtbar; Frucht- gehäuse auf der Oberseite der Flecken, punktförmig, eingewachsen, schwarz, 80 — 100 /« im Durchmesser, zuweilen rasenförmig gehäuft; Sporen cylindrisch, beidendig stumpf, 4 — 5 /t lang, 1,5 — 2 /t. dick, hvalin. An lebenden Blättern von Malus communis = Pirus Malus L. Aube in Frankreich. Forner ist auf Pirus noeli beschrieben: PIi. arbutil'oUa Ell, et Mart. (Sacc., Syll. X. p. lO'J)- Auf Pirus arbuti- lolia in Nordamerika. Sporen 6 — 8 /< lang. PIi, cliiU'iioineliiia Thüni. Auf Chaenomele japonica = Pirus japonica im .südlichen Gebiete. Siehe Nährpflanze Chaenomele. l'istacia 166. IMi. IVrebiiithi Passer., Diagn. F. X. III. Xo. 53. Sacc, Syll. X. p. 106. Flecken gross, unregelmässig, vertrocknet, rostfarbig-grau, bald zerreissend ; Fruchtgehäuse auf der Blattobcrseite, zerstreut, punkt- förmig, mit durchbohrter Mundöfl'nung, häutig, von kleinzelligem, Phyllosticta 67 Pistacia röthlicLem Gewebe; Sporen klein, oval, mit zwei undeutlichen Oel- troiofen, 2,5—3 /i lang-, 1,5—2 /n dick, hyalin. An welkenden Blättern von Pistacia Terebinthus im botanischen Garten zu Parma im nördlichen Italien. IG 7. Pli. Lentisci (Passer.). Syn. Phoma Lentisci Passer. Diagn. F. N. IV. No. 69. Sacc, Syll. X. p. 149. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, zerstreut, die Epidermis etwas erhebend, dann hervorbrechend, schwarz ; Sporen fast spindel- förmig, mit zwei undeutlichen Oeltropfen, 5—7 /« lang, 3,5 /t dick; Sporenträger dünn, gerade, fast noch einmal so lang als die Sporen. An trockenen Blättern von Pistacia Lentiscus im botanischen Garten zu Padua im nördlichen Italien, Platanus 168. Pli. Plataiii Sacc. et Speg., Mich. I. p. 153; Syll. III. p. 32. Flecken undeutlich; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig, gelblich; Sporen eiförmig -länglich, mit zwei kleinen Oeltropfen, 5 — 6 /t lang, 1 — 1,5 /i dick, wolkig hyalin. Auf der Unterseite der Blätter von Platanus orientalis bei Conegliano im nördhchen Italien. 169. Pli. plataiiicola Alle seh er nov. nom. Syn. Phoma limbalis Pass., Diagn. F. N. IV. No. 76. Sacc, Syll. X. p. 161. Flecken fehlend; Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, zer- streut oder herden weise, zuerst bedeckt, mit kleiner, kaum sicht- barer Mündung, dann nackt, punktförmig, schwarz, kahl; Sporen länglich-elliptisch, einzellig, ohne Oeltropfen, 5 /t lang, 2,5 /t dick, hyalin; Sporenträger wurden nicht beobachtet. An abgefallenen Blättern von Platanus occidentalis mit Laestadia veneta (immatura), deren Spormogonienform diese Phyllosticta vielleicht sein kann (nach Passerini). Bei Versetzung dieses Pilzes in die Gattung Phyllosticta musste der Namen geändert werden , da schon eine Ph. limbalis Persoon auf Buxus vorhanden ist. Populus 170. Ph. populea Sacc, Mich. I. p. 135; Syll. III. p. 33. Flecken unregelmässig, buchtig, nach Yertrocknung weisslich, dunkelgerandet ; Fruchtgehäuse entfernt von einander, punktförmig, linsenartig, etwas hervorragend, am Scheitel durchbohrt; Sporen kurz cylindrisch , zuweilen in der Mitte fast zusammengeschnürt, •' Populus 68 PJiijUosficta aber einzellig, an beiden Enden abgerundet, mit zwei Oeltropfen, ca. 3,5 /t lang, 0,5 .« dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Populus alba. 171. Ph. popiilina Sacc, Mich. I. p. 155; Syll. III. p 33. Syn. Depazea populina Sacc, Myc. Von. j). 193. (an Fuck. ?) Ph. populina Pers. in Herb. Winter im Kyl. Bot. Museum zu Berlin. ? Ph. populnea Desm. Exs. Sydow, Micothcca marehica Nu. 695. Eoumeg., Fwua;. Gall. No. 2621. Flecken auf beiden Seiten sichtbar, eckig, nach Yertrocknung weiss, schwarzbraun gerandet, klein, 1 — 3 mm im Durchmesser: Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, punktförmig, klein, am Scheitel durchbohrt, erst blass, dann schwarz; Sporen fast elliptisch oder eiförmig, 6 — 8 ,« lang, 3 — 3,5 /? dick, erst hyalin, dann olivenfarbig. Auf lebenden und abgefallenen Blättern von Populus nigra durch das ganze Gebiet. Das Exsiccat in der Mycoth. niarch. , sowie das EoumeguiTe'sche und zahl- reiche von Winter bei Giessen in Hessen und von mir bei München gesammelte Exemplare, auch ein Persoon'sches Originalexcniplar aus dem Könid. Bot. Museum in Berlin sind von mir untersucht und mit der Beschreibung vollkommen übereinstimmend gefunden worden. Fast auf allen Blättern war neben der Phyllosticta auch Septoria Populi Desmaz. vorhanden. 172. Ph. PoiMilorum Sacc. et Roum., Mich. II. p. 620; Syll. III. p. 33. Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Blätter in noch lebenden Theilen derselben, herdenweise, bedeckt, linsenförmig, 80 tu im Durchmesser, mit weiter Mundöffnung und weitzelligem, fast ocher- farbigem Gewebe; Sporen länglich, oft gekrümmt, mit zwei Oel- tropfen, 6 — 7 II laug, 3 /< dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Populus balsamifera durch das Gebiet. 173. Ph. Populi- lüg rac Allescher. Syn. Plioma Populi -nigrae Allescher in Allgcni. Bot. Zeitschr. von Kneucker. Sacc, Syll. XL p. 486. Exsicc. AUesch. et Sclinal)l. Fungi bavarici cxsicc. IV. Cent. No. .S62. Flecken auf beiden Blattseiten sielitbai-, unregelmässig oder fast kreisförmig, unbestimmt, braun; Fruchtgehäuse von der ge- schwärzten Epidermis bedeckt, feucht convex, trocken eingesunken, glänzend schwarz; Sporen länglich, beidendig stumpf, oft leicht Phyllosticta 69 Populus gekrümmt oder ungleichseitig, einzellig, mit Oeltropfen, ca. Ib /.i lang, 2,5 — 3,5 jn dick, hyalin. An lebenden Blättern von Populus nigra bei Grosshesselohe nächst München (Schnabl). Pli. osteospor.a Sacc, Mich. I. p. 531; Syll. III. p. 34. Forma Populi nigrae. Syn. Ph. bacteriiformis (Pass.) Sacc, Syll. III. p. .34. Ascochyta bacteriiformis Pass. in Thüm., Mycoth. iiniv. No. 994. Sporen stäbchenförmig, sehr dünn, an beiden Enden leicht verdickt, hyalin. An abgefallenen Blättern von Populus nigra im nördlichen Italien. Siehe 95 Nährpflanze Fraxinus. Ph. bacteriiformis (Pass.) Sacc. ist sicher mit Ph. osteospora form. Populi- nigrae Sacc. identisch und mit derselben zu vereinigen, da die Sporen in ihrer auffallenden Gestalt ganz übereinstimmen und andere Unterschiede aus der sehr unvollkommenen Diagnose nicht zu ersehen sind. 174. Ph. Aleides Sacc, Mich. I. p. 135; Syll. III. p. 34. Flecken buchtig, nach Vertrocknung weisslich, dunkel gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig; Sporen eiförmig, an beiden Enden verschmälert aber stumpf, mit einem Oeltropfen, 5 /t lang, o u dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Populus alba. Covolo im nördlichen Italien. 175. Pli. cinerea Passer., Diagn., F. N. Y. No. 2G. Sacc, Syll. X. p. 119. Flecken auf der Oberseite des Blattes, weisslich-grau ; Frucht- gehäuse zerstreut, punktförmig, schwarz; Sporen sehr klein, ein- zellig, oval, 5 ,(t lang, 2 — 2,5 f.i dick, hyalin. Auf welkenden Blättern von Populus alba. Yigheffio im nördlichen Italien. Ferner ist auf Populus noch beschrieben: Ph. niaculaiis Ell. et Ev. (Sacc, Syll. XI. p. 476). Auf Populus monilifera in Nordamerika. Sporen 10 — 14 = 3 — 3,5. "Vielleicht ist Ph. Populi -nigrae Allesch. mit der letzt genannten identisch, was aber bei der sehr unvollständigen Diagnose in Sacc. 1. c. nicht deutlich ersichtlich ist. rnoms 70 FInjUosticta Pl'tlUlfS 176. IMi. prinücola (Opiz?) Sacc, Mich, I, p. 157; Syii. irr. p. 4. Syn. Depazea pnmicola Opiz? Flecken auf beiden Blattsciten sichtbar, fast kreisrund, nach Yertrocknung ocherfarbig oder braun, mit einer erhabenen, schwarz- braunen vSaumlinie umgeben, oder auch am Eande gleichfarbig, ca. 4 — 8 mm im Durchmesser; Fruchtgehäuse auf beiden ßlattseiten hervorbrechend, zerstreut, punktförmig, am Scheitel durchbohrt; Sporen eiförmig oder fast elliptisch, an beiden Enden abgerundet, einzellig, oft mit zwei Oeltropfen, 4 — G /t lang, 2,5 — 3 /« dick, erst hyalin, dann mehr olivenfarbig. An lebenden Blättern von Prunus domestica, spinosa, serotina und Cerasus durch das ganze Gebiet. Diese Art soll auch auf Pirus Malus vorkommen. Höchst wahrscheinlich ist jedoch der auf Pirus Malus vorkommende Pilz nicht Ph. prunicola, sondern Ph. Briardi Sacc, Syll. X. p. 109. Siehe Pirus. Var. Pruui-spiiiosae Allescher im Terzeichn. in Südbayern beob. Pilze, III. Abth. unter Ph. Pruni - spinosae. Cfr, Sacc, Syll. XL p. 472. Flecken unregelmässig, gross, an der Spitze des Blattes be- ginnend und sich über einen grossen Theil derselben verbreitend, grau, dunkel gerandet; Fruchtgehäuse sehr klein, auf beiden Blatt- seiten, schwarz; Sporen fast cyliudrisch, länglich, oft fast eiförmig, sehr zahlreich, 5—8 in lang, 2 — 3 fi dick, hyalin, dann olivenfarbig. Auf lebenden Blättern von Prunus spinosa in den Anlagen bei Pasing nächst München. Die von dem Pilze befallenen Blätter sterben von der Blattspitze herein ab und verfärben sich grau. Auf diesen grauen, vertrockneten Flecken, die gegen den noch lebenden Theil des Blattes von einer braunen , etwas erhabenen Saum- linie begrenzt sind, erscheinen sowohl auf der Ober- als Unterseite die kleinen, punktfdrmigen Fruchtgehäuse. Im äusseren Auftreten unterscheidet sich der Pilz auffallend von Ph. prunicola Sacc. auf Prunus spinosa, wie ich sie bei Alling nächst Fürstenfeldbruck gesammelt habe. Er wird aber kaum eine neue Art bilden, sondern muss als Varietät oder auch als Form mit der Xornuu't vereinigt werden. 177. rii. rruiii -Avium Allescher im Verz. in Süd -Bayern beob. Pilze, III. Abth. p. 15. Sacc, Syll. XI. p. 472. Flecken gelbbraun, kreisförmig oder fast kreisförmig, von einer dunkleren Linie begrenzt und von einem blutrothen Hofe um- Fhyllosticta 71 Prunus geben; Fruchtgehäuse eingesenkt, kaum hervorragend, schwärzlich; Sporen von verschiedener Grösse, länglich oder eiförmig, beidendig stumpf, 8 — 10/t lang, 3 — 4 /t dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Prunus Avium an Strassen- bäumen und in Obstgärten bei Fischbachau, in Gärten in Mitten- wald in Oberbayern ipse legi. Der Pilz ist häufig steril. Bei Fischbachau waren die meisten Bäume von dem Pilze befallen und doch konnte ich nur wenige Blätter mit dem ausgebildeten Pilze finden ; auch in Mittenwald waren in dem Garten die meisten Bäume befallen, aber nur an einem Baume zeigten die Blätter den ausgebildeten Pilz. Die gelb- braun gefärbte Scheibe des Fleckens löst sich endlich an der oben erwähnten, dunkleren Saumlinie ab, so dass ein rundliches Loch entsteht. 178. Pb. Lauroeerasi Sacc. et Speg., Mich. I. p. 153; Syll. III. p. 4. Flecken undeutHch oder fast kreisförmig, weiss; Fruchtgehäuse oft fast in concentrische Kreise geordnet, punktförmig, etwas hervorragend, dunkel -olivenfarbig; Sporen länglich -cylindrisch, an beiden Enden abgerundet, selten in der Mitte etwas zusammen- gezogen, oft mit Oeltropfen, 8— 10 /t lang, 3 — 4 // dick, hyalin. An abgefallenen Blättern von Prunus Laurocerasus. Von Saccardo wird der Pilz allerdings nur im nördlichen Italien angegeben, doch dürfte er im Gebiete sicherlich nicht fehlen. 179. Pli. Lereillei Alle seh er nov. nom. Syn. Phoma Lauroeerasi Leveille, Ann. sc. nat. 1846, p. 296. Sacc, Syll. in. p. 107 Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, zerstreut, eingewachsen, kugelig, schwarz, innen weiss, von der Epidermis umgeben, Mündung papillös oder fehlend ; Sporen elliptisch, stumpf, gestielt, hyalin. Auf Blättern von Prunus Laurocerasus in Frankreich. IbO. Ph. epiphylla (Leveille). Syn. Phoma epiphylla (Lev.) Sacc, Syll. III. p. 107. Sphaeropsis epiphylla Lev., Ann. sc. nat. 1846. p. 296. Sphaeria Lauroeerasi Desm. Exs. fasc. 24. Fruchtgehäuse kugelig, schwarz, glänzend, zerstreut, klein, kaum V4 mm im Durchmesser, bedeckt, hervorragend, dann einsinkend, mit einem weiten und ungleichen Porus geöffnet; Kern weissgrau; Sporen cylindrisch, gerade, stumpf, mit zwei Oeltropfen, 8 — 10/t lang, 2 /i dick, hyalin. Prunus t- FhyUosticia An den Blättern von Priinns Laurocerasiis , Pr, lusitanioa, Rhamnus Alaternus in Frankreich und Italien. 181. Pb. saiiituiueii (Desm.) Sacc, Syll. III. p. (3. Syn. Depazea sanguinea Desm., 8. Not. p. 14. Flecken fast kreisrund, braun, von einer dunkleren Linie begrenzt und von einem blutrotlien Hofe umgeben; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, zerstreut, fast kugelig, glänzend- schwarz ; Sporen eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 8 ;tt lang, hyalin. Auf abgestorbenen Blättern von Prunus Padus in Frankreich. 'b^ 182. Ph. Mahaleb Thüm., Contr. Myc. Lusit. Sacc, Syll. III. p. 5. Flecken kreisrund oder kreisförmig buchtig, nach Vertrocknung grau, schmal dunkelgerandet; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, dicht herdenweise, punktförmig -kugelig, klein, halb ein- gesenkt, schwarz; Sporen eiförmig -ellipsenartig, an beiden Enden abgerundet, ohne Oeltropfen, 4— 5 ,u lang, 2— 2,5 /f dick, hyalin oder sehr blass-graulich. Auf lebenden Blättern von Prunus Mahaleb stellenweise im Gebiete, z. B. Isaranlagen bei München (Allescher). Nach Saccardo 1. c. ist diese Art bisher nur aus dem botan. Garten von Coimbra in Portugal bekannt. 183. Ph. PasseriiiüB erlese etVogl, Add. Syll. Xo. 4215. Sacc, Syll. X. p. 108. Syn. Ph. Mahaleb Passer., F. Gall. novi in Journ. d'Hist. nat. 1885. No. 4. p. IG. Flecken fast rund, klein, dunkelbraun, nach Vertrocknung ocherfarbig, von einer dünnen, erhabenen Randlinie umgeben; Fruchtgehäuse nicht zahlreich, zuweilen herdenweise genähert, kugelig-linsenartig, mit Mundötthung; Sporen stäbchenförmig, sehr klein, 2,5 /t lang, 0,75 .u dick, hyalin. An welkenden Blättern von Prunus Mahaleb. Bisher nur aus Frankreich bekannt. 184. Ph. viiideboiimsis Thümen, Pilze d. Apric p. 2. Sacc, Syll. X. p. 108. Flecken gross, mehr oder weniger kreisförmig, schmutzig grau- braun, nach Vertrocknung korkartig; Fruchtgehäuse zahlreich, punkt- ft'irmig, herdenweise vereinigt, schwarz ; Sporen sehr zahlreich, kurz elliptisch oder fast cylindrisch, bcidendig abgerundet, einzellig, ohne FJiyllosticta 73 Prunus Oeltropfen, 3,5 — 5 /t lang, 1,5 — 2,5 /t dick, wolkig hyalin oder sehwach rauchgrau. An den Früchten von Prunus Armeniaca. Bisher nur von "Wien in Oesterreich bekannt; jedenfalls auch noch an anderen Orten des Gebietes. Pli. dcstrueus Desm. (Sacc, Syll. III. p. 31). Sporen 5 fi lang, 1,72— 2 ^m dick, hyalin. Auf Prunus lusitanica. Siehe Nährpflanze Celtis, Ferner wurden auf Prunus -Arten noch beschrieben: Pb. circiiiiiscissa Cooke. (Sacc , Syll. III. p. 6). Auf Prunus Armeniaca et Cerasus in Australien. Sporen 8 = 2. Pli. cerasieola Speg. (Sacc. 1. c). Auf Prunus Cerasus in Argentinien. Sporen 4=1. Ph. cerasella Speg. (Sacc, Sj-ll, III. p. 4). Auf Prunus Cerasus in Argentinien. Sporen 8 — 12 = 3 — 4. Ph. serotina Cooke. (Sacc, Syll. 1. c). Auf Prunus serotina in Süd- Carolina. Sporen 12 = 3. Ph. Treleasei Berl. etVogl. (Sacc, Syll. X. p. 108). Auf Prunus serotina in Nordamerika. Sporen 7 — 8 = 2-4. Pnnica 185. Ph. i)uiiica Sacc. et Speg., Mich. I. p. 156; Syll. III. p. 7. Flecken klein, auf der Blattoberseite, fast kreisförmig, auch gebuchtet, nach Yertrocknung weisslich, roth gerandet; Frucht- gehäuse punktförmig, linsenartig, zerstreut, 80 — 140 (.i im Durch- messer, mit Scheiteldurchbohrung und engzellig parenchymatischem, ocherfarbigem Gewebe; Sporen ellipsenartig, 6 — 7 /i lang, 3/* dick, schwach olivenfarbig. Auf lebenden Blättern von Punica Granatum im südlichen Gebiete, auch im nördlichen Italien. Fterocarya 186. Ph. Pterocaryae Thüm., Contr. Flor. Myc. Lusit. Sacc, Syll. III. p. 31. Flecken unregelmässig, oft gerandet, nach Yertrocknung ocher- farbig-grau, mit schmutzig dunkelbraunem Hofe umgeben, unterseits dunkel -bräunlich; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, klein, zahlreich, dicht herdenweise, punktförmig, schwarz; Sporen ellipsenartig, beidendig spitzlich gerundet, ohne Oeltropfen, 4,5—6 /t lang, 3,5—4 /t dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Pterocarya caucasica in den Kgl. Baumschulen zu Weihenstephan bei Freising in Oberbayern (Prof. Dr. Weiss). Pterocanja 74 PlujUostkta Der Pilz stimmt sehr gut mit der Beschreibung sowohl makro- wie mikro- skopisch. Bisher war diese Species imr aus dem botan. Garten von Coimbra in Portugal bekannt. Qiierciifi 187. rii. globulosa Thüm., Contr. Fl. myc. Litor. p. 324. Sacc, Syll. IIL p. 34. Flecken unregelmässig, nach Yertrocknung- schmutzig grau- weisslich, von einer schmalen aber deutlichen rothen Linie beraudet, dann zerreissend ; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, zerstreut, klein, halbkugelig- hervortretend, schwarz; Sporen fast kugelig oder kugelig- eiförmig oder fast tropfenförmig, mit einem oder zwei grossen Oeltropfen, einzellig, 6 — 1< /t im Durch- messer, hyalin. . Auf lebenden Blättern von Quercus pedunculata im stidlichen Gebiete, z. B. Istrien (Thümen). 188. Ph. (Quercus Sacc. et Speg., Mich. I. p. 138; Syll. III. p. 34. Flecken verschieden gestaltet oder fast rundlich, nach Yer- trocknung weisslich; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, mit weitem Porus geöffnet, 200 /n im Durchmesser, russartig-olivenfarbig; Sporen fast elliptisch, gerade oder gekrümmt, mit einem bis zwei undeutlichen Oeltropfen, 7 — 9 /t lang, 2V2 — 4 /n dick, hyalin. An welkenden Eichenblättern im Gebiete, z. B. im botanischen Garten in Berlin (Sydow); auch im nördlichen Italien und in Frankreich. Aus dem botan. Garten zu Berlin erhielt ich von P. Sydow ein Specimen, das mit der Originaldiagnose vollkommen stimmt. Die Flecken sind klein , fast kreisrund oder verschieden gestaltet, erst gelbbraun, dann weisslich; die Frucht- gehäuse sind sehr klein, haben eine weite Mundüünung und eine russig-olivenbraune Farbe; die Sporen länglich, oft ungleichseitig oder leicht gekrümmt, an beiden Enden stumpf, mit zwei undeutlichen Oeltropfen, 6— 9 /< lang, 2 — 3,-5 u dick, hyalin. Der Name der Eichenspecies wurde mir leider niclit mitgetheilt; doch dürfte der Pilz auf Eichenarten im Gebiete weiter verbreitet sein. 189. IMi. «iiicniea Thüm., Fung. Austr. Sacc, Syll. III. p. 35. Exsicc. Thüm., Fungi Austr. No. i lang, 3— 3,5 ,u dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, von der Länge der Sporen. An welkenden Blättern von Tecoma radicans. Bisher nur aus dem nördlichen Italien und aus Portugal bekannt. Ferner ist auf Tecoma noch beschrieben: IMi. Henriquesii T hürnen. (Sacc, Syll. III. p. 28). Auf Tecoma radicans im botan. Garten zu Coinibra in Portugal. Sporen 5 — 6 ^ 2,5—3, hyalin. Ist durch die Farbe der Flecken und Sporengrösse von Ph. Tecomae Sacc. verschieden. Tilia 240. Ph. Tiliae Sacc. et Speg., Mich. I. p. 158; Syll. III. p. 27. Exs. Krieger, Fungi saxonici exs. No. 1196. Flecken verschieden gestaltet, nach Vertrocknung schwach ocherfarbig, russfarbig gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, linsen- förmig, 120 jii im Durclimesser, am Scheitel durchbohrt, mit paren- chymatischem, weitzelligem, fast olivenfarbigem Gewebe; Sporen fast elliptisch, an beiden Enden stumpf, 5 — 6 /t lang, 3 /n dick, schwach gelblich-grün. Auf lebenden Blättern von Tilia europaea im Gebiete, z. B. bei Nossen in Sachsen (Krieger). Ufniiis 241. Ph. ulmieola Sacc, Mich. I. p. 158; Syll. III. p. 33. Flecken unrcgelmässig über die ganze Bhittfläche zerstreut, gross, nach Vertrocknung ocherfarbig, mit gleichgefärbtem Bande; Phyllosticta 93 Ulmus Fruchtgehäuse herdenweise, punktförmig, 70 — 80 /ii im Durchmesser, linsenartig, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich-elliptisch, 6 /( lang, 3 /t dick, erst hyalin, dann olivenfarbig. An lebenden Blättern von Ulmnus campestris durch das Gebiet, z. B. um München, Fischbachau in Oberbayern etc., auch im nördlichen Italien. 242. Ph. ülmi Westend., Bull. Acad. Belg. IL Serie. XII vol. No. 7. Sacc, Syll. III. p. 33. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisförmig, zer- streut und oft zusammenfliessend, grau, nicht gerandet, zuweilen steril; Fruchtgehäuse nicht zahlreich, sehr klein, zerstreut, am Scheitel durchbohrt; Sporen eiförmig, mit ein bis zwei Oeltropfen, 10 f.1 lang, 5 [i dick, hyalin. Auf abgestorbenen Blättern von Ulmus-Arten im Gebiete. Hierher gehört wohl auch die Form auf Uhuus scabra vom Weiheustephaner Berg bei Freising, von Prof. Dr. Weiss gesammelt und mir mitgetheilt, welche makroskopisch völlig übereinstimmt , nur fand ich die Sporen länglieh , 6 —12 fi lang, 3 — 4// dick, hyalin; Sporenträger 15 — 20 f^ lang, 0,5 — 1 /x dick. Wegen der deutlichen Sporenträger neigt diese Art zur Gattung Phoma. Ich hielt den Pilz anfänglich für eine noch unbeschriebene Art, glaube aber jetzt, dass er am besten hierher zu stellen ist. 243. Ph. bellmieiisis Mart. in K Giorn. bot. it. 1888. p. 395. Sacc, Syll. X. p. 117. Flecken gross, unregelmässig, fast rund, dunkel ; Fruchtgehäuse punktförmig, überall zerstreut, dunkelbraun; Sporen stäbchen- förmig, sehr klein. Auf abgefallenen Blättern von Ulmus, im nördlichen Italien. 244. Ph. iilniaria Passer., Diagn. F. N. Y. No. 25. Sacc, Syll. X. p. 117. Flecken fast scheibenförmig, trocken, weisslich, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, zerstreut, punktförmig, schwarz; Sporen elliptisch, 3,5 — 4, « lang, 2,5 — o fi dick, hyalin. Auf Blättern von Ulmus campestris in öffentlichen Anlagen zu Parma im nördlichen Italien. Durch die weisslichen Flecken und die Kleinheit der Sporen sicher von Ph. ulmicola verschieden. Die Flecken sind oft steril. Vlnius 94 Fhyllosticta 245. Ph. hu'crans Passer., Diagn. F. X. III. No. 62. Sacc, Syll. X. p. 117. Flecken unregelmässig über die ganze Blattfläcbe zerstreut, trocken, grau, verschieden gross und oft zusammenfliessend, bald zerreissend; Fruchtgehäuse sehr klein, punktförmig, bedeckt; Sporen eiförmig oder elliptisch-länglich, 4—7,5 /t lang, 2,5—3 f^i dick, hyahn. An vertrockneten, bald zerreissenden Stellen lebender Blätter von Ulmus campestris bei Parma im nördlichen Italien: kaum im Gebiete fehlend. Von Ph. ulmicola durch die bald zerreissenden Flecken uml liyalinen Sporen, und von Fh. Uliui durch die kleineren Sporen verschieden. Ferner ist noch auf Ulmus fulva beschrieben: Ph. confertissiniii Ell. et Ev. (Sacc, Syll. XI. p. 476). Xordanierika. Sporen 3—4 = 1. Vaccinium 246. Ph. leptidea (Fries, Curr.). Syn. Phonia leptidea (Fries, Curr.). Sacc, Syll. III. p. 111. Sphacria leptidea Fries, Syst. Myc IL p. 522. Curr., Simpl. Sphaer. p. 332. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 823. Fruchtgehäuse herdenweise, bedeckt, etwas convex, einsinkend- genabelt, schwarz, am Scheitel durchbohrt; Sporen fast cylindrisch, gerade oder etwas gebogen, 5 /t lang (nach Curr.), 8 ii lang, 2 /t dick (nach Fuckel), hyalin. An abgefallenen Blättern von Vaccinium Vitis Idaea durch das ganze Gebiet, auch in Schweden. Vibarniun 247. Ph. tineohi Sacc, Mich. I. p. 531; Syll. III. p. 16. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, unregelmässig über die ganze Blattfläche zerstreut, ocherfarbig; Fruchtgehäuse zerstreut, kugelig-linsenförmig, 70—80 // im Durchmesser, am Scheitel durch- bohrt; Sporen länglich -cylindrisch, an beiden Enden abgerundet, gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 15 /i lang, 3 /t dick, hyalin. Auf den Blättern von Viburnum Tinus in Frankreich. 248. Ph. tiuca Sacc, Mich. 1. p. 135; Syll. III. p. 16. Flecken fast kreisförmig oder unregelmässig, nach Vertrocknung weisslich; Fruchtgehäuse abgeflacht, punktförmig, ^j^^ mm im Durch- messer, am Scheitel durchbohrt; Sporen sehr klein, eiförmig oder länglich, 4—5 /t lang, 1 /t dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Viburnum Tinus im nörd- lichen Italien. Phijllosticta 95 Vihurnum 249. Ph. Kourneg-iit^rii Sacc, Mich. IL p. 88; Syll. III. p. 16. Flecken iinregelmässig über die Blattfläche zerstreut, meist auf der Blattüberfläche, nach Vertrocknung grau, mit gleichfarbigem Eande; Fruchtgehäuse entfernt, linsenartig, am Scheitel durchbohrt, 60 — 80 /t im Durchmesser, mit dünn-parenchymatischem, russ- farbigem Gewebe; Sporen fast eiförmig- keulig, oft ungleichseitig, ohne Oeltropfen, 7—8 /t lang, 3,5 — 4 /t dick, hyalin. An den Blättern von Viburnum Tinus in Frankreich. 250. Ph. Vil)uriii Passer, in litt. Brun. in Rev. Myc. 1886, p. 139. Sacc, Syll. X. p. 113. Flecken unregelmässig, ziemlich gross, grau oder grauröthlich, dick rothbraun berandet; Fruchtgehäuse nicht zahlreich, zerstreut, klein, schwarz; Sporen länglich -kahnförmig, mit zwei Oeltropfen, 10 — 12 /t lang, 2,5 — 3 }-i dick, hyalin. An den Blättern von Yiburnum Tinus bei Salutes in Frankreich. 251. Ph. Opuli Sacc, Mich. I. p. 146; SyU. III. p. 16. Flecken eckig-buchtig, nach Yertrocknung schwach ocherfarbig, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse punktförmig, entfernt-zerstreut, linsenartig, 60 ß im Durchmesser, mit Perus am Scheitel; Sporen länglich, an beiden Enden abgerundet, mit zwei Oeltropfen, 7 — 7,5 f.i lang, 2,5 /i dick, hyalin. An den Blättern von Yiburnum Opulus im nördlichen Italien und nach Bäumler auch bei Schemnitz in Ungarn; fehlt auch anderw^ärts im Gebiete sicherlich nicht. 252. Ph. Lantaiiae Passer., Erb. critt. it. IL No. 1290. Sacc, Syll. X. p. 113. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, klein, bald zerreissend, weiss, glänzend; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken , sehr klein , schwarz , zerstreut ; Sporen einzellig , 5 /« lang, 2,5 /i dick, hyalin. Auf den Blättern von Yiburnum Lantana bei Parma im nörd- lichen Italien. 253. Ph. Laiitanoidis Peck, in 38. Rep. St. Mus. p. 94. Sacc, Syll. X. p. 113. Flecken breit, fast kreisrund, grau oder graubraun, oft braun erandet ; Fruchtgehäuse klein, 100 /t im Durchmesser, kaum hervor- Vibnrmtm 96 PhyllosU'cta ragend, auf der Oberseite der Flecken, schwarz; Sporen elliptiscli, mit zwei Oeltropfen, 6 — Ö /( lan^, 4 /.r dick, hyalin. An lebenden Blättern von Yiburnum Lantanoides, bisher nur in Nordamerika. Ich besitze von Prof. Dr. Weiss am Weihenstephaner Berg bei Freising auf Viburnum Lantana gesammelte Exemplare, die makro- und mikroskopisch mit dieser Beschreibung vollkommen stimmen, nicht aber mit der Beschreibung von Ph. Lantana Passer. Auf jedem Blatte befindet sich nur ein grosser, fast kreis- förmiger, graubrauner und braun gerandeter Flecken von 1—2 cm Breite; die Sporen zeigen zwei Oeltropfen und sind 6 — 8/< lang, .3,5 — 4 /< dick, hyalin. Es kann dieser Pilz nirgend anders untergebracht werden, als bei dieser Art. Ein neuer Beweis, dass diese niederen Pilze eine sehr weite Verbreitung haben und an bestimmte Pflanzen-Gattungen gebunden erscheinen. Pli. vulgaris Desm. var. Viburiii Sacc, Syll. III. 19. Siehe die Xiihrpflanze Lonicera. Tisciini 254. Ph. Visci (Sacc). Syn. Phoma Visci Sacc, Mich. I. p. 125; Syll. III. p. 113. Fruchtgehäuse in einem nach Yertrocknung gelblichen Flecken zusammen gehäuft, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, fast kugelig, mit Mündungspapille, schwarz, V5 — V4 ii^™ i'^i Durch- messer, etwas derb ; Sporen länglich-eiförmig, gerade, mit zwei Oel- tropfen, 5 fi lang, 2,5 /i dick, hyalin. Auf den Blättern von Yiscum album am Prater bei Wien (P. Magnus) ; jedenfalls auch an anderen Localitäten des Gebietes ntis 255. Ph. viticola Sacc. et Speg., Mich. L p. 153 ; Syll. III. p. 19. Flecken un regelmässig über die Blattfläche zerstreut, buchtig, nach Yertrocknung weisslich, schmal dunkelbraun umrandet, auf der Blattoberfläche; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, mit Porus am Scheitel; Sporen fast elliptisch, ohne Oeltropfen, 5 /i lang, 2,5 ytt dick, erst hyalin, dann olivenfarbig. Auf den Blättern von Yitis vinifera im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz; jedenfalls im Gebiete weiter verbreitet; auch im nördlichen Italien. 256. Ph. Vitis Sacc, Mich. IL p. 135; Syll. III. p. 20. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, buchtig, nach Yertrocknung weisslich, dunkel gerandet; Fruchtgehäuse ent- fernt, punktförmig, linsenartig, 70 /t im Durchmesser, am Scheitel Fhyllosticta 97 Vitis durchbohrt, von weitzelli^-lDarenchymatischem, russfarbigem Gewebe; Sporen länglich -eiförmig, init zwei Oeltropfen, 6 fi lang, 3 /» dick, hyalin. Auf der Oberfläche der Blätter von Yitis vinifera im nördlichen Italien ; ? nach Fuckel auch im Eheingau. 257. Pli. luicrospila Pass., Diagn. Fung. Nov. lY. No. 8. Sacc, Syll. X. p. 107. Flecken unregelmässig, klein, dunkel, braun gerandet; Frucht- gehäuse auf der Oberfläche der Flecken, schwarz, zerstreut ; Sporen länglich, gegen das obere Ende verschmälert, 10 fx lang, 3 /( dick, hvalin. An den Blättern voii Yitis vinifera silvestris bei Parma im nördlichen Italien. Ph. viticola Sacc. et Speg. ist, wenn auch dieser Art durch die Sporengrösse nahe stehend, verschieden durch die grösseren, zuweilen zusammenfliessenden Flecken, durch die auf beiden Blattflächen oder nur auf der unteren Blattfläche sitzenden Fruchtgehäuse und die gegen das obere Ende nicht verschmälerten Sporen. 258. Ph. Bizzozeriaiia C.Mass., Contr. Mic. Yer. p. 79, t. I. Fig. 2. Sacc, Syll. X. p. 107. Flecken klein, unregelmässig, vertrocknet, dicht herden weise; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz, auf der Blattunterseite, oft auch auf beiden Blattseiten sitzend, kugelig- kegelförmig, etwas hervorragend, am Scheitel durchbohrt, hervorbrechend, 50 — 80 /( im Durehmesser; Sporen sehr klein, kurz -stäbchenförmig, einzellig, an beiden Enden stumpf, 2,5—3 /t lang, 1,5 i.i dick, hyalin. Auf den Blättern von Yitis vinifera im südlichen Gebiete; auch bei Tregnano bei Yerona. 259. Ph. succedanea (Passerini). Syn. Phoma succedanea Pass., Erb. critt. ital. IL No. 1.378. Sacc, Syll. III. p. 110. Fruchtgehäuse auf der Blattoberfläche in einem vertrockneten, dunkelbraunen, unregelmässigen Flecken, oberflächlich, herdenweise oder dicht zerstreut, kugelig, schwarz; Sporen elliptisch, mit Oel- tropfen, 5 f.1 lang, 2,5 // dick, hyalin oder, gehäuft liegend, etwas rauchfarbig. An welkenden Blättern von Yitis vinifera auf den Flecken der Plasmopara viticola bei Parma (Passer.); jedenfalls auch im Gebiete. Winter, die Pilze. VI. Abtli. y Vitis 98 Fhyllostida 260. Ph. Xoiiriaiia (Thümen). Syn. Phoma Xegriana Thüm., Pilze d. Weinst, p. 185. Sacc, Syll. III. p. 110. Fruchtgehäuse klein, auf der Blattoberseite, dicht herdenweise, halbkugelig hervorragend, auf grauweisslichen, unten dunkelbraunen Blattstellen ohne Ordnung sitzend; Sporen cylindrisch- elliptisch, beidendig stumpf lieh, oft ohne, selten mit zwei Oeltropfeu, 5 — 7 /i lang, 3—3,5 /< dick, hyalin. Auf noch lebenden Blättern von Yitis vinifera im südlichen Gebiete, auch im nördlichen Italien. Ferner sind auf Vitis noch beschrieben: Ph. Labruscae Thüm. (Sacc, Syll. III. p. 20). Auf Vitis Labrusca in Nord- amerika. Sporen .5 = 2,5. Ph. Titicola Thüm. (Sacc. I. c). Auf Vitis vulpina in Süd-Carolina. Sporen 8—9 = 4, mit Oeltropfen. Der Name muss jedoch <^eändert worden, weil es schon eine Ph. viticola Sacc. et Speg. giebt. (Ph. Vulpinae Allescher). Ph. spermoides Peck. (Sacc, Syll. X. p. 107). Auf Vitis riparia in Nord- amerika. Sporen klein, cylindrisch, 5 fi lang. Ph. neurospila Sacc. et Berlese. (Sacc. 1. c). Auf Vitis antarctica in Australien. Sporen 8 — 10 = .5. Ph. tunnalis Ell. et Ev. (Sacc, Syll. XI. p. 473). Auf Vitis riparia in Nordamerika. Sporen 3 — 5 = 1. Vielleicht sind Ph. spermoides Peck und Ph. turmalis Ell. et Ev. identisch. If'eigelia 261. Pli. IVeigeliiie Sacc. et Speg., Mich. I. p. 139; Syll. III. p. 27. Flecken verschieden gestaltet, nach Vertrocknung weiss ; Frucht- gehäuse zerstreut, linsenförmig, 15U — 200 f.i im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von kleinzelligem, pareuchymatischem, schwarzem Gewebe ; Sporen länglich-ellipsenartig, ungleich, mit zwei Oeltropfen, 6 — 8 /i lang, 3 /t dick, hyalin. Auf den Blättern von Weigelia rosea im nördlichen Italien und in Frankreich; ohne Zweifel auch im Gebiete. n isfaria '2(V2. rii. Uistariae Sacc, Fungi Gallici Ser. YI. Xo. 2258; Syll. 111. p. 11. Flecken unrogelmässig, auf beiden Blattseiten sichtbar, ocher- farbig ; Fruchtgehäuse herdenweise, linsenförmig, am Scheitel durch- bohrt, Vfi ^111 irii Durchmesser, dünnhäutig; Sporen länglich, nach unten versciimälert und spitzer, mit zwei Oeltropfen, 8 — 10 ii lang, 3 — 3,5 jti dick; Sporenträger nadeiförmig, 15 /i lang, 1,5 /i dick. Phyllosticta 99 Wistaria An den Blättern von Wistaria sinensis bei Saintes in Frankreich. 263. Ph. wistariicola Allescher nov. nom. Syn. Phoma Wistariae Thüm., Contr. Mic. Litor. No. 172. t. I. Fig. 3. Sacc, SyU. III. p. 102. Flecken vertrocknet, gelblich, unregelmässig, dunkel-purpurn gerandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, etwas hervorragend, fast eingewachsen, mittelgross, herdenweise, fast kugelig, mit Mündung, schwarz; Sporen fast keulenförmig oder elliptisch, beidendig ab- gerundet, mit zwei Oeltropfen, 6 — 8 jn lang, 3 f.i dick, hyalin. An lebenden Blättern von Wistaria sinensis im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. Der Name musste bei Versetzung in die Gattung Phyllosticta geändert werden, da schon eine Ph. Wistariae Sacc. beschrieben ist. Zizi/phus 264. Ph. ZizypM Thüm., Contr. Myc. Lusit. Sacc, Syll. TU. p. 15. Flecken buchtig, nach Yertrocknung grau-ocherfarbig, breit dunkelbraun gerandet ; Fruchtgehäuse auf der Oberseite des Blattes, zahlreich, punktförmig, herdenweise, sehr klein, schwarz; Sporen fast elliptisch, an beiden Enden abgerundet -stumpf, gerade oder wenig gekrümmt, mit zwei grossen Oeltropfen, 6 /t lang, 2,5—3 fi dick, hyalin. An lebenden Blättern von Zizyphus vulgaris im botan. Garten zu Coimbra in Portugal. B. Auf zweisamen lappigen, krautartigen Gewächsen. Adenostyles 265. Ph. Adenostylis Alle scher nov. spec. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisrund oder auch unregelmässig, oft zusammenfliessend, schwärzlich-braun, dann verbleichend, von den Blattnerven begrenzt; Fruchtgehäuse bedeckt, kaum hervorragend, mit einem Perus geöffnet, schwärzlich; Sporen eiförmig, länglich, oft fast cylindrisch, beidendig stumpf oder ab- gerundet, gerade, einzellig, mit zwei bis drei Oeltropfen, von ver- schiedener Grösse, 6 — 12 f.i lang, 2—4: jn dick, hyalin. An welkenden Blättern von Adenostyles alpina in Gesellschaft von Septoria Adenostylis Allesch. Aschauer Alpe bei Mittenwald in Bayern (Allesch.). Aegopodmm 100 Fhi/llosticta Aegopodhim 266. Ph. AegoiKKlii (Curr.) Allescher in Hedw. XXXIV. 1895. p. 256. Syn. Sphaeria Aegopodii Curr., Simpl. Sphaer. p. 332. Cfr. Sacc, Syll. III. p. 46. sub. Pli. Angelicae Sacc. Anfänglich ohne Flecken, bald jedoch erscheinen trockene, schmutzig braim gefärbte Blattstellen, die sich mehr und mehr unregelmässig vergrössern, zusammenfliessen und bald die ganze Blattfläche einnehmen ; Fruchtgehäuse meist auf der Unterseite des Blattes, zerstreut oder mehrere einander sehr genähert, linsenartig, zuerst bedeckt, dann frei, 80 — 90 ^ im Durchmesser, von uudeutlich- parenchymatischem, dunkelbraunem Gewebe; Sporen sehr zahlreich, stäbchenförmig, gerade, an beiden Enden stumpf, 5 — 7 /t lang, 0,5—1 /t dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Aegopodium Podagraria oft mi t Septoria Podagrariae Lasch durch das ganze Gebiet, häutig. Sacc. führt diesen Pilz als vermuthliche Varietät von Pli. Angelicae Sacc. auf; doch habe ich ihn zur Art erhoben, da er nach Saccardo in den Eutwickelungs- kreis von Phyllachora Podagrariae Fuck. gehört, -während Ph. Angelicae Sacc. zu Phyllachora Angelicae Fuck. gezogen wird. Sind nun die zwei genannten Ascus- formen wirklich zwei verschiedene Arten, so müssen auch ihre Vorfruehtformeu getrennt bleiben. AJufßd 267. Ph. AJui^ac Sacc. et Speg., Mich. I. p. 150; Syll. III. p. 50. Flecken verschieden gestaltet, ziemlich breit, nach Yertrocknung schwach ocherfarbig, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, kugelig, etwas hervorragend, 90 — 100 // im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von Aveitzellig-parenchymatischem, russfarbigem Gewebe; Sporen eiförmig -ellipseiuirtig, zuweilen mit zwei Oeltropfen, gerade oder etwas gebogen, 7 — 8 /t lang, 3 fi dick, hyahn. An lebenden Blättern von Ajuga reptaus im nördlichen Italien; jedenfalls auch innerhalb des Gebietes. Althaca 268. Ph. altliaeiiia Sacc, Mich. I. p. 143; Syll. III. p. 40. Flecken buchtig, bei Yertrocknung ausbleichend, schmal dunkel- braun gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig, 90 fi im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, weitzellig, ocherfarbig; Sporen länglich-eiförmig, gerade, seltener gekrümmt, mit zwei Oel- tropfen, 6-7// lang, 3—4// dick, hyalin. PhyUostiäa 101 Althaea An den Blättern von Althaea rosea im nördlichen Italien und in Frankreich. Saccardo sammelte den Pilz auch an den Stengeln dieser Pflanze, woran derselbe ähnliche weissliche Flecken verursacht. 269. Ph. altliaeicola Passer., Fungi Gallici novi in Journ. d'Hist. nat. 1885. Iso. 4. p. 54. Sacc, Syll. X. p. 130. Flecken begrenzt, fast kreisförmig oder unregelmässig, oft zusammenfliessend, bei Yertrockuung ausbleichend, nicht gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, sehr klein, schwarz; Sporen länglich, an beiden Enden abgerundet, mit zwei Oeltropfen, 7 — 10 /t lang, 3 /t dick, hyalin. An lebenden Blättern von Althaea officinalis in Frankreich. Ph. destructiva Desm., Ann. Sc. N. 1847. p. 39. Sacc, Syll. III. p. 40. Auf Althaea siehe Nährpflanze Lyeium. Ob auf sämmtlichen für diese Art angegebenen Nährpflanzen wirklich der gleiche Pilz wächst, ist bei der unvoll- ständigen Beschreibung leider nicht festzustellen, aber immerhin zweifelhaft. AniaranfJius 270. Ph. Amaranthi Ell. et Kell, in Journ. of Myc. I. p. 4. Sacc, Syll. X. p. 134. Flecken röthlichbraun , 2 — 4 mm breit, von einem schwarzen Rande umgeben; Fruchtgehäuse 6 — 12 je in einem Flecken, auf der Oberseite des Blattes, hervorbrechend, gross; Sporen länglich- elliptisch, mit zwei Oeltropfen, 9 — 11 /li lang, 3 — 5 /ii dick, hyalin (?). An den Blättern von Amaranthus retroflexus in Nordamerika. Bei der weiten Verbreitung dieser niederen Pilze ist zu vermuthen, dass diese Art auch im Gebiete noch aufgefunden werden wird. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. Molleriana Thüm. (Sacc, Syll. III. p. 54). Auf Amaranthus (Pyxidium) melancolicus im botan. Garten zu Coimbra in Portugal. Sporen 5 — 6 = 3. Aiienioiie 271. Ph. Hepaticae Brunaud, Miscell. myc. IL p. 33. Sacc, Syll. XI. p. 477. Flecken an den Rändern der Blätter, erst braun, dann blass; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz ; Sporen 7 — 8 ß lang, 2,5 — 3 /^i dick, hyalin. An lebenden Blättern von Anemone (Hepatica) triloba durch das Gebiet, auch in Frankreich. Anemone 102 Phijllosticta Ich sammelte diesen Pilz bei Mittenwald in Oberbayern am Aufstieg ins Leutaschthal: derselbe ist jedenfalls weiter verbreitet. 272. Ph. Elisiana Lamb. et Fautr., Kev. Myc. 1894. p. 76. Sacc, Syll. XI. p. 477. Flecken abgerundet, grau, purpurn gerandet; Fruchtgehäuse kaum hervortretend, häutig, gerundet, mit weitem Porus am Scheitel ; Sporen eiförmig, einzellig, 5—6 /t lang, 2—2,5 /i dick, hyalin. An den Blättern von Anemone virginiana in Frankreich. Angelica 273. PL. Ang-elicae Sacc, Mich. IL p. 620; Syll. III. p. 46. Fruchtgehäuse zu kleinen, schwarzen Flecken zusammengestellt, linsenförmig, mit Porus am Scheitel, 80—90 jn im Durchmesser, von weitzelligem Gewebe; Sporen länglich, sehr klein, 4 — 5 /« lang, 1 11 dick, hvalin. An lebenden Blättern von Angelica silvestris durch das Gebiet, nicht selten; auch in ItaUen und Frankreich. Ist nach Saccardo der Spermogonien-Pilz zu Phyllachora Angelicae (Fries) Fuck. Apiuni 274. Ph. Apii Halst., Rep. New. Jers. Agr. St. 1891. p. 253. c. ic. Sacc, Syll. XL p. 478. Flecken braun ; Fruchtgehäuse zahlreich, punktförmig, schwarz, mit Scheiteldurchbohrung; Sporen eiförmig -länglich, ohne Üel- tropfen, hyalin. An den Blättern von Apium graveolens in Nordamerika. Leider ist mit dieser ganz ungenügenden Diagnose nicht viel anzufangen, zumal auch die Dimensionen der Sporen fehlen. Der Pilz kann vielleicht auch im Gebiete angetroffen werden. Ajwsei'is 275. l»Ii. Aposcridis Allescher, Hedwigia XXXIIl. 1894. p. 70. Sacc, Syll. XL p. 479. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, unregelmässig, erst gelblich, dann nach Vertrocknung ocherfarbig-braun; Fruchtgehäuse meistens auf der Unterseite des Blattes, seltener auf beiden Blatt- flächen, sehr klein, punktförmig, sehr zahlreich, schwarz; Sporen fast kugelig oder rundlich-eiförmig, sehr klein, mit einem Oeltropfen, 3 /t lang, 1,5—2,5 /< dick. Phyllostieta 103 Aposeris Au lebenden und welkenden Blättern von Aposeris foetida. Oberbayern: bei München und Oberammergau; sicher auch ander- wärts, wo die Nährpflanze häufig ist. Der Pilz ist oft mit einer Septoria vergesellschaftet. AqiUlegia 276. Ph. aquilegicola Brun., Miscell. myc. II. p. 33. Sacc, Syll. XL p. 477. Exs. Krieger, Fiingi saxonici No. 1186. Flecken undeutlich, bräunlich; Fruchtgehäuse zahlreich, schwarz; Sporen 8 /i lang, 2 /ti dick, hyalin. An welkenden Blättern von Aquilegia vulgaris im Gebiete, z. B. bei Königsstein in Sachsen ; auch bei Saintes in Frankreich. AraMs 277. Pli. alpiiia Allescher, Hedw. XXXIV. 1895. p. 257. Flecken undeutlich oder fehlend; Fruchtgehäuse auf der Blatt- oberseite, herden weise oder zerstreut, punktförmig, kugelig, am Scheitel durchbohrt, schwarz; Sporen länglich, fast cylindrisch, gerade oder etwas gekrümmt, an beiden Enden abgerundet, ein- zellig, mit zwei Oeltropfen, 6 — 12 /n lang, 2 — 3 i^i dick, hyalin. An welkenden oder abgestorbenen Blättern von Arabis alpina bei Oberammergau in Südbayern. Der Pilz ist im Gebirge jeden- falls weiter verbreitet. Arnica 278. Pli. Ariiicae Fuck., Symb. myc. Nachtr. III. p. 36 (sub Ascochyta). Sacc, Syll. III. p. 45. Exs. Fuckel, Fungi rhenani No. 2698 ed. I. u. IL Flecken auf der Oberseite des Blattes, duukel, unregelmässig, von einem gelblichen Hofe umgeben; Fruchtgehäuse herdenweise gehäuft, bald schüsseiförmig einsinkend, kohlig, mit geschlossenen Bändern ; Sporen cylindrisch, gerade, 6 /( lang, 1 /t dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Arnica montana bei St. Moritz in der Schweiz (Fuckel) ; bei Rottenbuch in Oberbayern (Allescher). Der Pilz ist immer mit Septoria Aruicae Fuck. vergesellschaftet. Aronicinn 279. Ph. Aroiiici Sacc, Mich. I. p. 538; Syll. III. p. 45. Auf der Blattoberseite; Fruchtgehäuse dicht herdenweise, kugelig, von der Epidermis bedeckt, sehr schwarz, am Scheitel durchbohrt; Sporen cylindrisch, einzellig, 8 /i lang, 2 u dick, hyalin. Aronicum 30-^ rhyllosticta Auf noch lebenden Blättern von Aronicum scorpioides in der Schweiz, z. B. Heuthal in Oberengadin (Fuckel); auch in Italien. Astei' 280. Pli. Asteris Bresadola in P. Sydow, Beitr. z. Kenntn. d. Pilzfl. der Mark Brandenburg I. in Hedw. XXXYI. p. (157). Exs. Sydow, Mycotheca niarchica No. 4678. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, dunkel -ocherfarbig, gesättigter gerandet, fast kreisrund -eckig; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, kugelig-verkehrt-eiförmig, am Scheitel durch- bohrt, etwas hervorragend, 100 — 120 ^e im Durchmesser, von parenchymatischem Gewebe; Sporen längüch-eifürmig, 6—7^ lauo-, 2,5 — 3 ,a dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Aster sinensis bei Berlin (Sydow). Af^traf/afus 281. rii. astrag-alicola Massal., Botan. Centralbl. 181)0. No. 2(3. Sacc, Syll. X. p. 128. Flecken schmutzig- olivenfarbig, dann verbleichend, braun ge- randet; Fruchtgehäuse 60—80 fi im Durchmesser, auf beiden Blatt- seiten, punktförmig, schwarz, mit durchbohrter Mündung; Sporen klein, länglich, ohne Oeltropfen, einzellig, beidendig abgerundet, 3 — 4 /LI lang, 1 — 1,5 in dick, hyalin. An welkenden Blättern von Astragalus glycyphyJlos bei Ferrara im nördlichen Italien; unzweifelhaft auch im diesseitigen Gebiete. Ferner ist auf dieser Nähri^flanze noch beschrieben: Pli. Astragali Peck (Sacc, Syll. III. p. 43). Auf lebenden Blättern von Astragalus in Canada, Nordamerika. Sporen 13 — 16 = 3. Atvipleoo 282. Ph. Atriplicis Desm., Ann. Sc. nat. 1851. p. 298. Sacc, Syll. III. p. 54. Syn. Depazea atrii»licicola Fries, Syst. niyc. II. p. 532. Flecken auf beiden Blattseiten, fast kreisfcirmig, weisslich, dunkler gerandet, zerstreut oder zusammcnfliessend; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, sehr klein, zahlreich, kugelig, ein- gewachsen, braunschwarz, von einem Porus durchbohrt; Eanken gelblich; Sporen cylindrisch-eiförmig, stumpf, gerade oder gekrümmt, mit drei bis sechs Oeltropfen, hyalin. Auf den Blättern von Atriplex und Chenopodium in Deutsch- land, Belgien, Frankreich und Grossbritannien. Phyllosticta 105 Beta Beta 283. Ph. Betae Oudem., Ann. Mycol. Nederl. 1875—76. p. 6. Sacc, Syll. III. p. 54. Flecken gelblich, mehr oder weniger kreisförmig, meist gerippt- gezont, im Centrum ausbleichend, mit dunklerem Rande; Frucht- gehäuse zerstreut oder herdenweise, klein, 80 — 100// im Durch- messer, von weitzellig-parenchymatischem, bräunlichgelbem, nur aus einer einzigen Zellschichte bestehendem Gewebe; Sporen sehr zahlreich, eiförmig-eckig oder fast kugelig, oft mit einem Oeltropfen, 4 — 6 /t lang, 3 — 4 /t dick, hyalin, auf einige Mikromillimeter langen Sporenträgern. Auf lebenden Blättern von cultivirter Beta vulgaris durch das Gebiet, häufig. Vorstehende Beschreibung ist nach meinen in Südbaj-ern und den von Winter bei Giessen in Hessen gesammelten Exemplaren unter Benutzung der Diagnose Bresadolas in Micromyc. Tridentini p. 61 entworfen. Die vielen untersuchten Exemplare stimmen vollkommen mit der Beschreibung Bresadolas. °00 Phyllosticta tabifica Prillieux, Bull. Soc. Myc. France, fasc. I. 1891. ((. Ein Fruchtgehäuse von oben gesehen mit in einer Eanke austretenden Sporen, b. Durchschnitt eines Fruchtgehäuses mit Sporen im Innern, c. 5 freie Sporen. Alles stark vergrössert. Nach Delacroix 1. c. 284. Ph. taMlica Prillieux, Bull. Soc. Myc. Franc, fasc. I. 1891. Syn. Phoma tabifica Prillieux 1. c. Sacc, Syll. X. 180. Fruchtgehäuse eingesenkt, dunkelbraun, kugelförmig oder fast abgeplattet, ziemlich dicht herdenweise, 180 ,u ungefähr breit, mit papillenförmiger, 18 — 20 /i breiten Mundöffnung und einem hyalinen, das ganze Parenchym des Blattstieles erfüllenden Mycel; Sporen Beta 106 Plujllosticta oval, ohne el tropfen , ä — (_! lang, 3,5 — 4 /< dick, hyalin; Sporen- träger nicht oder kaum beobachtet. In einem weisslichen, fast die ganze Oberseite des Blattstieles von cultivirter Beta vulgaris einnehmenden Flecken, selten in erst weisslichen, dann gelblichen Flecken auf der Oberfläche des Blattes derselben Xährptlanze in Frankreich. Diese beiden Arten seheinen einander so nahe zu stehen, dass sie vielleicht mitsammen vereinigt werden könnten, was aber ohne Einsichtnahme eines Original- exemplares nicht mit Sicherheit zu erkennen ist, da nach der Zeichnung von Delacroix das Gehäuse nicht aus einer einzigen Zellschichto zu bestehen scheint. Nach Prillieux gehört diese Phyllosticta tabifica zu Mycosphaerella tabifica Prillieux. Betonica 285. Pb. Betonicae Brun., Miscell. mvc. IL p. 34 (1891). Sacc, Syll. XI. p. 480. Syn. Ph. Betonicae Allesch. in Hedw. XXXII. 1894. p. 70. Flecken auf der Oberseite der Blätter, un regelmässig, dann verbleichend, selbst weiss, oft von einem braunen Rande umgeben, zusammenfliessend; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, punktförmig, herdenweise, schwarz; Sporen stäbchenförmig oder fast länglich, gerade oder leicht gekrümmt, mit zwei kleinen Oeltropfen, an beiden Enden stumpf, 5 - 6 /< lang, 1 — 1,5 /< dick, hyalin. (Brunaud giebt die Sporen zu 5 /n Länge und 1,5—2 /« Dicke an.) An lebenden Blättern von Betonica officinalis im Allacher Forste bei München, hier zusammen mit Puccinia Hetonicae von mir gesammelt; auch bei Saintes in Frankreich (Brunaud). limstiica 286. Ph. Napi Sacc, Mich. L p. 532; Syll. IIL p. 38. Flecken unregelmässig über die ganze Blattfläche zerstreut, nach Vertrocknung ausbleichend, nicht gerandet; Fruchtgehäuse herdenweise, auf der Oberseite der Flecken, kugelig- linsenförmig, 90 — 100 ß im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich- cylindrisch, etwas gekrümmt, mit zwei kleinen Oeltropfen, 4 — 6 ii lang, 1,5 // dick, hyalin. An lebenden Blättern von Brassica N^apus. 287. Ph. IJrassioac (Gurr.) Westend, in Bull. Acad. Brux. 185L p. 397. Kickx, Flor, crypt. Flandr. I. p. 413. Sacc, Syll. 111. p. 38. Syn. Depazca Brassicae Currey, Sinipl. Sphaer. Xo. 392. Phyllostida 107 Brassica Flecken blassgrün, dann weiss; Fruchtgehäuse auf der Blatt- oberseite, zahlreich, klein, fast abgeplattet, schwarz, zerstreut; Si3oren eiförmig, mit zwei Oeltropfen, in rosenrothen Ranken aus- tretend. (Nach Curr. sind die Sporen 5 // lang, die Flecken an- fänglich im Centrum dunkelbraun und grünlich gerandet.) Auf welkenden Blättern von Brassica Napus und oleracea, im Gebiete; auch in Belgien, Frankreich und Portugal. Zur Untersuchung hatte ich ein von Moller bei Coimbra in Portugal gesammeltes Exemplar, dann ein Specimen aus dem Herbar Winters, gegen- ■R-ärtig im Berliner Botan. Museum , als Depazea Brassicae Fries bezeichnet , und ein von Prof. Dr. Weiss bei Altomünster in Oberbayern gesammeltes Exemplar. Bei dem Moller'schen Specimen konnte ich nur länglich -cylindrische, an beiden Enden stumpfe, einzellige, mit zwei Oeltropfen versehene, hyaline Sporen von 4 — 6 fi Länge \md 1 — 1,5 /j. Dicke finden. Das gleiche Ergebniss hatte die Untersuchung des Specimens aus dem Winter'schen Herbar (Depazea Brassicae Fries). Die Sporen stimmen mit jenen des vorhergenannten Exemplars vollkommen überein. Es würden also beide Pilze zu Ph. Napi Sacc. gehören. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass beide iSpecies identisch sind, da ein specifischer Unterschie?eac". Ferner wurde auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. Ambrosioidis Thüm. (Sacc, Syll. III. p. 55). Auf lebenden Blättern von Chenopodium ambrosioides bei Coimbra in Portugal. Sporen 4,5 — 5 = 1,5. Cherleria 112 Phyllosficta CIierleHa 301. Ph. Massaloiigi (Spegazzini). Syn. Phonia Massalongi Speg., Eev. Myc. IV. p. 79. Sacc, Syll. III. p. 115. Fruchtgehäuse zerstreut, klein, 100 — 120 /» im Durchmesser, punktförmig, schwarz, mit eingedrückter Mundöffnung, fast kohlig- häutig; Sporen elliptisch-cvlindrisch, öfter gekrümmt, mit zwei bis drei Oeltiopfen, 4 — 5 /< lang, 1 /« dick, hyalin. Auf welkenden Blättern von Cherleria sedoides in den italienischen und höchst wahrscheinlich auch in den österreichischen und schweizerischen Alpen. dirf/santheni um 302. Ph. Leueantliemi Speg., Nov. Add. No. 153; Mich. II. p. 277. Sacc, Syll. III. p. 44. Flecken weissgrau, kreisförmig; Fruchtgehäuse im Centrum des Fleckens, kugelig, etwas hervorragend, klein, 120 — 130 (« im Durchmesser, häutig, von weitzellig-parenchymatischem, russfarbigem Gewebe; Sporen cylindrisch- elliptisch oder eiförmig, 4 — 5 /t lang, 1,5 /< dick, innen körnig, hyalin. Auf den Blättern von Chrysanthemum Leucauthemum im süd- lichen Gebiete, z. B. bei Ampezzo. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. Chrjsaiitheiiii Ell. et Dcar. (Sacc, Syll. XI. p. 479). Auf Chrysan- themum sinense in Nordamerika. Sporen 5 = 2,-5 — 3. Cicer 303. Ph. cieeriiia Prill. et Delacr., Bull. Soc. Myc. 1893 p. 273. t. XIII. flg. 4. Sacc, Syll. XL p. 478. Flecken ocherfjirbig, grau; Fruchtgehäuse 75 /< im Durchmesser; Sporen 12 — 14 ^m. lang, 4 // dick, hyalin. Auf beiden Seiten der Blätter von Cicer arietinum in Frankreich. Circnea 304. Ph. liitotiaiia Sacc, Mich. I. p. 159; Syll. III. p. 5fi. Flecken fast kreisrund, nach A^ertrocknung blass ocherfarbig, mit schmaler, kastanienbrauner Umrandung; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, am Scheitel durchbohrt; Sporen eiförmig, 5 ii lang, 4 /t dick, erst hyalin, dann olivenfarbig. An lebenden Blättern von Circaea lutetiaiia im nTtnllichen Italien; sicher auch im diesseitigen Gebiete. Phyllosticta 113 Cirsium Cirsiuni 305. Ph. Cirsii Desm., Ann. Sc. nat. 1847. p. 31. Kickx, Fl. crypt. Flandr. I. p. 414. Sacc, Syll. III. p. 44. Flecken auf der Blattoberseite, verschieden gestaltet, fast kreis- rund, nach Yertrocknung aschgrau, dunkelbraun gerandet; Frucht- gehäuse eingewachsen, zerstreut, schwarz; Sporen länglich-eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 5—7 f.i lang, 2,5—3 f.i dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Cirsium lanceolatum und arvense durch das Gebiet; auch im nördlichen Italien, Frankreich, Belgien und Grossbritannien. 306. Ph. profusa Sacc, Mich. L p. 260; Syll. III. p. 44. Flecken meistens auf der Blattoberseite, nach Vertrocknung schwach weisslich, zusammenfliessend und dann sich fast über die ganze Blattfläche verbreitend; Fruchtgehäuse ziemlich dicht und gleichmässig herdenweise, punktförmig, kugelig- linsenartig, 100 ^ im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt ; Sporen länglich, an beiden Enden abgerundet stumpf, mit zwei undeuthchen OeltrojDfen, 4—5 /i lang, 2 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Cirsium arachnoideum im Botan. Garten zu Padua im nördlichen Italien; sicher auch im Gebiete anzutreffen. . Cleniafis 307. Pli. corrodens Passer., Diagn. F. K III. No. 46. Sacc, Syll. X. p. 125. Flecken unregelmässig zerstreut, kriechend, grau, dunkelbraun berandet, bald ausbrechend; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, punktförmig, schwarz; Sporen länglich - elliptisch , mit je einem undeutlichen Oeltropfen nahe an den Enden, einzellig, 7,5 /t lang, 2,5 fj, dick, hyalin. An lebenden Blättern von Clematis Vitalba durch das Gebiet, auch im nördlichen Italien, z. B. bei Parma. 308. Ph. baeteriosperma Passer., Diagn. F. K III. No. 47. Sacc, Syll. X. p. 125. Flecken unregelmässig, eckig, dunkelbraun; Fruchtgehäuse auf der Unterseite des Blattes, punktförmig, bedeckt; Sporen sehr klein, stäbchenartig, gleich, 2—2,5 ^ft lang, hyalin. An den Blättern von Clematis Yitalba mit Septoria Clematidis durch das Gebiet; auch im nördlichen Itahen, z. B. bei Parma. Winter, die Pilze. VI. Abth. g Clematis 114 Phyllosticta 309. Pli. intermedia Allesch. et Sydow, in Sydow, Beitr. z. Kenntn. d. Filzflora d. MarkBrandenb. I. in Hedw. XXXVI. p. (159). Exs. P. Sydow, Mycoth. niarch. No. 4474. Flecken auf beiden Seiten sichtbar, fast kreisförmig oder ecki?, weiss, schwarz gerandet; Fruchtgehäuse meist auf der Oberseite, selten auch auf der Unterseite der Flecken, punktförmig, schwarz ; Sporen sehr klein, Stäbchen artig, 2 — 2,5 // lang, hyalin. Auf lebenden Blättern von Clematis recta in Baumschulen bei Berlin (Sydow). Dieser Pliz stimmt weder mit Ph. corrodens Pass. noch mit Ph. bacterio- sperma Pass. überein; er steht viehnehr in der Mitte zwischen beiden, indem die Flecken an Ph. corrodens, die Sporen aber an Pli. bacteriosperma erinnern; zudem ist die Nährpflanze eine andere. Ferner ist auf Clematis noch beschrieben: Ph. Clematidis Ell. et Dear. (Sacc, Syll. XI. p. 476). Auf Clematis Viorna var. coccinea in Nordamerika. Sporen 4 — 5 = 2,5 — 3. Cucurbita 310. Pli. Cucurbitacearum Sacc, Mich. I. p. 145; Syll. III. p. 52. Flecken nur auf der Blattoberseite oder beiderseits sichtbar, verschieden gestaltet, nach Yertrocknung schmutzig -weisslich; Fruchtgehäuse punktförmig, 80 — 100 /t im Durchmesser, linsenartig, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich, beiderseits stumpf lieh, gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 5—6 ,u lang, 2,5 ,« dick, hyalin. An den Blättern von Cucurbita Pepo durch das Gebiet, z. B. in Oberbayern bei Kohlgrub und Freising; auch im nördlichen Italien und Frankreich. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben : Ph. orbiculiiris Ell et Ev. (Sacc, Syll. X. p. 132). Auf Cucurbita Pepo in Nordamerika. Sporen fast spitz -elliptisch, 5 — 6 = 2 — 2,5. Die Oberflädio des Blattes um die Flecken gelb {gefärbt. Soll sich von der vorhergchendon Art durch die geraden Sj)oren unterscheiden. d/cffiiiien 311. Ph. Cyclamiiiis Brun., Miscell. myc. II. p. 34. (1891). Syn. Ph. Cyclaminis Dclacr. Bull. Soc. Myc. 1893. p. 266. t. XIV. Fig. 4. Sacc, Syll. XI p. 481. Flecken braun; Fruchtgehäuse 100 — 110,« im Durchmesser; Sporen 6—8 /^ lang, 2 //, dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von cultivirtem Cyclamen persicum, welche der Pilz schädigt; bisher nur bei Saintes und Melun in Phyllosticta 115 ■ Cynanchum Frankreich. Wird jedenfalls in Züchtereien dieser Pflanze auch im diesseitigen Gebiete auftreten. 312. Ph. Viiicetoxici Sacc, Mich. I. p. 156; Syll. III. p. 52. Flecken auf der Blattoberseite, verschieden gestaltet, buchtig, nach Yertrocknung weisslich, mit dünnem, röthlichem Rande; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig; Sporen fast elliptisch, hier und da ungleichseitig, 5 — 6 /* lang, 3 — 3,5 /t dick, olivenfarbig. An den Blättern von Cynachum Vincetoxicum im nördlichen Italien. — Durch die gefärbten Sporen besonders unterschieden. 313. Ph. Asclepiadearum West., Bull. Ac. Brux. 1851. p. 308; Mich. I. p. 140. Sacc, Syll. III. p. 52. Flecken verschieden gestaltet, nach Yertrocknung grau oder weiss, mit dunkelbrauner Umrandung; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, 100 /t im Durchmesser; Sporen elliptisch-länglich oder fast cylindrisch, 4,5 — 6 /t lang, 2,5 — 3 f.i dick, hyalin. An den Blättern von Cynanchum Yincetoxicum durch das Gebiet, z. B. bei Oberammergau in Oberbayern (Allescher) ; auch im nördlichen Italien. 314. Ph. atro-maculans Speg., Nov. Add. No. 149. Mich. IL p. 276. Sacc, Syll. III. p. 52. Flecken blass-honiggelb, das ganze Blatt einnehmend und aus- trocknend; Fruchtgehäuse zuweilen zerstreut oder kleine, schwarze, stroma-ähnliche, 160 — 200 /t im Durchmesser haltende Kreise bildend, kugelig- linsenförmig, mit Scheiteldurchbohrung und undeutlich- parenchymatischem, häutigem, russfarbigem Gewebe; Sporen ellip- tisch-spindelförmig, beidendig abgerundet- zugespitzt, mit einem oder mehreren Oeltropfen, 5 — 9 f.i lang, 2,5 — 3 ,w dick, hyalin. Auf trockenen Blättern von Cynanchum Yincetoxicum in den Gebirgen des nördlichen Italiens; voraussichtlich auch in Tirol und der Schweiz. Cynara 315. Ph. Cynarae Westend., Exs. No. 1140. Kickx, Fl. crypt. Flandr. I. p. 414. Sacc, Syll. III. p. 45. Flecken graulich -russfarbig, fast kreisrund mit concentrischen Linien; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, sehr klein, zahlreich, dunkelbraun, zerstreut; Sporen eiförmig, 10 ^.i lang, 5 /t dick, hyalin. Cynara 116 Phyllosticta Auf lebenden Blättern von Cynara Scolymus im Gebiete; auch in Belgien und Frankreich. Das Exemplar im K<;1. Bot. Museum in Berlin, das von Abbe Letendre bei Rouen gesammelt und als Ph. Cynarae Westend, bezeichnet ist, enthält diesen Pilz nicht, sondern eine Eamularia. 316. Ph. (lahliaecola Brunaud, Champ. Saint. 1887. p. 429. Sacc, Syll. X. p. 129. Flecken fast kreisrund, gross, braun, dann verbleichend; Fruchtgehäuse linsenförmig, bedeckt, schwarz ; Sporen eiförmig oder eiförmig-länglich, 8 — 9 fi lang, 2,5 ^ dick, hyalin. An welkenden Blättern von cultivirter Dahlia im Gebiete ; auch in Frankreich etc. Delphiniuin 317. Ph. i.jacis Thüm., Flor. myc. Litor. No. 329. Sacc, Syll. IIL p. 38. Flecken sehr unregelmässig, oft dem Rande sehr genähert oder auch randständig, nach Vertrocknung weisslich, breit dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, zerstreut, halbkugelig- hervorragend, mattschwarz; Sporen länglich, an beiden Enden abgerundet, ohne oder mit einem Oeltropfen, 4 — 5 fi lang, 2 /t dick, hyalin. An lebenden Blättern von Delphinium Ajacis im südlichen Gebiete, z. B, bei Görz. Desmodhmi 318. Ph. Desmodii Ell. et. Ev., Journ. Myc. 1889. p. 146. Sacc, Syll. X. p. 128. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisrund oder iinregelmässig, 2—5 mm im Durchmesser, oft mehr oder Aveniger zusammonfliessend, schwarzbraun, dann im Centrum weisslich, später mehr oder weniger rissig; Fruchtgehäuse sehr klein, auf der Oberseite der Flecken, nicht zahlreich, punktförmig, schwarz, an- fänglich bedeckt; Sporen länglich, fast elliptisch, 3,5 /< lang, 1,5 — 2 /t dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Desmodium im (rebietc, z. B. in den Baumschulen bei Berlin (Sydow) und bei Weihenstephan bei Freising in Oberbayern (Prof. I)r. Weiss). Der Pilz wurde von Dr. J. Davis in Nordamerika zuerst aufgefunden. Ich besitze denselben auf lebenden Blättern von Desmodium spcc. aus Baumschulen bei Berlin von Sydow gesammelt, und auf Desmodium penduliflorum aus den Phyllosticta 117 Besmodmm Kgl. Baumschulen zu Weihenstephan bei Freising in Oberbayern, von Prof. Dr. Weiss gesammelt. Den Berliner Pilz habe ich als var. berolinensis beschrieben, da die Sporen 4—6 ^ lang und 2—3 fi dick sind, also ziemlich bedeutend von der Angabe in der Originaldiagnose abweichen; da aber der Freisinger Pilz eben so grosse Sporen zeigt, bin ich jetzt überzeugt, dass der Pilz keine Varietät, sondern nur eine Standortsmodification oder noch wahrscheinHcher einen höheren Reife- zustand darstellt. Die makroskopische Beschreibung stimmt bei beiden vollständig. Wieder ein Beispiel, dass in Nordamerika zuerst aufgefundene Pilze auch im dies- seitigen Gebiete vorkommen können. Dianthus 319. Ph. Dianthi West, Exs. No. 293; Kickx, Fl. crypt. Mandr. I. p. 411. Sacc, Syll. III. p. 43. Flecken weisslich, kreisförmig oder oval, oft zusammenfliessend ; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, sehr klein, zahlreich, dunkel- braun, im Centrum des Fleckens sitzend; Sporen fast elliptisch, mit drei Oeltropfen, in weissen Ranken austretend. An kranken Blättern von Dianthus barbatus in Gärten Belgiens. Da ich diesen Pilz selbst noch nicht gefunden habe, untersuchte ich ein im Herbar Winter, im Kgl. Bot. Museum in Berlin aufbewahrtes, von Abbe Letendre bei Ronen gesammeltes Specimen, um die Beschreibung der Sporen zu ergänzen. Ich fand fast spindelförmige, mit drei bis vier Oeltropfen versehene, hyaline Sporen von 10—18 jU Länge und 3—4 fx Dicke. Da ich nicht entscheiden kann, ob diese auffallend grossen Sporen mit jenen des Westendorp'schen Pilzes stimmen, so bleibt mir dieser Pilz zweifelhaft. Ich vermuthe, dass er eher zu Macrophoraa als zu Phyllosticta gehören möchte. Digitalis 320. Ph. Digitalis Bell, in Westend. Exs. No. 1053. Sacc, Syll. III. p. 47. Flecken fast kreisrund oder unregelmässig, zerstreut und zu- sammenfliessend, aschgrau, weinroth gerandet; Fruchtgehäuse nicht zahlreich, halbeingesenkt, am Scheitel durchbohrt; Sporen eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 7 f.i lang, 2,5 f^i dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Digitalis lutea in Belgien, vermuthlich auch im Gebiete; von Digitalis purpurea bei Freising in Bayern (Prof. Dr. AVeiss). 321. Ph. tremiiiaceusis C. Massalongo, Contr. Myc. Ver. p. 83. t. II. %. 9. Sacc, Syll. X. p. 130. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, klein, kugelig-kegelförmig, schwarz, 60—90 f.i im Durchmesser, halbeingesenkt, hervorbrechend, am Scheitel durchbohrt, in vertrockneten, fast länglichen, gleich- farbig gerandeten Blattstellen, sehr zahlreich; Sporen sehr klein, Digitalis 118 Phyllostida an beiden Enden stumpf, kurz -stäbchenförmig, 2,5 — 5 /< lang, 1 — 1,5 fi dick. Auf welken Blättern von Digitalis bei Verona im nörd- lichen Italien. Dipsacus 322. Ph. Dipsaci Briard et Fautr., Rev. Myc. 1893. p. 22. Sacc, Syll. XL p. 480. Flecken grau, im Centrum endlich durchbohrt; Fruchtgehäuse 80 — 100 /{ im Durchmesser; Sporen 6 — 9 in lang, 2 — 3 f.i dick, hyalin. Auf den Blättern von Dipsacus pilosus. Gute d'Or in Frank- reich; auf Dipsacus silvestris bei Fürstenfeldbruck in Oberbayern gesellig mit Ramnlaria silvestris. Dolichum 323. Pli. Doliclii Brun., Sphaerops. nouv. in Bull. Soc. Bot. Fr. 1893. p. 221. Sacc, Syll. XI. p. 478. Flecken braun, schwarz gerandet; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz; Sporen 4,5 — 6 jn lang, 2 ,u dick, hyalin. Auf Blättern von cultivirtem Dolichum Lablab bei Saintes in Frankreich; vielleicht auch in botan. Gärten des Gebietes. Ehulinn 324. Pli. Ebiili (Fuck.) Sacc, Syll. IIL p. 57. Syn. Ascochyta Ebiili Fuck., Symb. myc. 386. Exs. Fuckel, Fungi rlienani No. 1554. Fruchtgehäuse auf verbleichenden Flecken, herdenweise, kegel- förmig, dunkelbraun, an der Spitze weisslich; Sporen sein- klein, cylindrisch, einzellig, beidendig stumpf, 4 — 5 u lang, 0,75 — 1 /n dick, hyalin. An kranken Blättern von Ebuluni humile (Sambucus Ebulus) durch das Gebiet, z.B. München: Isarthal bei Bayerbrunn; auch bei Schemnitz in Ungarn (Bäumler) und im nördlichen Italien. An den bayerischen Exemplaren fand ich die Sporen etwas länger und breiter. J'Jjtifohitnn 325. Ph. Epilobii Brun., Champ. envir. Saint, p. 336. Sacc, Syll. X. p. 131. Flecken rund, klein, mit blassbrauner Umrandung; Frucht- gehäuse zerstreut, bedeckt, hernach hervorbrecliend, punktförmig, weisslich; Sporen länglich, mit zwei Oeltropfen, 7 /» lang, 2,5 /< dick, hyalin. Phyllostida 119 Epilobmm An den Blättern von Epilobium hirsiitum durch das Gebiet; auch bei Saintes in Frankreich. 326. Ph. Cliamaenerii Alle seh er in Bericht, d. Bayer. Bot. Ges. 1895. p. 31. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, klein, unregelmässig oder eckig, von den Nerven begrenzt, blass - ocherfarbig , dann weisslich, roth gerandet, oft zusammenfliessend und sich über das ganze Blatt verbreitend ; Fruchtgehäuse meist auf der Blattunterseite, seltener auch auf der Blattoberseite, sehr klein, dicht herden weise, hervorbrechend oder fast oberflächlich, schwärzlich -braun; Sporen eiförmig oder länglich, beidendig abgerundet, einzellig, zuweilen mit zwei Oeltropfen, von sehr verschiedener Grösse, 5 — 12jttlang, 2 — 4 f^i dick, erst hyalin, dann schwach bräunlich gefärbt. Auf noch lebenden Blättern von Epilobium angustifolium bei München (Ludwigshöhe) ; bei Berlin (Grunewald). Von Ph. Epilobii Bi'un. durch Gestalt und Farbe der Flecken , durch die Farbe der Fruchtgehäuse, sowie durch die Sporen und die Nährpflanze verschieden. Bei dem Berliner Pilz konnte ich allerdings keine Sporen finden, im übrigen stimmt er mit dem bayerischen Pilze überein. Epiniedimn 327. Ph. Epimedii Sacc, Mich. I. p. 149; Syll. III. p. 39. Flecken ziemlich gross, unregelmässig, ocherfarbig, roth berandet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich-elliptisch, mit zwei Oeltropfen, 6 /t laug, 1,5 — 2 /( dick, hyalin. Auf den Blättern von Epimedium alpinum in dem Walde Montello im nördlichen Italien ; jedenfalls auch im südlichen Theile des Gebietes. JiJrica 328. Ph. Ericae Alle seh er in P. Sydow, Beitr. zur Kenntn. d. Pilzfl. d. Mark Brandenburg I. Hedwigia XXXYI. p. (178). Exs. Sydow, Mycotheca marchica No. 4471. Fruchtgehäuse meistens auf der Blattunterseite, zuweilen auch auf der Oberseite, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, niedergedrückt -kugelig, schwarz, auf den gleichmässig rothbraun verfärbten, abgestorbenen Blättern; Sporen eiförmig oder eiförmig- länglich, an beiden Enden abgerundet, einzelhg, 4 — 7 /«. lang, 2 — 4 /( dick, hyalin. Erica 120 Phyllosticta An abgestorbenen Blättern von Erica carnea in Baumschulen bei Berlin (Sydow). Der Pilz ist nach Sydow ein äusserst schädlicher Parasit, der in der dortigen Baumschule Hunderte von Pflanzen vernichtet hat. Bei Untersuchung des Pilzes fand ich auch sehr zahlreiche äusserst kleine, 1.5/1 lange, 0,5 /< dicke, hyaline, lebhaft oscillironde Sporen, wahrscheinlich Bacterien. Ob letztere oder die Phyllosticta die eigentlichen Schädiger der Pflanzen waren, ist schwer zu sagen, da ich den Verlauf der Krankheit nicht beobachten konnte. Erysiiimiit 329. Ph. Erysimi Westend., Bull. Soc. bot. Belg. IL p. 245. Sacc, Syll. III. p. 39. Plecken ausbleichend, von einer dicklichen, dunkelbraunen Zone begrenzt; Fruchtgehäuse zahlreich, deutlich, eingewachsen, schwarz, am Scheitel durchbohrt, im Centrum der Flecken sitzend; Sporen eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 10 /i lang, hyalin. Auf den Blättern von Erysimum Alliaria in Belgien und Grossbritannieü. Ert/flrraea 330. Ph. Erytliracae Sacc. et Sp eg.. Mich. I. p. 152; Syll. III. p. 56. Flecken fehlend; Fruchtgehäuse über das ganze, gelblich ver- färbte Blatt entfernt -zerstreut, kugelig- linsenförmig, etwas hervor- ragend, schAvarz; Sporen länglich-elliptisch, in der Mitte oft leicht zusammengeschnürt, mit zwei Oeltropfen, 7 — 10 ;tt lang, 2,5 — 3 /x dick, hyalin. Auf den Blättern von Erythraea Centaurium, Conegliano im nördlichen Italien. Eupatovhini 331. Pli. eupatoriiia Thümen, Contr. Fl. myc. Lusitan. Sacc, Syll. III. p. 45. Flecken mehr oder weniger kreisförmig, nach Yertrocknung grau, breit rauchig -purpurfarben umrandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, sehr klein, halb -eingesenkt, punktförmig, kugelig, schwarz, zerstreut; Sporen fast elliptisch, an beiden Enden ab- gerundet, ohne Oeltropfen, einzellig, 6 fx lang, 2,5 — 3 /< dick, " schwach grau -hyalin. An lebenden Blättern einer unbestimmten Species von Eupa- torium im botan. Garten zu Coimbra in Portugal. J. A. Bäuniler führt in „Bcitr. z. Kryptoganien-I?'lora d. Pressburger Comitates" p. 6 diese Phyllosticta auf Eupatorium cannabinuni in der Au bei Phijllosticta 121 Eupatorium Pressburg auf und beschreibt die Sporen 6 — 7 /.i lang, 3// dick, meist mit zwei Oeltropfen. 332. PIi. Eiipatorii Allescher in Berichte d. Bayer. Bot. Ges. 1896. p. 3. Flecken klein, auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisrund, dunkel -asch- grau, undeutlich purpurn umrandet, oft zusammen- fliessend und einen grossen Theil des Blattes oder das ganze Blatt einnehmend; Fruchtgehäuse klein, auf der Oberseite der Flecken, mehr oder weniger eingesenkt, zerstreut, kugelig, schwarz; Sporen fast cylindrisch, an beiden Enden abgerundet, einzellig, mit zwei Oeltropfen, 10 — 15 /^i lang, 3 — 4 fx dick, hyalin. An welkenden Blättern von Eupatorium cannabinum, gesellig mit Septoria Eupatorii Kob. et Desm. im Graswangthale bei Ober- ammergau in Oberbayern. Von Ph. eupatorina Thüni. durch doppelt so grosso, mit zwei Oeltropfen versehene Sporen verschieden. Ob der von J. A. Bäumler bei Pressburg ge- sammelte Pilz nicht besser hierher zu ziehen wäre, da die Sporen meist auch mit zwei Oeltropfen versehen sind, kann ich nicht entscheiden, sowie ob nicht die beiden hier aufgeführten Arten nur verschiedene Eeifezustände darstellen. Auch Asteroma Eupatorii Allescher in Hedwigia 1895. p. 264 wird hierher gehören, da die Fibrillen äusserst schwer und meist gar nicht zu beobachten sind. Faha (vulgaris Moench.) 333. Ph. Fal>ae West, Bull. Soc. bot. Belg. Ser. IL t. XII. No. 7. Sacc, Syll. III. p. 42. Flecken russfarbig- dunkelbraun oder braunroth, später im Centrum ausbleichend, bis 2 cm im Durchmesser, fast kreisrund, oft etwas länglich, von einer blutrothen oder braunrothen Zone umgeben; Fruchtgehäuse zahlreich, auf der Oberseite der Flecken, etwas eingesenkt, braun, mitPorus am Scheitel; Sporen erst rundlich- eiförmig, dann eiförmig - länglich , mit zwei Oeltropfen, einzellig, 6—10 f-i lang, 4 — 6 ^i dick, hyalin. An den Blättern von Faba vulgaris Moench (Yicia Faba) durch das Gebiet, häufig; auch in Belgien etc. Der Pilz ist jedoch oft steril und meist mit Uromyces Fabae vereinigt. Filago 334. Ph. Filaginis (Westendorp). Syn. Phoma Filaginis Westend., Kickx, Fl. crypt. Flandr. I. p. 442. Sacc, SyU. III. p. 143. Fruchtgehäuse zerstreut, klein, zahlreich, bedeckt, dann hervor- brechend und etwas hervorragend, die Oberfläche der Nährpflanze Filago 122 Phyllosticta schwärzend, kugelig;, glänzend schwarz, mit papillenförmiger Mündung; Sporen cylindrisch, gerade, 5 /n lang, 1,3 /» dick, hyalin. An den Blättern von Filago arvensis in Belgien. Fraiffiria 335. l*h. Iragaricola Desm. et Rob., pr. p. (ut videtur). Plat. Crvpt. III. Xo. 686. Mich. I. p. 140. Sacc, Syll. III. p. 40. Syn. Ph. Fragariae Porsoon in Herb. Ehrenb. im Kgl. Bot. Mus. in Berlin. Flecken über die ganze Blattfläche unregelmässig zerstreut, klein, meist etwas eckig, nach Yertrocknung weisslich, mit dunkel- blutrother Umrandung; J'ruchtgehäuse punktförmig, entfernt- zer- streut; Sporen länglich-eiförmig, gerade, ohne Oeltropfen, 5 /t lang, 1,5—2 /t dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Fragaria vesca und Fr. chileusis durch das Gebiet; auch in Frankreich und Italien. 336. Ph. leptothyrioides (Karst). Syn. Phoma leptothyrioides Karst., Hedw. 1884. p. 48 Sacc, Syll. III. p. 144. Fruchtgehäuse lierdenweise, von der Oberhaut bedeckt, bald nackt, rundlich-schüsseiförmig, glänzend, mündungslos, 2 fi breit (?); Sporen verlängert, beidendig spitz, gekrümmt, 7 — 8 /t lang, 1,5 u dick, hyalin. Auf der Oberseite abgestorbener Blätter von Fragaria in Finnland. Gafeojisis 337. Ph. Galoopsidis Sacc, Mich. I. p. 150; Syll. III. p. 50. Flecken nach Yertrocknung schwach ocherfarbig, verschieden gestaltet, mit gleichfarbigem Rande; Fruchtgehäuse sehr klein, linsen- förmig, 60 fi im Durchmesser, mit Scheiteldurchbohrung; Sporen länglich, oft ungleichseitig, an beiden Enden abgerundet, mit zwei Oeltropfen, 4 /i lang, 3 ,« dick, hyalin. Auf den Blättern von Galeopsis versicolor bei Selva im nörd- lichen Italien; wahrscheinlich auch im Gebiete und noch auf anderen Species der Gattung Galeopsis. Gent kl na 338. Ph. OciitianoIIao Massalongo, Nuova Contr. Mic. Ver. p. 40. Sacc, Syll. XL p. 481. Flecken blass mit gelblicher Umrandung; Fruchtgehäuse 40 bis 55 /t im Durchmesser; Sporen 2,5 — 4 /i lang, 0,7 — 1 /< dick, hyalin. An welkenden Blättern von Gentiana asclepiadea durch das Gebiet, z. B. Waldung am Fusse der „hohen X^oth" im Graswang- Phyllosticta 123 Genttana tbale bei Oberammergau in Oberbayern; auch am Monte Baldo bei Yerona (Massalongo). * Die Flecken sind verschieden gestaltet und unregelmässig über die Blatt- fläche zerstreut, oft zusamraenfliessend ; die Fruchtgehäuse stehen auf der Ober- seite der Flecken gedrängt -herdenweise, sind sehr klein, erst bedeckt, dann etwas hervorbrechend, fast schwärzlich, die Sporen wie oben angegeben. Mit dieser Phyllosticta auf der Oberseite der Flecken ist meistens Eaniularia evanida (J. Kühn) Sacc. auf der Unterseite der Flecken vergesellschaftet, wenigstens bei den bayerischen Exemplaren. GfecJionia 339. Ph. Olechomae Sacc., Mich. I. p. 151; Syll. III. p. 50. Exs. Krieger, Fungi saxonici exs. No. 1192. Flecken verschieden gestaltet, buchtig, nach Yertrocknung braun ; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig, am Scheitel durch- bohrt; Sporen länglich, beidendig abgerundet, gerade oder etwas gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 7 /n lang, 3 — 3,5 fii dick, hyalin. Auf den Blättern von Glechoma hederacea durch das Gebiet, z. B. Königstein in Sachsen (Krieger) ; auch im nördlichen Italien. Globularia 340. Ph. Grlobiilariae Westend., Bull. Acad. Belg. IL Ser. t XIL No. 7. Sacc, Syll. III. p. 56. Flecken fast kreisrund, dunkelbraun, im Centrum verbleichend, von einer braunschwarzen Linie umgeben; Fruchtgehäuse auf der Oberfläche der Flecken, zerstreut, punktförmig, schwärzlich, am Scheitel durchbohrt; Sporen eiförmig, mit zwei Oeltropfen, hyalin. Auf den Blättern von Globularia vulgaris in Belgien (Crepin). Da mir der Pilz unbekannt ist, kann ich leider die unvollständige Beschreibung der Sporen nicht ergänzen. Sicherlich kommt der Pilz auch im diesseitigen Gebiete vor. Glycyrrhiza 341. Pli. Grlycyrrliizae Brun., Miscell. myc. IL p. 34. Sacc, Syll. XL p. 478. Flecken braun; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz; Sporen 7 /i lang, 2 — 2,2 fx dick, hyalin. Auf den Blättern von cultivirter Glycyrrhiza glabra bei Koche- fort in Frankreich. Da die Nährpflanze stellenweise im Gebiete gebaut wird, kommt sicher auch dieser Pilz da vor. Gomphrena 124 PJußosticta Goniphrena 342. rii. (xomplireiiae Sacc. et Speg., Mich. 1. p. 151; Syll. III. p. 53. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, breit, auf beiden Blattseiten sichtbar, nach Vertrocknung gelblich, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig, am Scheitel durchbohrt, mit weitzellig-parenchymatischem, russfarbigem Gewebe; Sporen länglich -elliptisch, 7 — 8 /i lang, 3 ,« dick, hyalin. Auf Blättern von Gomphrena globosa bei Conegliano im nörd- lichen Italien. Hellehorus 343. Ph. lielleborclla Sacc, Fung. Yen. Ser. Y. 301 ; Mich. I. p. 143; Syll. III. p. 37. Flecken nach Yertrocknung weiss, glänzend, verschieden ge- staltet, oft eckig, schwarz gerandet, meistens auf der Blattoberseite; Fruchtgehäuse linsenartig, ziemlich weit geöffnet, punktförmig; Sporen länglich- eiförmig, beidendig spitzlich, mit zwei Oeltropfeu, 7 n lang, 3 /t dick, hyalin. Auf den Blättern von Helleborus viridis bei Covollo im nörd- lichen Italien, oft gesellig mitSphaerella (jetztMycosphaereila) Hermione Sacc, deren Spermogonienform die Phyllosticta nach Sacc. ist. 344. Ph. atro-zoiiato Yoss., Mater. Pilzfl. Krains. Y. p. 230, fig. 4. Sacc, Syll. X. p. 125. Flecken aschgrau, im Centrum schwarz, im Umfange von drei bis vier schwarzen Zonen umgeben, kreisförmig oder elliptisch, 1—2,5 cm breit, auf der Blattoberfläche; Fruchtgehäuse punktförmig, kreisständig, kugelig, schwarz; Sporen kugelig- elliptisch, oft mit einem bis drei Oeltropfen, 3 — 5,5 /i lang, 2— 3 /t dick, gelb- grünlich -hyalin. An den Blättern von Helleborus viridis und Helleborus alti- folius bei Podnart in Oberkrain; im Gebiete wahrscheinlich verbreitet. 345. Ph. hcllchorieola C. Massalongo, Contr. Mic. Yer. p. 81. t. I. fig. (3. Sacc, Syll. X p. 126. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, vertrocknet, eckig, zuweilen zusammenfliessend, auf der Blattoberseite weisslich; Fruciitgehäuse auf der Unterseite der Flecken, fast kugelig, punkt- förmig, am Scheitel durchbohrt, 70—100 /< im Durchmesser, unter der Oberhaut mit spinnwebartigen Mycelfasern verbunden, zahlreich, PJiyllosticta 125 Helleborus gleichsam angesät; Sporen sehr klein, fast stäbchenförmig, an beiden Enden kaum etwas verdickt, stumpf. An welkenden Blättern von Helleborus viridis um Verona im nördlichen Italien. 346. Ph. eifiisa (Rob.). Syn. Phoma effusa Eob., Desm. 22. Not. p. 8. Sacc, Syll. III. p. 144. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, seltener auf der Unter- seite, fast herdenweise, dann ergossen, punktförmig, innen weiss, von der Epidermis bedeckt, Vs nim im Durchmesser, mit papillen- förmiger, hervorbrechender Mündung, zuweilen von einem weissen Hofe umgeben; Sporen länglich, beidendig stumpf lieh, ca. 5 — 7 /t lang, 2,5 /li dick, hyalin. An trockenen Blättern von Helleborus in Frankreich. 347. Pli. lielleboriaiia Brunaud, Flor. myc. Saint, et Four. in Bull. Soc. Sc. Nat. Louest. p. 217. Sacc, Syll. XI. p. 477. Flecken grau, braun gerandet; Fruchtgehäuse schwarz, mikro- skopisch klein; Sporen 3 f.i lang, 2,5 jli dick, hyalin. Auf welkenden Blättern von Helleborus foetidus bei Saintes in Frankreich. Heliaiithemum 348. Ph. Helianthemi Roum., Rev. Myc. lY. p. 217. Sacc, Syll. III. p. 38. Flecken fast kreisrund, weisslich, klein, weinroth gerandet; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz; Sporen sehr klein, länglich, 3,5 jft lang, 1 f.i dick, hyalin. An Blättern von Helianthemum vulgare bei Dreux in Frankreich. 349. Ph. heliaiithemicola Allescher in „Bericht, d. Bayer. Bot. Ges. 1895. p. 31. Flecken unregelmässig, ochergelblichgrau, unbestimmt, auf beiden Blattseiten sichtbar; Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, kugelig- niedergedrückt, am Scheitel durchbohrt, schwarz; Sporen länglich, beidendig abgerundet, einzellig, mit zwei Oeltropfen, 5 — S fx lang, 1,5 — 2,5 /z dick, hyalin. An lebenden Blättern von Helianthemum vulgare bei Ober- ammergau in Oberbayern; sicher im Gebiete weiter verbreitet. Von Ph. Helianthemi Eoum. durch die Beschaffenheit der Flecken, ganz besonders aber durch die noch einmal so grossen Sporen abweichend. Hieracium 126 PhyUosHcta Hieraciutti 350. Pli. Hieracii Allescher et SydoAv, in Sydow, Beitr. z. Kenntn. d. Piiztlora d. Mark Brandeub. I. in Hedw. XXXYI. p. (159). Exs. Sydow, Mycotheca Marchica No. 4473. Flecken fast kreisrund oder unregelmässig, oft zusammen- fliessend, concentrisch- gefurcht, ocherfarbig, im Centrum später ausbleichend; Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, klein, ungleich, schwarz ; Sporen oval oder eiförmig, an beiden Enden abgerundet, oft ungleichseitig oder leicht gekrümmt, oft mit zwei Oeltropfen, einzellig, 5 — 7 ß lang, 2 — 3 /< dick, hyalin. An welkenden Blättern von Hieracium pseudocerinthe im botan. Garten zu Berlin (Sydow). Es ist mir sehr wahrscheinlich , dass die oben beschriebenen Flecken von einem thierischen Wesen (Milbe oder Blattlaus) mit verursacht werden, da ich auf der Unterseite mehrerer Flecken ein solches beobachtete. Hutnulus 351. Ph. Humuli Sacc. et Speg., Mich. I. p. 144; Syll. III. p. 53. Exs. Krieger, Fungi saxonici exs. No. 945. Flecken verschieden gestaltet, nach Vertrocknung weisslich; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, 80—90 /» im Durchmesser, mit enger Durchbohrung, dünnhäutig, gelblich - russfarbig ; Sporen länglich, an beiden Enden abgerundet, gerade oder etwas gekrümmt, mit einem bis drei Oeltropfen, 6 — 9 jtt lang, 4— 5/t dick, hyalin. An welken Blättern von Humulus Lupulus durch das Gebiet, z. B. Königstein in Sachsen (Krieger), bei München in den Isar- auen etc.; auch im nördlichen Italien. Var. major Ell. et Ev., Journ. Myc. 1889. p. 145; Sacc, Syll. X. p. 133. Flecken schmutzig röthlich- weiss, später weisslich, 2 — 3 mm im Durchmesser, fast kreisförmig, schmal erhaben gerandet; Frucht- gehäuse auf der Oberseite der Blätter, eingewachsen, gelblich, 80— 90 /t im Durchmesser; Sporen mit einem bis drei Oeltropfen, 12 — 16 /t lang, 4 — 5 /t dick. An den Blättern von Humulus in -Iowa in Nordamerika. Mir scheint, diese angebliclie Varietät sei nur ein liöherer Reifezustand der Normart und wird daher sehr wahrscheinlicli auch im Gebiete beob- achtet werden. Pht/llosticta 127 Humulus Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschriehen: Ph. japonici Tautr. (Sacc. , Syll. X. p. 133). Auf Humuhis japonicus, Cöte d'Or in Frankreich. Sporen 8 = 2,5—3. Iiiula 352. Ph. Inulae Allescher et Sydow, in P. Sydow, Beitr. z. Kenntn. d. Pilzfl. d. Mark Branden b. I. in Hedw. XXX VI. p. (159). E.\s. P. Sydow, Mycotheca marchica No. 4475. Flecken kreisrund, dunkelbraun, später im Centrum weisslich, schwärzlich-braun gerandet; Fruchtgehäuse auf der Oberseite des Blattes, eingewachsen, etwas hervorragend, am Scheitel durchbohrt, blassbraun; Sporen klein, eiförmig oder eiförmig -länglich, 4 — 6 ^ce lang, 2 — 3 /t dick, hyalin. Auf lebenden und welkenden Blättern von Inula britanica, gesellig mit Septoria Inulae Sacc. bei Zellendorf nächst Berlin (P. Sydow). 353. Ph. inulicola (Brunaud). Syn. Phoma inulicola Brun. Miscell. myc. II. p. 36. Sacc, SyU. XI. p. 491. Fruchtgehäuse punktförmig, gedrängt, braunschwarz; Sporen 4 — 5 jtt lang, 2 /j, dick, hyalin. Auf trockenen Blättern von Inula squarrosa bei Saintes in Frankreich. Lagenaria 354. Ph. Lagenariae Passer., Diagn. F. N. III. No. 58. Sacc, Syll. X. p. 132. Flecken schmutzig, scheibenförmig oder unregelmässig, bald zerreissend; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, klein, herden- weise; Sporen länglich, an beiden Enden abgerundet, gerade, ohne Oeltropfen, 10 — 12,5 /t lang, 5 fi dick, hyalin. An welkenden Blättern von Lagenaria im botanischen Garten zu Parma im nördlichen Italien. Latnium 355. Ph. Laniii Sacc, Mich. I. p. 142; Syll. III. p. 49. Exs. Krieger, Fungi saxonici exs. No. 1193. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, ziemlich breit, nach Yertrocknung weisslich, von einer mehr oder weniger breiten, ocherfarbigen Zone umgeben; Fruchtgehäuse entfernt-zer- streut, punktförmig, am Scheitel durchbohrt, weitzellig, gelblich; Sporen länglich, an beiden Enden stumpf lieh, mit zwei Oeltropfen, Lamium 128 Phyllosticta 7 jtt lang, 3 ^n dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, zugespitzt, 5 jLi lang, 3 /* dick. Auf Blättern von Lamium album und Lamium Orvala im Gebiete, z. B, in der sächsischen Schweiz (Krieger) ; auch in Sibirien und im nördlichen Italien. 356. Ph. A>iiziaiia Mart. in K Giorn. bot. ital. 1888. p. 306. Sacc, Syll. X. p. 130. Flecken klein, rund, grau; Sporen länglich, an beiden Enden abgerundet, 12 fi lang, 5 /* dick, hyalin; Fruchtgehäuse? An lebenden Blättern von Lamium im nördlichen Italien. Lainjysana 357. Ph. Lampsanae P. Sydow in Beitr. z. Kenntn. d. Pilzfl. d. Mark Brandenb. I. in Hedw. XXXVI. p. (159). Exs. Sydow, Mycotheca marchica No. 4544. Flecken auf der Blattoberseite, zerstreut, unregelmässig, oft zusammenfliessend, wenig concav, weisslich, purpurn gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, eingesenkt, punktförmig, ca. 100 — 150 /j im Durchmesser; Sporen fast elliptisch, auch cylindrisch, beid- endig abgerundet, 5 — 6 /t lang, 2 — 2,5 in dick, hyalin. An lebenden Blättern von Lampsana communis bei Berlin (P. Sydow). Der Pilz färbt die Oberseite der Blätter purpurn. La})})» 358. Ph. Lappac Sacc, Mich. L p. 151; Syll. IIL p. 44. Flecken fast kreisrund und buchtig, nach Vertrocknung grau- braun, dunkler gerandet; Fruchtgehäuse etwas entfernt von ein- ander, punktförmig, linsenartig, 70 jii im Durchmesser, von gelb- lichem Gewebe; Sporen eiförmig-länglich oder fast nierenförmig, 6 jU lang, 3 fx dick, hyalin. Auf den Blättern von Lappa minor bei Selva im nördlichen Italien; sicherlich auch im Gebiete. Loserjfitiuin 359. Ph. Laserpitii Sacc, Mich. I. p. 145; Syll. III. p. 45. Flecken auf der Oberseite der Blätter, klein, grauweisslich; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig, 90—100 jtt im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen fast elliptisch-länglich, gerade, mit zwei Ocltropfen, 4—5 fjL lang, 2,5—2,7 //. dick, hyalin. Fhyllosticta 129 Laserpitium Auf noch lebenden und welkenden Blättern von Laserpitium lati- folium stellenweise im Gebiete, z. B. bei Mittenwald in Oberbavern beim Aufstieg in das Leutaschtbal von mir gesammelt; auch im nördlichen Italien. Auf denselben Blättern befindet sich auch oft Placosphaeria Laserpitii Allesch. Lathyrus 360. Ph. lathyrina Sacc. et Winter, Hedwigia 1883. No. 1. p. 1. Sacc, Syll. III. p. 42. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, ungestaltet, blass-ocher- farbig, rostroth gerandet; Fruchtgehäuse eingewachsen, etwas hervor- ragend, dünnhäutig, 120 — 140 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, blass-russfarbig; Sporen länglich -elliptisch, an beiden Enden abgerundet, einzellig, ohne Oeltropfen, 5 — 7 jtt lang, 2 — 3,5 fi dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Lathyrus silvestris, oft vereinigt mit Septoria fulvescens Sacc, unter Gesträuch bei Zürich in der Schweiz; sicherlich auch noch anderwärts. Ferner wurde auf dieser Nährpflanze noch beschrieben : Ph. miiiussineusis Thüni. (Sacc, Syll. III. p. 42). Auf lebenden und welkenden Blättern von Lathyrus pisiformis in Sibirien. Sporen 3,5 — 4,5 = 1,5—2. LepidUmv 361. Ph. Lepidii Brun., MiscelL myc p. 30. Sacc, Syll. XL p. 477. Flecken klein, erst braun, dann blass; Fruchtgehäuse punkt- förmig, schwarz; Sporen 5 /t lang, 2 fi dick, hyalin. Auf den Blättern von Lepidium graminifolium bei Saintes in Frankreich. Linaria 362. Ph. Linariae Sacc, Mich. IL p. 588; Syll. IIL p. 47. Flecken fast kreisrund, nach Yertrocknung weisslich, schmal röthlich gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig, am Scheitel durchbohrt, kaum 100 ,a im Durchmesser; Sporen eiförmig-länglich, 4 }.i lang, 2,5 /t dick, hyalin. Auf Blättern von Linaria Elatine Mill. bei Saintes in Frankreich; sicher auch im Gebiete. Lychnis 363. Ph. puiictiformis (Desm.). Syn. Phoma punctiformis Desni. XYII. Not. p. 11. Sacc, Syll. III. p. 145. Winter, die Pilze. VI. Abth. Q Lychnis 130 Phyllosticta Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, öfter auf der Bhitt- oberseite, zahh-eich, zerstreut, abgerundet, convex, schwarzbraun, von der Epidermis bedeckt, mit Papille, dann durchbohrt; \'- mm im Durchmesser; Rauken blassgrau; Sporen länglich, ungleich, 5 — 7 fi lang, hyalin. An abgestorbenen Blättern von Lychnis chalcedonica, bisher nur aus Frankreich bekannt. Li/simacJiia 364. Pli. Leteiidrci (Sacc). Syn. Phonia Letendrei Sacc, ]\Iich. I. p. 526; Syll. III. p. 146. Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, zerstreut, hervorbrechend, dann oberflächlich, linsenförmig, ziemlich gross, 0,5 — 0,6 mm im Durchmesser, glänzend schwarz, fast mündungslos, von parenchy- matischem, schwarz -russfarbigem Gewebe; Sporen spindelförmig, sichelförmig-gekrümmt, beidendig spitz, 7 — 9 /t lang, 1,5 /< dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, gabelig -getheilt, 18 — 20 /t lang, 1 /(. dick. Auf der Oberseite der Blätter von Lysimachia Xummularia bei Rouen in Frankreich. 365. Ph. Lysimacliiae Allescher in Ber. d. Bayer. Botan. Ges. 1895. p. 31. Exs. AUesch. et Schnabl, Fiingi bavarici exs. Cent. VI. No. 569. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, unregelmässig, von den Nerven begrenzt, grünlich -grau, dann blass-oclierfarbig, oft zusammenfliessend; Fruchtgehäuse meist auf der Blattunterseite, oft jedoch auf beiden Blattseiten, sehr zahlreich, herdenweise, hervor- brechend, mit weiter Mundöffnung, schwarz; Sporen stäbchenförmig oder länglich, sehr klein, meistens gerade, an beiden Enden stumpf oder abgestutzt, einzellig, 3 — 5 /t lang, 0,5 — 1 fi dick, hyalin. Auf welkenden Blättern von Lysimachia vulgaris durch das Gebiet, z. B. um München im Isarthale bei Grosshesselohe (Schnabl); um Oberammergau im Graswangthale ipselegi; bei Finckenburg in der Mark Brandenburg (Prof. Dr. P. Magnus). Mafi'a PIi. (lestructiva Desm., Ann. sc. nat. 1S47. p. 29. Sacc, Syll. III. p. 40. Auf Blättern von Malva, Lycium otc. Siehe Lyrünu.. Medicago 366. Ph. 3Ie(lioagmis (Fuck.) Sacc, Syll. III. p. 42. ■ Syn. Ascocliyta Metlicaginis Fuck., Synib. niyc. p. 388. Exs. Fackel, Fun;^ rhenani No. 488. Phißlosticta 131 Medicago Fruchtgehcäuse eingesenkt, schwarz, mit Scheiteklurchbührung, aus welcher die Sporen in Gestalt eines durchsichtigen Tropfens austreten; Flecken orangefarbig; Sporen sehr klein, cylindrisch, gekrümrat, hyalin. An lebenden Blättern von Medicago falcata und sativa durch das Gebiet, z. B. bei Oestrich im Rheingau (Fuck.) ; auch in Italien. Melamjiyruin 367. Ph. Melampyri Allescher in Hedwigia 1894. p, 70. Sacc, Syll. XL p. 480. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisrund, blass- ocherfarbig, dunkler gerandet; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, niedergedrückt, ocherfarbig; Sporen cylindrisch, gerade, an beiden Enden abgerundet, einzellig, 8—12,« lang, 2,5 — 3 ^t dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Melarapyrum silvaticum bei München im Allacher-Forst ipse legi. Von Leptothyrium Melampyri Bäumler, und Marsonia Melampyri Trail vorzüglich durch die Grösse und Gestalt der Sporen weit vorschieden. 3Ielittis 368. Ph. Jlelissopliylli Passer., Diagn. F. K III. Xo. 60. Sacc, Syll. X. p. 191. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, scheibenförmig oder eckig, nach Vertrocknung weisslich-grau, von einem dunkelrothen Hofe umgeben; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, fast herdenweise, punktförmig, bedeckt; Sporen länglich, an beiden Enden abgerundet, mit zwei Oeltroj)fen, einzellig, 7,5 — 10 f^i lang, 4,5 /t dick, hyalin. An lebenden Blättern von Melittis Melissophyllum bei Parma im nördlichen Italien. 3Ienispei'niurn 369. Ph. 3Ienispermi Passer., Diagn. F. X. III. Xo. 50. Sacc, Syll. X. p. 129. Flecken regellos über die Blattfläche zerstreut, eckig, von den Xerven begrenzt, auf der Oberseite dunkelbraun, unterseits grau; Fruchtgehäuse auf der Unterseite der Flecken, herdenweise, sehr klein, kugelig, bedeckt, häutig, mehr oder weniger bläulich; Sporen elliptisch, einzellig, mit zwei mehr oder weniger deutlichen Oel- tropfen, gerade, 5 — 6 f^i lang, 3 // dick, hyalin. An welken Blättern von Menispermum canadense im botan. Garten zu Parma. 9* Menispermum 132 PhyUosticta Ferner ist auf dieser Xährpflanze noch beschrieben: Ph. iibortiva Ell. et Kollerni. (Sacc, Syll. X. p. 129). Auf Menispermum canadense in Nordamerika. Flecken fast kreisförmig, 0,25 — 1 cm im Durchmesser, mit dunkelbraunem, etwas erhabenem Rande ; Fruchtgehäuse eingewachsen, durch- bohrt, klein, schwarz, zerstreut; Sporen nicht beschrieben. 31erciirialis Ph. 3lercurialis Desm. (Sacc, Syll. III. p. 53) gehört seinen Sporen nach sicher nicht hierher, sondern wohl zu Cercospora. Xastiirfiiiiti 370. Ph. aiieeps Sacc, Mich. I. p. 532; Syll. III. p. 39. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisförmig-, klein, anfangs schwärzlich-grün, dann weiss-gelblich, dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse kugelig-linsenförmig, fast bedeckt, 80 — 90 /n im Durch- messer, am Scheitel durchbohrt; Sporen würstchenförmig, mit zwei kleinen Oeltropfen, 4—5 /j. lang, 1 — 1,5 f.i dick, hyalin. An den Blättern von Kasturtium amphibium und Xasturtium anceps bisher nur aus Frankreich bekannt; zweifellos auch im Gebiete. Kicotiana 371. Pli. Tabaei Passer., Critt. Tabacco. No. 1. Sacc, Syll. III. p. 48. Flecken erst buntfarbig und ein wenig blasig aufgetrieben, dann an vertrockneten Stellen weiss, unregelmässig, fast zusammen- fliessend, gleichsam angesät, oft steril, einzelne in der Mitte schmutzig weiss gefärbte jedoch überall schAvarze, punktförmige Fruchtgehäuse tragend, bald zerreissend; Sporen eiförmig, gerade, 7 /t lang, 3/» dick, hyalin. An den Blättern von Nicotiana Tabacum in den Tabak bauenden Orten des Gebietes und in Gärten; auf Nicotiana alata in einem Garten in Freising (Prof. Dr. Weiss); auch in Norditalien. 372. Ph. capsulicola SaccetSpeg. , Mich. I. p. 152; Syll. III. p. 48. Flecken undeutlich; Fruchtgehäuse herdenweise, punktförmig, linsenartig, 70 — 100 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von parenchymatischem, schwach-russfarbigem Gewebe; Sporen eiförmig, etwas gekrümmt, mit einem bis zwei Oeltropfen, 7 — 11 /f lang, 3 — 4,5 /t dick, hyalin. An den Fruchtkapseln von Kicotiana Tabacum im nördlichen Italien; voraussichtlich auch im diesseitigen Gebiete. Phyllostida 133 Nicotiana Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. nicotiana Ell. et Ev. (Sacc, Syll. XI. p. 480). Auf Nicotiana Tabacum in Nordamerika. Sporen 3,5—5 = 1,5, hyalin. NupJtar 373. Ph. Nupharis All es eher nov. nomen. Syn. Phoma Westendorpü Tosqu, et West. Not. V. p. 21. Sacc, Syll. III. p. 145. Fruchtgehäuse sehr zahlreich, zerstreut, eingewachsen, hervor- brechend, fast kugelförmig, dann einsinkend, braun -röthlich, dann schwärzlich, mit papillenförmiger Mündung ; Sporen eiförmig-länglich, 10/^1 lang, 3 j(t dick; Sporenträger dünn, fast ästig. An faulenden Blättern von ^uphar luteum Sm. in Belgien. Bei Versetzung dieser Art in die Gattung Phyllosticta musste leider der Name geändert werden, da es schon eine Phyllosticta Westendorpü Thüni. auf Berberis giebt. Ni/nijihaea 374. Ph. hydrophila Speg., Nov. Add. No. 152; Mich. IL p. 277. Sacc, Syll. III. p. 56. Flecken ftist kreisrund, unbestimmt, dunkelbräunlich; Frucht- gehäuse erst dem Blattparenchym eingesenkt, dann etwas hervor- ragend, kugelig-hnsenartig, klein, 150 — 180 /.i im Durchmesser, von ziemlich dichtem, pareuchymatischem, russfarbigem Gewebe; Sporen cylindrisch-spindelförmig, bogig gekrümmt, au beiden Enden spitzlich, 5—7 f.1 lang, 1,5 — 2 /li dick, hyalin. An welkenden Blättern von ISTymphaea alba im nördlichen Italien; sicher auch an verschiedenen Stellen des Gebietes. Ocitnuni 375. Ph. Basilici Brunaud, Miscell. myc. IL p. 35. Sacc, Syll. XL p. 480. Flecken graubraun; Fruchtgehäuse schwarz, klein; Sporen 8 fi lang, 2,5 /n dick, hyalin. An welkenden Blättern von Ocimum Basilicum bei Saintes in Frankreich; wohl auch im Gebiete. Orobiis 376. Ph. oroMna Sacc, Mich. L p. 149; Syll. IIL p. 42. Flecken buchtig, verschieden gestaltet, schwach - ocherfarbig, braun gerandet; Fruchtgehäuse punktförmig, am Scheitel durch- bohrt; Sporen eiförmig, mit zwei Oeltropfen , 3 jti lang, 1 f^i dick, hyalin. Orobus 134 PJnßosticta Auf Blättern von Orobus vernus, oft vereinigt mit Ascochyta Orobi. Im Gebiete, z. B. bei Bad Kissingen in Bayern (Prof. Dr. P. Magnus); auch im nördlichen Italien. 377. Ph. orobella Sacc, Miscell. myc. p. 25; Syll. III. p. 42. Flecken ausbleichend, verschieden geformt, ungerandet; Frucht- gehäuse herdenweise, punktförmig, anfänglich bedeckt, 80 — 100 /( im Durchmesser; Sporen länglich, ungleichseitig, an beiden Enden abgerundet, mit zwei Oeltropfen, 7 — 7,5 ti lang, 3 ß dick, hyalin. Auf Blättern von Orobus vernus bei Neuchatel in der Schweiz (Morthier); jedenfalls auch anderwärts im Gebiete. Von Ph. orobina Sacc. durch die Farbe der Flecken, Grösse und Gestalt der Sporen gänzlich verschieden. Oxafi.s 378. Ph. Oxalidis Sacc, Mich. I. p. 142; Syll. III. p. 39. Flecken verschieden gestaltet, nach Yertrocknung weisslich, russfarbig gerandet; Fruchtgehäuse zerstreut, nicht zahlreich, punkt- förmig, kugelig-linsen artig, am Scheitel durchbohrt, von weitzelligem Gewebe; Sporen kugelig-eiförmig, 4 /t lang, 3 /t dick, hyalin. Auf den Blättern von Oxalis Acetosella bei Conegliano im nördlichen Italien. Nach Saccardo vielleicht die Spermogonienform zu Sphaerella (jetzt Mycosphaerella) Selenes Sacc. auf Oxalis stricta. Könnte sie nicht ebenso gut zu Mycosphaerella Oxalidis Kabeuh. gehören? Paeonia 379. Ph. Paeoiiiae Sacc. et Speg., Mich. I. p. 160; Syll. III. p. 37. Flecken undeutlich; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, kugelig, etwas hervorragend, 200 /(, im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von weitzelligem Gewebe; Sporen eiförmig, hier und da mit zwei undeutlichen Oeltropfen, 10 /t lang, 5 /( dick, schwach- olivenfarbig. An Blättern von Paeonia corallina bei Conegliano im nörd- lichen Italien. 380. Ph. Montan Passer., Diagn. F. N. III. No. 48; Sacc, Syll. X. p. 126. Flecken braunschwarz, fast schcibenförmic: oder länclich; Frucht- gehäuse zerstreut, obcrtlächlich , punktförmig, dunkelbraun; Sporen elliptisch, ca. 4 fi lang, 2,5 fi dick, hyalin. PJiyllosticta 135 • Paeonia An welkenden Blättern von Paeonia Montan, Tigheffio bei Parma im nördlichen Italien. 381. Ph. baklensis C. Massalongo, Contr. Mic. Ter. p. 82. t. I. %. 7. Sacc, Svll. X. p. 126. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, mehr oder weniger ausgebreitet, unregelmässig, von den Nerven begrenzt, dunkelbraun; Fruchtgehäuse sehr zahlreich, gleichsam dicht angesät, klein, schwarz, kugelig, kaum hervorragend, auf der Blattunterseite, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, mit durchbohrter Mündung, 60 — 80 f.1 im Durchmesser; Sporen sehr klein, einzellig, kurz- stäbchenförmig, an beiden Enden kaum etwas verdickt, stumpf, 3 — 6 ju lang, 1,5 /n dick, hyalin. Auf der Unterseite der Blätter von Paeonia peregrina am Monte Baldo bei Yerona. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. Comraoiisii Ell. et Ev. (Sacc, Syll. X. p. 126). Auf Paeonia in Nordamerika. Sporen 4 — 8, selten 6 — 7// lang, 2 — 2,5 fi dick, hyalin. Pentastenion 382. Pli. Pentastemoiiis Cooke in Grevillea XIY. p. 90. Sacc, Syll. X. p. 130. Flecken unregelmässig, braun, undeutlich gerandet; Frucht- gehäuse halb eingesenkt, oft kreisförmig gestellt, zuweilen zerstreut, 23unktförmig, schwarz; Sporen eiförmig-länglich oder fast elliptisch, 5 |U lang, 3 fx dick, hyalin. An den Blättern von Pentastemon grandiflorum in Gross- britannien. Forma Peiitasteiiionis azurei All es eher. Exs. P. Sydow, Mycotheca marchica No. 4478 (unter Var. major Allesch.). Sporen eiförmig- länglich oder länglich, an beiden Enden ab- gerundet, mit zwei Oeltropfen, 7 — 10 /t lang, 3 — 3,5 // dick, hyalin. An lebenden und welken Blättern von Pentastemon azureum in Baumschulen bei Berlin (Sydow). Forma Pentastemoiiis hybridi Allescher. An lebenden und welken Blättern von Pentastemon hybridum in den Kgl. Baumschulen zu Weihenstephan bei Freising in Ober- bayern (Prof. Dr. Weiss). PentastemoH 130 PJu/Uosticta Sporen eiförmig -länglich oder länglich, auch oft fast elliptisch, an beiden Enden abgerundet, selten mit zwei Oeltropfen, 5 — 10^ lang, 3 — 3,5 ,« dick, hyalin. Die erste Form habe ich im Briefe an P. Sydow als Varietät major beschrieben, glaube aber jetzt, dass dieselbe keine eigentliche Varietät, sondern nur einen höheren Reifezustand oder vielleicht eine Standortsmodification (nach der NährpÜanze) darstellt; ebenso die z^Yeite Form, welche mit der ersten fast vollständig überein- stimmt. Bezüglich der Flecken und der Fruchtgehäuse stimmen beide Formen mit der typischen Art genau überein. l'eta Sites 383. Ph. Petasitidis Ell. et Ev., Proc. Ac. Phil. 1891. p. 76. Sacc, Syll. X. p. 129. Flecken fast kreisrund, rothbraun, zuweilen im Centruin blasser, 0,5 — 1 cm im Durchmesser, concentrisch-gefaltet, unbestimmt be- randet; Sporen länglich-elliptisch, 5—8 ,« lang, 2,5—3 /.i dick, hyalin. Auf den Blättern von Petasites palmata in Canada in Nord- amerika. Forma Petasitidis officinalis All escher. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici exs. Cent, V. Xo. 462. Fruchtgehäuse herdenweise auf den oben beschriebenen Flecken, von der Epidermis bedeckt, dann hervorbrechend, kugelig -linsen- artig, schwarz; Sporen länglich -elliptisch, zuweilen mit zwei Oel- tropfen, meistens ohne solche, einzellig, 5 — 7 /i lang, 2— 3,5 ^it dick, hyalin. Auf noch lebenden Blättern von Petasites officinalis um Ober- ammergau: an der Halbammer bei Unternogg in Oberbayern von mir gesammelt. Forma Petasitidis iiivei All es eher. Flecken und Fruchtgehäuse wie vorher; Sporen länglich- elliptisch, an Grösse sehr verschieden, 4 — 8 ,u lang, 2 — 3 /t dick, hyalin. An welkenden Blättern von Petasites niveus in den Isarauen bei Cirosshesselohe nächst München (Schnabl). Ifh hof^o (lio sichere Ucberzeiif^uiif,', uchtgehäuse zerstreut, punkt- f()rmig, schwarz; Sporen eiförmig, länglieh, 6,5 — 7 /t lang, 2,5 /f dick, hyalin. Phyllosticta 145 Sanicula Auf den Blättern von Sanicula europaea bei Saintes in Frankreich. Sicher auch im Gebiete aufzufinden. Saponaria 409. Ph. Saponariae (Fuck.) Sacc, Mich. I. p. 154; Syll. III. p. 43. Syn. Ascochyta Saponariae Fuck., Symb. myc. p. 388. Exs. Fuckel, Fungi rlienani No 2230. Flecken fehlend oder undeutlich; Fruchtgehäuse auf der Blatt- oberseite, zuweilen fleckenförmig zusammengehäuft, punktförmig, kugelig-hervorragend, 80 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, sehr schwarz ; Sporen sehr dünn, cylindrisch, fast gerade, 4 ß lang, 0,5 jii dick. Auf noch lebenden Blättern von Saponaria officinalis, zugleich mit Septoria durch das Gebiet, z. B. im Eheingau bei Hattenheim und Eberbach (Fuckel); um Straubing in Bayern: in den Donauauen. Nach Fuckel überzieht diese Art die lebenden Blätter oft ganz und färbt dieselben braunschwarz; der Pilz kommt auch im nördlichen Italien (Saccardo) und bei Schemnitz in Ungarn (Bäuraler) vor. 410. Ph. radiata (Preuss). Syn. Phoma radiata (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 145. Gerulajacta radiata Preuss, Fung. Hoyerswerd. No. 313. Fruchtgehäuse halbkugelig, gesellig, schwarz, häutig, mit weissem, schleimigem Kern; Sporenträger concentrisch , lang, fadenförmig, farblos; Sporen klein, eiförmig, farblos. Auf den Blättern von Saponaria bei Hoyerswerda in Deutschland. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. tenerrima Ell. et Ev. (Sacc, Syll. XL p. 479). Auf Saponaria officinalis in Nordamerika. Sporen 4 — 6 = 2—2,5, hyalin. Saxifraya 411. Pli. Saxifragarum (Westendorp). Syn. Phoma Saxifragarum West, Not. VI. p. 23. Mich. IL p. 617. Sacc, Syll. III. p. 145. Fruchtgehäuse herdenweise , eingewachsen - hervorbrechend, punktförmig, fast kugehg, mit durchbohrter Mündung; Sporen länglich, beidendig stumpflich, zuweilen in der Mitte etwas zusammengeschnürt, mit zwei Oeltropfen, 6 — 1 n lang, 2,5 /t dick, hyalin. Winter, die PiUe. VI. Abth. 1 Saxifraga 146 Phyllostida An welken Blättern, besonders an den Nerven, von cultivirter Saxifraga crassifolia in Deutschland; auch in Belgien und Frankreich. Scorzonera 412. Pli. Seorzoiiorae Pass. in Brunaud, Champ. nouv. YI. p. 2. Sacc, Syll. X. p. 129. Fruchtgehäuse auf der Blattunterseite, punktförmig, gehäuft und klein, braune Flecken bildend; Sporen kurz-stäbchenfürmig, gerade oder etwas gekrümmt, 8 — 10 ^ lang, 2 tr dick, hyalin. Auf Avelken Blättern von Scorzonera hurailis bei Pessines in Frankreich; sicher auch im Gebiete. Scro2}Iiiilaria 413. Ph. Serophiilariae Sacc, Mich. I. p. 159; Syll. III. p. 46. Flecken unregelmässig über die Blattfläche zerstreut, ocher- farbig, mit fast gleichfarbigem Rande; Fruchtgehäuse punktförmig, zerstreut ; Sporen fast elliptisch, an beiden Enden stumpf, 5 /t lang, 3 /t dick, erst hyalin, dann dunkelbräiinlich. Auf den Blättern von Scrophularia nodosa im nördlichen Italien. Var. A'eronicae si)eciosae Sacc. Sporen elliptisch, 5 — 6.« lang, 3^4 /t dick, zuweilen in der Mitte sehr leicht zusammen- gezogen, olivenfarbig. Auf den Blättern der Yeronica speciosa bei Perpignan in Frankreich. Yielleicht wäre es natürlicher, diese Yar. zur Art zu erheben. 414. PIi. scroi)liularinea Sacc, Mich. I, p. 141; Syll. III. p.'46. Flecken klein, eckig, nach Yertrocknung weisslich, breit roth umrandet; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, 90 — 100 /< im Durchmesser, zerstreut; Sporen länglich, gerade oder etwas gekrümmt, sehr klein, beidendig abgerundet, 3 — 4 jli lang, 1 /t dick, hyalin. Auf der Oberseite der Blätter von Scrophularia nodosa durch das Gebiet, z. B. in Bayern : bei Mittenwald auf der Aschauer Alpe ipse legi; auch bei Selva im nördlichen Italien. Yon Ph. Scrophulariae Sacc und Ph. Ehrhartii Sacc. durch die Beschaffenheit der Flecken und ganz besonders der Sporen sicher verschieden. 415. Ph. Ehrhartii Sacc, Mich. 1. p. 140; Syll. III. p. 46. Flecken nach Yertrocknung weisslich, buchtig, blutroth gerandet; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, punktförmig, entfernt- PliyllosUda 147 Scrophularia zerstreut, linseuartig; Sporen länglich -eiförmig, 4 — 5 /n lang, 3 /t dick, hyalin. Auf den Blättern von Scrophularia Ehrhartii durch das Gebiet, z. B. um München in den Isarauen bei Föhring; auch im nörd- lichen Italien. Senecio 416. Ph. Jacol)aea Sacc, Mich. I. p. 149; Syll. III. p. 44. Flecken nnregelmässig über die Blattfläche zerstreut, ab- gestumpft-eckig, nach Yertrocknung ocherfarbig; Fruchtgehäuse punktförmig, entfernt; Sporen eiförmig oder kurz-oblong, ohne Oel- tropfen, 5 u lang, 2 a dick, hyalin. An lebenden Blättern von Senecio Jacobaea stellenweise durch das Gebiet; auch im nördlichen Italien. 417. PIi. Seiiecioiiis-cordati Allescher, Verz. in Süd-Bayern beob. Pilze, III. Abth. p. 13 im XII. Ber. d. Bot. Ver. in Landshut und in Hedw. 1895. p. 257. Exs. Allescher et Schnabl, Fungi bavarici exs. Cent. III. No. 269. Flecken gross, fast kreisrund oder unregelmässig, fast ocher- farbig, bald über die ganze Blattfläche sich ausbreitend; Frucht- gehäuse auf der Oberseite der Flecken, erst convex, dann ein- gesunken, zahlreich, am Scheitel durchbohrt, schwarz; Sporen eiförmig oder länglich, an beiden Enden stumpf, einzellig, oft mit zwei Oeltropfen, von verschiedener Grösse, 4 — 7 f^i lang, 2,5 — 3 /* dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Senecio cordatus in Bayern: bei Oberammergau, Linderhof und Unternogg; jedenfalls weiter verbreitet. Ferner wird auf Senecio noch beschrieben: Ph. Hualtatae Speg., Fung. Argent. (Sacc, Syll. III. p. 44). Auf lebenden Blättern von Senecio Hualtata in Süd-Amerika. Sporen 8—10 = 3—4. SUene 418. Ph. nehiilosa Sacc, Mich. IL p. 276; Syll. IIL p. 43. Flecken undeutlich, verbleichend; Fruchtgehäuse zuweilen zu dichten Herden gehäuft, punktförmig, eingewachsen-hervorbrechend, SO jii im Durchmesser; Sporen länglich -eiförmig, 6 — 7 ^ lang, 1,5—2 (.1 dick, hyalin. An welkenden und abgestorbenen Blättern von Silene vesper- tina in Bayern, z. B, in Gärten zu Neustift bei Freising ipse legi; 10* Silene 148 Phyllostida auf Blättern von Silene pendula in Gürten zu Padua im nörd- lichen Italien. 4U>. rii. Zalilbruckneri Bäumler in Beitr. z. Cryptogamenll. des Pressburger Comitates p. 7. Saec, Syll. X. p. 128. Flecken fast kreisrund, kloin, erst ocberfarbig, nach Yer- trocknung weisslich, erst blutroth, dann dunkelbraun berandet; Fruchtgehäuse auf der Oberfläche der Flecken, zerstreut, oft auch berdenweise, linsenartig, 150 — 180 /i im Durchmesser, von parenchy- matischem, schwach russfarbigem Gewebe und deutlicher Mund- öffnung; Sporen länglich, 8 — 12/< lang, 2 — 4 /< dick, an beiden Enden abgerundet, hyalin. An lebenden Blättern von Silene nutans in Bayern: am Eisen- bahndamm bei Allach nächst München ipse legi; in Ungarn am Gemsenberg bei Pressburg (Bäumler). Manche Exemplare der von mir bei München gesammelten Pflanzen waren gleichzeitig von Septoria dimera befallen. 420. Ph. Otites Brun., Miscell. myc. IL p.. 34. Sacc, Syll. XI. p. 479. Flecken undeutlich, olivenfarbig; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz; Sporen 8 /t lang, 2,5 — 3 /t dick, hyalin. An lebenden Blättern von Silene Otites, Fouras in Frankreich; jedenfalls auch im südlichen Gebiete. Solanum 421 Ph. Duk-amarac Sacc, Mich. I. p. 160; Syll. III. p. 4i). Flecken verschieden gestaltet, oft an den Blatträndern, nach Vertrocknung braun; Fruchtgehäuse auf der Blattoberseite, zerstreut, linsenartig, punktförmig, 80—90 /i im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen kugelig- elliptisch, ungleich, 5 — 6/* lang, 3 /* dick, erst hyalin, dann gelbgrünlich. Auf lebenden Blättern von Solanum Dulcamara oft mit Septoria im Gebiete, z. B. Oberammergau in Oberbayern; auch bei Selva im nördlichen Italien. Ell. et Everh. beschreiben auf Solanum Dulcamara aus Canada in Nord- amerika eine Ph. perforans Ell. et Ev. mit 3/) — r),.5/( langen, 2,5 ^m dicken, fast oliv gefärbten Sporen; dieselbe scheint jedoch mit der vorhergehenden Art identisch zu sein. Pliyllosticta 149 Solanum 422. Ph. hortoriim Speg., Nov. Add. No. 154, Mich. H. p. 277. Sacc, Syll. IIL p. 49. Flecken kreisrund, unberandet, gelb, im Centrum grau, auf beiden Blattseiten sichtbar, endlich ausbrechend; Fruchtgehäuse in der Mitte der Flecken, klein, 80 — 90 ,u im Durchmesser, kugelig- linsenförmig, von dünnem, häutigem, gelblich-olivenfarbigem Gewebe, am Scheitel durchbohrt; Sporen elliptisch oder eiförmig, beidendig abgerundet, 4 — 6 ^i lang, 2—2,5 .« dick, hyalin. An lebenden Blättern von Solanum Melangena in Gärten bei Belluno im nördlichen Italien. 423. Pli. Pseu(lo-eai}sici Roum., Rev. Myc. lY. p. 152. Sacc. Syll. III. p. 49. Flecken vt^eisslich-ocherfarbig, fast gebuchtet- kreisrund, oft am Blattrande, gelblich gerandet; Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, punktförmig, linsenartig, schwarz, am Scheitel durchbohrt; Sporen fast elliptisch, 8 — 10 ^t lang, 4 u dick, hyalin. Auf welken Blättern von cultivirtem Solanum Pseudo-capsicum bei Toulouse in Frankreich. Ferner sind auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. Aratae Speg. (Sacc, Syll. III. p. 48). Auf lebenden Blättern von Solanum glaucum in Argentinien. Sporen 7 — 10 = 3 — 4. Ph. Solan! Ell et Mar t. (Sacc, Syll. IIL p. 49). Auf Solanum spec. in Nordamerika. Sporen 9 = 2. Sonchiis 424. Ph. SoncM Sacc, Mich. I. p. 141; Syll. III. p. 44. Flecken nach Yertrocknung weisslich, nicht gerandet, verschieden geformt; Fruchtgehäuse wenig zahlreich, punktförmig, linsenartig, mit Scheiteldurchbohrung, 100 ^tt im Durchmesser; Sporen länglich- eiförmig, gerade oder etwas gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 7 — 7,5 ß lang, 3,5 f.i dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Sonchus oleraceus bei Conegliano im nördlichen Italien. Siiiraea 425. Ph. Arunci Sacc, Fungi Yen. Ser. Y. p. 300, Mich. I. p. 143; Syll. III. p. 41. Flecken nach Yertrocknung weisslich, auf beiden Blattseiten sichtbar, kreisförmig-eckig, oft dunkelbraun gerandet; Fruchtgehäuse linsenartig, punktförmig, mit weiter Mundöffnung ; Sporen eiförmig- länglich, 5 /t lang, 0,75 f^i dick, hyalin. Sjnraea 150 FhrjUostida Auf Blättern von Spiraea Aruucus gesellig mit Sphaerella (jetzt Mycosphaerella) Dejanira Sacc, deren Spermogouienform diese Pliyllosticta nach Saccardo ist. 42G. Ph. lilipeiuliiliiia Sacc. et Speg., Mich. I. p. 150; Syll. III. p. 41. Flecken nach A'ertrocknung russfarbig, fast kreisrund; Frucht- gehäuse herden weise, kugelig -linsenartig, 200 — 250 ^i im Durch- messer, etwas derb, mit weiter Scheiteldurchbohruug; Sporen länglich- elliptisch, gerade oder etwas gekrümmt, 5 — 6 ^.i lang, 2 — 2,5 /i dick, wolkig-hyalin. Auf den Blättern von Spiraea Filipendula im nördlichen Italien. Yar. Tllmariae Sacc, Syll. III. 1. c. Exsicc. Krieger, Fungi saxoniei No. 1191. Flecken, Fruchtgehäuse und Sporen wie vorher beschrieben. Auf lebenden Blättern von Spiraea Ulmaria in der sächsischen Schweiz (Krieger); aus dem Garten des Kgl. Lyceums in Freising erhielt ich diesen Pilz auf einer der Spiraea Ulmaria sehr ähnlichen, aber rothblühenden Art; derselbe stimmt bezüglich der Flecken, Fruchtgehäuse und Sporen sehr gut mit der Beschreibung Saccardos. 427. Ph. Vlmariae Thüm., Pilzflor. Sibiriens ^"o. 806. Sacc, Syll. III. p. 41. Flecken sehr klein, unregelmässig, nach Yertrocknung weiss, mit sehr breiter, schmutzig -dunkelbrauner Umrandung; Frucht- gehäuse auf der Oberseite der Flecken, zerstreut oder einzeln, mittolgross, halbkugelig, zuletzt frei und deutlich sichtbar, schwarz ; Sporen cylindrisch, sehr zahlreich, ohne Oeltropfen , beidendig ab- stutzt-gerundet, 3,5—5 /i lang, 2—2,5 // dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Spiraea Ulmaria auf "Wiesen bei Ssamodourowka in Sibirien. Stach //.<* 428. Ph. Staehydis Brun., Miscell. myc II. p, 35. Sacc, Syll. XI. p. 480. Flecken braun; Fruclitgohäuse punktförmig, schwarz, zahlreich; Sporen 4—6 ;« lang, 2 fi dick, hyalin. An lebenden Blättern von Stachys silvatica bei Saintes in Frankreich. Phyllosticta 151 Stachys Yar. arvensis Alle seh er nov. var. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, eckig, von den Blatt- nerven begrenzt, schwärzlich -roth; Fruchtgehäuse eingewachsen, dann hervorbrechend, auf beiden Blattseiten; Sporen eiförmig oder fast länglich, 4 — 6 /» lang, 2 — 3 ^i dick, hyalin. Auf welkenden Blättern von Stachys arvensis bei Weihen- stephan nächst Freising in Oberbayern (Prof. Dr. "Weiss). Stellaria 429. Ph. Holosteae Alle seh er in Ber. d. Bayer. Bot. Ges. 1897. p. 3. Flecken fehlend oder undeutlich, das ganze Blatt vertrocknet und verbleicht; Fruchtgehäuse meistens auf der Blattoberseite, seltener auf beiden Seiten, zerstreut, kugelig, am Scheitel durch- bohrt, 50 — 60 fji im Durchmesser, von parenehymatisehem, schwarz- braunem Gewebe ; Sporen sehr klein, eiförmig oder länglich, einzellig, an beiden Enden abgerundet, von sehr verschiedener Grösse, 3—6 /t lang, 1,5 — 3 fx dick, hyalin. An bereits abgestorbenen Blättern von Stellaria Holostea im bayerischen Oberfranken bei Langheim nächst Liehtenfels (Fr. Eohn- felder). Ob der Pilz vielleiclit in den Entwickelungakreis der Sphaerella (jetzt Myco- sj^haerella) isariphora (Desm.) gehört, ist ohne Infectionsversuche etc. nicht zu entscheiden. Teucrinni 430. Ph. Teiierii Saec. et Speg., Mich. I. j). 144. Sacc., Syll. III. p. 49. Flecken verschieden gestaltet, nach Yertrocknung weisslich- grau; Fruchtgehäuse herdenweise, punktförmig, linsenartig, mit weiter Scheiteldurchbohrung und von deutlich parenehymatisehem fast olivenfarbigem Gewebe; Sporen eyliudrisch, sehr klein, hier und da etwas gekrümmt, 4 — 5 (x lang, 1 — 1,5 ^a dick, hyalin. Auf Blättern von Teuerium Chamaedrys bei Conegliano im nördlichen Italien; fehlt im Gebiete sicherlieh nicht. 431. Ph. infiiscata Winter, Contr. Mye. Lusit. Xo. 799. Saec, Syll. III. p. 50. Flecken begrenzt, unregelmässig, meist eckig-rund, bräunlich, von einem dunkel-purpur-braunem Hofe umgeben, dann im Centrum weisslich, bis 6 mm breit; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, Teucrium 152 Phyllostida fast kugelig, schwarz, häutig: Sporen länglich, zuweilen eiförmig, einzellig, 3,5 — 4,5 ,u lang, 2 /i dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Teucrium Scordium bei Calos do Gerez in Portugal. Kann möglicher Weise auch im diesseitigen Gebiete aufgefunden werden. TJialictrinn 432. Pb. Tlialictri Westend., Bull. Acad. Belg. IL Ser. vol. XII. Xo. 7. Sacc, Syll. III. p. 37. Flecken auf der Oberseite des Blattes eckig, unregelmässig, von den Xerven begrenzt, anfänglich dunkelbraun, dann aschgrau, satter gerandet ; Fruchtgehäuse zerstreut, schwarz, mit Scheiteldurchbohrung; Sporen eiförmig, mit einem bis zwei Oeltropfen, 10 ,u lang, 5 ^u dick, hvalin. Auf den Blättern von Thalictrura flavum bei Xamur in Belgien (Bellynck); vermuthlich auch im Gebiete. TovmcntiUa 433. Ph. Tormeiitillae Sacc, Mich. I. p. 159; Syll. III. p. 40. Flecken blass-ocherfarbig, unregelmässig, mit gleichfarbigem Eaude; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, zerstreut; Sporen kurz -elliptisch, sehr klein, 3 fx lang, 2,5 fx dick, erst hyalin, dann etwas bräunlich. An lebenden Blättern von Tormentilla erecta im Gebiete, z, B. bei Oberammergau an den Gehängen des Weges zum Malle- stein ipse legi; auch im nördlichen Italien. Bei oft wiederholter Untersuchung der bayerischen Exemplare fand ich die Sporen 2.5 — 3 /< lang, 1,5 — 2,5 w dick; dieselben waren aber fast stets hjalin, nur bei einer Untersuchung zeigten mehrere Sporen eine schwache Färbung. Die Farbe der Sporen ist vom Keifezustaud des Pilzes abhängig. Trifofiuni 434. Ph. Trifolii Rieh., Champ. Marn. Xo. 1549. Sacc, Syll. X. p. 128. Flecken und Fruchtgehäuse nicht beschrieben; Sporen eiförmig, 2 — 3 /i lang. Auf den Blättern von Trifolium repens mit Polythrincium Trifolii, St. Armand Marne in Frankreich. Nach einer solch mangelhaften Beschreibung ist der Pilz nie mit Sicherheit zu bestimmen; man hat nur zwei allerdings wichtige Anhaltspunkte, nämlich die Gestalt und Grösse der Sporen und die Nährpfianze, die in Betracht kommen können. Sollte der Pilz wieder gefunden werden, so ist er neu zu beschreiben. Ob derselbe wirklich eine Phyllosticta ist , kann , da von Fruchtgehäusen nichts erwähnt ist, nicht festgestellt werden. Phyllosticta 153 Trollius Trollius 435. Ph. Trollii Trail, Trans. Crypt. Scot. 1889. p. 43. Sacc, Syll. X. p. 125. Fruchtgehäuse auf der Unterseite des Blattes, schwarz, häutig, niedergedrückt -kugehg, 120 — 130 /t im Durchmesser, gedrängt, in einem braunen, unregelmässigen, oft von den Nerven begrenzten Flecken sitzend; Sporen sehr zahlreich, klein, cylindrisch, beidendig abgestutzt, 4 /t lang, 1 ^tt dick, hyalin. Auf Blättern von Trollius europaeus, oft mit Septoria, voraus- sichtlich durch das Gebiet; auch in Schottland. TrojHieolum 436. Ph. Tropaeoli Sacc. et Speg., Mich. I. p. 152; Syll. III. p. 39. Flecken undeutlich; Fruchtgehäuse herdenweise, punktförmig, von der Epidermis bedeckt, etwas hervorragend, kugelig -linsen- artig, 200 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt, von weit- zelligem, russfarbigem Gewebe; Sporen eiförmig - länglich , etwas ungleichseitig, 6—10 jii lang, 3 — 4 /n dick, wolkig -hyalin. Auf den Blättern von Tropaeolum major in Oesterreich, wohl auch noch anderwärts im Gebiete; auch im nördlichen Italien und in Portugal. Tussilago 437. Ph. Farfarae Sacc, Fung. Yen. Ser. IL p. 302; Syll. III. p. 45. Flecken auf der Blattoberseite, unregelmässig, nach Yertrock- nung weisslich, von einer erhabenen, schwarz-purpurnen Zone um- geben; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, 80 jit im Durch- messer; Sporen fast elliptisch oder eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 5 — 6 lU lang, 3 ,a dick, hyalin. Auf lebenden und welkenden Blättern von Tussilago Farfara durch das Gebiet, z. B. Muskau in der Niederlausitz (Sydow); auch im nördlichen Italien, oft vereinigt mit Sphaerella (jetzt Myco- sphaerella) Picridis Sacc, deren Spermogonienform diese Phyllo- sticta (nach Saccardo) ist. Urtica 438. Ph. ürticae Sacc, Mich. I. p. 141; Syll. III. p. 53. Flecken fast kreisrund und buchtig, nach Vertrocknung weisslich; Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, linsenartig, 60 /n im Durch- messer, am Scheitel durchbohrt, von dicht parenchymatischem Gewebe; Sporen länglich -eiförmig, 5 — 6 /* lang, 3,5 ,a dick, hyalin. Urtica 154 Ph>jUosficta An lebenden Blättern von Urtica tlioica durch das Gebiet, z. B. bei Fürstenfeld in Oberbayern ipse legi; auch im nördlichen Italien (Saccardo), Verhascuni, 439. Ph. Verbasei Sacc, Mich. I. p. 531; Syll. IIL p. 47. Flecken auf der Blattoberseite, klein, nach Yertrocknung weisslich; Fruchtgehäuse punktförmig, zerstreut; Sporen länglich, beidendig stumpf, in der Mitte wenig zusammengeschnürt, einzellig, 6 fj, lang, 3 u dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von A'erbascum nigrum bei Straubing in Bayern (Prof. Dr. Weiss); auf Terbascum spec. bei Alencon in Frankreich (Gillet). Terhena 440. Ph. Yerbeiiae Sacc, Mich. I. p. 530; Syll. III. p. 47. Flecken auf der Blattoberseite, verschieden gestaltet, nach Yer- trocknung aschgraulich oder weisslich; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, 80 ii im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich, etwas gekrümmt, 5// lang, 1 — 1,5 /t dick, hyalin, gehäuft liegend grünlich. An lebenden Blättern von Yerbena officinalis im Gebiete, z. B. bei Altomünster in Oberbayern (Prof. Dr. Weiss); auch bei Alent^on in Frankreich (Gillet). Veroiiica 441. PL. prostrata Brun., Sphaerops. nouv. in Bull. Sog. Bot. Fr. 181)3. p. 221. Sacc, Syll. XI. p. 481. Flecken weisslich, schwärzlich -braun gerandet; Fruchtgehäuse nicht zahlreich, schwarz ; Sporen G — 7 /n lang, 2 in dick, hyalin. An lebenden Blättern von Yeronica prostrata bei Fouras in Frankreich. Ph. Scrophulariae var. Yeronicae speciosae Sacc. Siehe Niiliri)flauze Scrojiliufaria. Vicia 442. Pb. Yieiae (L i b.) C o o k e , Handb. No. 1345. Sacc, Syll. III. p. 43. Syn. ? Ascochyta Yieiae Libcrt, Exs. No. 3.56 pr. p. ? Pliyllosticta Ervi West. Exs. ? Libert No. 356. Koumeguere, Fiing. CialL No. 3178. Flecken fast kreisrund, blass, purpurn gerandet; Fruchtgehäuse klein, auf der Oberseite der Flecken, gehäuft, schwarz, am Scheitel Phyllosticta 155 Vicia durchbohrt; Sporen fast elliptisch oder eiförmig, mit zwei Oel- tropfen, 5 — 1 u lang-, 2,5 — 3 a dick, hyalin. Auf lebenden Blättern von Vicia sepium im Gebiete; auch in Belgien, Frankreich und Grossbritannien. Die Sporen sind nach meinen Beobachtungen hei Untersuchung des Eoume- gouere'schen Exsicc. No. 3178 heschrieben, da in der Originakliagnose die Dimensionen der Sporen nicht angegeben sind. Bei Untersuchung des von Saccardo citirten Exs. No. 356 der Madame Libort fand ich zu meiner grossen Ueberraschung keine Phjllosticta-Sporen, sondern fast cylindrische , beidendig abgerundete, mit einer Scheidewand versehene, 12 — 18^ lange, 4 — h [i dicke Sporen, die also wirklich einer Ascochyta oder Diplodina an- gehören. Da ich jedoch nicht wissen kann, ob alle Specimina dieser Nummer den gleichen Pilz zeigen, so habe ich das Citat mit Fragezeichen und den Beisatz „pr. p." versehen. Vinca 443. Pli. Vincae Thüm., Contr. Fl. myc. Lusit. Sacc, Syll. III. p. 55. Flecken gross, unregelmässig, dunkelgrau, schmal gerandet, unterseits blasser, kaum vertrocknend; Fruchtgehäuse auf der Unter- seite der Flecken, herdenweise, halb- eingesenkt, klein, kugelig, schwarz; Sporen sehr klein, fast elliptisch oder kugelig -elhptisch, einzellig, ohne Oeltropfen, 2,5 ^i lang, 1,5 — 2 /i dick, hyalin. An lebenden Blättern von Yinca media bei Coimbra in Portugal (Moller). 444. PL. Till eae-ma Joris Alle sc her nov. spec. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, fast kreisförmig, ocher- farbig, dunkler gerandet; Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Flecken, von der Epidermis bedeckt, dann kaum etwas hervor- brechend, etwas hervorragend, kugelig, braun; Sporen eiförmig oder länglich, einzellig, mit einem bis drei Oeltropfen, an beiden Enden sehr stumpf, von verschiedener Grösse, 6 — 10 u lang, 2 — 3 ,u dick, hyalin. An noch lebenden Blättern von Yinca major in Gärten in Freising in Oberbayern (Prof. Dr. Weiss). Von allen auf Vinca- Arten beschriebenen Pilzen durch die Grösse und Gestalt der Sporen sicher verschieden. Viola 445. Pb. Violae Desm., 14. Not. p. 29. Sacc, Syll. III. p. 38. Flecken auf beiden Blattseiten sichtbar, weisslich, kreisrund, zerstreut oder zusammentliessend; Fruchtgehäuse eingewachsen, Viola 1^6 PhyUostida zahlreich, mikroskopisch klein, dunkelbraun; Sporen sehr klein, gerade, fast cylindrisch, 10« lang, in weissen Ranken austretend. Auf welkenden Blättern von Viola odorata durch das Gebiet, z. B. in Bayern: bei München ipse legi; auch in Grossbritannien, Belgien, Frankreich und Italien. Forma Yiolae liirtae All escher nov. forma. Sporen cylindrisch, gerade, ohne Oeltropfen und Scheidewand, 8— 12 ,(t lang, 1,5—2,5 /i dick, hyalin. An Blättern von Viola hirta am Finsterberge bei Kissingen (Prof. Dr. Magnus). 446. Pli. Libertiae Sacc, F. Ard. No. 145; Syll. X. p. 126. Syn. Coniosporium Violae Lib., Crypt. II. No. 148. ex parte (1832). Fruchtgehäuse klein, kugelig, schwarz, in einem kreisrunden, schwarzen Flecken dicht gedrängt, mit Scheiteldurchbohrung, 80—90 fi im Durchmesser; Sporen fast elliptisch, sehr klein, 1—1,6 ,u lang, 0,7—1 /i dick, hyalin. Auf der Oberseite noch lebender Blätter von Viola odorata im Ardenner Walde. 447. Ph. Lil)ertiaiia Sacc. et March., in Rev. Myc. 1885; Syll. X. p. 127. Syn, Coniosporium Violae Lib. ex parte. Fruchtgehäuse kugelig, fast ohne Mündung, schwarz, kleinzellig, 60— 70 u im Durchmesser, dicht herdenweise; Sporen fast elliptisch, einzellig, 3-4 ^t lang, 2—2,5/« dick, hyalin. Auf Blättern von Viola odorata in Belgien. 448. Ph. tricoloris Sacc, Mich. I. p. 143; Syll. III. p. 38. Flecken fast kreisrund oder länglich, nach Vertrocknung weiss, röthlich gerandet; Fruchtgehäuse punktförmig, linsenartig, 100 /t im Durchmesser, von weitzelligem Gewebe, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich oder fast cylindrisch, oft gekrümmt, mit zwei Oel- tropfen, 6 // lang, 2,5 <* dick, hyalin. An lebenden Blättern von Viola tricolor im nördlichen Italien. 449. Ph. Yiolae caniiiac All es eher nov. nom. Syn. Phoma Violae Westend., Exs. No. 525. Kickx, Fl. myc. Flaiul. I. p. 442. Sacc, Syll. IH. p. 145. Fliyllosticta 157 Viola Fruchtgehäuse kugelig, glatt, in kleine, fast rundliehe Pusteln zusammengehäuft, von der zerrissenen, ringsum gelblichen Oberhaut umgeben, mit papillenförmiger, etwas glänzender, abfallender Mündung ; Sporen eiförmig, sehr klein, mit zwei Oeltropfen, hyalin. Auf Blättern von Viola canina in Belgien. Saccardo hält diese Art, da nach Iüc]/pha 166 rin/Uostkta All noch lebenden Blättern von Tvpha latifolia in Frankreich; sicher auch im diesseitigen Gebiete. 483. PL. Typhnnim (Saccardo). Syn. Phoma Typharum Sacc, Syll. III. p 163. Fruchtgehäuse klein, fast frei, kugelig -kegelförmig, Mündungs- papille fast von der Höhe des Fruchtgehäuses; Sporen sehr klein, cylindrisch, gekrümmt, hyalin. An faulenden Blättern von Typha latifolia i. Rheingau (Fuckel) ; bei München: in Gräben bei Allach ipse legi. Ist nach Fuck. die Pycnidenform zu Pleospora (Leptosphaeria) Typharum Fuck. Cfr. Fuck., Symb. myc. p. 137. 484. Pli. limiiophila (Saccardo). Syn. Phoma limiiophila Sacc, Syll. X. p. 134. Phoma Typhae Pass., Diagn. F. N. IV. No. 87. Fruchtgehäuse klein, fast kugelig, zerstreut oder gehäuft, schwarz, von deutlich zelligem, rauchfarbig -violettem Gewebe; Sporen oval, gerade, ohne Oeltropfen, 9 — 10 /t lang, 3,5 « dick, hyalin. An trockenen Blättern von Typha latifolia bei Parma im nörd- lichen Italien. 485. Pli. Tyi)liae (Passerini). Syn. Phoma Typhae Pass. in Brunaud, List. Sphaerops. p. 20. Sacc. 1. c. Fruchtgehäuse zerstreut, punktförmig, niedergedrückt, schwarz, erst von der Epidermis bedeckt, dann frei; Sporen cylindrisch, gerade, hyalin. Auf Blättern von Typha latifolia mit Pleospora Typhae bei Rochefort in Frankreich. Terafrum 486. IMi. mclaiioplaca Th um., Pilzfl. Sibiriens No. 808. Sacc, Syll. III. p. 58. Exs. Allesch. et Schnabl, Fungi bavarici exs. Cent II. No. 117. Flecken linienförmig, lang, den Nerven folgend, schwarz; Frucht- gehäuse zahlreich, in sehr dichten Herden und zusammenfliessend, sehr klein, mattschwarz; Sporen cylindrisch, an beiden Enden ab- gestutzt, einzellig, zuweilen in der Mitte etwas gekrümmt, meist jedoch gerade, ohne Oeltropfen, 4 — 5 fi lang, 2 ^tt dick, hyalin. An noch lebenden und welken Blättern von Veratrum album var. Lobelianum um Oborammergau in Bayern , nicht selten ; auch auf subalpinen Wiesen beim l^'lussc Irba in Sibirien. Fhyllosticta 167 Yucca 487. Pli. g-loriosa (Saccardo). ^''"^^<* Syn. Phoma gloriosa Sacc, Mich. IL p. 274; Syll. III. p. 159. Fruchtgehäuse auf beiden Blattseiten, unter der Oberhaut, zuweilen herdenweise und von einer schwarzen, gewundenen Linie umgeben, niedergedrückt -kugelig; Sporen länglich, fast elliptisch, mit zwei Oeltropfen, 8 jit lang, 3 ,« dick, hyalin; Sporenträger stäbchenförmig, gekrümmt, 15 /ti lang, 2 f^i dick. An faulenden Blättern von Yucca gloriosa im nördlichen Italien, jSTach A. Kossi Spermogonienform zu einer Diaporthe. D. Auf Kryptogamen. Marchantia 488. Ph. 3Iarcliaiitiae Sacc, Mich. I. p. 144; Syll. III. p. 61. Flecken unregelmässig zerstreut, auf der Oberseite des Lagers, nach Vertrocknung weisslich, dunkelbraun umrandet; Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz, linsenartig, 70 — 80 /t im Durchmesser, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich -cyhndrisch, gerade oder etwas gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 5 /t lang, 1 iti dick, hyalin. Auf dem Lager von Marchantia im nördlichen Italien. Parnielia 489. Ph. lichenicola Allescher in Ber. d. Bayer. Bot. Ges. 1895. p. 32. Flecken fast genau kreisförmig, blass, von einem dunkelbraunen, ziemlich breiten Ringe umgeben, ca. 2 mm im Durchmesser; Frucht- gehäuse sehr klein, eingewachsen, hervorbrechend, kugelig, schwarz, herdenweise; Sporen sehr klein, länglich, mit zwei Oeltropfen, 2 — 4 jii lang, 0,5 — 1,5 /li dick, hyalin. Auf der Oberseite des Thallus von Parmelia perlata um München : bei Ebenhausen (Schnabl). Peltigera 490. Ph. Peltigerae Karst, Hedw. 1884. p. ß2. Sacc, Syll. III. p. 62. Fruchtgehäuse in weisslichen Flecken sitzend, weitläufig, herden- weise, hervorragend, kugelig, ohne Mundöffnung, fast glänzend, schwarz, 0,2 mm breit; Sporen länglich, gerade, ohne Oeltropfen, 3 — 6 |tt lang, 2 fx dick. Auf halb abgestorbenem Thallus von Peltigera canina bei Mustiala in Finnland (Karsten). A n li a n g. Die Arten der früheren Gattung Depazea Fries, die auch auf Blättern Flecken verursachen, wie die der Gattung Phyllosticta, sind jetzt grösstentheils der Gestalt und Beschaffenheit ihrer Sporen nach den Gattungen Phyllosticta, Ascochyta oder Septoria ein- verleibt worden. Jene Arten jedoch, von denen Fruchtgehäuse oder Sporen nicht bekannt sind, hat Saccardo vorläufig noch bei dieser Gattung belassen. Dieselbe hat jedoch keine Berechtigung mehr, da ihre Glieder unreife oder sterile Zustände von Phyllosticta, Ascochyta oder Septoria- Arten darstellen. Von den 33 Arten, die Saccardo noch aufführt, sind schon wieder mehrere, nachdem man ihre Fructificationsorgane kennen gelernt, bei den genannten Gattungen eingereiht worden. Da bei den meisten noch jetzt bestehenden Depazea-Arten die Beschreibungen ungenügend sind oder ganz fehlen, bleibt selbst die Citirung derselben als Synonyma der jetzt oder in Zukunft geltenden Xamen unsicher, indem man nicht mit Bestimmtheit wissen kann, ob der Autor eine Phyllosticta, Ascochyta oder Septoria vor sich hatte. Aus diesen Gründen ist diese vormalige Gattung hier ganz unberücksichtigt geblieben. Cfr. Sacc, Syll. III. p. 62. II. Phonia Fries emend. Desm. XIIL Not. p. 6; Saccardo, Mich. II. p. 4. Fruchtgehäuse von der Oberhaut bedeckt, dann hervorbrechend, häutig, oft lederartig oder fast kohlig, kugelig oder zusammen- gedrückt, kahl, nicht geschnäbelt, mit kleiner, zuweilen fast un- deutlicher Mündungspapille. Sporen eiförmig, spindelartig, cylindrisch, seltener fast kugelig, einzellig, hyalin, meistens mit zwei Oeltropfen; Sporenträger fadenförmig, zuweilen sehr kurz, ja selbst undeutlich, einfach, seltener gabelig getheilt. Auf Aesten, Zweigen, Stengeln, Blüthenschäften , Blatt- und Blüthenstielen, seltener auf Kryptogamen, mit Ausnahme der Nadeln der Coniferen niemals auf Blättern von Bäumen, Sträuchern oder Kräutern. A. B. B A. Phoma acicola (Lev.) Sacc. , Mich. IL p. 272. a. Zwei abgestorbene Nadeln von Pinus silvestris mit dem Pilze in natürlicher Grösse. &. Theil eines Fruchtgehäuses mit einigen ausgetretenen Sporen, c. Eine einzelne Spore mehr vergrössert. b. u. c. stark vergrössert. Von Dr. v. Tubeuf nach der Natur gezeichnet. Phoma Arabidis Allescher, a. Ein Stengeltheil von Arabis alpina mit dem Pilze, wenig vergrössert. b. Ein noch von der Epidermis bedecktes, theilweise angeschnittenes Fruchtgehäuse, stark vergrössert. c. Zwei einzelne Sporen sehr stark vergrössert. Von Dr. v. Tubeuf nach der Natur gezeichnet. C. Phoma Alliariae Delacroix. a. Ein Durchschnitt des Fruchtgehäuses. b. Ein Theil des Hymeniums mit Fruchtträgern und Sporen. Beides stark vergrössert. Nach Delacroix in Extrait du BuU. de la Societe mycologique de France. Tom. VI. 4. Fase. p. 174. 170 Die Gattung Phoma (von plios = Blase, Bläschen oder Beulchen) ist noch immer eine der umfangreichsten Pilzgattungen, obwohl schon viele ihrer ehemaligen Glieder ausgeschieden und daraus neue Gattungen gebildet worden sind, so z. B. die Gattungen: Aposphaeria Berk. mit oberflächlichen Fruchtgehäusen und sehr D. 0Ö b a D. Phoma Brassicae Thünien. a. Ein Durchschnitt des Fruchtgehäuses. }). Zwei Sporen; beides sehr vergrössert. Nach Delacroix, Travaux du Laboratoire de pathologie vegetale Institut agronomique. E. Phoma errabunda Desm. Ann. Sc. Nat. 1849. p. 282. o. Ein Theil des Stengels von Verbascum Tapsus mit dem Pilze in natürlicher Grösse, ö. Ein Fruchtgehäuse, theil weise von der Epidermis bedeckt, mit einigen ausgetretenen Sporen, c. Eine einzelne Spore mehr vergrössert. (&. u. c. stark vergrössert.) Von Dr. v, Tubeuf nach der Natur gezeichnet. kurzen oder fehlenden Sporenträgern: Dendrophoma Sacc. mit bedeckten oder oberflächlichen Fruchtgehäusen, aber wirteiförmig oder selten einfach verästelten Sporenträgern; Macrophoma Berlese et Yoglino, welch letzterer alle Phoma -Arten, deren Sporen über 15 /t lang sind, zugewiesen wurden; ich habe endlich die auf Blättern wachsenden Phoma -Arten zur Gattung Phyllosticta gestellt aus mehreren triftigen Gründen, die ich oben bei Phyllosticta (cfr. p. 14) angegeben habe. Trotzdem könnten aus den bei der Gattung Phoma verbliebenen Arten noch weitere Gattungen gebildet werden, so z. B. könnten, wie auch Saccardo hervorhebt, alle jene Arten mit fast mündungslosen, niedergedrückten Fruchtgehäusen und später hakig -gebogenen Sporenträgern zu einer Gattung Phomopois Sacc. und alle jene Arten mit spaltenförmiger Mund- öffnung und seitlich zusammengedrückten Fruchtgehäusen zu einer Gattung Hysterophoma Sacc. vereinigt werden. Warum Saccardo dies nicht gethan hat und warum auch ich es unterlassen musste, hat seinen Grund in den vorhandenen, für diesen Zweck zu ungenauen oder zu unvollständigen Beschreibungen der betreffenden 171 Arten, woraus meist nicht ersichtlich ist, welcher Gattung die Arten zuzuweisen seien. Dass bei einer so umfangreichen Gattung neben vielen heterogenen Gliedern auch viele vorkommen, die sich sehr nahe stehen, ist nicht zu verwundern. Viele dieser Arten sind neben meist geringen Verschiedenheiten im Baue und sonstiger Beschaffen- heit der Fruchtgehäuse, in der Grösse und Gestalt der Sporen oft vorzugsweise durch die Nährpflanze zu unterscheiden; daher sie auch vielfach nach den Nährpflanzen benannt sind. Diese niederen Pilze scheinen, wie ich schon öfter hervorgehoben habe, bei ihrer meist sehr weiten Verbreitung doch an gewisse Nährpflanzen gebunden zu sein, was ja selbst bei den höheren Fruchtformen der Pilze zu beobachten ist; dabei kann allerdings eine und dieselbe Phoma-Art auf verschiedenen Arten einer Nährpflanzen- Gattung, ja vielleicht sogar auch einer Nährpflanzen -Familie vorkommen. Es werden aber in der gegenwärtigen mycologischen Literatur auch Arten aufgeführt, deren Individuen auf Pflanzen der verschiedensten Familien angetroffen werden sollen. Zu diesen Arten gehört ganz besonders Phoma herbarum Westendorp, die nach Saccardo fast auf allen europäischen, nordamerikanischen und asiatisch -sibirischen krautartigen Pflanzen wächst. Dass die einzelnen Glieder dieser Art sich mehr oder weniger von einander unterscheiden, ist selbst- redend und Saccardo bemerkt ausdrücklich, dass mehrere der vielen aufgeführten Varietäten als selbstständige Arten getrennt werden könnten. Solche Sammelarten sind nach meiner Anschauung unnatürlich und führen zur Verwirrung, indem die einzelnen Glieder derselben zu ganz verschiedenen, höheren Pilzfruchtformen gehören können. Diese Sammelarten stammen meist aus einer Zeit, da man die Pilze nur nach ihrer äusseren Aehnlichkeit, ohne Rücksicht auf ihre inneren Organe und ihre fernere Entwickelung zu Arten gruppirte; sie sind soviel als möglich auszumerzen. Früher waren die Arten der Gattung Phoma unter ganz ver- schiedenen Gattungen vertheilt. Bonorden hat sie in der ehemaligen, von ihm aufgestellten Gattung Clisosporum vereinigt; auch aus den Gattungen Gerulajacta Preuss, Coniothyrium Auct. und Sphaeronema Desm. wurden viele Arten der Gattung Phoma zugewiesen. Aus der Gattung Sphaeropsis Leveille wurden die Arten mit hyalinen, unter 15 f^i langen Sporen der Gattung Phoma, jene Arten aber mit hyalinen, über 15 ß langen Sporen der neuereu Gattung Äcacia 172 Phoma Macrophoma Berlese et Voglino einverleibt, ebenso auch mehrere Phyllosticta -Arten mit über 15 /li langen Sporen. Die Arten der Gattung Phoma sind im Folgenden, -wie die Arten der Gattung Phyllosticta in 4 Abtheilungen, je nachdem sie auf Holzgewächsen, krautartigen Dicotyledonen , Monocotyledonen oder Kryptogamen wachsen, und in jeder Abtheilung nach den alphabetisch geordneten Nährpflanzen angeordnet. Alle bisherigen Phoma -Arten auf Blättern wurden in die Gattung Phyllosticta versetzt mit Ausnahme der auf den Nadeln der Coniferen Avachsenden Arten, die bei der Gattung Phoma verblieben. A. Auf Stämmen, Aesten, Zweigen, Blatt- und Blüthenstielen, sowie Früchten von zweisamen- lappigen Holzgewächsen. Acacia 491. Phoma Acaciae Penzing et Sacc. , Fung. Mortol. No. 23. t. IV. fig. 10; Syll. III. p. 148. Fruchtgehäuse zerstreut oder weitläufig -herden weise, ziemlich gross, fast oberflächlich, 200 — 240 /ii im Durchmesser, von parenchymatischem , schwarzbraunem Gew^ebe ; Mündung nicht hervorragend; Sporen länglich -elliptisch, beidendig etwas zugespitzt, mit zwei Oeltropfen, 7 — 8 ß lang, 2 — 3 jtt dick, hyalin ; Sporenträger undeutlich. An abgefallenen Fruchthülsen von Acacia cyanophylla, bei Mortola im nördlichen Italien. Acev 492. Ph. pustiilata Sacc, SyJl. IH. p. 91. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut, herden weise, niedergedrückt- kugelig oder kegelförmig, zuweilen mehrere von einer schwarzen Zone umgeben, fast mündungslos, mit dem Scheitel hervorbrechend; Sporen länglich, 10 — 13 jtt lang, 3,5 /t dick; Sporenträger haken- förmig gebogen, 14 /t lang. An Aesten von Acer Pseudoplatanus im Gebiete, auch in Frankreich. Diese Art ist nach Tul. Carpol. II. p. 163 die Spermogonienform zu Diaporthe pustulata (Desm.) Sacc, Syll. I. p. 610. Phoma 173 Acer 493. Ph. Platanoidis Cooke in Grevillea XIII. ^. 93. Sacc, Syll. X. p. 151. Fruchtgehäuse von der Oberhaut bedeckt, dann hervorbrechend, herdenweise, die Oberhaut aufreissend und dadurch den Zweig runzehg machend ; Sporen spindelförmig, spitz, mit zwei Oeltropfen, 7 — 8 fi lang, 3 in dick, hyalin ; Sporenträger gerade, doppelt so lang oder mehrmals länger als die Sporen. An Zweigen von Acer Pseudoplatanus, im Gebiete; auch in Grossbritannien. Meistens ist auch zugleich Calospora Platanoidis Niessl auf den Zweigen vor- handen, deren Spermogonienform wahrscheinlich diese Phoma ist. 494. Pli. protracta Sacc, Mich. I. p. 259; Syll. III. p. 91. Fruchtgehäuse zu verlängerten, fast parallelen Häufchen zu- sammengestellt, hervorbrechend, kugelig, mit Mündungspapille, sehr schwarz; Sporen klein, länglich, 4 /j, lang, 1,75 jit dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, büschelig, 25 /^i lang, 1,5 fi dick, hyalin. An abgestorbenen, berindeten Aesten von Acer campestre durch das Gebiet, z. B. bei München: Angerlohe etc.; auch im nördlichen Italien. Nach Saccardo ist diese Phoma wahrscheinlich die Spermogonienform zu Cucurbitaria protracta Fuckel, Symb. myc. p. 171. 495. Ph. obtusula Sacc. et Br., Miscell. myc. II. p. 24; Syll. X. p. 151. Fruchtgehäuse hier und da herdenweise, hervorbrechend, kugelig, etwas abgestumpft, V4 J33m im Durchmesser, schwarz, etwas glänzend, mit kaum merklicher Mündungspapille; Sporen eiförmig -länglich, beidendig etwas zugespitzt, 8 — 12 /ti lang, 4 /n dick, hyalin; Sporen- träger kurz. An berindeten Aesten von Acer campestre, in Frankreich (Briard) ; wohl auch im Gebiete. 496. Ph. Lebiseyi Sacc, Mich. I. p. 257; Syll. III. p. 91. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Epidermis bedeckt, nieder- gedrückt-kugelig, schwarz; Sporen ei - spindelförmig, 8 — 10 /n lang, 3 /t dick, mit zwei Oeltropfen, hyalin; Sporenträger fadenförmig, länger als die Sporen. Acer 174 Phoma An abgestorbenen Aesteu von Acer Xeguudo im nördlichen Italien und in Frankreich. Diese Phonia ist nach Saccardo die Spermogonienforra von Diaportlie Lebiseyi (Desm.) Xiessl. Cfr. Sace., Syll. I. p. 677. 497. Ph. Aeeris-Xeg-uii(linis Arcang., Erb. critt. ital. Ser. II. Xo. 1379. Sacc, Syll. III. p. 153. Fruchtgehäuse zerstreut; Sporen elliptisch, beidendig mit zwei bis drei Oeltropfen, 8 ,u lang, 3 in dick. An trockenen Früchten von Acer Xegundo, im botan. Garten zu Pisa ; jedenfalls auch im diesseitigeu Gebiete. 498. PL. Fraxiiiifolii Allescher in Berichte d. Bayer. Bot. Ges. 1896. p. 4. Fruchtgehäuse dicht herdenweise oder mehr zerstreut, erst von der Oberhaut bedeckt, dann hervorbrechend und fast oberflächlich, kugelig, von verschiedener Grösse, schwarz; Sporen randlich-eiförmig oder eiförmig, seltener elliptisch, beidendig stumpf, oder abgerundet, ohne Oeltropfen, einzellig, ca. 5 — 7 jii lang, 3 — 4 /i dick, hyalin; Sporenträger fast cylindrisch, 12 — 15 /t lang, 2 ^i dick, hyalin. An trockenen, berindeten Zweigen von Acer Negundo = Xegundo fraxinifolia in einem Garten in Sendling nächst München (Schnabl). Aesculus 499. Ph. (liplodioidesSacc, Mich. I. p. 522; Syll. III. p. 81. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut hervorbrechend, zerstreut oder hier und da herdenweise gehäuft, kugelig- kegelförmig, V4 min im Durchmesser, mit Mündungspapille, schwarz; Sporen fast spindel- förmig, beidendig stumpflich, 12—15 /n lang, 3—3,5 in dick, hyalin; Sporenträger sehr kurz, linienförmig. An berindeten Aesten von Aesculus Hippocastanum, Ronen in Frankreich. 500. Ph. coiieg-huieiisis Sacc, Mich. 11. p. 340; Syll. III. p. 81. Fruclitgohäuse unter der Oberhaut, herden weise, länglich; Sporen länglich -spindclartig, 7 — 8 /t lang, 3 /t dick, mit zwei Oel- tropfen, hyalin; Sporenträger nadelformig, 15// lang, 3 /t dick. An Zweigen und Blattstielen von Aesculus Hippocastanum, in Italien und Frankreich; sicher auch im Gebiete. Soll die Spermogonienform einer Diaportlie sein. Plioma 175 Aesculus 501. Ph. Wiilliieriaiia Allescher nov. spec. Friichtgebäuse erst von der Oberhaut bedeckt, nach dem Ver- schwinden derselben oberflächlich, ziemlich gross, kugelig, dann niedergedrückt und einsinkend, mit papillenförmiger Mündung, etwas glänzend, schwarz; Sporen cylindrisch- länglich, an beiden Enden stumpf, einzellig, mit zwei bis vier Oeltropfen, 7 — 10 /i lang, 2 — 3 }x dick, hyalin; Sporenträger nicht beobachtet. Auf faulenden Blattstielen von Aesculus Hippocastanum bei AVien von J. Wallner gesammelt. Im Herbar Winter befindet sich aus dem Herbar Thiimea unter der Bezeichnung Phoma acuta Fuckel das Specimen, nach welchem obige Beschreibung entworfen ist. Die Etiquette trägt die Bemerkung: „Angeblich auf Petiolen von Aesculus, aber doch wohl auf Kräuterstengeln". Ich halte das Substrat entschieden für Blattstiele. Der Pilz hat in seiner äusseren Erscheinung allerdings viele Aehnlichieit mit Phoma acuta nach abgeworfener Epidermis des Substrats; allein er unter- scheidet sich vorzüglich durch den Mangel der langen, cylindrischen oder spitz kegelförmigen Mündung, ganz besonders aber durch die Sporen, welche mehr als nochraal so gross, als bei Ph. acuta Fuck. sind. Von Ph. coneglanensis Sacc, die auch auf Blattstielen von Aesculus wächst, ist er besonders durch die Gestalt der Fruchtgehäuse, die Grösse der Sporen und den Mangel der Sporenträger verschieden. 502. Pli. bruiineo-tincta B. et C. in GrevUlea XVII. p. 42. Sacc, Syll. III. p. 152 und Syll. X. p. 143. Fruchtgehäuse halb eingesenkt, in bräunlichen oder schwärzlichen Flecken herdenweise, mit Mündungspapille, 0,5 — 1 mm im Durch- messer, fast glänzend; Sporen gerade oder gekrümmt, beidendig mehr oder weniger abgerundet, zuweilen mit Oeltropfen, 14 — 16 f^i lang, 3 — 4 /t dick, hyalin; Sporenträger 35 — 40 /i lang. An den Früchten von Aesculus Hippocastanum. Kew in Grossbritannien; vielleicht auch im diesseitigen Gebiete. 503. Ph. aesciilana Sacc, Syll. X. p. 144. Syn. Ph. Hippocastani Passer., Brun. Miscell. mycol. p. 15 nee Arcang. Fruchtgehäuse bedeckt, dann hervorbrechend, zerstreut oder herdenweise, kugelig oder fast kugelig, schwarzbraun, mit Mündungs- papille; Sporen fast kahnförmig, mit zwei Oeltropfen, 7 — 8 // lang, 2,5 j(i dick, hyalin ; Sporenträger verlängert, fadenförmig, gekrümmt, oft hakenförmig, 20 — 40 /t lang, 1,5 /* dick. An abgestorbenen, jüngeren Aesten von Aesculus Hippocastanum, bei Saintes in Frankreich. Aesculus 176 Phoma 504. Ph. Hippoeastaiii Arcang., Erb. critt. ital. IL Xo. 1289. Sacc, Syll. X. p. 144. Fruchtgehäuse niedergedrückt, schwarz, in der Einde der Zweige nistend, sehr gedrängt, mit einem länglichen, deutlichen Buckel etwas hervorragend; Sporen länglich, 8—9 /li lang, 2,5 /< dick, hyalin, mit sehr kleinen, kaum sichtbaren Oeltröpfchen oder Keruchen angefüllt. In der Einde abgestorbener Zweige von Aesculus Hippo- castanum bei Pisa; wahrscheinlich auch im diesseitigen Gebiete. Ailanthits 505. Ph. sphaerospora Sacc, Mich. IL p. 338; Syll. III. p. 94. Fruchtgehäuse herdenweise, hervorbrechend, dann oberflächlich, kugelig, mit stumpfer Mündungspapille, etwas dicht, schwarz, ^3 mm im Durchmesser; Sporen kugelig, abwärts mit einem sehr kurzen Anhängsel, 9—14 /i lang, 8 — 10 /t dick, mit Oel tropfen, hyalin. An Zweigen von Ailanthus ?, in Frankreich. 506. Pli. Ailaiithi Sacc, Syll. III. p. 95. Fruchtgehäuse gehäuft, kegelförmig, schwarz, einge wachsen- hervorragend; Sporen ei - spindelförmig', mit zwei Oeltropfen, 7 /( lang, 2,5 jti dick, hyalin; Sporen träger fadenförmig, bogenförmig- gekrümmt, 25 fi lang, 0,5 f^i dick. An Aesten von Ailanthus glandulosa im nördlichen Italien. Spermogonienform zu Diaportho Ailanthi Sacc, Syll. I. p. 621. 507. PL. ailanthiiia Thüm., Svmb. myc Austr. I. p. 5. Sacc, Syll. III. p. 95. Fruchtgehäuse herdenweise, die Epidermis durchlöchernd, zu- sammengehäuft, hervorbrechend, frei, schwarzbraun; Sporen kugelig oder kugelig- elliptisch, sehr zahlreich, einzellig, ohne Oeltropfen, 3 — 5 |U lang, 2,5 — 3 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Zweigen von Ailanthus glandulosa durch das Gebiet, z. B. Klosterneuburg in Oesterreich (Thümen). Afbizzia 508. PL. mciidax Sacc, Mich. L p. 521; Syll. IIL p. 68. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, nieder- gedrückt-kugelig, schwärzlich; Sporen verlängert, mit zwei Oeltropfen, Flioma 177 Alhizzia 10 /t lang, 2 n dick, hyalin ; Sporenträger fadenförmig, dann haken- förmig, 25 |a laug, 1 fx dick. An Aesten von Albizzia Julibrissiu, in Italien und Frankreich. Alnus 509. Ph. eiidoleuea Sacc, Mich. I. p. 523; Syll. III. p. 98. Fruchtgehäuse gänzlich in der Kinde nistend, fast kugelig, ^/g mm im Durchmesser, mit kaum merklicher Mündungspapille, mit einem weissen Kern angefüllt; Sporen Würstchen förmig, leicht gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 6 fi lang, 1,5 — 2 ß dick, hyalin; Sporenträger fast ebenso lang als die Sporen und fast einfach. An den Aesten von Alnus glutinosa, meist mit Fenestella; bisher nur in Frankreich. 510. Ph. niiitiea (B. et Br.) Sacc, Syll. III. p. 98. Syn. Sphaeropsis niutica B. et Br. , N. H. No. 422. Fruchtgehäuse hervorbrechend, kugelig -stumpf, mehr oder weniger rasen weise, schwarz, glänzend; Sporen sehr klein, fast elliptisch oder verkehrt - eiförmig, hyalin. An Zweigen von Alnus glutinosa in Deutschland, auch in Grossbritannien. 511. Ph. Phillipsiaiia Sacc. et Roum., Reliq. Lib. Ser. Y. No. 68; Syll. III. p. 98. Fruchtgehäuse weitläufig herdenweise, der Rinde eingesenkt, bald aber hervortretend, niedergedrückt -kugelig, schwarz, mit ab- gerundetem, schwärzlichem Scheitel, V2 ^^^ i^^ Durchmesser, fast lederartig; Sporen kugelig oder kugelig- elliptisch, 3,5 f^i im Durch- messer, oder 4 — b f.i lang, 3 ^i dick, mit einem Oeltropfen, hyalin; Sporen träger kurz, 10 — 15 f.i lang, 1 — 1,5 f.i dick. In der Rinde der Aeste von Alnus glutinosa in Deutschland; auch in Frankreich. Bei der Beschreibung dieser Species benützte ich das Exsice. von Eoumeguere, Fungi gallici No. 2962, nach welchem die Beschreibung der Sporen und Sporen- träger gegeben wurde , da in Sylloge 1. c. die Angaben über die Sporengrösse ganz fehlerhaft gedruckt sind, so dass man die Zahlen mit bestem Willen nicht enträthseln kann. Winter, die Pilze. VI. Abtb- 12 Alnus 178 Phoma 512. Pli. aliu'Ji (X i t s c h k e) S a c c. , Mich. IL p. 97 ; Syll. III. p. 98. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, nieder- gedrückt, schwarzgrau; Sporen spindelförmig, an beiden Enden spitzHch, einzelHg, mit zwei Oeltropfen, ca. 7 — 10 ^it lang, 2 — 3/* dick; Sporenträger büschelig, fast fadenförmig, etwas gebogen, 15—20 /t lang, 1 — 1,5 /i dick. An dürren Zweigen von Alnus, in Deutschland, wahrscheinlich durch das ganze Gebiet, auch in Italien und Frankreich. Zur Untersuchung habe ich ein von Abbe Letendre bei Quevilly näclist Eouen gesammeltes Exsiccat benützt, nach dem die Sporen und Sporenträger beschrieben wurden. Sacc. giebt die Sporen zu 7 — 8ß Länge und 2,5 — 3 /< Dicke an, was mit den gesehenen Sporen ziemlich gut stimmt; wahrscheinlich Avaren die von mir untersuchten Specimina reifer. Diese Phoma ist die Spermogonienform von Diaporthe alnea Fuck. Sacc, Syll. I. p. 677. Afoi/sia 513. Ph. lloysiae Passer., Diagn. F. X. IV. Xo. 42. Sacc, Syll. X. p. 155. Fruchtgehäuse zerstreut, klein, kugelig -kegelförmig, bedeckt, mit spitzer Mündung, kaum hervorbrechend, schwarz, von klein- zelligem, oliven-braunem Gewebe; Sporen sehr zahlreich, stäbchen- förmig, gerade oder leicht gekrümmt, ohne Oeltropfen, 7,5 — 12^ lang, 2 ß dick, hyalin; Sporenträger nicht beobachtet. An trockenen Aesten von Aloysia triandra, in Gärten zu Parma in Italien. AnielancJiier 514. Pb. Amelaiiehieris Cooke in Grevillea XIII. p. 93. Sacc, Syll. X. p. 142. Fruchtgehäuse der Kinde eingesenkt, die Oberhaut erhebend und durchbrechend, kugelig, schwarz, von mittlerer Grösse; Sporen fast spindelförmig, bcidendig stumpf, mit zwei Oeltropfen, 8 /i lang, 2,5 — 3 |tt dick; Sporenträger dünn, gekrümmt, dreimal länger als die Sporen. An Aesten von Amelanchier vulgaris, im Gebiete an mehreren Stellen; auch in Grossbritannien. Arno rp ha 515. Ph. Amorphac Sacc, Mich. I. p. 523; Syll. III. p. 68. Fruchtgehäuse herdenweise, kugelig- linsenförmig, von der Oberhaut bedeckt, mit einem Porus am Scheitel, 0,1 — 0,14 mm im i PJioma 179 Amorpha Durchmesser; Sporen eiförmig, an beiden Enden stumpf Jich, ein- zellig, 5 — 7,5 |U lang, 3 — 4 ^t dick, hyalin; Sporen träger nicht beobachtet. An dürren Zweigen von Amorpha fruticosa im Gebiete, z. B. in Bayern: Gärten in München (Schnabl), auch in Frankreich etc. Zur Untersuchung hatte ich ein von Abbe Letendre bei Eouen in Frankreich gesammeltes Originalexemplar, nach welchem die Beschreibung der Sporen ge- geben wurde, und mehrere von Schnabl bei München gesammelte Specimina. Die Fruchtgehäuse der Münchner Exemplare haben 50 — 100// im Durchmesser, die Sporen sind ei - spindelföi-mig und leicht gekrümmt und messen 6 — 10 // in der Länge, 3 — 4 /.i in der Dicke, stimmen also gut mit den bei den französischen Exemplaren beobachteten überein. Anipelopfiis 516. PL. nidulaiis Grogn. Sacc. , Mich. II. p. 341; Syll. III. p. 80. Fruchtgehäuse hier und da genähert, länglich, hervorbrechend, innen grau; Sporen spindelartig, mit zwei Oeltropfen, 8 — 10 /< lang, 2,5 /t dick, hyalin ; Sporenträger fadenförmig, büschelweise, aus einer gelblichen Basalschichte entsprossen, 25—30 fx lang, 1,5 /t dick. An berindeten Aesten von Ampelopsis hederacea, in Frankreich; sicher auch im Gebiete. Aniygdalus 517. Pli. (lealbata Passer., Diagn. F. K lY. Xo. 71. Sacc, Syll. X. p. 141. Fruchtgehäuse von der weisslichen Oberhaut bedeckt; Sporen sehr klein, stäbchenförmig, auf längeren Sporenträgern sitzend. An trockenen Zweigen von Amygdalus Persica, bei Yigheffio im nördlichen Italien. Die Beschreibung ist allerdings sehr unvollständig; leider konnte ich mir die Originalbeschreibung Passerini's nicht verschaffen, die wahrscheinlich doch etwas ausführlicher wäre. Aralia 518. Ph. Araliae Cooke et Mass. in Grevillea XVI. p. 6. Sacc, Syll. X. p. 156. Fruchtgehäuse herden weise, meist in unregelmässigen, schwarzen Flecken sitzend, klein, fast kugelig, hervorragend, dann die Epidermis durchbrechend; Sporen eiförmig oder fast elliptisch, einzellig, 8 ^it lang, 4 ^t dick, hyalin. An Stämmchen von Aralia spinifera, Kew in Grossbritannien. 12^ Araucaria 180 Phoma Arattcaria 519. Pli. (leHectoiis Sacc, Bomm. et Rouss., Contr. Myc. Belg. III. p. 14. Sacc, Syll. III. p. 164. Fruchtgehäuse gehäuft, ungleich kugelig- länglich oder nieder- gedrückt, die aufgetriebene Epidermis durchlöchernd, 1 mm hoch, 0,5 — 0,7 mm breit: Sporen cvündrisch, mit zwei Oeltropfen, 7—12 /t lang. 2 — 3 // dick, hyalin, in weisslichen Fäden austretend: Sporen- träger stäbchenförmig, 10 — 12 (.i lang, 1,5 fi dick. An der Basis abgestorbener Blätter von Araucaria imbricata bei Brüssel in Belgien; sicher auch im diesseitigen Gebiete. Aiiciiba 520. PIi. ramiilicola (Oudem.) Syn. Ph. Aucubae West. Forma ramiilicola Oudem. Sacc, Syll. XI. p. 484. Fruchtgehäuse sehr klein, zahlreich, eingewachsen -hervor- brechend, glänzend-schwarz, am Scheitel durchbohrt: Sporen schmal eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 6 — 9 ^.i lang, 2,5 — 3 i.i dick, hyalin. An jüngeren Zweigen von Aucuba japonica, in den Niederlanden und Italien. Da Ph. Aucubae Westend, als blattbewohnend zu Phyllosticta gestellt werden musste, habe ich diese angebHche Form, weil Zweige bewohnend, bei Phoma belassen, da sie sich auch durch die Grösse der Sporen und die Oeltropfen von der blattbewohnendeu Phyllosticta unterscheidet. Bacrhavis 521. Ph. IJaccliaridis Brun., Champ. Saint. VII. p. 4. Sacc, Syll. X. p. 158. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, klein, schwarz, kugelig, kaum hervorbrechend; Sporen eiförmig, 5 — () fx lang, 2,5 /t dick, hvalin. An abgestorbenen Zweigen von Baccharis halimifolia, bei Saintes in Frankreich. Berheris 522. Ph. bcrbcriiia Sacc et Roum., Mich. IL p. 336; Syll. III. p. 72. Fruchtgehäuse zerstreut oder weitläufig- herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, niedergedrückt -kugelig, schwarz -grau; Sporen spindelförmig, mit zwei Oeltropfen, 6 — 7 /< lang, 2—2,5 ju dick, hyalin. Xn Zweigen von Berberis vulgaris, in Frankreich. Soll die Spermogonienform einer (noch unbekannten?) Di- aporthc sein. Phoma 181 Berberis 523. Ph (letriisa Sacc, Mich. IL p. 96; Syll. III. p. 72. Friichtgehäuse der Rinde eingesenkt, zerstreut und durch ein schwärzliches Stroma verbunden, fast kugelig, von honiggelbem Gewebe; Sporen spindelförmig, mit zwei Oeltropfen, 8 — 10 fi lang, 2,5 f.1 dick, hyalin ; Sporenträger stäbchenförmig, 20 i^i lang, 1 jii dick. An den Aesten von Berberis vulgaris, meist in Gesellschaft von Cucurbitaria Berberidis, durch das ganze Gebiet, auch in Frankreich. Diese Phoma ist die Spermogonienforni zu Diaporthe detrusa (Fries) Fuck., Symb. myc. p. 205. Cfr. Sacc, Syll. I. p. 619. 524. Ph. Berberidis Sacc, Mich, I. p. 259; Syll. III. p. 72. Fruchtgehäuse fast oberflächlich, gehäuft, kugelig -kegelförmig, am Scheitel mit kurzen Borsten, kleinwarzig, schwarz; Sporen länglich, sehr dünn, S — A/n lang, 0,5 — 0,7 m dick, hyalin; Sporen- träger ästig. An abgestorbenen Aesten von Berberis vulgaris, durch das Gebiet, auch bei Selva und Padua im nördlichen Italien. Der Pilz kommt meistens mit Cucurbitaria Berberidis vor, deren Spermo- gonienforni er darstellt. Cfr. Sacc. , Myc. Ven. Spec. t. XII. fig. 29. Da der Scheitel dieses Pilzes Borsten trägt, nähert sich derselbe sehr der Gattung Pyrenochaeta und wird wahrscheinlich besser in dieselbe einzureihen sein. 525. Pli. empetrifolia Brun., Sphaerops. nouv. in Bull. Soc. Bot. fr. 1893, p. 221. Sacc, Syll. XL p. 482. Fruchtgehäuse fast kugelig, schwarz, mit der Mündung hervor- brechend; Sporen ohne Oeltropfen, 5—6 i^i lang, 2 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Zweigen von cultivirter Berberis empetrifolia, bei Fouras in Frankreich. Ausserdem sind auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. melaleuca Speg. (Sacc, Syll. III. p. 73). Au abgefallenen Aesten von Berberis in Nordamerika. Sporen 5,7 — 10 /n lang. Ph. insularis Speg. (Sacc, Syll. XI. p. 153). An abgefallenen Blättern von Berberis ilicifolia in Feuerland. Sporen 12 — 15 = 4. Dieser Pilz muss jedoch, weil Blätter bewohnend, zu Phyllosticta gestellt werden. Betula 526. Pli. eortlcicola Preuss, Pilze Hoyersw. No. 27. Sacc, Syll. III. p. 98. Fruchtgehäuse in die Binde eingesenkt, hervorbrechend, schwarz, halbkugelig, sehr dünn, punktförmig, von zelligem Gewebe; Sporen einzellig, in Schleim gebettet, länglich, hyalin; Kern eiförmig. Betula 182 Photna An abgefallenen Zweigen von Betula, bei Hoyerswerda in Schlesien. Da mir der Pilz bisher unbekannt ist, konnte ich leider die Diagnose nicht vervollständigen. 527. Tb. oppilata (Fries) Sacc, Syll. III. p. 98. Syn. Sphaeria oppilata Fries, Syst. Myc. II. p. 493. Curr., Simpl. Sphaer. p. 328. Fruchtgehäuse zerstreut, hervorbrechend, kugelig, glatt, fast mündungslos, schwarz, Mündung später fast spaltenförmig; Sporen spindelförmig, mit ZAvei Oeltropfen, 7—10 /< lang, hyalin. An Zweigen von Betula, in Schweden ; vielleicht auch im dies- seitigen Gebiete. Nach Fries in Curr., Suppl. Observ. p. 258 soll die typische Form ein Schlauch- pilz sein. JßroHssoiietia 528. Pli. Broussoiietiae Sacc, ]\lich. II. p. 94; Syll. III. p. 95. Exs. Koum., Fungi Gallici No. 3971. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, dann dieselbe durchbrechend, selten kugelig, meistens länglich, grau- schwärzlich; Sporen spindelförmig, einzellig, mit zwei Oeltropfen, ca. 9 — 12 /ii lang, 2 — 3 fi dick, hyalin; Sporenträger bündelweise, fadenförmig, endlich hakenförmig gekrümmt, ca. 25 — 30 /< lang, 1 ^u dick. An berindeten Aesten von Broussonetia papyrifera, in Frank- reich; findet sich jedenfalls auch im Gebiete. Zur Untersuchung diente mir das von Rounieguore in Fungi Gallici aus- gegebene Exsiccat, wonach ich die Beschreibung etwas erweitern konnte. 529. Ph. Lyndlcyaiia Sacc, Syll. X. p. 148. Syn. Ph. Uuddleiae Brun., Chanip. nouv. VI. j). 2 (1888). Fruchtgehäuse bedeckt, dann hervorbrechend, zusammen-gedrückt- kugelig, klein, schwarz, etwas glänzend; Sporen länglich, 6 — S ^ lang, 2 — 5 jU dick, hyalin. An abgestorbenen Aesten cultivirter Buddleia Lyndleyana, Saintes in Frankreich. ii pjioma 183 Buxus Buxus 530. Ph. stictica B. et Br., Ann. N. H. No. 400. Sacc, Syll. III. p. 89. Exs. Sacc, Mycotheca Veneta No. 508. Fruchtgehäuse fast zerstreut, klein, von der später der Länge nach gespaltenen Oberhaut bedeckt; Sporen rundlich- oder länglich- ellipsenförmig, auch oft eiförmig, einzellig, mit zwei Oeltropfen, 7 — 10 fi lang, 4—4,5 /n dick, hyalin, meist mit einem Stielchen. An faulenden Aesten und Zweigen von Buxus sempervirens in Oesterreich und wahrscheinlich durch das ganze Gebiet; auch in Italien, Frankreich und England. Die Beschreibung der Sporen wurde in Ermangelung eines deutschen Pilzes nach dem oben citirten Saccardo'schen Exsiccat, sowie nach einem von Abbe Letendre bei Eouen gesammelten Specimen gegeben. Saccardo beschreibt die Sporen als länglich-elliptisch, mit zwei Oeltropfen, hyalin, 7—8 ^ = 3—3,5 fi, etwas gestielt. Der Unterschied in den Sporendimeusionen beruht wahrscheinlich auf verschiedenen Eeifezuständen. Diese Phoma ist die Spermogonienform zu Diaporthe retecta Fuck. Cfr. Sacc, Syll. I. p. 680. Caniellia 531. Ph. Camelliae Passer, Rev. Myc. 1887. p. 145. Sacc, Syll. X. p. 139. Fruchtgehäuse zerstreut, fast kugelig, die Epidermis etwas erhebend, bedeckt, dann hervorbrechend, mit kleiner Mündungs- papille, schwarz; Sporen länglich -elliptisch oder fast spindelförmig, an den Enden mit je einem, mehr oder weniger deutlichen Oel- tropfen, 5 — 7,5 IX lang, 2,5 fx dick, hyalin; Sporen träger nicht beobachtet. An lebenden und abgestorbenen Zweigen von Camellia japonica, im botan. Garten zu Parma in Italien. 532. Ph. Brimaudii Sacc, Syll. X. p. 140. Syn. Phoma Camelliae Brunaud, Miscell. mycol. p. 15 nee Passerini. Fruchtgehäuse zerstreut, kugelig, bedeckt, kaum hervorbrechend, schwarz; Sporen eiförmig oder länglich-eiförmig, einzellig, 5— 5,5 /t lang, 2,5— 3 /t dick, hyalin; Sporenträger sehr lang, gerade oder hakenförmig gekrümmt. An abgestorbenen Stämmchen von Camellia japonica, bei Saintes in Frankreich. CameUia 184 Phoma 533. rii. ejieieiis P a s s., Rev. My c. 1 887. p. 145. Sacc.,Syll. X. p. 140. Fruchtgehäuse dicht zerstreut, sehr klein, bedeckt, die Epidermis schmal durchlöchernd, eine kleine schwarze Kugel oder einen sehr dünnen Faden ausstossend; Sporen fast spindelförmig, an beiden Enden mit je einem Oeltropfen, 5 — 6 /t lang, 2—2,5 ^< dick, hyalin; Sporenträger nicht beobachtet. An einem trockenen Zweige von Camellia japonica, in den Kalthäusern des botan. Gartens zu Parma in Italien. 534. Pb. loiigicniris Passer, in Rev. Myc. 1887. p. 145. Sacc, Syll. X. p. 140. Fruchtgehäuse unter der Oberhaut, klein, pusteiförmig, -kaum hervorbrechend; Sporen fast spindelförmig, an den Enden mit je einem Oeltropfen, 7,5 u lang, 2,5 /n dick, hyalin; Sporenträger faden- förmig, 20 — 25 /t lang. An trockenen Zweigen von Camellia japonica in den Kalthäusern des botan. Gartens zu Parma in Italien. 535. Ph. tecta Passer, in ßev. Myc. 1887. p. 145. Sacc, SyU. X. p. 140. Fruchtgehäuse zerstreut, bedeckt, die Oberhaut etwas blasen- förmig auftreibend, aber kaum zerreissend; Sporen klein, elliptisch, ohne Oeltropfen, 2,5 — S fi lang, 1,5 ^tt dick, hyalin; Sporenträger dünn, ziemlich lang. An trockenen Zweigen von Camellia japonica in den Kalt- häusern des botan. Gartens zu Parma. 536. Ph. teiiuis Passer, in Rey. Myc. 1887. p. 145. Sacc, Syll. X. p. 140. Fruchtgehäuse dicht zerstreut, der Epidermis eingewachsen, klein, schwarz; Sporen stäbchenförmig, sehr klein, einzellig, 2,5 — 3 f.i lang, 0,5 fi dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, 10 — 12 /n lang. An trockenen Zweigen von Camellia japonica in den Kalt- häusern des botan. Gartens zu Parma. C'ditjxrris 537. Pli. i liystcrina Karst, et Roum. in Rev. Myc 1890. No. 47. Sacc, Syll. X. p. 154. Fruchtgehäuse weitläufig herdenweise, unter der Oberhaut, oval, flach -convex, der eingewachsene Theil etwas undeutlich, schwarz, Plioma 1B5 Capimris klein, mit der papillenförmigen, etwas flachen, blasseren Mund- öffnung hervorbrechend ; Sporen ellipsenartig oder eiförmig- verlängert, mit Oeltropfen, 6 — 10 /t lang, 2,5—3,5 (.l dick. An trockenen Zweigen von Capparis spinosa in Frankreich. Nach Karsten und Eouraeguere stellt der Pilz vielleicht den Typus einer neuen Gattung dar. 538. Pli. Capparidis Passer., Diagn. F. K IV. No. 67. Sacc, Syll. X. p. 154. Fruchtgehäuse dicht zerstreut, von der Epidermis bedeckt, linsenartig oder oval, mit nicht sichtbarer Mündung; Sporen länglich, elliptisch-lanzettförmig, mit zwei Oeltropfen, 10 (.i lang, 2,5 f.i dick; Sporenträger fadenförmig, dünn, 20—25 f^i lang. An trockenen Zweigen von Capparis spinosa, bei Parma in Italien. Von Ph. herharum Forma Capparidis Sacc. durch längere Sporen und Sporen- träger verschieden. Ph. lierbarum West. Forma CaiDparidis Sacc, Syll. III. p. 133. Fruchtgehäuse niedergedrückt -kugelig, 100 /t im Durchmesser; Sporen 7 — 8 f.i lang, 4 ^t dick. Im südlichen Theile des Gebietes, auch im nördlichen Italien. 539. Ph. capparitliiia Passer., Diagn. F. N. lY. No. 68. Sacc, Syll. X. p. 140. Fruchtgehäuse dicht zerstreut, von der geschwärzten Oberhaut bedeckt, von verschiedener Dicke; Sporen länglich, ohne oder mit zwei undeutlichen Oeltropfen, zuletzt als weisses Pulver ausgestossen, 5 f.1 lang, 1,25 {.i dick. An Aesten von Capparis spinosa, bei Parma in Italien. Höchst wahrscheinlich kommen alle die auf Capparis spinosa beschriebenen Arten im südlichen Theile des diesseitigen Gebietes auch vor. Carpimis 540. Ph. sordida Sacc, Syll. III. p. 99. Fruchtgehäuse niedergedrückt -kugelig, unter der Oberhaut hervorbrechend, fast herdenweise; Sporen länglich- spindelförmig, mit zwei Oeltropfen, 8 — 10 pi lang, 2 — 2,5 fx dick, hyalin; Sporen- träger fadenförmig, hakig-gekrümmt, 27 |tt lang, 1 (x dick. Carpitms 186 Phoma An berindeten Aesteu von Carpinus Betulus durch das Gebiet; auch in Italien etc. Diese Plionia geliört nach Nitschke und Saccardo als S2)erniogonienforni zu Diaporthe sordida Nitschke, Pyr. Germ. p. 252. Cfr. Sacc, Syll. I. p. 632. Ca.stanea 541. rii. eiidog-eiia Speg., Mich. I. p. 482. Sacc, Syll. III. p. 152. Fruchtgehäuse in der die Cotyledonen umgebenden Haut nistend, grau, zuweilen etwas wollig, linsenartig -kugelig, dünn- häutig, von parenchymatischem , zelligeni Gewebe, 150— 200 ,a im Durchmesser; Sporen eiförmig oder elliptisch, ohne Oeltropfen, 6 — 8 ß lang, 2 — 3 u dick, hyalin, im Innern körnig- wolkig. In reifen , mit einer unverletzten Rinde bekleideten , noch lebenden Samen von Castania vesca, bei Conegliano im nördlichen Italien und bei Lyon in Frankreich. An beiden Fundorten ist auffallender Weise mit dieser Phoma auch Mycogone cervina vergesellschaftet. Sicher kommt diese Art an geeigneten Localitäten auch im diesseitigen Gebiete vor. 542. Ph. rliizophila Delacr., Bull. Soc. Myc. 1893. p. 186. t. XII. fig. 1. Sacc, Syll. XL p. 486. Fruchtgehäuse punktförmig, schwarz, mit Scheitelööhung; Sporen 5 — 6 |tt lang, 1,5 f.i dick, hyalin. Am Holze der "Wurzeln von Castanea vesca in Frankreich. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. castanea Peck (Sacc, Syll. X. p. 160). An abgestorbenen Aesten von Castanea vcsoa in Nordamerika. Sporen 6,25 — 7,5 = 1,5 — 2; Sporenträger kurz. Cntaljia 543. l»li. Catalpae (Thüm.) Sacc, Syll. IIL p. 155. Syn. Sphaeropsis Catalpae Tliym., Fung. Austr. No. 80. Fruchtgehäuse zerstreut, elliptisch, kegelförmig -hervorragend, pusteiförmig, von mittlerer Grösse, braunschwarz; Sporen ellipsen- artig oder länglich-eiförmig, beidendig abgerundet, einzellig, zuweilen in der Mitte fast zusammengeschnüi-t, farblos, 8 — 12 {.i lang, 4 [i dick. An abgestorbenen Kapseln von Catalpa syringifolia, bei Wien in Oestcrreich (Thümen). Ffioma 187 Catalpa 544. Ph. earpogeiia Sacc. et Roiim., Mich. IL p. 339; SvU. III. p. 156. Friichtgehcäuse zerstreut, ziemlich gross, V2 i^^i im Durchmesser, niedergedrückt - kugelig , glänzend - schwarz , anfänglich bedeckt ; Sporen spindelförmig, mit zwei Oeltropfen, 6 — 8 ^f Ifing, 2,5 jii dick, hyalin. Im Innern der Kapseln von Catalpa syringifolia, bei Toulouse in Frankreich. Diese Phoma ist nach Saccardo vielleicht die Spermogonienform von Diaporthe spissa Sacc. et Speg. Celtis 545. Ph. celtidicola Brun., Suppl. Sphaerops. p. 1. Sacc, SyII. X. p. 162. Fruchtgehäuse zerstreut oder einander genähert, bedeckt, dann hervorbrechend, schwarz, kugelig, mit Scheiteldurchbohrung ; Sporen verlängert -länglich oder fast spindelförmig, mit zwei Oeltropfen, 8—10 f.1 lang, 2,5 — 3 f.i dick, hyalin. An abgestorbenen Aesten von Celtis occidentalis, bei Saintes in Frankreich. Cercis 546. PL. Siliquastri Sacc, Mich. II. p. 341; Syll. III. p. 68. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, niedergedrückt-kugelig, unter der Oberhaut, kaum hervorbrechend, grau; Sporen längHch, fast spindelförmig, 6 — 1 ^i lang, 2 — 2,5 /t dick, hyalin. An berindeten Zweigen von Cercis Siliquastrum, bei Saintes in Frankreich. 547. Ph. legimiinum West, Exsicc ISTo. 1135. Sacc, Syll. III. p. 147. Fruchtgehäuse punktförmig, zerstreut, zahlreich, kugelig, schwarz, eingewachsen-hervorbrechend, mit Scheiteldurchbohrung; Kern weiss- lich, dann schmutzig; Sporen eiförmig oder länglich - eiförmig, beidendig stumpflich, 5 /t lang, 2,5 [.i dick, hyalin; Sporenträger sehr kurz. An den Hülsen von Cercis Siliquastrum, Robinia, Cokitea, Gleditschia und Laburnum in Oesterreich, Bayern und wahrscheinlich durch das ganze diesseitige Gebiet; auch in Belgien, Italien und Frankreich. Cliaenomele 188 Phonia Chaenomele 548. Ph. C'liaciioineles Brun., Cliamp. envir. Saint, p. 337. Sacc, Syll. X. p. 142. Fruchtgehäuse zahlreich, zerstreut oder herdenweise, hervor- brechend, niedergedrückt-kugelig, schwarz, am Scheitel durchbohrt; Sporen spindelförmig, mit zwei Oeltropfon, 10— 12 |it lang, 3— 3,5 |U- dick, hyalin. An Stämmchen von Chaenomele japonica = Pirus japonica, bei Saintes in Frankreich. Citiouanthus 549. Ph. Chioiiaiithi Brun., Suppl. Shaerops. p. 1. Sacc, Svll. X. p. 146. Fruchtgehäuse zerstreut oder einander genähert, klein, von der Oberhaut bedeckt, kaum hervorbrechend, schwarz, kugelig; Sporen länglich, mit zwei Oeltropfen, 7 — 8 f.i lang, 2,5 — 3 fx dick, hyalin. An abgestorbenen Aesten von Chionanthus virginica, bei Saintes in Frankreich. Ist nach Saccardo die Spermogonienform von Diaporthe Chionanthi Brim., Chanii». nouv. obs. env. Saint. II. p. 4. Cfr. Sacc, Syll. IX. p. 712. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben : Ph. diatrypea (C. et E.) Sacc, Syll. III. p. 86. An Aesten von Chionanthus in Nordamerika. Sporen 12 = 5. Cissus 550. Pli. Cissi Rieh., Catal. Champ. Marn. p. 546. Sacc, Syll. X. p. 153. Fruchtgehäuse von der Oberhaut bedeckt, schwarz, halbkugelig, zerstreut, die Epidermis erhebend und zerreissend; Sporen länglich, beidendig etwas verdickt, mit zwei Oeltropfen, 6 lang; Sporenträger lang, gerade. An dünnen Zweigen von Cissus in Frankreich. eist US 551. Ph. eistiiia Cooke in Grevillea XIV. p. 3. Sacc, Syll. X. p. 153. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, bedeckt, dann hervorbrechend, fast kugelig, schwarz, trocken einsinkend, Mündungspapille zuweilen kurz, die Epidermis durchbrechend, dann zwei oder dreimal länger als der Durchmesser des Fruchtgehäuses, gebogen; Sporen fast cylindrisch oder spindelförmig, beidendig stumpf, oft mit zwei kleinen PJwma 189 Cistus Oeltropfen, 6 — 7 ii lang, 2,5 ^i dick, hyalin; Sporenträger ungefähr zweimal länger als die Sporen. An Aesten von Cistus laurifolius, in Grossbritannien. 552. Ph. Cisti Brun. , Fragm. myc. II. p. 8. Sacc, Syll. X. p. 153. Fruchtgehäuse zahlreich, fast herdenweise, sehr klein, schwarz, kaum hervorbrechend; Sporen fast eiförmig, sehr klein, einzellig, 3 jit lang, hyalin. An trockenen Aesten von Cistus salvifolius, Saintes in Frankreich. Citrus 553. Ph. dolichopus Penz., Mich. II. p. 427. Sacc, Syll. in. p. 83. Fruchtgehäuse zerstreut, unter der Oberhaut, dann hervor- brechend, von der zersprengten Epidermis umgeben, fast kugelig, mit unscheinbarer Mündungspapille, bräunlich, von fädigem Gewebe, 250 — 280 fx im Durchmesser; Sporen klein, ellipsenartig, ohne Oel- tropfen, 3 — 3,5 |tt lang, 2— 2,5 jU dick, hj'alin; Sporenträger bündel- weise, sehr lang, fadenförmig, gekrümmt, 30 — 35 (i lang, 1 /t dick, hyalin. An lebenden, berindeten Zweigen von Citrus Limonum im botan. Garten zu Padua in Italien. 554. Ph. (leiisii)es Penz. et Sacc, Fung. Agrum. II. Contr. p. 14; Syll. III. p. 83. Fruchtgehäuse gehäuft, von der Oberhaut bedeckt, dann hervor- brechend, fast kugelförmig, schwarz -braun, von parenchymatischem Gewebe, 210 — 240 ^i im Durchmesser, mit weiter Mündung; Sporen länglich - elliptisch, beidendig verschmälert, stumpf, ohne Oeltropfen, 8 — 10 ß lang, 3 — 3,5 fx dick, hyalin; Sporenträger bündelweise, einfach, cylindrisch, ohne Scheidewände, bräunlich oder dunkel- bräunlich, 5 — 10 j(t lang, 2 — 2,5 fi dick. An abgestorbenen Zweigen von Citrus Limonum, bei Mortolla im nördlichen Italien. 555. Ph. Limoiiis Thüm. et Bolle, Contr. Fl. myc. Litor. p. 29. Sacc, Syll. III. p. 83. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, schalenförmig -flach, ein- gesenkt, klein, schwarz; Sporen sehr klein, cylindrisch, ohne Citrtis 190 Phoma Oeltropfen, beidendig abgestumpft, kaum etwas gerundet, 3 fj, lang, 1 — 1,5 |i/ dick, hyalin; Sporenträger nicht sichtbar. An trockenen Zweigen von Citrus Limonum, im südhchen Gebiete, z. B. bei Gradisca (Thüm.), bei Padua im nördlichen Italien (Penzig), in Frankreich (Roumegucre), bei Coimbra in Portugal (Moller). 556. rii. Limoiiiae Penzig, ]\Iich. II. p. 429. Sacc, Syll. III. p. 83. Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Oberhaut, niedergedrückt- kugelig, 120 — 140 f.1 im Durchmesser, schwarz-braun, von parenchy- matischem Gewebe; Sporen kurz -elliptisch, beidendig abgerundet, mit zwei Oeltropfen, 3,5 — 4 |« lang, 2,5 — 3 ^t dick, hyalin; Sporen- träger sehr kurz, 6 — 7 fi lang, 4 — 5 fi dick. An trockenen Zweigen von Limonia australis in den Kalt- häusern der botan. Gärten im nördlichen Italien. 557. Ph. iners Penzig, Mich. IL p. 428. Sacc, Syll. III. p. 84. Fruchtgehäuse zerstreut, von der Oberhaut bedeckt, dann hervor- brechend, fast kugelförmig, sehr schwarz, 300 — 400 /t im Durch- messer, von parenchymatischem Gewebe; Sporen kurz -elliptisch, ohne Oeltropfen, seltener mit zwei solchen, 6 — 7 fi lang, 3,5 — 4,5 fi dick, hyalin; Sporenträger undeutlich oder fehlend. In weisslichen Flecken an fast noch lebenden Zweigen von Citrus Aurantium, im botan. Garten zu Padua. 558. Pli. myelocola (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 84. Syn. Sphaerocista myelocola Preuss, Fung. Hoyersw. No. 308. Fruchtgehäuse dünn, fast kugelig, klein, gedrängt, mit kleiner Mündungspapille, dunkelbraun, in einem verlängerten Stroma (?) zusammengefasst; Kern weiss, schleimig; Sporen spindelförmig, etwas gekrümmt, hyalin, in weissen Ranken austretend; Sporen- träger fadenförmig. An vertrockneter Rinde von Citrus Aurantium, in Ueber- winterungsräumen in Hoyerswerda. 559. Pli. seabclla Penzig, Mich. IL p. 340. Sacc, Syll. III. p. 84. Fruchtgehäuse dicht herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, dann hervorbrechend, niedergedrückt-kugelig, 250 — 300 /t im Durch- Fhoma 191 Citrus messer, an der Mündung von der weisslichen Epidermis umgeben; Sporen länglich -elliptisch, beidendig spitzlich, mit zwei Oel tropfen, 7 — 9 fi lang, 2,5 — 3,5 ^t dick, hyalin; Sporenträger dicht gehäuft, fadenförmig, einfach, 25 — 36 /t lang, 2 — 2,5 in dick, etwas gebogen. An abgestorbenen Aesten von Citrus -Arten, bei Padua in Italien. 560. Ph. Citri Sacc, Fungi Yen. novi vel critici, Ser. Y. p. 294; Mich. II. p. 427; Syll. III. p. 84. Fruchtgehäuse fast linsenartig, ziemlich gross, 250 — 360 jli im Durchmesser, niedergedrückt, mit unscheinbarer Mündungspapille, öfter verlängert, eingesenkt, dann frei, sehr schwarz; Sporen ver- längert-elliptisch oder länglich, beidendig stumpflich, mit zwei Oel- tropfen, 7 — 8,5 in, lang, 2,5 — 3,5 iW dick, hyalin; Sporenträger lang, dicht zusammengepresst, mit Oeltropfen, 25 — 40 ii lang, 2—6 ii dick, hyalin, endlich hakig -gekrümmt. An Aesten und entrindetem Holze von Citrus -Arten im nörd- lichen Italien und Portugal. Soll nach Saccardo die Spermogonienform einer (unbekannten ?) Diaporthe sein. 561. Pli. cytosporella Pen zig et Sacc, Monogr. Agr. p. 361, t. 33. fig. 2; Syll. X. p. 151. Fruchtgehäuse unregelmässig, herdenweise oder zusammen- fliessend, der Rinde oder einem Stroma eingesenkt, ohne Mündungs- papille, sehr schwarz; Sporen länglich - elliptisch , beidendig ab- gerundet, mit zwei Oeltropfen, 7 — 9 fx lang, 2,5 — 4 ^a dick, hyalin; Sporenträger sehr dicht gedrängt, fadenförmig, ohne Scheidewände, 20—30^ lang, 2—2,5^ dick. An altem Holze von Citrus vulgaris, Citrus Aurantium und an Aesten von Citrus Limonum in Italien. 562. Pli. Aiiraiitioriim (Rabenh.) Sacc, Syll. III. p. 83. Syn. Sphaeropsis Aurantiorum Rabenh. Not. XIII. in Marcucci Un. itin. 1866. (Saccardo non vidit.) Sporen klein, länglich, beidendig abgerundet - stumpf , ein- zellig, hyalin. An Zweigen von Citrus Aurantium, in Italien. , Die Specimina, welche in Eoumeguere, F. G. No. 90 unter dem Namen Sphaeropsis Aurantiorum Eabenh. ausgegeben wurden, glaubt Saccardo zu Gloeo- sporium intermedium Sacc. bringen zu müssen. Es bleibt also diese Art vorläufig sehr zweifelhaft. Citrus 192 Phoma Ausserdem wurde auf Citrus noch beschrieben: Ph. paragriiajensis Speg. (Sacc, Syll. X. p. 151). An kranken Zweigen von Citrus Aurantium in Nordamerika. Sporen 1.5 — 17 = 5 — 6. Der Pilz ist jedoch der Sporengrösse wegen zu Macrophoma zu stellen. Die weiter auf Blättern beschriebenen Phoma -Arten gehören theils zu Phyllo- sticta, theils zu Macrophoma. C7ero(1en<7t'on PL. lirelliforiiiis Sacc, Forma Clerodendri Bruu., Fragm. myc. II. p. 8. Sacc, Syll. X. p. 153. Siehe auch Nährpflauze Hhaninns, Sporen mit zwei Oeltropfen, 8 {.i lang, 3 // dick, hyalin : Sporen- träger 20 (X lang. An abgestorbenen Aesten von Clerodendron foetidum, bei Eochefort in Frankreich. Colntea 563.Ph. Coluteae Sacc etRonm., Mich. II. p. 338; Syll. III. p. 67. Fruchtgehäuse herdenweise, linsenförmig, Vs ^im im Durch- messer, anfänglich von der grau -verfärbten Oberhaut bedeckt, grau; Sporen länglich, mit zwei Oeltropfen, 7 /t lang, 3 /i dick, hyalin; Sporenträger fast so lang wie die Sporen. An Aesten von Colutea arborescens, bei Toulouse in Frankreich. Ist nach Saccardo die Spermogonienform einer (unbekannten ?) Diaporthe. Ph. leg'iiminum Westend. (Sacc, Syll. III. p. 147). An den Hülsen von Colutea arborescens in Oesterreich, wahr- scheinlich durch das ganze Gebiet; auch in Belgien, Italien und Frankreich. Siehe Nährpflanze Cercis. 564. Pli. pliyllostictoidos Desm., Crypt. de France, Ser. III. No. 694; Sacc, Syll. III. p. 147. Exs. Thüraen, Fungi austr. No. 1290. Fruchtgehäuse herdenweise oder zerstreut, sehr klein, kreis- förmig, am Scheitel durchbohrt, trocken niedergedrückt, anfangs blass, dann schwärzlich - brffun ; Sporen elliptisch - eiförmig oder länglich, oft an einem oder auch an beiden Enden etwas ver- schmälert aber stumpf, einzellig, mit zwei Oeltropfen, ca. 4 — Q f.i lang, 2 — 4 jtt dick, hyalin. An trockenen, aber noch hängenden Hülsen von Colutea arborescens durch das Gebiet, z. B. bei Görz in Friaul; in Böhmen (Thümen); auch im nördlichen Italien und Frankreich. Die Bescliroibuiig wurde nach einem von Tluimon in Bölimen gesammelten und in Fungi austr. No. 1290 ausgegebenen Exemplare entworfen. In Sacc. 1. c. fehlt die Diagnose gänzlich. Phoma 193 Coniferae Conifercie a. Picea 565. Pb. Libertiana Speg. et Roum., Mich. II. p. 338. Sacc, Syll. III. p. 73. Fruchtgehäuse herdenweise, hervorbrechend, niedergedrückt- kugelig, mit kleiner Mündungspapille, von parenchymatischem, röthlichem Gewebe; Sporen eiförmig, beidendig stumpf lieh, mit zwei Oeltropfen, 6 — 6,5 ^.i lang, 3 /< dick, hyalin. An berindeten Aesten von Picea excelsa im Gebiete; auch in Frankreich etc. Nach Saccardo scheint diese Phoma die Spermogonienform zu Cenaugiura Pinastri zu sein. 566. Ph. piceaiia Karst, in Hedw. 1884. p. 18. Sacc, Syll. III. p. 74. Fruchtgehäuse zerstreut, durch die Epidermis halb- hervor- brechend, meistens abgerundet, fast mündungslos oder mit un- scheinbarer Papille, sehr zart, punktirt, schwarz, 500 — 800 /t im Durchmesser; Sporen verlängert, gekrümmt, ohne Oeltropfen, 5 /«. lang, 1 fi. dick, hyalin. An abgestorbenen Zweigen von Picea excelsa, bei Mustiala in Finnland. 567. Ph. egiittulata Karst, Symb. XIX. p. 88. Sacc, Syll. X. p. 162. Fruchtgehäuse kege]förmig-abgerundet oder länglich, durch die zerrissene Epidermis hervorbrechend, am Scheitel verschiedenartig sich öffnend, dickhäutig, schwarz, bis zu 1 mm im Durchmesser; Sporen länglich oder länglich - elliptisch , beidendig leicht ver- schmälert, gerade, ohne Oeltropfen, 5—6 /t lang, 2 — 3 // dick, hyalin. An den Xadeln von Picea excelsa und Pinus silvestris, durch das Gebiet; auch um Mustiala in Finnland. 568. Ph. Piiii (Desm.) Sacc, Syll. III. p. 101. Syn. Sphaeropsis Pini Desm., Ann. sc. nat. 1848. p. 347. Fruchtgehäuse auf der Oberseite der Xadeln, 'reihenweise, schwarz, hervorbrechend, dann oberflächlich, sehr klein, kugelig oder niedergedrückt-kugelig, 50 /t im Durchmesser; Sporen zahlreich, eiförmig, 10 ^t lang, hyalin, als kleine, weisse, kugelige Masse austretend. Winter, die Pilze. VI. Abtli. 13 Coni ferne 194 Phoma An abgefallenen Blättern von Picea excelsa, in Frankreich, sicher auch durch das ganze diesseitige Gebiet. 569. Ph. Pieeae (Fiedler) Sacc, Syll. III. p. 101. Syn. Spbaeroneraa Pieeae Fiedler, Bot. Zeitung. 1858. p. 82. Fruchtgehäuse eingewachsen, klein, niedergedrückt -kugelig, rauh, schwarz, glänzend, fast zusammenfliessend, mit weisslichem, gelblich werdendem Kerne; Sporen länglich, fast durchsichtig. Auf der Unterseite der Xadeln von Picea excelsa, bei Doemitz in Mecklenburg. Soll der Ph. pityophila (Corda) sehr nahe stehen. 570. Ph. sapiiiea Passer., Rev. Myc. 1886. p. 91. Sacc, Syll. X. p. 163. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Epidermis bedeckt, fast kugelig oder länglich, dunkelbraun; Sporen länglich, beidendig ab- gerundet, ohne Oeltropfen, bin lang, 2,5 /i dick, hyalin; Sporen- träger fehlend oder undeutlich. An vertrockneten Schuppen der Zapfen von Picea excelsa durch das Gebiet; auch bei Parma in Italien. 571. Ph. eonophila Sacc, Sylh X. p. 163. Syn. Ph. conigena Karst., Synib. myc. Fenn. XXVI. p. 29. (1888) nee Karst. 1885. Fruchtgehäuse einzeln oder gehäuft, hervorbrechend, oberflächlich, verschieden zusammengedrückt, oft verlängert, oft hysterien artig, schwarz, glänzend, glatt, fast mündungslos, 0,1 — 0,2 mm breit; Sporen spindelförmig- verlängert, meistens gerade, ohne Oeltropfen, sehr selten mit einer undeutlichen Scheidewand, 8 — 16/t lang, 1,5—2,5 /t dick; Sporenträger fadenförmig, gerade, 10 /t lang, 1 /n dick. An den Schuppen der Zapfen von Picea excelsa durch das Gebiet; auch bei Mustiala in Finnland. Dieser Pilz steht dem Sporonema strobilimim Dcsm. sehr nahe und ist wahr- scheinlich mit demselben zu vereinigen. 572. Pli. eooiH'i-ta Passer., Diagn. F. N. IV. Xo. 77. Sacc, Syll. X. p. 1()4. Fruchtgehäuse eingesenkt, aussen und innen schwarz, fast kugelig, mit fast verschwindender Mündungspapille; Sporen Phoma 195 Coniferae cylinclrisoh , gerade, beidendig abgestutzt, 10,5 /ti lang, hyalin; Sporenträger fehlend oder sehr kurz. An den Zapfenschuppen von Picea excelsa bei Parma in Italien. 573. Ph. oeculta Sacc, Syll. IIL p. 150. Fruchtgehäuse unter der Epidermis in einem sehr dünnen, schwarz -begrenzten Stroma nistend, pustelartig, dann sich fast spaltenförmig öffnend, mit grauem Kerne; Sporen länglich-eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 7 /ii lang, 3 /t dick. An den Zapfenschuppen von Picea excelsa im Rheingau (Puckel). Ist nach Fuckel die Spermogonienform zu Diaporthe oeculta (Fuck.) Nitschke, Pyr. Germ. p. 266. Cfr. Fuck., Symb. Nachtr. III. p. 23. 574. Ph. conorum Sacc, Mich. IL p. 615; Syll. III. p. 150. Pruchtgehäuse herdenweise, eingewachsen-hervorbrechend, nieder- gedrückt-kugelig, fast mündungslos, mit grauem Kerne; Sporen spindelförmig, gerade, mit einem Oeltropfen, 10 — 14 /n lang, 2 — 2,75 /t dick, hyalin; Sporen träger hakenförmig gebogen, 24 /li lang, 1 /n, dick. An Zapfenschuppen von Picea excelsa, durch das Gebiet; auch in Prankreich. Nach Saccardo Spermogonienform von Diaporthe conorum (Desm.). 575. Ph. AMetis Briard., Add. Syll. p. 298. No. 4292. Sacc, Syll. X. p. 163. Pruchtgehäuse sehr klein, der Länge nach dicht herdenweise, bald oberflächlich, kaum ^/^^ mm im Durchmesser, schwarz, etwas glänzend, fast kugelförmig, auf beiden Blattseiten hervortretend; Sporen länglich-cylindrisch, beidendig stumpf, gerade, 6—S /x lang, 2—3 /( dick, hyalin; Sporenträger nicht beobachtet. An abgestorbenen Nadeln von Albies alba MilL, bei Troyes in Frankreich. 576. Ph. Alhietis-alhae Allescher nov. spec. Fruchtgehäuse herdenweise, hervorbrechend, fast oberflächlich, etwas rauh, schwarz; Sporen eiförmig oder länglich-elliptisch, beid- endig stumpf oder abgerundet, ohne Oeltropfen, 5 — 7 ^tt lang, 1,5 — 3,5 ;ii dick, hyalin; Sporenträger nicht beobachtet. An abgefallenen Zapfenschuppen von Albies alba Mill. bei Lang- heim nächst Lichtenfels im bayerischen Oberfranken (Fritz Rohnfelder). 13* Coniferae 196 Phoma Sacc. scheint auf den abgefallenen Zapfenschuppen von Abies alba keinen Pilz anzugeben. Vielleicht gehört der vorbeschriebene Pilz besser zu Sporonema, doch konnte ich kein Fruchtgehäuse mit blossgelegter Fruchtscheibe sehen. 577. Ph. Balsamoae Briin., Esp. Sphaerops. p. 1. Sacc, X. p. 162. Fruchtgehäuse gewöhnlich auf der Oberseite der Kadehi, zer- streut, punktförmig, schwarz, von der später spaltenförmig auf- reissenden Oberhaut bedeckt; Sporen eiförmig, ohne Oeltropfen, 8 in lang, 3 // dick, hyalin. An abgestorbenen Nadeln von Abies balsamea im botan. Garten zu Rüchefort in Frankreich. b. Pinus 578. rii. pltya Sacc, Mich. I. p. 126; Syll. III. p. 73. Fruchtgehäuse zerstreut, unter der Obeihaut. dann halb-hervor- brechend, fast kugeUg, mit unscheinbarer Mündungspapille, ^'3 mm im Durchmesser, von zelligem, derbem, russfarbigem Gewebe; Sporen spindelförmig, meistens gerade, anfänglich mit zwei Oeltropfen, 9 — 11 /i lang, 2,5 — 3,5 /t dick, hyalin. An berindeten Aesten von Pinus silvestris, bei Berlin (P. Magnus); desgl. von Pinus Strobus bei Trient (Berl. et Bresad.). Nach Saccardo ist diese Phoma wahrscheinlich die Spermogouienform zu Diaporthe pitya Sacc, Fungi Yen. Ser. IV. p. 7; Syll. I. p. 689. Yar. Taxodii Sacc in Rev. Myc 1885. p. 160; Syll. X. p. 164. Sporen 7—8 /< lang, 2 /{ dick, mit zwei Oeltropfen, hyalin. An der Rinde von Taxodium in Frankreich (Angele Roumeguere). 579. Pli. coiiigeiia Karst, in Rev. Myc. 1885. p. 106. Sacc, Syll. III. p. 163. Fruchtgehäuse zerstreut oder fast herdenweise, hervorbrechend, bald oberflächlich, verschieden gestaltet, meistens jedoch abgerundet, dann mit spaltenförmig er Mündung geöffnet, schwarz, 0,2 — 0,3 mm breit; Sporen länglich -spindelförmig, ohne Oeltropfen, 6 — 9 // lang, hyalin. An den Schuppen abgestorbener Zapfen von Pinu.s silvestris, durch das Gebiet, auch in Finnland. Von den iilmliclion Pliuma Pini, Ph. Pittospori und Pli. ])it.va (hircli die bald oberflächlichen l'ruclitgehäuso leicht zu unterscheiden. Phoma 197 Coniferae 580. Ph. stroMlaria (Preuss) Sacc, Syll. III. p. 150. Syn. Gerulajacta strobilaria Preuss, Fungi Hoyersw. No. 314. Fruchtgehäuse häutig, hervorbrechend, kugelig, schwarz, dann mit Scheiteldurchbohruug; Kern weiss; Sporen eiförmig, hyalin; Sporenträger keulenförmig. An abgefallenen Zapfen von Pinus, bei Hoyerswerda. 581. Ph. stroMliffena Desm. XVII. Not. p. 8. Sacc, Syll. III. p. 150. Exs. P. Sydow, Mycoth. march. No. 3870 (auf Pinus strobus). Fruchtgehäuse klein, fast oberflächlich, V5 — V4 i^im im Durch- messer, oft herdenweise, kugelig, schwarz, mündungslos, etwas rauh, durch Einsinken concav, innen weiss; Sporen sehr klein, eiförmig oder eiförmig -länglich, mit zwei Oeltropfen, &—^ /.i lang, 3 jti dick, hyalin. An den Zapfenschuppen von Cedrus Liban., Thuja und Pinus- Arten, durch das ganze Gebiet, auch in Frankreich und Belgien. Forma microspora Sacc, Reliq. Lib. Y. No. 60; Syll. III. 1. c Sporen klein, mit zwei Oeltropfen, 4 /i lang, 2 ,« dick, hyalin. An den Zapfen von Pinus silvestris, durch das ganze Grebiet; auch in Italien und Frankreich. 582. Ph. Pinastri (Oudem.) Sacc, Syll. III. p. 150. Syn. Coniothyrium Pinastri Oudem., Aanw. 1876 — 77. p. 8. Fi-uchtgehäuse häutig, sehr zart, schwarz, von kleinzelligem, schwarz-violettem Gewebe, unregelmässig sich öffnend, zerstreut oder rasenförmig, etwas zusammengepresst; Sporen durch Schleim verbunden, 3 /(. lang, 1,5 /(, dick, hyalin. An reifen Zapfen von Pinus Pinaster in den Niederlanden. 583. Ph. Cembrae Karst, Fragm. XXII. p. 2. Sacc, Syll. X. p. 163 (unter Ph. Pittospori Cooke et Harkn. var. Cembrae Karst.). Fruchtgehäuse zerstreut, durch die Oberhaut hervorbrechend und von den Lappen derselben umgeben, fast kugelig oder ab- geplattet-kugelig, russfarbig-schwarz oder schwarz, 0,2 — 0,3 mm im Durchmesser, dann mit einem Porus am Scheitel; Sporen elUpsen- förmig, länglich oder eiförmig -länglich, gerade, ohne Oeltropfen, 6 — 9 /Li lang, 2 — 3 ;(t dick, hyalin. An trockenen Aesten von Pinus Cembra im botan. Garten zu Mustiala in Finnland; ist jedenfalls auch im Gebiete anzutreffen. Coniferae 198 l'homa 584. rii. erassieollis Karst., Sphaerops. Fenn. p. 50. Sacc, Syll. X. p. 164. Fruchtgehäuse zerstreut, eingewachsen, kugelförmig, trocken einsinkend, schwarz, 0,2 — 0,3 mm breit, mit Mündungspapille, hervorbrechend; Sporen länglich oder fast spindelförmig- länglich oder verlängert, gerade, seltener ungleichseitig oder etwas gekrümmt, ohne Oeltropfen, 7 — 16 jit lang, 2 — 4 /» dick. An abgestorbenen Nadeln von Pinus silvestris durch das Gebiet; auch bei Mustiala in Finnland. Diese Art nähert sich bezüglich der Sporengrösse schon sehr der Gattung Macrophoma. 585. Ph. acieola (Lev.) Sacc, Mich. II. p. 272: Syll. III. p. 100. Syn. Si)haeropsis acieola Lev. in Ann. sc. nat. Bot. 1848. p. 256. Fruchtgehäuse ziemlich gross, hervorbrechend, kugelig, etwas rauh, von der zerrissenen Epidermis umgeben, innen weisslich; Sporen eiförmig-länglich, gerade, beidendig stumpf oder abgerundet, ca. 6 — 9 /i lang, 3 — 4 /f dick, hyalin. An abgefallenen Kadeln von Pinus silvestris durch das Gebiet; auch in Italien und Frankreich. In vorstehender Besclireibung ist die Sporengrösse nach Speeimina, welche von Winter in der Dölauer Heide bei Halle a. S. und von Auerswald bei Ponikaii in Sachsen und von mir bei München gesammelt wurden, angegeben. Die Winter'schen und Auerswaldschen Exemplare liegen im Winter'schen Herbar. Auch ein von Angele Eounioguere in den Central -Pyrenäen auf Pinus silvestris gesammeltes und in Roumeguöre, Fungi Gallici No. 2837 ausgegebenes Exemplar wurde untersucht und Sporen von 5 — 7. «Länge, 2,5 — 3,5 ^ Dicke gefunden. Eoumeguöre giebt die Grösse der Sporen zu 7 = 4 .« Grösse an, ebenso Saccardo in der Originaldiagnose. 586. rii. aeuuui C. et E. in Grevillea VI. p. 83. Sacc, Syll. III. p. 100. Fruchtgehäuse zerstreut, klein, schwarz, etwas hervorragend, zuerst bedeckt; Sporen stäbchenförmig, beidendig stumpf, meist gerade, oft auch etwas gekrümrat, 8 — 10/« lang, 1 — 1,5 /t dick, hyalin. An trockenen Nadeln von Pinus silvestris, bisher nur im südlichen Gebiet, z. B. bei Bozen (Hausmann); auch in Nordamerika. Das Specimen, nach welcliem die Sporengrösse in der vorstehenden Be- schreibung angegeben ist, wurde von Hausmann bei Bozen 1869 gesammelt und liegt im AVinter'schen Herbar. Phoma 199 Coniferae Ich habe auch ein von Ellis in Nordamerika auf Pinus silvestris ? (es sind immer drei Nadeln in einer Scheide) gesammeltes und in Eoumeguere, F. G. No. 3219 ausgegebenes Exemplar untersucht und mit den europäischen ziemlich übereinstimmend gefunden. Die Spoi'en messen bei letzterem 10 — 12 ti in der Länge, 2 /.i in der Dicke. 587. Ph. piiiastrella Sacc, Syll III. p. 101. Sjn. Ph. Pinastri Thüm., Pilze Pin. austr. p. 34 nee. Lev. Fruchtgehäuse herdenweise, aber immer einzehi, nie zusammen- fliessend, fast kegelförmig -halbkugehg, hervortretend oder halb- eingesenkt, sehr schwarz, von der zerreissenden Oberhaut unregel- mässig umgeben; Sporen elliptisch, gerade oder zuweilen leicht gebogen, beidendig etwas verschmälert und schmal abgerundet, meistens mit grossen, unregelmässigen Oeltropfen, selten ohne solche, sehr zahlreich, 4 — 5,5 /t lang, 2 — 2,5 fi dick, hyalin. An abgestorbenen Nadeln von Pinus Pinaster, Pinus silvestris und Pinus Cembra in Oesterreich, jedenfalls im Gebiete weiter verbreitet; auch in Frankreich und Sibirien. 588. Ph. plnicola (Zopf) Sacc, Syll. III. p. 100. Syn. Pycnis pinicola Zopf in Hedwigia 1881. p. 14(5. Fruchtgehäuse länglich, herdenweise oder zerstreut, am Scheitel verschieden zerreissend, dickhäutig, hervorbrechend; Sporen sitzend, schmal verkehrt -eiförmig, elliptisch oder länglich, mit zwei Oel- tropfen, 8 — 12 /t lang, 3—5 /t dick, hyalin. An halb -lebenden, grünen Nadeln von Pinus silvestris und Pinus Pinaster an abgerissenen, auf dem Boden liegenden, lebenden Aesten, in Deutschland. 589. Pü. pytiophila (Cor da) Sacc, Syll. III. p. 101. Syn. Sphaeronema pityophilum Corda, Je. IV. 40. f. 116. Fruchtgehäuse eingesenkt, fast zusammenfliessend, dann hervor- brechend, schwarzbraun, mit gelbem, gelatinösem Kerne; Sporen länglich, beidendig stumpf. An faulenden Nadeln von Pinus silvestris bei Prag in Böhmen ; jedenfalls auch anderwärts im Gebiete. 590. Ph. erythrella Thüm., Symb. Myc Austr. III. No. 61. Sacc, Syll. III. p. 100. Fruchtgehäuse fast herdenweise, auf der Blattoberseite, sehr selten auch auf der Unterseite, fast kegelförmig-halbkugelig, hervor- stehend, mit schmalem, blutrothem Hofe umgeben, ziemlich gross, Cwiiferae 200 Phoma mit schwarzem, kugeligem Kerne; Sporen kugelig- elliptisch oder eiförmig, ohne Oeltropfeu, einzellig, 4 /t lang, 2,5« dick, lichtgrau; Sporenträger kurz, fast gerade, hyalin. An abgestorbenen, noch hängenden Xadeln von Pinus austriaca in grosser Menge bei Gregurowicz in Oesterreich; wahrscheinlich im Gebiete weiter verbreitet. Saccardo vermuthet, der Pilz möchte zur Gattung Zythia gehören. 591. Ph. g:eiiiculata (B. et Br.) Sacc, Syll. III. p. 102. Syn. Sphaeropsis geniculata B. et Br. Ann. X. H. Xo. 421. Fruchtgehäuse kugelig; Mündung kegelförmig, etwas hervor- ragend; Sporen cylindrisch, gekrümmt, beidendig abgerundet, den Sporenträgern in einem stumpfen Winkel angeheftet, zuweilen mit zwei Oeltropfen, 4 — 5 mal länger als ihr Dickendurchmesser. An den Xadeln von Pinus Strobus in Grossbritannien; wahr- scheinlich auch im diesseitigen Gebiete. c. Larix 592. Ph. liiieolata Desm., Exs. Ser. IL Xo. 58; 19. Xot. p. 3. Sacc, Syll. III. p. 150. Fruchtgehäuse eingewachsen-hervorbrechend, schwarz, sehr klein, die gleichalterigen in kurze Reihen geordnet, am Scheitel durchbohrt, von der hernach zerreissenden Oberhaut bedeckt, mit weissem Kerne; Sporeij eiförmig oder länglich, beidendig stumpf, endlich in gewundenen Fäden austretend, 5— 7/i lang, 2 — 2,5 ,ei'HS 653. Ph. Juiiiperi (Dosm.) Sacc, Syll. III. p. 101. Syn. Sphaeropsis Junipcri Desm., 17. Not. p. 4. Auf beiden Blattseiten, öfter jedoch auf der Blattunterseite, pustelartig, schwarz, in Reihen hervorbrechend ; Fruchtgehäuse sehr klein, je zwei bis drei einem schwarzen Stroma eingesenkt, mit weissem Kerne; Sporen fast kugelig, 3 — 4 /< im Durchmesser, hyalin. An abgestorbenen Nadeln von Juniperus communis, durch das Gebiet; auch in Frankreich. Kerria 654. Ph. japoiiica Sacc, Mich. I. p. 521; IL p. 95; Syll. III. p. 78. Exs. P. Sydow, Mycoth. march. No. 4492. Fruchtgehäuse von der Oberhaut bedeckt, klein, schwarz, nieder- gedrückt-kugelig oder länglich, zuweilen von einer schwarzen, kleine Fleckchen begrenzenden Zone umgeben; Sporen spindel- förmig, mit zwei Oeltropfen, 6 — 10 /t lang, 2 — S /n dick; Sporen- träger hakenförmig, 25 /i lang, 1 /f dick. An Aesten von Kerria japonica im Gebiete, z. B. bei Berlin in Baumschulen ; auch in Italien und Frankreich. Diese Phoma ist nach Saccardo die Spcrniogonienform zu Diaportho japouica Sacc, Syll. I. p. 645. Koelreufet'ia 655. Ph. Koclreiiteriae Sacc, Mich. IL p. GO; Syll. III. p. 90. Fruchtgehäuse punktförmig, etwas von der Oberhaut bedeckt; Sporen cylindrisch -länglich, 4 /t lang, 1 — 2 ^ti. dick; Sporeuträger doppelt so lang als die Sporen. An den Aesten von Koelreuteria paniculata, bei Bordeaux in Frankreich. Phoma 219 Lagerstroemia Lagerst roem ia 656. Pli. Lag-erstroemiae Speg., Mch. I. p. 482. Sacc, Syll. III. p. 93. Fruchtgehäuse dem stroma-artig geschwärzten Holze eingesenkt, 110 — löOjfi im Durchmesser, mit durchbohrter, papillenförmiger Mündung; Sporen eiförmig -elliptisch, beidendig stumpf lieh, mit zwei Oeltropfen, 7 — 10 ,« lang, 2—3 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Zweigen von Lagerstroemia indica, bei Conegliano im nördlichen Italien; wahrscheinlich auch in dem einen oder anderen der botan. Gärten des Gebietes. Von dieser Art wird auch eine Varietät foliicola Ell. et Ev. (Sacc. , Syll. X. p. 157) aus Luisiana in Nordamerika beschrieben, mit 6 — 8 ,a langen, 2 /x dicken Sporen und 15 — 20 /.i langen Sporenträgern. 657. Ph. peridermii Passer., Erb. critt. ital. IL No. 1186. Sacc, Syll. X. p. 157. Fruchtgehäuse fast kugelig, dunkelbraun, dem unveränderten Periderm eingesenkt, 87 — 100 /^i im Durchmesser ; Sporen länglich, an den Enden mit je einem undeutlichen Oeltropfen, 5 — 7 /ti lang, 2 — 2,5 [i dick, hyalin. In der Kinde von Lagerstroemia indica in Gärten zu Parma. Lanrus 658. Ph. lauriiia Thüm., Contr. Fung. Litor. Xo. 164. t. I. fig. 10. Sacc, Syll. III. p. 82. Fruchtgehäuse herdenweise, gross, etwas hervorragend, zuerst bedeckt, dann frei, rund, niedergedrückt- kugelig, schwarz; Sporen lang-elliptisch, beidendig abgerundet-zugespitzt, ohne oder mit zwei Oeltropfen, einzellig, 4—6 /t lang, 1,5 — 2 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Zweigen von Laurus nobilis, im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz im Litorale. 659. Ph. laurella Sacc, Mich. IL p. 616 (sub nom. Ph. nobilis); Syll. III. p. 82. Fruchtgehäuse herdenweise, niedergedrückt-kugelig, fast länglich, grau, bedeckt; Sporen länglich- spindelförmig, fast gerade, 8 — 10 u lang, 3 — 4 j« dick, hyalin; Sporenträger stäbchenförmig, S f.i lang, 1,5 [.i dick. Lminis 220 Phoma An bcriiuleten Aesten von Lauras nobilis, bei Saintes in Frankreich (Brunaud). Ist nach Saccardo die Spermogonienform einer Diaporthe. 660. Pli. Lauri Passer, et Brun., Mater. Myc. Saint, p. 21. Sace., Syll. X. p. 149. Fruchtgehäuse erst bedeckt, reihenweise, genähert, kugelig oder fast kugelig, schwarz; Sporen cylindrisch, beidendig abgerundet, mit kleinen Oeltropfen, gerade, 12,5 n lang, 2,5 ,(t dick, hyalin; Sporen- träger fadenförmig, 15—20 /i lang, 1,2 ^t dick. An abgestorbenen Stämmchen von Lauras nobilis, bei Saintes in Frankreich. Lif/ustfiun 661. Ph. lig-ustriiia Sacc, Mich. L p. 523; Syll. III. p. 98. Fruchtgehäuse in der Rinde nistend, kugelig, V4 ^^ ^^ Durch- messer; Sporen würstchenförmig, 6—7 f.i lang, 2.5 /i dick; Sporen- träger fast fehlend. An Zweigen von Ligustrum vulgare, in Frankreich. Unterscheidet sich von Ph. endoleuca Sacc. auf Ahius glutinosa, zu welcher Species Saccardo diesen Pilz als Subspecies bringt, durch grössere Fruchtgehäuse, dickere Sporen und fast fehlende Sporentriiger. 662. rii. Friesii Brunaud, Champ. Saint, p. 337. Sacc, Syll. X. p. 147. Fruchtgehäuse entfernt, bedeckt, dann hervorbrechend und von der abgeworfenen Rinde befreit, dem Holze eingesenkt, kegelförmig oder fast kugelig, schwarz, glänzend; Sporen fast eiförmig, klein, einzellig, 4,5—6 ,u lang, 3—4 (.i dick, hyalin. An abgestorbenen Aesten von Ligustrum ovalifolium, ver- gesellschaftet mit Melomastia Friesii Xitschke, bei Saintes in Frankreich. Ziinionia Ph. Limoiiiac Penz., Mich. IL p. 429. Sacc, Syll. IIL p. 83. Sporen 3,5—4 /i lang, 2,5—3 /*. dick, hyalin; Sporen- träger 6 — 7 = 4 — 5. Auf Limonia australis. Siehe Nähr- pflanze Citrus, Phoma 221 Lonicera Lonicera 663.Ph.cryi)tica(Nitschke)Sacc.,Micb.I.p.521;Syll.III.p.69. Exs. P. Sydow, Mycoth. march.No. 2999 auf Lon.Periclim,No. 3867 auf L. Caprifol. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, nieder- gedrückt-kugelig, grau-schwarz, stumpf; Sporen länglich -spindel- förmig, mit zwei Oeltropfen, 8 /< lang, 3 /n dick, hyalin; Sporen- träger fadenförmig, gekrümmt. An den Aesten von Lonicera tatarica, Caprifolium und Xylosteum durch das Gebiet , z. B. bei München, Berlin etc. , auch in Italien und Frankreich. Diese Phonia ist die Spermogouienform zu Diaporthe cryptica Nitschke, Pyr. Germ. p. 265. Sacc, Syll. I. p. 641. ■ 664. Ph. miimtula Sacc, Mich. 11. p. 92; Syll. III. p. 70. Fruchtgehäuse Binden bewohnend, bedeckt, zerstreut, kugelig, mit papillenförmiger Mündung, ^/g mm im Durchmesser, von klein- zellig - parenchymatischem , ocher - russfarbigem Gewebe ; Sporen würstchenförmig , sehr klein, 4 i.i lang, 1 fx dick; Sporenträger stäbchenförmig, 5 — 6 /i lang. An berindeten Aesten von Lonicera Xylosteum im Gebiete; auch bei Bouen in Frankreich. Eine Form dieser Phoma ist auch auf einer cultivirten Lonicera -Species in Argentinien von Spegazini beschrieben. Fruchtgehäuse 100 — 110 ^m im Durch- messer, Sporen ungleichförmig, ohne oder mit einem Oeltropfen, 5 /x lang, 1,5 (M dick. 665. Ph. oWoiig-ata Briard et Hariot, Bev. Myc. 1890. p. 132. Sacc, Syll. X. p. 145. Fruchtgehäuse eingewachsen, schwarz, klein, kurz -reihenweise, leierförmig, durch die geschwärzte Oberhaut sichtbar; Sporen eiförmig- länglich, beidendig stumpf, mit zwei Oeltropfen, hyalin. An trockenen, entrindeten Zweigen von Lonicera Caprifolium, in Frankreich. Der Ph. cryptica Sacc. verwandt, aber holz- nicht rindenbewohneud , aucli durch die Form der Fruchtgehäuse verschieden. "o^ 666. Pli. tatarica Allescher in Ber. d. Bayer. Botan. Ges. z. Erforsch, d. heim. Flora. 1895. p. 32. Fruchtgehäuse herdenweise, klein, bedeckt, mit Scheitel- durchbohrung, von parenchymatischem, grau -braunem Gewebe, Lonicera 222 Phoma 50 — (30 u im Durchmesser; Sporen fast kugelig, auch eiförmig, ca. 4 — 7 /( Itvng, 3 — 5 ,u dick, hyalin; Sporen träger fadenförmig, 15—20 II lang, 1 /t dick. An abgestorbenen Zweigen von Lonicera tatarica, vergesell- schaftet mit Ascochyta tartarica AUesch., im Schulgarten zu Sendung bei München (Schnabl). Von Ph. cryptica. sowie von allen anderen auf Lonicera -Arten beschriebenen Phoma-Species durch die Sporen sicher verschieden. Ferner sind auf Lonicera noch beschrieben: Pli. Xjiostei Cooke et Harkn. (Sacc. , Syll IIL p. 70). Auf Aesten von Lonicera Iiispidula in Californien Sporen elliptisch, 6 = 3. Ph. Mariae Clin. (Sacc, Syll. III. p. 70). An entrindeten Aesten von Lonicera flava und tatarica, Buffalo in Nordamerika. Sporen liinglich- elliptisch, zuweilen zugespitzt, 8 ,« lang. Ph. viveiitis Cooke (Sacc, Syll. X. p. 145). An lebenden Zweigen von Lonicera bei Kew in Grossbritannien. Sporen 6 — 7 = 2,5, hyalin. Lt/ciuni 667. Ph. Lycii Sacc. in Hazl., Sphaer. der Lyc. p. 450. t. XIV. lig. 7—8. Sacc, Syll. III. p. 88. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, kugelig, mit Mündungspapille, schwarz, anfänglich an der Basis behaart, dann kahl; Sporen cylindrisch- länglich, 10 — 12 fi lang, hyalin; Sporenträger nadeiförmig, doppelt so lang als die Sporen. An den Zweigen von Lycium barbarum, mit Fenestella Lycii (Hazl.) Sacc, Syll. II. p. 329, in Ungarn; sicher auch an mehreren Orten des Gebietes. 668. Ph. Barhari Cooke in Grcvillea XIV. p. 3. Sacc, Syll. X. p. 156. Fruchtgehäuse weitläufig herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, convex, nicht hervorbrechend, dann am Scheitel durchbohrt: Sporen eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 5 u lang, 3 // dick, hyalin. An Zweigen von Lycium barbarum, durch das Gebiet; auch bei Kew in Grossbritannien. 669. Ph. lyciella Brun., Champ. Charente-Inf. 1892. p. 34. Sacc, Syll. XI. p. 485. Fruchtgehäuse zerstreut, schwarz, kegelförmig oder fiist kugelig, zuerst von der Oberhaut bedeckt, dann hervorbrechend, mit Phoma 223 Lycium MünduEgspapille; Sporen länglich, einzellig, mit zwei Oeltropfen, 10 /i lang, 3 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Aesten von Lycium barbarum, Charente-inf. in Frankreich. 670. Pli. importata (Nitschke) Sacc, Mich. IL p. 616; Syll. IIL p. 127. Fruchtgehäuse weitläufig herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, kaum hervorbrechend, niedergedrückt -kugelig, Va ™^ i^i Durch- messer, mit unscheinbarer Mündungspapille, grau - seh warz ; Sporen cylindrisch-spindelförmig, beidendig stumpflich, mit zwei Oeltropfen 7 — 8 /< lang, 2,5 — S /li dick, hyalin; Sporenträger bündelweise ver- einigt, nadeiförmig, 18 — 20 ii lang, 2 /t dick. An abgestorbenen Stämmchen von Lycium sinensis, im botan. Garten zu Padua in Italien. Diese Phoma ist nach Saccardo die Sperniogonienforra von Diaporthe importata Nitschke, Pyr. Germ. p. 415 und kommt wahrscheinlich auch auf Lycium barbarum im diesseitigen Gebiete vor. Cfr. Sacc, Syll. I. p. 684. Liriofleudron 671. Ph. Thümenii Passer., Diagn. F. K IT. No. 65. Sacc, Syll. X. p. 141. Syn. Ph. Liriodendri Thüm., Fung. Litor. No. 170 ? Fruchtgehäuse klein, herdenweise oder in linienförmigen Reihen, von der Oberhaut bedeckt, hervorbrechend, kugelig, schwarz; Sporen elliptisch oder verlängert, ohne Oeltropfen, 5 — 7 /«, lang, 2,5 — 3 1^1 dick, hyalin. An trockenen Zweigen von Liriodendron Tulipifera im süd- lichen Gebiete, z. B. bei Görz ; auch in Gärten zu Parma im nörd- lichen Italien. 672. Ph. mixta B. et C. Forma santonensis Brun., Glan. myc. Ser. 3. Herbor. 1892—93. p. 4. Sacc, Syll. XL p. 482. Fruchtgehäuse zerstreut oder gedrängt, fast kugelförmig, schwarz, eingesenkt, nur mit der Mündung hervorbrechend; Sporen fast spindelförmig, 7 — 8 a lang, 3 ,« dick, hyalin. An abgestorbenen Zweigen von Liriodendron Tulipifera, bei Saintes in Frankreich. Lrriodendron 224 Phoma 673. Vh. Liriodeiidri West., Exs. No. 967; Lamb. Myc. Belg. 111. p. 83 (sub Ceutospora Liriodeudri). Sacc, Syll. III. p. 154. Fruchtgehäuse klein, glänzend, schwarz, zerstreut, anfänglich von der geschwärzten Oberhaut bedeckt, dann hervorbrechend -frei, mit mehr oder weniger verlängerter Mündungspapille und weissem Kerne; Sporen eiförmig- länglich, mit zwei Oeltropfen, hyalin. An den Früchten von Liriodendron Tulipifera, bei Kamur in Belgien, Ferner ist auf dieser Nährpüanze noch beschrieben: Ph. mixta B. et C. (Sacc, Syll. III. p. 90). An berindeten Aesten von Liriodendron und Viburnum opuhfoliuni in Carolina und Pennsylvanien in Nord- amerika. Sporen 6 a lang, kurz spindelförmig. Maclura 674. Ph. exiil Sacc, Mich. IL p. 95; Syll. III. p. 89. Fruchtgehäuse herden weise, von der Oberhaut bedeckt und durch eine schwarze, stroma- artige Schichte verbunden, nieder- gedrückt-kugelig, anfänglich grau; Sporen cylindrisch, beidendig stumpflich, mit zwei Oeltropfen, 10 — 11 n lang, 2 ,u dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, gekrümmt. An beriudeten Aesten von Maclura aurautiaca, bei Saintes in Frankreich. Diese Phoma ist nach Saccardo die Spermogonienforni einer Diaportbe. • Magnolia 675. Ph. Tiridarii Sacc, Mich. IL p. 96; Syll. III. p. 89. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, nieder- gedrückt-kugelig, 120 /t im Durchmesser, mit Scheiteldurchbohrung; Sporen spindelförmig, mit zwei Oeltropfen, 9—10 /t lang, 3 i.i dick, hyalin; Sporenträger kürzer, cylindrisch. An Aesten von Magnolia grandiflora, bei Saintes in Frankreich. Ferner sind auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Ph. atoiiiispoi'u Cooke (Sacc, Syll. III. p. 115). An den Blattstielen und Nerven von Magnolia in Carolina in Nordamerika. Sporen 3 = 1,5. V\\. poduiiciili Ell et Ev. (Sacc, Syll. XI. p. 482). An veralteten Blattstielen von Magnolia Fraseri, in Nuttalburg in Nordamerika. Sporen 7 — 11 = 2 — 2.5. Melia Azedavavch 676. Ph. abdita Sacc, Mich. II. p. 96; Syll. IIL p. 88. J''ruclitgehäuse von der Oberhaut bedeckt, niedergedrückt- kugelig, grau, herdenweise; Sporen spindelförmig, mit zwei Fhoma 225 Melia Azedarach Oeltropfen, 10 /t lang, 2 /t dick, hyalin; Sporenträger fadenförmig, 10—12 /t lang. An Aesten von Melia Azedarach, bei Toulouse in Frankreich. Diese Pboma ist nach Saocardo die Spermogonienform einer Diaporthe, ob von Diaporthe abdita Sacc. et Speg. ist nicht zu ersehen. 3IespilHS 677. Ph. Mespili Oudem., Contr. Myc. Pavs-bas. XIY. p. 38. Sacc, Syll. XL p. 484. Fruchtgehäuse von der Oberhaut bedeckt, schwarz, endlich hervorbrechend; Sporen 6—7 }.i lang, 2—3 ^i dick, hyahu. An Zweigen von Mespilus germanica, bei Wasenaar in den JS^iederlanden (Destree). 3Iorus 678. Ph. moricola Sacc, Mich. I. p. 525; Syll. III. p. 95. Exs. P. Sydow, Mycotheca marchica No. 2-569. Fruchtgehäuse herdenweise, in der Rinde nistend, niedergedrückt- kugelig, grau, ^/a mm im Durchmesser; Sporen länglich, gekrümmt, mit zwei Oeltropfen, 8/* lang, 2 — 2,5/« dick, hyalin; Sporenträger nicht beobachtet. An berindeten Aesten von Morus alba, im Gebiete, z. B. bei Lichterfelde nächst Berlin (Sydow); auch bei Ronen in Frankreich. 679. Ph. jülororuin Sacc, Boll. mens, di Bachicoltura, Padova 1884. No. 4. p. 15; Syll. IIL p. 95. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Epidermis bedeckt, kaum hervorbrechend, niedergedrückt-kugelig, 190 — 200 /<- im Durchmesser, am stumpfen Scheitel durchbohrt, einem schwarz-russfarbigen, unter der Oberhaut ausgebreiteten Mycel eingesenkt; Hyphen fast ästig, gewunden, mit Querwänden versehen, 7— 9 /« dick; Sporen länglich, stumpf lieh, ohne Oeltropfen, 6 — 7/« lang, 2,5 — 3« dick, hyalin; Sporenträger fehlend oder undeutlich. An kranken, jedoch noch nicht abgestorbenen Zweigen von Morus alba im nördlichen ItaUen. Im Frühlinge 1884 dort sehr häufig und schädlich. 680. Ph. MorcanmiBrun., Champ. Saint. 1887. p. 429. Sacc, Syll. X. p. 161. Fruchtgehäuse zerstreut oder herdenweise, in der Rinde nistend, dann hervorbrechend, fast kugelig oder niedergedrückt -kugelig, Winter, die Pike. VI. Abth. 15 Morus 226 Phoma schwarz, am Scheitel durchbohrt; Sporen länglich, fast spindelförmig, gerade, mit zwei Oeltropfen, 8 u lang, 2,5 // dick, hyalin. An abgestorbenen Aesten von Monis alba, bei Saintes in Frankreich. Ferner wurden auf Morus beschrieben: Ph. lonjripes B. et C. (Saco. , Syll. III. p. 95). An berindeten Aesten von Morus rubra in Nordamerika. Sporen klein, kurz -länglieh; Sporenträger vielmal länger als die Sporen. Ph. millepunctata Dcsm. (Sacc. , Syll. X. p. 160) und Ph. morifolia Berlese (Sacc. 1. c.) wurden, weil Blatter bewohnend, zu Phyllosticta gestellt. Mühlen becJiia 681. Ph. Mühlenbeekiae Cooke et Mass. in Grevillea XVf. p. 6. Sacc, Syll. X. p. 157. Fruchtgehäuse sehr klein, von der Oberhaut bedeckt, dicht herdenweise, schwarz -braun, häutig, fast kugelig, mit Mündungs- papille; Sporen ellipsenartig, einzellig, 3 /i lang, 2/» dick; Sporen- träs^er kurz. An abgestorbenen Stämmchen von Mühlenbeckia, bei Kew in Grossbritannien. 3Ij/rica 682. Ph. Myrieae Karst, in HedAvigia 1884. p. 6. Sacc, Syll. X. p. 155. ' Fruchtgehäuse rasenartig-gehäuft, die Oberhaut durchbrechend, fast kugelig, durch gegenseitigen Druck verschieden abgeplattet und verunstaltet, kahl, schwarz, 0,4 mm im Durchmesser; Sporen kugelig oder elliptisch -kugelig, ca. 2 u im Durchmesser oder 3 ^ lang, 2 /i dick, hyalin oder grünlich -hyalin. An abgestorbenen Aesten von Myrica Gale, bei Yasa in Finnland. Nerhnu 683. Ph. Nerii Speg., Mich. I. p. 482. Sacc, Syll. 111. p. 84. Stroma weit ausgebreitet und das Holz aussen schwärzend; Fruchtgehäuse klein, dem berindeten oder entrindeten Holze ein- gesenkt, schwarz; Sporen elliptisch oder länglich -elliptisch, mit zwei Oeltropfen, 6—9 /i lang, 3 — 4 /t dick, hyalin. An abgestorbenen Zweigen von Xerium Oleander, bei Conegliano im nördlichen Italien. Diese Phoma ist nach Saccardo die Spermogonieuform einer Diaporthe. PJiotna 227 Nerium 684. Pli. l heteromorplia Schulz, et Sacc. , Microm. Slav. No. 44; Schulz., 111. F. Slav. No. 844. Sacc, Syll. III. p. 84. Fruchtgehäuse herdenweise, unter der Oberhaut hervorbrechend, fast kugelig, stumpf, V2 — ^/4nini im Durchmesser, innen mehrzellig (?); Sporen elliptisch oder fast länglich, beidendig abgerundet, mit zwei Oeltropfen, 6 — 9 ^t lang, 3— 4 a dick, hyalin; Sporenträger undeutlich. An berindeten Aesten von Nerium Oleander, bei Yinkovce in Slavonien. Der ganze Habitus und die Sporen dieses Pilzes sprechen für eine Phoma- Art, die Zellen sind wahrscheinlich unecht und durch zufällige Theilung des Sporen tragenden Kernes entstanden. Cfr. Sacc. 1. c. Olea 685. Ph. falleus Sacc, Syll. X. p. 146. Fruchtgehäuse ungeich- kugelig, zuweilen fast traubenartig, gedrängt, bedeckt, bald hervorbrechend - oberflächlich , in nach Yer- trocknung blassen, zerbrechlichen Flecken sitzend, schwarz, mit verschieden kurzer Mündungspapille, 0,8 — 0,7 mm im Durchmesser, von parenchymatischem, schwarz-russfarbigem, etwas derbem Gewebe, Sporen ftist sitzend, eiförmig -länglich, beidendig, besonders am Scheitel, abgerundet, ohne Oeltropfen, 7 — 9 /.i lang, 3 — 4 ^ti dick, hyalin. An lebenden Früchten von Olea europaea, bei Empoli in Toskana. Eine schwankende Species, die wegen der Fleckenbildung zur Gattung Phyllosticta, wegen der traubenförmigen Fruchtgehäuse zur Gattung Dothiorella neigt. 686. Ph. Oleae (Cav.) Sacc, Syll. X. p. 146. Syn. Plenodomus Oleae Cavara, App. Pat. veg. p. 13. t. VI. fig. 17 — 18. Flecken kreisrund, verhärtet, ausgehölt; Fruchtgehäuse kugelig, eingesenkt, dann hervorbrechend, 180 — 200 // im Durchmesser, innen fleischig - zellig ? , gelb; Sporen elliptisch, beidendig stumpf, 4,5 u lang, 2 — 3,5 n dick, hyalin. An Früchten von Olea europaea, bei Pegli im nördlichen Itahen. Saccardo bemerkt, dass nach der Abbildung der Pilz mehr eine Phoma- Species zu sein scheint. 687. Ph. ineompta Sacc et Mart., Syll. X. p. 146. Flecken fast kreisförmig, röthlich; Fruchtgehäuse länglich-linsen- förmig, oft unregelmässig, 60— 120 ^u, breit, von einem fast spalten- 15* Qlea 228 Phoma förmigen Porus durchbohrt, unter der Oberhaut hervorbrechend, schwarz; Sporen länglich, klein, ohne Oeltropfen, 3 u lang, 1 ti dick, hyalin, gehäuft, gelbgrünlich; Sporenträger dicht gedrängt, stäbchen- förmig, 6 — 8 t( lang, 1 — 2 /« dick, auf einer olivenfarbigen Basal- schichte entspringend. An reifen , noch lebenden Früchten von Olea europaea , bei Florenz. 688. Pli. ramulicola Gel., Mic. Montp. p. 14. Sacc, Syll. X. p. 146. Fruchtgehäuse zerstreut, von der Epidermis bedeckt, nieder- gedrückt-kugelig, schwarz, 300/« im Durchmesser; Sporen sehr klein, 3 — 4 a lang, 0,5 — 2 u dick, hyalin; Sporenträger nicht beobachtet. An entrindeten Zweigen von Olea europaea, bei Montpellier in Frankreich. 689. Pli. Olivariim Thüm., Die Pilze d. Oelbaums p. 40. Sacc, Syll. III. p. 156. Fruchtgehäuse dicht stehend, ziemlich gross, halbkugelig, hervor- ragend, zuweilen zusammenfliessend, schwarz; Sporen kurz-cylindrisch- elliptisch, beidendig abgerundet, mit zwei grossen Oeltropfen, 3 — 5 a lang, 1,5 — 2 /< dick, hyalin. An Früchten von Olea europaea, in Oesterreich. 690. Ph. Passiflorae Penz. et Sacc, Fung. Mortol. No. 24. t. IV. fig. 11; Syll. III. p. 156. Fruchtgehäuse weitläufig-herdenweise, klein, sehr schwarz, von der Oberhaut bedeckt, dann hervorbrechend, kugelig, hart, kohlig; Sporen elliptisch, beidendig spitzlich, mit zwei Oeltropfen, 7 — 8 /< lang, 3—3,5 // dick, hyalin ; Sporenträger dicht-rasenförmig, einfach, ohne Scheidewand, 11 — 12 /.i lang, 2 — 2,5 /t dick, hyalin. An trockenen Blüthenstielen von Passiflora hybrida, bei Mortola im nördlichen Italien. Ferner ist auf dieser Nährpflanze noch beschrieben: Pli. tcrsa Sacc, Flor, niycol. lusit. p. IG; Syll. XI. p. 483. An trockenen Früchten von Passiflora im botan. Garton zu Coinibra in Portugal. Siioreii G = 2,5. PJioma 229 Paulownia Paulownia 691. Ph. imperialis Sacc. et Roum., Mich. IL p. 339 (sub nom. Ph. Paulowniae); Syll. III. p. 92. Fruchtgehäuse herdenweise , von der geschwärzten und ge- fleckten Oberhaut bedeckt, niedergedrückt-kugehg; Sporen länglich, mit zwei Oeltropfen, 8 /i lang, 3 /x dick, hyalin. An Fruchtstielen von Paulownia imperialis, in botan. Gärten in Frankreich; sicher auch im diesseitigen Gebiete. Diese Phoma ist nach Saccardo die Spermogonienform einer Diaporthe. 692. Ph. Paulowniae Thüm., Contr. Fung. Litor. No. 171. t. I. fig. 33. Sacc, Syll. III. p. 92. Fruchtgehäuse zerstreut, erst von der Epidermis bedeckt, dann dieselbe in sehr langen Spalten durchbrechend, kugelig, schwarz; Sporen klein, ohne Oeltropfen, cylindrisch oder cylindrisch-eiförmig, beidendig abgerundet-zugespitzt, 3,5 — 5 i-i lang, 1,5 /i dick, hyalin. An trockenen Zweigen von Paulownia tomentosa, im südlichen Gebiete, z. B. bei Görz. Persica 693. Ph. persicaria Schulz, et Sacc, Micr. Slav. ISTo. 47; Schulz., Illust. Fung. Slavon. No. 682. Sacc, Syll. III. p. 74. Fruchtgehäuse fast herdenweise, kugelig, von der Oberhaut bedeckt, 0,2 — 0,25 mm im Durchmesser, mit stumpfer, kaum die Rinde durchbrechender Mündung und weissem Kerne; Sporen klein, elliptisch, 4—6 /i lang, hyalin; Sporen träger undeutlich. An berindeten Aesten von Persica vulgaris, durch das Gebiet, z. B. bei Lichtenfels im bayer. Franken etc.; auch bei Vinkovce in Slavonien. 694. Ph. Persicae Sacc, Mich. I. p. 526; Syll. III. p. 74. Fruchtgehäuse weitläufig - herden weise , kugelig - linsenförmig, ij^ — 1/5 mm im Durchmesser, von der kaum etwas aufgetriebenen Oberhaut bedeckt; Sporen länglich -eiförmig, mit zwei Oeltropfen, 8 jti lang, 3 fi dick, hyalin; Sporenträger cylindrisch -kegelförmig, von der Länge der Sporen. An noch nicht vertrockneten Zweigen von Persica, bei Saintes in Frankreich. rhiladelphus 230 Phoma Philadelphiis 695. Pli. LaiKlculiemiae (Xitschke) Sacc, Syll. III. p. 71. Fruchtgehäuse klein, der inneren Rinde fast eingesenkt, kugelig- kegelförmig, am Scheitel durchbohrt; Sporen spindelförmig, fast gerade, 8 ti lang, 2,5 .u dick, hyalin; Sporenträger rasenförmig, ziemlich kurz. An berindeten Aasten von Philadelphus corouarius durch das ganze Gebiet. Diese Phoma ist nach Nitschke und Saccardo die Spermogonienform zu Diaporthe Landeghemiae (West.) Nitschke, Pyr. Germ. p. 318. Cfr. Sacc, Syll. I. p. 683. 696. Ph. Celottii Sacc, Syll. X. p. 148. Syn. Ph. Philadelphi Celotti, Mio. Montpell. p. 13 (1887). Fruchtgehäuse fast herdenweise, hervorbrechend, kugelig-ellipsen- artig, Vs ^'^ i'^^ Durchmesser; Sporen sehr klein, bakterienförmig, 2 — 3 fi lang, 1 // dick, hyalin; Sporenträger rasenförmig, 10— 12 /< lang. An berindeten Aesten von Philadelphus granditlorus, Mont- pellier in Frankreich. 697. Ph. PliiladelpM Cooke in Grevillea XIII. p. 93 (1885). Sacc, Syll. X. p. 148. Fruchtgehäuse klein, herdenweise, in Reihen geordnet, von der kaum etwas aufgetriebenen Oberhaut bedeckt, der Rinde eingesenkt, niedergedrückt, am Scheitel durchbohrt, schwarz ; Sporen cylindrisch, beidendig stumpf, ohne Oeltropfen, 12 /< lang, 2,5 /» dick, hyalin. An Zweigen von Philadelphus, in Frankreich und Grossbritannien. Durch den Habitus und die Fructification von Phoma Landeghemiae Sacc, weiche mit ihr oft zugleich vorkommt, verschieden. J'liUhjrea 698. Ph. Phillyreae Brun., Sphaerops. nouv. in Bull. Soc Bot. Fr. 1893. p. 222. Sacc, Syll. XI. p. 485. Fruchtgehäuse klein, schwarz, von der überhaut bedeckt; Sporen mit zwei Oeltropfen, 6—7 /» lang, 1,5—2 ,it dick, hyalin. An abgestorbeneu Zweigen von Phillyrea media in Frankreich. Phoma ' 231 Photinia Fhotinia 699. Ph. photiiiicola Brun., Miscell. myc. IL p. 35. Sacc, Syll. XL p. 484. Fruchtgehäuse von der Epidermis bedeckt, fast kugelig, schwarz; Sporen mit zwei Oeltropfen, 8^10 ^t lang, 2,5—3 ,u dick, hyalin. An abgestorbenen Aesten von Photinia serrulata, bei Saintes in Frankreich. Firns 700. Ph. Mali Schulz, et Sacc, Micr. Slav. N"o. 42; Schulz., Illust. F. Slav. No. 783. Sacc, Syll. IIL p. 75. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, nieder- gedrückt, kaum mit der Mündung hervorbrechend ; Sporen länglich- spindelförmig, mit zwei Oeltropfen, 8 ,u lang; Sporen träger faden- förmig, doppelt so lang als die Sporen. An Aesten von Pirus Malus, bei Yinkovce in Slavonien. 70L Ph. auiMg-ua (Nitschke) Sacc, Mich. L p. 520; Syll. IIL p. 75. Fruchtgehäuse herdenweise, von der Oberhaut bedeckt, zusammen- gedrückt, schwarz-olivenfarbig; Sporen spindelförmig, 8 u lang, 3 /i dick; Sporenträger fadenförmig, 18 u lang, 1 /.- dick. An Zweigen von Pirus communis, durch das Gebiet. Diese Phonia ist nach Saccardo die Spermogonienform zu Diaporthe arabigua Nitschke, Pyr. Germ. p. 311. Sacc, Syll. I. p. 669. Auch spricht Saccardo die Vermuthung aus, dass die vorhergehende Art mit dieser identisch sein möchte, was allerdings sehr wahrscheinlich ist. 702. Ph. enteroleuca Sacc, Mich. I. p. 358; Syll. IIL p. 75. Exs. ? P. Sydow, Mycotheca marchica No. 2587 (an Kapseln von Syringa vulgaris). Fruchtgehäuse hier und da gehäuft, von der Oberhaut bedeckt, dann hervorbrechend, kugelig, V4 i^J^ ii^ Durchmesser, mit un- scheinbarer Mündungspapille, lange mit einem weissen Kerne erfüllt; Sporen eiförmig -länglich, ohne Oeltropfen, 4 /t laug, 1,5 ^tt dick, hyalin; Sporenträger wurden nicht beobachtet. An Zweigen von Pirus und Syringa in Deutschland, jedenfalls durch das ganze diesseitige Gebiet; auch in Frankreich. 7U3. Ph. pomorum Thüm., Fung. Pom. p. 105. Sacc, Syll. IIL p. 152. Fruchtgehäuse fast niedergedrückt -kugelig, zerstreut, nicht zahlreich, halb hervortretend, schwarz, in einem mehr oder weniger Pinis 232 Fhoma kreisförmigen, niedergedrückt- flachen, nach Yertrocknung schnee- weissen, verhärteten Flecken mit deutlichem, schmalem, linien- förmigem, purpurschwarzem Rande; Sporen nicht zahlreich, elliptisch- kugelig, ^Yolkig- graulich, fast durchsichtig, ohne Oeltropfen, 5 — 7 /i im Durchmesser. An reifen, lebenden Früchten von Pirus Malus, bei Bayreuth in Bayern (Thümen); jedenfalls auch an anderen Orten des Gebietes. 704. Pli. piriiia (Fries) Cooke in Grevillea XX. p. 86. Sacc, Syll. XI. p. 484. Syn. Sphaeria pirina Fries, Syst. myc. IL p. 494. Cfr. Sacc. II. p. 421. Fruchtgehäuse herdenweise, hervorbrechend, fast von der Ober- haut bedeckt, unförmlich, schwarz, mit nacktem, ungleichem^ mündungslosem Scheitel, innen grau-weisslich; Sporen 6 // l«^rig> 3 /t dick, hyalin. An trockenen Aesten von Pirus Malus, durch das Gebiet. JPlataniis 705. Ph. liapalocystis (Fuck.) Sacc, Syll. III. p. 94. Fruchtgehäuse unter der hernach sich spaltenden Rinde rasen- förmig, kugelig, mit Mündungspapille, schwarz; Sporen sehr klein, cylindrisch, gekrümmt, 3 /< lang, 1 /* dick. An abgestorbenen Aesten von Platanus im Rheingau. Dieser Pilz ist nach Fuckel und Saccarilo die Spernio